Verschenkte Rekuperation?

Infos zu Batterie und Ladung des Model 3...

Re: Verschenkte Rekuperation?

von pollux » 14. Jan 2020, 15:37

Das Auto gleicht es erst aus, wenn bereits die Haftgrenze überschritten ist. Das ist eine Rettungsaktion. Malmedie fährt zwar immer so, aber für Lieschen Müller ist das nicht empfehlenswert. Eine Rettungsaktion kann auch mal schief gehen.
Wer so fährt, dass ständig die Assistenzsysteme eingreifen müssen verhält sich sehr fahrlässig. Es sind auch noch andere Verkehrsteilnehmer auf der Straße.
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von Mooseman » 14. Jan 2020, 16:37

Verstehe ich das richtig, dass ich wollt, dass die Rekuperation begrenzt wird, weil sonst die Elektronik ggfs. runterregelt? Wenn das so gefährlich ist, sollte dann nicht auch die Wirkung der regulären Bremse begrenzt werden, weil sonst ja das ABS ansprechen könnte?

Bitte nicht falsch verstehen: Jeder kann und soll sich das so einstellen, wie er es für richtig hält. Ich habe nur meine Schwierigkeiten mit der Argumentation, dass die Rekuperation gefährlich sein soll, weil sie bei Schlupf einen Regelvorgang auslöst. Nichts anderes tut die Betriebsbemse, und da wird das ABS als die größte Leistung seit Erfindung des Toastbrotes gefeiert.

Zustimmen kann ich aber auf jeden Fall, dass man seine Fahrweise den Witterungsbedingungen anpassen musss. Also lieber etwas langsamer Fahren und wenn man meint, dass eine stärkeres Bremsen gefährlich sein könnte, dann darf man eben nicht so hart auf die Bremse treten bzw. den Fuß nicht vollständig vom Fahrpedal nehmen. Effektiv ist das das gleiche.
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von lightrider » 14. Jan 2020, 17:27

Wenn du den Fuss vollständig vom Spasspedal nimmst, spricht das ABS an? So getestet? Weil genau das passiert, wenn du voll in die Eisen steigst. Das ist der Unterschied und wohl der Grund für die Empfehlung Tesla's.
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von Mooseman » 14. Jan 2020, 18:04

Nicht das ABS spricht an, da das ja nur auf die Friktionsbremse wirkt. Wie bereits geschrieben nimmt die Elektronik aber die Rekuperationsleistung zurück, sobald Schlupf erkannt wird. Praktisch ist das das gleiche. Es ist halt nur nicht das "klassische" ABS, das die Bremsleistung drosselt.

Ich habe das letzten Winter schonmal nach Eisregen auf einem Parkplatz ausprobiert. Meine Sorge war die, dass der Wagen in Kurven ausbrechen könnte, da die elektrische Bremse beim RWD prinzipbedingt nur auf die Hinterräder wirken kann. Diese Sorge hat sich aber als haltlos herausgestellt.
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von Kumasasa » 14. Jan 2020, 19:06

Mooseman hat geschrieben:Nicht das ABS spricht an, da das ja nur auf die Friktionsbremse wirkt. Wie bereits geschrieben nimmt die Elektronik aber die Rekuperationsleistung zurück, sobald Schlupf erkannt wird.

Und das ESP (= Friktionsbremse) kommt mit ins Spiel, sobald das Fahrzeug die gewollte Spur verlässt.
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von maboko4711 » 15. Jan 2020, 05:54

Kumasasa hat geschrieben:
Mooseman hat geschrieben:Nicht das ABS spricht an, da das ja nur auf die Friktionsbremse wirkt. Wie bereits geschrieben nimmt die Elektronik aber die Rekuperationsleistung zurück, sobald Schlupf erkannt wird.

Und das ESP (= Friktionsbremse) kommt mit ins Spiel, sobald das Fahrzeug die gewollte Spur verlässt.

Seit wann hat das ESP mit dem Spurhalteassistenten zu tun?

ESP greift ein, wenn die Sensoren „erkennen“, dass das Auto in den Grenzbereich der Bodenhaftung kommt, also ins Schleudern zu kommen droht und hat nichts mit dem SpurhLten zu tun Schließlich gibt es ESP auch in Autos, die noch gar keine Assistenzsysteme haben.
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von Kumasasa » 15. Jan 2020, 08:25

Das ist ein wenig spitzfindig an der Wortwahl "gewollte Spur" rumzumäkeln, da es hier die ganze Zeit um das Ausbrechen des Fahrzeugs auf nicht-griffigem Untergrund geht.
Ersetze doch einfach das Wort Spur durch "Gierrate".
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von maju » 15. Jan 2020, 10:25

Summa summarum könnte man das Ganze also folgendermaßen zusammenfassen:

1. Sobald durch die verstärkte Bremswirkung (= Rekuperation) beim Loslassen des Gaspedals die Bodenhaftung auf Eis & Schnee verloren geht, wird über die Elektronik die Rekuperation automatisch zurückgenommen.
2. Damit es gar nicht so weit kommt, empfiehlt Tesla die Rekuperation im Winter auf "Niedrig" zu stellen.

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Re: Verschenkte Rekuperation?

von jens.p » 18. Jan 2020, 18:56

Mooseman hat geschrieben:Bitte nicht falsch verstehen: Jeder kann und soll sich das so einstellen, wie er es für richtig hält. Ich habe nur meine Schwierigkeiten mit der Argumentation, dass die Rekuperation gefährlich sein soll, weil sie bei Schlupf einen Regelvorgang auslöst. Nichts anderes tut die Betriebsbemse, und da wird das ABS als die größte Leistung seit Erfindung des Toastbrotes gefeiert.


Ich habe noch einen RWD Benziner und dieser hat keine Schubabschaltung. Erklärung war, das beim Lupfen vom Gaspedal das Heck instabil wird und ausbrechen könnte. Dabei geht es um die Situation, dass man zur Seite zieht um einen Aufprall zu vermeiden. Und mit dieser Kombination leitet man für gewöhnlich einen Drift ein ;).

Mooseman hat geschrieben:Verstehe ich das richtig, dass ich wollt, dass die Rekuperation begrenzt wird, weil sonst die Elektronik ggfs. runterregelt? Wenn das so gefährlich ist, sollte dann nicht auch die Wirkung der regulären Bremse begrenzt werden, weil sonst ja das ABS ansprechen könnte?


Die hydraulische Bremse ist bei Tesla schlecht geregelt. Man hat scheinbar, nach der Kritik am Bremsweg, einfach den Bremsdruck erhöht. Bei einer Gefahrenbremsung aus 100km/h schwimmt mein SR+ und das ABS/ ESP hat alle Hände voll zu tuen das Auto auf der Straße zu halten. Hände weg vom Lenkrad und trotzdem geradeaus bremsen ist nicht.
 
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von krriel » 18. Jan 2020, 19:16

jens.p hat geschrieben:Die hydraulische Bremse ist bei Tesla schlecht geregelt. Man hat scheinbar, nach der Kritik am Bremsweg, einfach den Bremsdruck erhöht. Bei einer Gefahrenbremsung aus 100km/h schwimmt mein SR+ und das ABS/ ESP hat alle Hände voll zu tuen das Auto auf der Straße zu halten. Hände weg vom Lenkrad und trotzdem geradeaus bremsen ist nicht.


Wie die ABS-Regelung ausgelegt wird ist immer eine Ermessenssache vom Hersteller.
Tesla hatte das ABS am Anfang "soft" programmiert was den Vorteil hat das der Wagen auch bei einer Gefahrenbremsung noch gut zu kontrollieren ist, aber dafür einen verlängerten Bremsweg hat.
Aktuell ist das ABS "aggressiver" eingestellt um einen möglichst kurzen Bremsweg zu haben dafür wird das Fahrzeug instabiler.
Der goldene Mittelweg wird irgendwo dazwischen liegen aber bei einer Gefahrenbremsung wird man seine Hände eh am Lenkrad haben :D
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