Batteriemanagement 80% vs. 100% voll laden

Infos zu Batterie und Ladung des Model 3...

Re: Batteriemanagement 80% vs. 100% voll laden

von tornado7 » 10. Nov 2019, 07:56

olp3310 hat geschrieben:Ja es ist besser und effizienter den Akku gleich aufzuladen, da er nach der Fahrt warm ist und nicht zusätzlich Strom für die Akkuheizung verbraucht wird.

Jein. Aktiv zugeheizt wird der Akku vor dem Laden auch bei 0° C Aussentemperatur nicht, wenn am Abend vorher noch gefahren wurde. Zudem entsteht im Ladegerät so oder so Abwärme, nur eben verpufft diese nicht nutzlos, wenn man erst vor Abfahrt lädt.
Der-Kieler hat geschrieben:Ich dachte, dass der Akku beim M3 nicht vortemperiert wird. Bei S und X gibt es das, aber nicht beim M3. War in einem Video von Björn Nyland (oder wie heißt der richtig?), wenn ich mich nicht irre.

Doch natürlich, nur eben nicht über einen separaten Tauchsieder sondern über eine spezielle Ansteuerung des Motors im Stand.
"The electric light did not come from continous improvement of candles." (Oren Harari)

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Re: Batteriemanagement 80% vs. 100% voll laden

von Ollinord » 10. Nov 2019, 08:28

Der-Kieler hat geschrieben:Im Winter wird das spannend, denn wenn der Akku kalt ist (Null Grad und drunter) , dann lädt er deutlich langsamer. Wenn dann der Akku kalt ist und die Ladung zeitgesteuert startet, dann ist er vermutlich nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt voll - oder wie sehen das die Experten hier?
Irgendwo habe ich auch mal gelesen, dass es mehr Strom kostet einen kalten Akku zu laden. So gesehen könnte es bei kaltem Wetter doch besser sein direkt nach der Fahrt zu laden.

Bin gespannt auf die Experten Meinungen.


Guten Morgen, ich selber habe noch nicht erlebt dass die 11 kW Ladeleistung auch bei Kälte nicht fließen. Es mag sein dass die ersten 30 Minuten eher für das Aufheizen genutzt werden (jedenfalls bei S,X), aber auch beim M3 sollte keine große Verzögerung stattfinden, ist ja kein Supercharger! Somit würde ein zeitgesteuertes Aufladen eigentlich immer funktionieren, maximal würden eventuell ganz wenige kW fehlen. Aber eventuell ist die Software ja so schlau, entsprechend früher zu beginnen, wenn der Akku kalt ist.
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Re: Batteriemanagement 80% vs. 100% voll laden

von douglasflyer » 10. Nov 2019, 10:06

.

Edit: grad gesehen, dass der Link auf das Original schon gepostet wurde - sorry...
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1'500km freies Supercharging? -> http://ts.la/urs123
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Re: Batteriemanagement 80% vs. 100% voll laden

von ChrisModel3 » 10. Nov 2019, 11:24

st ein Anschluss für längere Zeit nicht möglich, sollten Sie Ihr Fahrzeug zuvor bis zur Ladegrenze von 100%, also voll aufladen. Beachten Sie bitte, dass ein nicht angeschlossener Tesla etwa ein Prozent seiner Reichweite pro Tag verliert. Bitte lesen Sie dazu den Abschnitt "Batterieinformation" des Benutzerhandbuchs oder die Richtlinien für Pannenhilfe, um mehr zu erfahren.


Laut https://www.tesla.com/de_DE/support/win ... edirect=no

Ich denke hier sagt man wohl eher, dass 100% besser ist als 0%?

Tesla sagt auch:

Tipps zum Parken

Laden Sie Ihr Fahrzeug, sobald Sie es am Ende des Tages nicht mehr benötigen. Durch das Laden werden dessen Betriebssysteme statt durch die Batterie auf Temperatur gehalten.
M3 Performance mit 19" Reifen (P3D-) (09/2019)
 
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Re: Batteriemanagement 80% vs. 100% voll laden

von dennish » 11. Nov 2019, 15:14

ChrisModel3 hat geschrieben:Ich denke hier sagt man wohl eher, dass 100% besser ist als 0%?


Andauernd auf 100% ist nicht wirklich gut, 0% oder drunter tiefentladen ist dagegen richtig schlecht.

Der Absatz geht ja davon aus dass du längere Zeit weg bist. Wenn das mehrere Monate sind, und du pro Tag 0,4 bis 1% verlierst und auch nicht die Chance hast das Auto am Stecker zu lassen über den Zeitraum, dann solltest du es natürlich so hoch aufladen wie es eben nur möglich ist, damit es nicht auf 0 oder drunter fällt während du sehr lange weg bist.
Wenn das nur die üblichen Ferienzeiträume von 1-6 Wochen sind, dann ist es sehr unwahrscheinlich dass er auch bei einer Start-Parkladung von nur 70% nennenswert tief entladen würde.


Das Handbuch nimmt halt vereifachte Formulierungen mit möglichst simplen Anweisungen, wo man möglichst wenig vom Hintergrund für verstehen muss, um in den meisten, wenn nicht sogar allen Fällen klarzukommen.
Die 1% pro Tag sind auch absichtlich etwas aufgerundet, erfahrungsgemäß hab ich zumindest (zuletzt im Herbst über eine Woche selbst erlebt) weniger Standbyverlust gehabt, nur etwa 0,4% pro Tag.

Für den Fall dass aber doch der Verbrauch mal etwas höher ist, und einfach um sicher zu gehen dass bei längerer Abwesenheit das Auto danach auch noch funktioniert und möglichst wenig beschädigt wird wird so für alle möglichen Konditionen das nicht immer perfekteste, aber im Durchschnitt halt immer noch optimalste Vorgehen empfohlen.



Das ist wie die Empfehlung die jeder Autofahrer kennt, wenn ein Tier vors Auto läuft zu bremsen, aber nicht zu probieren auszuweichen. Das ist das gleiche vereinfachte Spielchen was verhindern soll, dass jemand wild am Lenkrad reißt und stattdessen von der Straße runter in den Wald, und da dann die Bäume rauf und runter fährt.
Da ist auch jedem klar dass ein leichtes Ausweichen von wenigen Handbreit zu einer Seite nicht zwangsläufig zum Kontrollverlust führt, aber trotzdem noch ermöglicht dass der Reifen am Igel vorbei geht anstatt mittig drüber.


Die empfohlene Handlung ist nicht immer die perfekteste oder optimalste in jeder Situation, allerdings eine mit durchweg positiverem Ausgang als die meisten anderen möglichen Alternativen in der gleichen Situation, wegen der simplizität leicht zu merken, und für den Anweisungsgeber in den Folgen auch kalkulierbar.
 
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Re: Batteriemanagement 80% vs. 100% voll laden

von alupo » 11. Nov 2019, 16:11

Vielleicht ein paar persönliche Daten dazu:
Ich habe bis jetzt 323 Ladezyklen durchgeführt mit teils sehr kleinem Ladehub, aber auch sehr großem Ladehub (auch nicht so gut). Davon waren 37 Aufladungen bis 100% dabeigewesen (=11,5% aller meiner Aufladungen). Meine Restreichweite schrumpfte in den 3 Jahren und knapp 80.000 km um ca. 3,5-4 % (die Anzeige schwankt leicht).

Damit liege ich trotz überdurchschnittlich hohem SuC-Anteil plus der 37 100% SOC AC-Ladungen im guten Mittelfeld im Vergleich zu den im Internet nachlesbaren Daten.

Insofern würde ich diese 100%-SOC Größe nicht als so gefährlich einstufen. Die wichtigen Randbedingungen, auf die ich achte sind aber, dass man das Auto danach nicht einige Stunden auf 100% SOC stehen läßt. Auch ist ein hoher SOC bei tieferen Temperaturen wie aktuell auch weniger schädlich (was bei Dir der Fall wäre) als im Hochsommer (insbesondere bei Abstellung auf einer von der Sonne frisch aufgeheizten Kochplatte (Strasse). Das denke ich, trotz des sehr guten Temperaturmanagements).

Daher, wenn man die 100% nicht braucht ist das noch besser. Aber so fürchterlich schädlich ist es wenn man die 100% zeitnah herunterfährt bei den aktuell niedrigen Temperaturen m.M.n. nicht.
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Re: Batteriemanagement 80% vs. 100% voll laden

von fresh_served » 17. Nov 2019, 21:52

Ich habe zu Hause leider im Moment keine Lademöglichkeit. Deswegen hatte ich mein Limit auf 90% eingestellt. Das gefiel der Software nicht und es kam die Meldung, dass ich das Limit runter regeln soll, weil sonst die Batterielebensdauer beeinträchtigt werde. Da werde ich mich jetzt schön dran halten und nach Bedarf volladen, wenn ich weiß, dass ich eine längere Strecke fahren muss.
Ich denke, 70% wie Martin28444 es macht sind ein guter Wert. Für den Alltag reicht das allemal.
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Re: Batteriemanagement 80% vs. 100% voll laden

von mat89 » 17. Nov 2019, 22:07

fresh_served hat geschrieben:Ich habe zu Hause leider im Moment keine Lademöglichkeit. Deswegen hatte ich mein Limit auf 90% eingestellt. Das gefiel der Software nicht und es kam die Meldung, dass ich das Limit runter regeln soll, weil sonst die Batterielebensdauer beeinträchtigt werde.

Diese Meldung sollte erst ab 91% bzw. über 90% kommen, bis und mit 90% ist für den täglichen Gebraucht geeignet.
Ich lade mein M3 seit ich es habe auf 90% und habe die Meldung noch nie gesehen....
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Re: Batteriemanagement 80% vs. 100% voll laden

von condo24 » 27. Nov 2019, 12:16

Dass ein ständiges Laden bis auf 100% nicht optimal ist, ist ja jetzt hinreichend bekannt.

Wie schaut´s aber umgekehrt aus? Gibt es mögliche negative Auswirkungen wenn ich "nie" auf 100% gehe sondern immer nur 20-80% pendle?
 
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Re: Batteriemanagement 80% vs. 100% voll laden

von nosch » 27. Nov 2019, 13:02

condo24 hat geschrieben:Dass ein ständiges Laden bis auf 100% nicht optimal ist, ist ja jetzt hinreichend bekannt.

Wie schaut´s aber umgekehrt aus? Gibt es mögliche negative Auswirkungen wenn ich "nie" auf 100% gehe sondern immer nur 20-80% pendle?


Hallo,

für die Batterie ist deine Ladestrategie ideal.
Der einzige keine Nachteil ist, dass das BMS mit der Zeit nicht mehr so ganz genau weiß, wann die Batterie wirklich voll ist. Das wirkt sich dann langfristig dahingehend aus, dass die Reichenweiten-Anzeige etwas zu niedrig ist. Das ist aber nur ein Problem für die Anzeige, mehr nicht!
Tesla hat vernünftiger Weise das BMS so programmiert, dass es eher pessimistisch ist. Sonst würden wohl reihenweise die Autos liegen bleiben :-).

Viele Grüße
Norbert
Software zur Erfassung von Ladekurven:
https://tessoon.de (Achtung! Beta-Version, also noch in der Enwicklung)

Meine Erfahrungen mit dem Model-S100D, EZ 3/2018:
https://tesla-model-s.sowas.com/home.html
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