Tesla Semi - around and inside the facts

Infos zum elektrischen LKW...

Tesla Semi - around and inside the facts

von Südstromer MS85 » 6. Mär 2018, 12:39

Guten Tag ihr Lieben.

Im Jaguar Thread hab ich etwas unpassend die Vorteile des Semis angesprochen, nicht ohne Schläge zu bekommen.
viewtopic.php?f=10&t=14075&start=830#p497838
viewtopic.php?f=10&t=14075&start=830#p497881

Wir alle kennen die Elefantenrennen, die KM langen Staus wenn es mal etwas steiler wird an der Autobahn. und und und.

Durch etliche völlig neue Möglichkeiten des E-Antriebs, Rekuperation, Kollonenfahren per AP sollten eigentlich auch Vorteile für die Spedition entstehen. Dies soll hier Thema sein.

Die Frage stellt sich ob es einen Kostenvorteil bringt, wenn man den Akku beim beladen des Anhängers zeitgleich lädt und übliche Touren fährt ohne irgendwo noch stoppen zu müssen. Wieviel schneller ist es, eine Alpenquerung mit einem 40 Tonner der elektrisch fährt und lädt während der Fahrer seine Pausen hat.

Was hat die Firmen bewegt, 1.000 Semis vorzubestellen, von einem Hersteller der angeblich nur ankündigt.

Im Video vom Whiskey König Horst Lüning sind noch duzende Punkte angefallen, die der übliche Privatfahrer vielleicht garnicht am Schirm hat.
https://www.youtube.com/results?search_ ... ning+semi+

Ist das alles nur PS und Power Gehabe, oder stecken da evtl. auch betriebswirtschaftliche Gedanken dahinter?

Wobei der Begriff "Spedition" ja auch extrem dehnbar ist. Bitte verschiedene Ansichten und Aspekte hier sammeln.


Cupra, bitte übernehmen ;)
Zuletzt geändert von Südstromer MS85 am 10. Mär 2018, 21:16, insgesamt 2-mal geändert.
Der MS ist unser erster schöne Kombi
MS85 / Pano / DL / AP / Tec

Tesla Empfehlungsprogramm: http://ts.la/sebastian5322
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1791
Registriert: 13. Sep 2017, 07:06
Land: Deutschland

Re: Tesla Semi aus Sicht einer Spedition

von Wim » 6. Mär 2018, 12:52

bitte nicht noch faden mit einer diskussion OHNE eingrenzung der rahmenbedingungen!

die ladesäulendiskussion reicht als im-kreis-diskussion-mit-narzistischem-unterbau doch mehr als aus.
wer an jeder teslasäule noch andere stecker sehen möchte, der setzt sich sicherlich auch dafür ein, dass phev beim tanken auch strom ziehen können und rewe ihre eigenmarke nur anbieten darf, wenn sie auch die eigenmarken von edeka&co ins regal stellen
 
Beiträge: 1067
Registriert: 14. Mär 2017, 17:10
Land: Deutschland

Re: Tesla Semi aus Sicht einer Spedition

von volker » 6. Mär 2018, 13:09

Danke für die Eröffnung eines eigenen Themas.

Die meisten Leute hängen sich bei der Diskussion um den Semi daran auf, dass Langstrecken-Transport nur mit dem Dieselantrieb möglich sei. Können wir dafür mal die Eckdaten zusammen stelllen?

Fernverkehr
1. Wie sind die Lenkzeiten heute, d.h. wie viele Stunden/wie weit fährt ein Fernfahrer am Stück und wie lange am Tag?

2. Würden die Lenkpausen und Ruhezeiten zum Laden reichen, wenn ja wie viel kW Ladeleistung wären erforderlich?

Zubringerverkehr
Darunter verstehe ich den Pendelverkehr Lager<->Werkhalle oder Zulieferer<->Verarbeiter (unter 100km) oder Bahnhof<->Fabrik.

3. Werden die Fahrzeuge hier mit wechselnden Fahrern, also mehr oder weniger ununterbrochen eingesetzt?

4. Wie lange sind die Zeiten zum Laden/Löschen der Fracht? Kann man in der Zeit eine sinnvolle Energiemenge in den Akku laden.

Über wie viele LKW-Kilometer bzw. Tonnen-Kilometer reden wir in den verschiedenen Segmenten?
Autos und Häuser brauchen keinen Auspuff.
Benutzeravatar
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 10622
Registriert: 26. Apr 2012, 14:06
Wohnort: Ehningen b. Böblingen
Land: Deutschland

Re: Tesla Semi aus Sicht einer Spedition

von Südstromer MS85 » 6. Mär 2018, 13:09

Genau so ein Posting war NICHT das Ziel hinter dem Thread...

Ich bin eigentlich recht froh darum, das meine MA den Kangoo direkt einstecken können (5 Sek. Zeitaufwand) und nicht mehr ne halbe Std. an der Tankstelle quatschen und mir hunderte Tankbelege übers Jahr verteilt mitbringen, sondern ich seit 3 Jahren nur eine Jahresrechnung dem Buchhalter bringen muss! Und die Reperaturkosten sind auf ca. 80 Prozent gefallen. Ich warte lieber auf fachliche Antworten bzw. Ansichten.


Edith meint:
Danke Volker!
Cupra wird später eine kurze oder längere Antwort geben. Die machen gerade Ölwechsel ausm 200 Liter Tank :mrgreen:
Der MS ist unser erster schöne Kombi
MS85 / Pano / DL / AP / Tec

Tesla Empfehlungsprogramm: http://ts.la/sebastian5322
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1791
Registriert: 13. Sep 2017, 07:06
Land: Deutschland

Re: Tesla Semi aus Sicht einer Spedition

von Südstromer MS85 » 6. Mär 2018, 13:20

volker hat geschrieben:Fernverkehr
1. Wie sind die Lenkzeiten heute, d.h. wie viele Stunden/wie weit fährt ein Fernfahrer am Stück und wie lange am Tag?

2. Würden die Lenkpausen und Ruhezeiten zum Laden reichen, wenn ja wie viel kW Ladeleistung wären erforderlich?


Kaum ein Trucker schafft 800 KM am Tag - wäre also ein Akku am Tag. Da muss es schon verdammt flüssig laufen. Während den Ruhepausen am üblichen Supercharger nachladen (müsste selbstredend vom Bau her angepasst sein - seitlich durchfahrend) sollte selbst mit dem üblichen 120 kW - single loader, möglich sein. Dreh und Angelpunkt wird sein, das der Semi beim laden und löschen immer geladen wird. Dazu ist sicher kein Megacharger nötig. Wir kennen Tesla und das wird sicher darauf hinauslaufen. Die Konzepte stehen 100pro schon.

Von Österreich kenne ich Rasthöfe für Trucker die Strom haben, für die Kühlauflieger damit der Motor nicht laufen muss. Strom ist jetzt nicht wirklich eine Herausforderung.

Bin auf Fakten zu Lenk- / Ruhezeiten gespannt. Vorallem auf Fachsimpeln aus der Speditionsecke ;)
Der MS ist unser erster schöne Kombi
MS85 / Pano / DL / AP / Tec

Tesla Empfehlungsprogramm: http://ts.la/sebastian5322
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1791
Registriert: 13. Sep 2017, 07:06
Land: Deutschland

Re: Tesla Semi aus Sicht einer Spedition

von Snuups » 6. Mär 2018, 13:29

Südstromer MS85 hat geschrieben:Die Frage stellt sich ob es einen Kostenvorteil bringt, wenn man den Akku beim beladen des Anhängers zeitgleich lädt und übliche Touren fährt ohne irgendwo noch stoppen zu müssen. Wieviel schneller ist es, eine Alpenquerung mit einem 40 Tonner der elektrisch fährt und lädt während der Fahrer seine Pausen hat.Cupra, bitte übernehmen ;)


Die Alpen Durchquerung ist doch schon lange gelöst.

[url]https://de.wikipedia.org/wiki/Rollende_Landstraße[/url]

da macht es absolut keinen Sinn mehr einen Lkw plus Fahrer durch oder über die Alpen fahren zu lassen. Die RoLa ist heute schon recht gut ausgelastet und kann jederzeit erweitert werden. Bei vernünftiger Logistik lohnt es sich RoLa quer durch ganz Europa anzubieten. Dummerweise sind viele Bahnunternehmen dazu nicht in der Lage. Bzw. sie verlangen unverschämt hohe Tarife.
Liebe Grüsse
Snuups

04.18 - 35.000 km Tesla Model S P85 in weiss 12/13 CPO gekauft (Retrofit: Mittelkonsole, Doppellader, LTE, CCS)
09.18 - 58.000 km Batterie gewechselt
05.19 - 93.000 km vorderes und hinteres Radlager getauscht.
Aktuell 104'000 km
Benutzeravatar
 
Beiträge: 3422
Registriert: 17. Mär 2015, 22:55
Wohnort: CH Welschenrohr
Land: Schweiz
Fahrzeug: Tesla Model S

Re: Tesla Semi aus Sicht einer Spedition

von Wim » 6. Mär 2018, 13:33

@südstromer

der waren- und werksverkehr auf der strasse, deren teilnehmende frachtführer und die verwendeten fahrzeuge sind dermaßen vielschichtig und variabel, dass ohne eine benennung von rahmenbedingungen/eingrenzungen für eine derartige diskussion es zügig ähnlich laufen wird, wie in der ladesäulendiskussion: an jedem punkt der diskussion kann jeder diskutant neue rahmenbedingungen definieren um nachzuweisen, dass seine glaskugel wohl die bessere wäre.

so wie bei der ladeinfrastruktur: der markt wird es richten.
wer an jeder teslasäule noch andere stecker sehen möchte, der setzt sich sicherlich auch dafür ein, dass phev beim tanken auch strom ziehen können und rewe ihre eigenmarke nur anbieten darf, wenn sie auch die eigenmarken von edeka&co ins regal stellen
 
Beiträge: 1067
Registriert: 14. Mär 2017, 17:10
Land: Deutschland

Re: Tesla Semi aus Sicht einer Spedition

von Südstromer MS85 » 6. Mär 2018, 13:34

volker hat geschrieben:Darunter verstehe ich den Pendelverkehr Lager<->Werkhalle oder Zulieferer<->Verarbeiter (unter 100km) oder Bahnhof<->Fabrik.

3. Werden die Fahrzeuge hier mit wechselnden Fahrern, also mehr oder weniger ununterbrochen eingesetzt?

4. Wie lange sind die Zeiten zum Laden/Löschen der Fracht? Kann man in der Zeit eine sinnvolle Energiemenge in den Akku laden.

Über wie viele LKW-Kilometer bzw. Tonnen-Kilometer reden wir in den verschiedenen Segmenten?

Mein Bruder liefert Zulieferteile im Pendelverkehr in exakter 90 Min. Taktung.
Jedoch aus CZ in Holic nach Sindelfingen, Untertürkheim etc. Die Annahme das Zulieferverkehr auf unter 100 KM beschränkt ist, lässt Zweifel aufkommen. Die sind zwar extrem am Semi interessiert, dürften den Wagen aber wegen der Ausrichtung der eigenen Kundschaft kaum erwerben... Spricht ja schon Bände. Solche Probleme haben eben Pepsi und Anhauser eben nicht..

Mit dem vollen Akku würden die die Tour komplett durch fahren. (vom technischen Gedanken her...)
Das der cw Wert vom Semi besser ist, als die vom Bugatti Veron hat sich auch bis in die eine oder andere Buchhaltung rumgesprochen.
Der MS ist unser erster schöne Kombi
MS85 / Pano / DL / AP / Tec

Tesla Empfehlungsprogramm: http://ts.la/sebastian5322
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1791
Registriert: 13. Sep 2017, 07:06
Land: Deutschland

Re: Tesla Semi aus Sicht einer Spedition

von Snuups » 6. Mär 2018, 13:38

Das ist eben auch was Tesla so anders macht. Tesla versucht so viel wie möglich selber zu machen. Je weniger Zulieferer umso besser. Das ganze Outsourcing ist letztendlich teuer und riskant. Viele Unternehmen haben das mittlerweile bemerkt, kommen aber aus ihrer Outsourcingsfalle nicht mehr heraus.
Liebe Grüsse
Snuups

04.18 - 35.000 km Tesla Model S P85 in weiss 12/13 CPO gekauft (Retrofit: Mittelkonsole, Doppellader, LTE, CCS)
09.18 - 58.000 km Batterie gewechselt
05.19 - 93.000 km vorderes und hinteres Radlager getauscht.
Aktuell 104'000 km
Benutzeravatar
 
Beiträge: 3422
Registriert: 17. Mär 2015, 22:55
Wohnort: CH Welschenrohr
Land: Schweiz
Fahrzeug: Tesla Model S

Re: Tesla Semi aus Sicht einer Spedition

von Wim » 6. Mär 2018, 13:43

hier etwas zum einlesen in die komplexität: https://www.dslv.org/dslv/web.nsf/gfx/6 ... ersion.pdf

achtung: das dargestellte beinhaltet auch speditionen (also "vermittler-firmen" OHNE eigenen fuhrpark)
wer an jeder teslasäule noch andere stecker sehen möchte, der setzt sich sicherlich auch dafür ein, dass phev beim tanken auch strom ziehen können und rewe ihre eigenmarke nur anbieten darf, wenn sie auch die eigenmarken von edeka&co ins regal stellen
 
Beiträge: 1067
Registriert: 14. Mär 2017, 17:10
Land: Deutschland

Nächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast