Solar-Dach von Tesla

Infos zu Tesla Solardachziegeln...

Re: Solar-Dach von Tesla

von Oli_gibt_Gas » 27. Okt 2019, 11:05

Die Dachlast beinhaltet Schneelast und Windlast... und in der Argumentation geht es letztlich um Neubauten, da werden unsymetrische Belastungen natürlich berücksichtigt.

Bei Altbauten Solarroof... Hmm das hatte ich jetzt gar nicht auf dem Plan... Möglicherweise ein Vorteil, das gebe ich zu, wenn z. B. eine herkömmliche PVAnlage aus statischen Gründen nicht funktioniert.
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Re: Solar-Dach von Tesla

von M3-75 » 27. Okt 2019, 15:55

Die bisherigen Beispielberechnungen aus USA (mit sowas um die 30% echte Solar-Ziegel und der Rest optisch identische Normale) deuten nicht darauf hin,
das das ein No-Brainer ist:
-wenn die Ziegel so preiswert sind, warum dann nur 30%?
-warum die Mischkalkulation mit einem neuen Dachstuhl?
Nur wegen der Optik finde ich das aber übertrieben, so schlimm sehen normale Dachmodule nicht aus, das mir das 100% Aufpreis wert wäre.
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Re: Solar-Dach von Tesla

von Teatime » 27. Okt 2019, 15:56

Oli_gibt_Gas hat geschrieben:Meine Argumentation tritt allerdings ins Leere, wenn 1qm Teslaroof billiger ist als 1qm Ziegeldach + PV.

Und wenn die Teslaroof noch deutlich leichter sind, spart man evtl. beim Dachstuhl...

Ich halte diese beiden Argumente allerdings für eher Unwahrscheinlich...


I know people will say that it is still expensive, and it is, but when you look at the cost of a new premium roof, not an asphalt roof, plus the cost of a solar array, it’s actually extremely competitive.

https://electrek.co/2019/10/27/tesla-so ... -decrease/
Beispiel zur Dacherneuerung

Gut finde ich die Produkte die zusätzlich zwecks Erleichterung der Montage entwickelt werden.

M3-75 hat geschrieben:Die bisherigen Beispielberechnungen aus USA (mit sowas um die 30% echte Solar-Ziegel und der Rest optisch identische Normale) deuten nicht darauf hin,
das das ein No-Brainer ist:
-wenn die Ziegel so preiswert sind, warum dann nur 30%?
-warum die Mischkalkulation mit einem neuen Dachstuhl?

Im Link ist die deutliche Vergünstigung zwischen der Version 2 die bislang angeboten worden ist und der neuen Version 3 ersichtlich.




Im Rahmen der Präsentation sowie anschließender Fragerunde wurde angekündigt die Erfahrungen die sowohl beim Hochfahren wie auch Installation gemacht werden laufend in die Produktion einfließen zu lassen und somit zu einer Version "3.1" zu kommen, welche auch von zertifizierten Vertriebspartner installiert werden wird.

Ein Argument für ein optisch unauffälliges vollintegriertes PV-System ist sicher die Optik, sei es weil es besser gefällt oder die Vorschriften nichts anderes gestatten. Gerade bei Einfamilienhäusern wird häufig nicht die billigste Variante zur Gestaltung des Daches gewählt sondern die gefälligste.

Bei einem Aufdachsystem lassen sich in den nächsten Jahren Änderungen leichter durchführen. Ob die in 25 Jahren erhältlichen Systeme ohne grundlegende Änderungen mit den heutigen kompatibel sein werden ist fraglich und bei einer Neuinstallation ist es unerheblich ob der Ziegel darunter ein Solarziegel oder ein sonstiger ist.
 
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Re: Solar-Dach von Tesla

von OS Electric Drive » 27. Okt 2019, 17:11

Oli_gibt_Gas hat geschrieben:Äh nein sorry... Ein Dachstuhl wird ausschließlich nach Dachlast konstruiert, manchmal vielleicht noch nach persönlichem Vergnügen... Dämmung wird nur rein gerechnet.

Ich sprach nicht nur vom Ziegel, sondern Ziegel + PV.... Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass das deutlich teurer ist, aber ich weiß es halt nicht.

Besser wäre andere Dachsysteme zu verbauen, z. B. eine einfache Grundabdichtung und dann eine Abdichtungsbahn mit Solar drüber...

z. B. sowas...
https://alwitra.de/2017/01/23/weltpremi ... solar-csi/

So hätte ich unsere Aufstockung im 48 Jahre alten Haus gemacht, leider bekomme ich es noch nicht genehmigt...


Echt jetzt? Gut ich bin ein paar Jahre raus aus dem Thema Statik, aber soweit ich mich noch erinnern kann hatten wir mal grob gerechnet und so 10-12cm Sparren würden eigentlich reichen. Unsere FJI sind 400er um mehr Dämmung dazwischen zu bekommen. Ich würde mal sagen dass die das Vielfache tragen können ... Sicher könnte Ziegel und PV etwas scherer sein als die Kombi aus beidem aber dass das nun irgendwelche Vorteile bei der Tragkonstruktion im EFH hat kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.

Der Vorteil läge ja maximal an der Synergie der Baustoffe und Arbeitszeit im Neubau und Sanierungsfall. Da muss halt auch der Wille PV und Dach Invest zusammen passen. Außerdem wird es halt auch wieder auf speziell geschultes Personal hinaus laufen, was mache ich im Notfall? Wenn ein Schaden am Gebäude ist?

Ich bin einfach kein Freund dieser Verknüpfung mehr.
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Re: Solar-Dach von Tesla

von Oli_gibt_Gas » 28. Okt 2019, 07:45

Man sollte amerikanisches bauen vom deutschen bauen mal etwas abtrennen... in Amerika ist es üblich, dass die Kinder oder Enkel eher selten in die schicken Einfamilienhäuser der Eltern einziehen und damit eine Nutzung tatsächlich oft nur für 30 Jahre vorgesehen, danach wird das Haus oft verkauft... das sind zumindest Aussagen die ich gehört habe... sehr oft wird dort auch nur für 50 Jahre gebaut in billigster Bauart, mit wenig Wärmedämmung, natürlich in vielen Breitengraden dort auch ausreichend.

Das ganze System dort ist ja etwas anders. Vor allem auch Witterungen.

@OsElectric
die meisten Dächer bekommen eine deutliche Sicherheit in Sachen Statik verpasst, dass man da das Minimum raus holt, trifft eher auf Flachdächer zu. Beim Dachstuhl ist auch meist beim Material wenig zum einsparen an Potential da, wenn du einen Balken eine Nummer kleiner wählst ist das keine riesen Hausnummer beim Preis... ich würde da auch nicht sparen, denn Holzwürmer kommen gerne mal daher, hatten wir bis jetzt in jedem Dachstuhl aus Holz und das was die Querschnitte verkleinert wurden war dann immer noch ausreichend für die Statik. 8-)
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Re: Solar-Dach von Tesla

von Harkon » 16. Nov 2019, 19:20

Oli_gibt_Gas hat geschrieben:Äh nein sorry... Ein Dachstuhl wird ausschließlich nach Dachlast konstruiert, manchmal vielleicht noch nach persönlichem Vergnügen... Dämmung wird nur rein gerechnet. (...)



bitte? ... Dachsparren im Neubaubereich von EFH haben teilweise eine Dicke von mehr als 24cm um den völlig überzogenen Vorschriften der Energieeinsparverordnung gerecht zu werden. Bei Sanierungen ohne Aufsparrendämmung werden die Dachsparren teils um bis zu 12cm aufgedoppelt, einzig aus dem Grund um mehr Dämmung unterbringen zu können.
 
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Re: Solar-Dach von Tesla

von Oli_gibt_Gas » 16. Nov 2019, 23:00

Weiß jetzt nicht genau was du sagen willst:
Dachlast = Auflast Gesamtkonstruktion + Witterung (Schneelast, Wasser, Wetter)

Dass in der Gesamtkonstruktion Dämmung enthalten ist, wenn sie bei Baubeginn Vorschrift war, ist doch klar?!

Mein Flachdach hat 800 kg/qm das ist deutlich überdimensioniert und kommt daher, dass eine mögliche Aufstockung eingerechnet ist... diese 800 kg sind selbstverständlich ohne die vorhandene Altdämmung und Abdichtung, die Neudämmung muss ich jedoch abziehen, was jedoch in dem Fall ein eher lächerlicher Betrag ist. Alle Dächer in D haben da aber Sicherheitsreserven, mir ist nicht bekannt, dass eine Dämmung da Promleme machen könnte.

Ich bin mir jetzt nicht sicher ob wir aneinander vorbei reden? Damit dass Dämmung rein gerechnet wird, meinte ich die gesamte Statik?! Also dass es ein Teil der Dachlast ist... Anders ausgedrückt, unabhängig von der Dämmung könnte eine Dachkonstruktion einfacher ausfallen, wären die Roofs deutlich leichter als Ziegel + StandartPV... darum gings in der Argumentation kette...

Tatsächlich ist das Argument kaum haltbar, da eine kleine Vereinfachung der Statik nicht zu immensen Einsparungen führen wird...
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Re: Solar-Dach von Tesla

von OS Electric Drive » 17. Nov 2019, 08:18

Solar Ziegel kommen nicht im Flachdach zum Einsatz, das sollte doch klar sein.
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Re: Solar-Dach von Tesla

von OS Electric Drive » 17. Nov 2019, 08:29

Harkon hat geschrieben:

bitte? ... Dachsparren im Neubaubereich von EFH haben teilweise eine Dicke von mehr als 24cm um den völlig überzogenen Vorschriften der Energieeinsparverordnung gerecht zu werden. Bei Sanierungen ohne Aufsparrendämmung werden die Dachsparren teils um bis zu 12cm aufgedoppelt, einzig aus dem Grund um mehr Dämmung unterbringen zu können.


Ich bin bei Dir was die statische Auslegung des Daches und konstruktionsbedingte Stärke der Sparren angeht. Aber Deine Auffassung zur den angeblich überzogenen Vorgaben zur ENEV ist ja wohl absolut nicht nachvollziehbar.

Wir wohnen seit 10 Jahren im Passivhaus und aktuelle Neubauten verbrauchen weiterhin bis zu 5x so viel Energie! Der Gebäudesektor ist in Sachen Energie eine echte Baustelle und warum kann man an Deiner Auffassung sehen. Erst vor wenigen Tagen hat mir ein Architekt eine ähnliche Geschichte erzählt, das ist für mich sehr schwer zu verstehen dass noch immer so viele konservative verschwenderische Ansätze beim Bau und Wärme Design vorhanden sind stimmt mich sehr traurig.
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