Solar-Dach von Tesla

Infos zu Tesla Solardachziegeln...

Re: Solar-Dach von Tesla

von Spüli » 12. Jul 2018, 13:20

Moin!
Streng genommen muß der Hersteller beim Vertrieb nach Deutschland ein zertifikat mitliefern. Darin sind dann genau solche Werte enthalten. Je nach Region muß man dann gucken, ob die Verwendung überhaupt zulässig ist (Schneelastzone/Windlastzone).

Wer nicht gerade in exponierter Lage in den Bergen wohnt, braucht sich da sicher keine Gedanken machen.
Gruß Ingo
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Re: Solar-Dach von Tesla

von univ » 12. Jul 2018, 18:02


Danke, Bones.

Hier paar Infos aus den Twitter-Kommentaren:

- Das neue Dach inklusive einer Powerwall2 und aller Technik hat 55.000 USD gekostet = ca. 47.000 EUR
- Das Dach misst ca. 2000 sq. ft. - das sind 185 m²
- Von diesen 185 m² sind 40% mit Solarziegeln belegt, also 74 m². Der rest ist "normales Dach".
- Das nicht-Solar-Dach hat eine lebenslange Garantie. Die Solarziegel haben 30 Jahre Garantie.
- Das Solarziegel-Leistung betraegt 9,9 kW (9,85 kW)
- In 7 Tagen haben Sie im Juli (Kalifornien) 394 kWh generiert

Dass das ganze System/Dach teuer ist, steht ausser Frage.

Jetzt müsste sich mal ein Kenner äussern, ob die 74 m² / 9,9 kW / 394 kWh effizient sind und wie sich das im Vergleich zu einem handelsüblichen Panel verhält...
S 85D, Deep Blue Metallic, 19"/Pano/AP/Prem/Air/UHF/Winter. 08/2015 - 292.000 km (univ)
S 85, Black, 19"/Pano/TP/Air (CPO EZ 12/13 62k km). 09/16 - 35k km (univ's Vater) - SOLD 07/18
smart ED 22kW (CPO EZ 12/2013 - 49k km) 01/2018 (univ's Frau)
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Re: Solar-Dach von Tesla

von sustain » 12. Jul 2018, 18:52

Schwer zu sagen, da Dachwinkel, Beschattung und Ausrichtung auch eine Rolle spielen für den Ertrag, aber versuchen wir es mal:

74qm mit den Solardachziegeln würden etwa 44 herkömmlichen Modulen entsprechen - das geht real nie weil man mit Modulen nie die ganze Fläche belegen kann, da bleibt immer was übrig, Vorteil für die Ziegel.
44 Module mit einer Leistung von sagen wir 250 W pro Modul würden 11kWP Leistung entsprechen. Wäre also etwas mehr aber nur rein theoretisch. Real würde man evtl. nur 36 Module auf so ein Dach wie abgebildet bekommen, das wären dann 9 kWP.

An richtig guten idealen Tagen hole ich hier etwa 1kWh pro Quadratmeter Solarfläche vom Dach(Berlin, 100% Südausrichtung, kein Schatten 25Grad Dachneigung.
Würde heissen für 74 qm müssten es unter Idealbedingungen 74kWh am Tag sein bei 7 Tagen dann 518 kWh.
Bei real möglichen 36 Modulen wären es unter idealen Bedingungen 418 kWh gewesen.

Aber genau hier hört die Milchmädchenrechnung auf, keiner weiss wie die Wetterbedingungen in den 7 Tagen waren, der Dachwinkel ist und die Südausrichtung des Daches. Grob könnte man sagen, die Solardachziegeln leisten auf die Fläche gesehen nicht so viel wie die gleiche Fläche eines herkömmlichen Panels, da man aber mehr Fläche eines Daches mit den Zeigeln belegen kann als es mit herkömmlichen Panelen ginge, gleichen sie diesen Nachteil dadurch wieder aus.

Aufgrund der spärlichen Angaben ist diese Rechnung hier aber wirklich mit Vorsicht zu geniessen ;)! Gut möglich das die Ziegeln gleich auf sind mit Panelen und durch die größere Fläche sogar mehr erzeugen könnten, das hängt auch stark vom Dach selbst ab. Lässt sich aus diesen Eckdaten hier nicht seriös ermitteln.

Wer neu baut könnte das Solardach in Erwägung ziehen, wer ein intaktes Dach hat kommt recht wahrscheinlich mit einem zudem gut hinterlüfteten Panelaufbau günstiger. Die Optik vom Solardach find ich unschlagbar, sieht super aus, auch ein Argument dafür ;).
Jeder kann diesen link ohne Rücksprache nutzen: http://ts.la/ulf6906

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Re: Solar-Dach von Tesla

von fränki1 » 12. Jul 2018, 19:28

sustain hat geschrieben:Schwer zu sagen, da Dachwinkel, Beschattung und Ausrichtung auch eine Rolle spielen für den Ertrag, aber versuchen wir es mal:

74qm mit den Solardachziegeln würden etwa 44 herkömmlichen Modulen entsprechen - das geht real nie weil man mit Modulen nie die ganze Fläche belegen kann, da bleibt immer was übrig, Vorteil für die Ziegel.
44 Module mit einer Leistung von sagen wir 250 W pro Modul würden 11kWP Leistung entsprechen. Wäre also etwas mehr aber nur rein theoretisch. Real würde man evtl. nur 36 Module auf so ein Dach wie abgebildet bekommen, das wären dann 9 kWP.

An richtig guten idealen Tagen hole ich hier etwa 1kWh pro Quadratmeter Solarfläche vom Dach(Berlin, 100% Südausrichtung, kein Schatten 25Grad Dachneigung.
Würde heissen für 74 qm müssten es unter Idealbedingungen 74kWh am Tag sein bei 7 Tagen dann 518 kWh.
Bei real möglichen 36 Modulen wären es unter idealen Bedingungen 418 kWh gewesen.

Aber genau hier hört die Milchmädchenrechnung auf, keiner weiss wie die Wetterbedingungen in den 7 Tagen waren, der Dachwinkel ist und die Südausrichtung des Daches. Grob könnte man sagen, die Solardachziegeln leisten auf die Fläche gesehen nicht so viel wie die gleiche Fläche eines herkömmlichen Panels, da man aber mehr Fläche eines Daches mit den Zeigeln belegen kann als es mit herkömmlichen Panelen ginge, gleichen sie diesen Nachteil dadurch wieder aus.

Aufgrund der spärlichen Angaben ist diese Rechnung hier aber wirklich mit Vorsicht zu geniessen ;)! Gut möglich das die Ziegeln gleich auf sind mit Panelen und durch die größere Fläche sogar mehr erzeugen könnten, das hängt auch stark vom Dach selbst ab. Lässt sich aus diesen Eckdaten hier nicht seriös ermitteln.

Wer neu baut könnte das Solardach in Erwägung ziehen, wer ein intaktes Dach hat kommt recht wahrscheinlich mit einem zudem gut hinterlüfteten Panelaufbau günstiger. Die Optik vom Solardach find ich unschlagbar, sieht super aus, auch ein Argument dafür ;).

In dem hier betrachteten Standardformat geht es heute mit ca. 270 Watt los. Preise starten bei ca. 35 Cent Netto pro Watt Peak in kleinen Mengen. Bei 300 Watt Modulen geht es mit ca. 40 Cent los. Preislich also eine völlig andere Liga. Wenn Geld keine rolle spielt, sind die Solarziegel sicher was fürs Auge, wenn man rechnen muss, dann sind die Ziegel sicher der falsche Weg. Außerdem würden mich die vielen Steckverbinder stören, das ist immer ein Kontaktproblem.
 
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Re: Solar-Dach von Tesla

von sustain » 12. Jul 2018, 19:57

fränki1 hat geschrieben:
sustain hat geschrieben:Schwer zu sagen, da Dachwinkel, Beschattung und Ausrichtung auch eine Rolle spielen für den Ertrag, aber versuchen wir es mal:

74qm mit den Solardachziegeln würden etwa 44 herkömmlichen Modulen entsprechen - das geht real nie weil man mit Modulen nie die ganze Fläche belegen kann, da bleibt immer was übrig, Vorteil für die Ziegel.
44 Module mit einer Leistung von sagen wir 250 W pro Modul würden 11kWP Leistung entsprechen. Wäre also etwas mehr aber nur rein theoretisch. Real würde man evtl. nur 36 Module auf so ein Dach wie abgebildet bekommen, das wären dann 9 kWP.

An richtig guten idealen Tagen hole ich hier etwa 1kWh pro Quadratmeter Solarfläche vom Dach(Berlin, 100% Südausrichtung, kein Schatten 25Grad Dachneigung.
Würde heissen für 74 qm müssten es unter Idealbedingungen 74kWh am Tag sein bei 7 Tagen dann 518 kWh.
Bei real möglichen 36 Modulen wären es unter idealen Bedingungen 418 kWh gewesen.

Aber genau hier hört die Milchmädchenrechnung auf, keiner weiss wie die Wetterbedingungen in den 7 Tagen waren, der Dachwinkel ist und die Südausrichtung des Daches. Grob könnte man sagen, die Solardachziegeln leisten auf die Fläche gesehen nicht so viel wie die gleiche Fläche eines herkömmlichen Panels, da man aber mehr Fläche eines Daches mit den Zeigeln belegen kann als es mit herkömmlichen Panelen ginge, gleichen sie diesen Nachteil dadurch wieder aus.

Aufgrund der spärlichen Angaben ist diese Rechnung hier aber wirklich mit Vorsicht zu geniessen ;)! Gut möglich das die Ziegeln gleich auf sind mit Panelen und durch die größere Fläche sogar mehr erzeugen könnten, das hängt auch stark vom Dach selbst ab. Lässt sich aus diesen Eckdaten hier nicht seriös ermitteln.

Wer neu baut könnte das Solardach in Erwägung ziehen, wer ein intaktes Dach hat kommt recht wahrscheinlich mit einem zudem gut hinterlüfteten Panelaufbau günstiger. Die Optik vom Solardach find ich unschlagbar, sieht super aus, auch ein Argument dafür ;).

In dem hier betrachteten Standardformat geht es heute mit ca. 270 Watt los. Preise starten bei ca. 35 Cent Netto pro Watt Peak in kleinen Mengen. Bei 300 Watt Modulen geht es mit ca. 40 Cent los. Preislich also eine völlig andere Liga. Wenn Geld keine rolle spielt, sind die Solarziegel sicher was fürs Auge, wenn man rechnen muss, dann sind die Ziegel sicher der falsche Weg. Außerdem würden mich die vielen Steckverbinder stören, das ist immer ein Kontaktproblem.


Liehst du in meinen Beitrag auch nur ein Wort über Kosten? Wenn du schon zitierst geh doch gern auf den Inhalt ein. 250 W pro Modul ist momentan Preis Leistungsmässig eher Standart, hab gerade meine PV Anlage erweitert.
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Re: Solar-Dach von Tesla

von fränki1 » 12. Jul 2018, 20:33

250 Watt Module ca. 1650 x 1000 mm² mit 250 W peak sind aktuell nicht mehr Standard, sondern der Schnee von gestern. Haben wir 2012/13 bei großen Freiflächen eingesetzt. Wenn man die Solarziegel echt vergleichen will, ist es wohl am einfachsten, vergleichend zu einem Modul zu messen. Abhängig von der Struktur und der Färbung würde ich mal so 10 bis 15 % weniger Leistung bei den Ziegeln erwarten. Allerdings wäre eine vergleichende Messung der bessere und genauere Weg.
 
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Re: Solar-Dach von Tesla

von einstern » 15. Jul 2018, 08:23

Ich will jetzt nicht Haare spalten, aber Standard liegt nahe 300 Wp derzeit. Viele machen den Fehler, dass sie den €/Wp Preis der PV Module rechnen. Man muss aber den mechanischen Aufbau mitrechnen. Den gibt es nicht umsonst. Real verschiebt sich die beste Preis Leistung in Richtung 300 Wp. Mit 250 Wp Modulen bist du fast zu teuer unterwegs.

Bei den Tesla Ziegeln habe ich die mechanischen Unterkonstruktionen schon inklusive (hoffe ich).

Man kann aber sehen, dass die Tesla Ziegel sich an die üblichen PV Kosten anschmiegen. Wer NEU baut hat eine interessante Alternative. Bei einem Bestandsbau mit intaktem DACH kommt der konventionelle Ansatz noch günstiger daher.

Und ja , Optik... auf jeden Fall ein Argument.
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Re: Solar-Dach von Tesla

von ceeage » 15. Jul 2018, 15:27

Ihr dürft aber nicht die Hinterlüftung der Module bei einer herkömmlichen Installation vergessen. Gerade bei Hitzestau im Sommer liefern die Module dann nicht mehr so viel Strom. Wie verhält sich das bei Indach-Lösungen?
 
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Re: Solar-Dach von Tesla

von fränki1 » 15. Jul 2018, 19:19

Die Hinterlüftung würde ich hier nicht überbewerten. Im Jahresschnitt dürften die Verluste unter 5% bleiben. Die Hauptprobleme liegen im unvernünftig hohen Preis und den hohen Kosten bei einem irgendwann erforderlichen Austausch des Solargenerators. Außerdem hatte ich ja schon die hohe Menge der Steckverbinder bemängelt. Übrigens, selbst ein Naturschieferdach mit höchstwertigen Doppelglasmodulen als Indachlösung ist eher günstiger im Preis.
Übrigens Indachlösungen werden Steuerlich zum Bestandteil des Hauses, sodass Sonderabschreibemöglichkeiten entfallen.
 
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Re: Solar-Dach von Tesla

von jekruege » 15. Jul 2018, 20:07

fränki1 hat geschrieben:Übrigens Indachlösungen werden Steuerlich zum Bestandteil des Hauses, sodass Sonderabschreibemöglichkeiten entfallen.


Ich weiß nicht, wo Du wohnst - in Deutschland kann man den gesamten Unterbau auch ohne Mehrwertsteuer beim Finanzamt anrechnen lassen bei Einbau einer Indach-Solaranlage:
https://www.test.de/Steuervorteile-fuer ... 7-4441002/
Zuletzt geändert von jekruege am 16. Jul 2018, 07:42, insgesamt 2-mal geändert.
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