Inselsystem mit Tesla Batteriemodul(en)

Informationen zum Tesla Hausakku...

Re: Inselsystem mit Tesla Batteriemodul(en)

von Beatbuzzer » 15. Aug 2018, 17:06

Hier mal ein Screenshot von meiner in Visual Studio entstandenen remote Oberfläche:
Energie-Monitor.jpg

Zeigt immer den aktuellen Tag von 0 - 24 Uhr im Diagramm (blau = PV Leistung, rot = Verbraucherleistung, grün = Akkustand) und dazu in Zahlen die Momentanwerte, sowie die gesamt erzeugten und verbrauchten kWh für den Tag.
...electric - what else ?
Freute sich bis Ende Mai 2017 dreieinhalb Jahre über sein auf 19" rollendes, schwarzes 85kWh Model S...
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Re: Inselsystem mit Tesla Batteriemodul(en)

von Mathie » 15. Aug 2018, 20:28

@Beatbuzzer als alter Fan der russischen Improvisationskunst gefällt mir Dein Versuchsaufbau ungemein. Für die Leistungsmessung hast Du dann bestimmt ein Thermometer in den Wassereimer gehängt, oder ;)

Und dann hinterher so ein aufgeräumtes Endprodukt, einfach klasse!

Gruß Mathie
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Re: Inselsystem mit Tesla Batteriemodul(en)

von Beatbuzzer » 16. Aug 2018, 18:20

Mathie hat geschrieben:...alter Fan der russischen Improvisationskunst...

Joa, man muss halt gucken wo man bleibt, ne :mrgreen: und einfacher ist fast immer besser.

Aber nein, ich habe tatsächlich ganz klassisch die elektrischen Größen gemessen. Wobei die Idee ist gut, braucht man sich keine Gedanken um Phasenverschiebung und trueRMS machen :P

Und danke fürs Lob! Meistens bleiben meine Sachen immer erstmal so bei 80% hängen... wobei das hier wird wahrscheinlich eh nie fertig sein ;)
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Re: Inselsystem mit Tesla Batteriemodul(en)

von einstern » 16. Aug 2018, 20:32

@Beatbuzzer
Vielen Dank für die sehr interessanten "Einsichten" in dein Projekt. Das kommt mir sehr bekannt vor, man entwickelt am schnellsten mit den bekannten MCUs. ;)

Da ich nur noch SMD MCUs kenne, bin ich auch genötigt, ein PCB Layout zu entwerfen. Klingt erst mal heftig, aber typischer Zeitaufwand ist
5 Tage HW
100 Tage SW

Programmierst du in C?
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Re: Inselsystem mit Tesla Batteriemodul(en)

von past_petrol » 16. Aug 2018, 22:20

Also mir gefällt die grafische Darstellung des Hauses ausgesprochen gut !

Weiter so !

:)
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Re: Inselsystem mit Tesla Batteriemodul(en)

von Beatbuzzer » 17. Aug 2018, 18:14

einstern hat geschrieben:Da ich nur noch SMD MCUs kenne, bin ich auch genötigt, ein PCB Layout zu entwerfen. Klingt erst mal heftig, aber typischer Zeitaufwand ist
5 Tage HW
100 Tage SW

Da bin ich Atmel recht dankbar, dass sie auch noch die guten alten DIL-Gehäuse anbieten. Für mal eben schnell selbst zu Hause auf Lochraster wenn der Platz egal ist, immer gern genommen. Sollen sie sich auch ruhig bezahlen lassen.
Aber ich bin auch mit eagle fit, bzw muss es für die Firma auch sein. Nur Layout zeichnen und Platine bestellen ist für Prototypen Bastelei immer gleich recht final. Da greife ich im Bedarfsfall auch öfters nochmal auf Adapterplatinen/Breakout Boards für die TQFP zurück...

einstern hat geschrieben:Programmierst du in C?

Ich bin Quereinsteiger, der sich das programmieren während der langweiligen Mechatroniker Ausbildung selbst nahe gebracht hat. C war mir da auf den ersten Blick zu wortkarg, deshalb bin ich in Basic eingestiegen und auch bis heute dort hängen geblieben. Unter Windows dann VB.net und unter Linux/Raspberry hab ich Python im Einsatz, was ja Basic recht nahe kommt.
C kann ich mittlerweile auch grob lesen und verstehen, aber ich mache in Summe einfach zu wenig um umzusteigen, und ich sehe bisher für mich auch nicht die Notwendigkeit.

past_petrol hat geschrieben:Also mir gefällt die grafische Darstellung des Hauses ausgesprochen gut !

Was soll ich sagen, da geht sie hin die Kohle :mrgreen:

Habe auch keinen Überblick, was mich letzten Endes jede Kleinteil-Rechnung gekostet hat. Pv + Akku + Wechselrichter + Klimbim müssten so grob zwischen 2000 - 2500€ Materialwert sein. Stunden interessieren mich wenig, ich bastele eh immer irgendwo. Ich weiß nur, rechnen wird sich das ganze so schnell nicht. Aber es ist endlich mal ein Projekt, wo am Ende des Jahres immerhin ein kleines Taschengeld zurück kommt ;)
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Re: Inselsystem mit Tesla Batteriemodul(en)

von Beatbuzzer » 11. Sep 2018, 11:54

Pünktlich, wo die Tage langsam wieder merklich sonnenärmer werden, habe ich dann auch die Lösung für den Überschuss langsam fertig. Zwei getrennt schaltbare 500W Heizstäbe im Brauchwasserspeicher.

Dazu hab ich erstmal aus diversen Kupferteilen eine Tauchhülse zusammen gelötet und den Heizstab dann mit Wärmeleitpaste eingepresst:
Einzelteile.jpg


Das ganze dann x2 mit einer 1/2" zu 3/4" PP-Reduzierung zur elektrischen Isolation und bei der Gelegenheit neuer Opferanode in den Handlochdeckel eingeschraubt. Und natürlich ordentlich gereinigt danach, kommt immerhin ins Trinkwasser! :
montiert.jpg


Und das ganze wieder im Kessel montiert:
eingebaut.jpg


Etwas Leitung muss noch verlegt werden und die Steuerung liegt in den letzten Zügen. Grobe Überschlagsrechnung sagt, dass 135 Liter Wasser pro Kelvin Temperaturerhöhung knapp 160 Wh benötigen. Bei den bis jetzt festgestellten Verhältnissen ist der Akku bereits kurz nach dem Mittag voll und es würden an einem durchschnittlichen Sommertag noch 4-5 Stunden mit locker 500W Überschuss runter kommen. Bringt also noch gut 2 kWh bzw min 12K Temperatur in den Kessel. Berücksichtigt man die pseudo Schichtladung durch die Heizstäbe in halber Höhe, dürfte es sogar noch etwas mehr bringen und den Gasverbrauch im Sommer fast auf 0 senken.
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Re: Inselsystem mit Tesla Batteriemodul(en)

von MichaMeier » 11. Sep 2018, 12:12

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Re: Inselsystem mit Tesla Batteriemodul(en)

von Beatbuzzer » 13. Nov 2018, 06:23

Da es mittlerweile unvermeidlich merklich lange dunkel ist, musste ich mir die Tage auch mal über die andere Seite Gedanken machen. Einen Herzschrittmacher für die Insel sozusagen ;)
Die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten, einmal per Ladegerät den Akku stützen, oder aber per Umschaltung die Verbraucher temporär aufs Netz legen. b) war da natürlich wegen niedrigerer Verluste attraktiver, und sieht jetzt so aus:
Netzumschaltung.jpg


Umgeschaltet wird bei einer ungefähr 10% entsprechenden Batteriespannung, zurück geschaltet wenn Akku wieder halb voll. Für den Umschaltvorgang messe ich dabei zwischen der Wechselrichter-Phase und der Netz-Phase. Aufgrund minimal unterschiedlicher Frequenzen der beiden Wechselspannungen schwankt die Differenzspannung hier zwischen 0 - 460V AC. Bei 0 weiß ich, dass die beiden Sinus deckungsgleich sind, ein umschalten also völlig harmlos erfolgen kann. Das Relais dazu kann aufgrund der niedrigen Wechselrichterleistung so klein ausfallen, dass es in wenigen ms schaltet. Also wirklich unterbrechungsfrei.

Ziel soll natürlich sein, möglichst wenig am Netz rumzueiern. Aber auch wegen der ungünstigen Ausrichtung der Module wird das wohl in 3 Monaten des Jahres recht oft vorkommen... der nächste Ausbau wird wohl nicht lange auf sich warten lassen ;)
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Re: Inselsystem mit Tesla Batteriemodul(en)

von stevelectric » 13. Nov 2018, 08:46

Das ist interessant, funktioniert es gut? Auch bei deckungsgleichem Sinus dürften doch Ströme im Bereich der Leistung des WR fließen? Ich verwende einen PIP Inselwechselrichter, dort werden 2 Relais zum Umschalten verwendet und ich bemerke z.B. ein deutliches Lichtflackern bzw. höre ein kurzes Klappern in der Heizungspumpe wenn es passiert.
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