DIY - Powerwall von "alfman"

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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Schrottix » 8. Feb 2018, 08:49

Mir hat man immer gesagt ( nach NiCd ) nicht an den Polen löten.
Da würde ich mir einen günstigen China Welder kaufen wegen der Mühe.
Und für die Zellen wäre es auch besser.
Aber wenn man lieber lötet und die Temperaturen im Griff hat kann man das tun.
Die meisten Hersteller geben für Ihre Zellen eine max. Temperatur von 85 Grad an.
Handelsübliches Lötzinn schmilzt erst bei 180 bis 260 Grad.
Am Pluspol noch kein Problem, aber am Minuspol trennen dich ca. 0,5mm Blech von der eigentlichen Zellchemie.
Gruss
Schrottix
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Beatbuzzer » 8. Feb 2018, 09:51

Schrottix hat geschrieben:Am Pluspol noch kein Problem, aber am Minuspol trennen dich ca. 0,5mm Blech von der eigentlichen Zellchemie.
Gruss
Schrottix

Nicht ganz. Der Folienwickel stößt unten im Zellenbecher ja nicht super thermisch leitend bündig an. Beim löten auf dem Umfang der Zelle hätte ich auch Sorge, aber unten stirnseitig nicht ganz so viel.
Klar, kritisch ist es. Man sollte den Lötkolben schon halbwegs halten können, wenn man sich an sowas 'wagt'. Wenn sich der Schrumpfschlauch der Zelle anfängt zu verziehen, dann war es schon länger und heißer am Becher als nötig...
Ich habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht, löte Zellen und Packs seit bestimmt 7-8 Jahren. Und auch die ersten funktionieren heute noch und sind noch nicht abgefackelt ;)

Wie gesagt, Panasonic. Die Samsung INR18650-35E zB hatte ich einmal dazwischen, ein Pack aus 40 Zellen. Das war schon Gebrutzel da vernünftig Zinn drauf zu bekommen, die Zellen taten mir Leid. Nie wieder... aber auch das Pack läuft und ich hab nichts negatives erfahren bis jetzt.

Schrottix hat geschrieben:Die meisten Hersteller geben für Ihre Zellen eine max. Temperatur von 85 Grad an.

Panasonic gibt auf der NCR18650B "do not heat above 212 F" an, was 100 °C entspricht.
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Freut sich seit Ende Mai 2017 über sein obsidian black Signature X auf 22" schwarz...
 
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Schrottix » 8. Feb 2018, 12:08

Hi Beatbuzzer,
ich weiß jetzt nicht was du damit sagen willst.
Schweißen und Klemen sind nicht in Ordnung weil du seit 8 Jahren
erfolgreich den Lötkolben schwingen kannst.
Sofern du kein Lötzinn hast was unter 100 °C geht, ist Löten eigentlich auch bei der Panasonic zuviel.
Hast du schon mal versucht eine gelötete Zelle zu reklamieren?

Ich ziehe deshalb den Schluss:
Wenn man Löten kann und Garantie egal ist kann man Zellen Löten.
Deshalb ist es wichtig, wenn man Löten will, das die Zelle gut Lötbar ist.


Jepp bin ganz bei dir.

Ich wurde nur gefragt warum ich die 29E nehme und da ich bisher nur Schweiße und
Klemme ist mir die Lötfähigkeit nie aufgefallen.
Bin auch nicht auf die Idee gekommen das Löten direkt auf der Zelle zu versuchen
da ich vorher eine "Lötfahne" angeschweißt hab.

Bevor jetzt das Argument kommt das es am Schweissgerät mangelt:
https://www.sunkko.net/spot-welding-machine.html
Ein gutes Lötgerät kostet mindestens genauso viel
und 30 Li ion Zellen sind auch schon bei rund 100,-- Euro

Grüße
Schrottix
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Beatbuzzer » 8. Feb 2018, 12:44

Schrottix hat geschrieben:Hi Beatbuzzer,
ich weiß jetzt nicht was du damit sagen willst.
Schweißen und Klemen sind nicht in Ordnung weil du seit 8 Jahren
erfolgreich den Lötkolben schwingen kannst.
Sofern du kein Lötzinn hast was unter 100 °C geht, ist Löten eigentlich auch bei der Panasonic zuviel.

Natürlich nicht!
Warum sollte ich nur durch hinzufügen meiner Erfahrung Dir Deine Erfahrung absprechen wollen?

Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ein bei 185°C schmelzendes Bleilot mittig auf einem eisenhaltigen und eher schlecht wärmeleitenden 0,5mm Blech bei einer Lötzeit von 2-3 sec nicht automatisch auch direkt 185°C im Folienwickel in der Zelle bedeuten.

Klemmen ist bei 12.000 Zellen eine sehr gute Lösung. Nicht nur des Austausches wegen, sondern auch weil man ja nicht unbedingt bei 24.000 Lötstellen bekloppt werden will ;)
Hat halt wie immer alles seine Vor- und Nachteile, je nach Anwendung.

Schrottix hat geschrieben:Hast du schon mal versucht eine gelötete Zelle zu reklamieren?

Ich habe allgemein noch nie versucht eine Zelle zu reklamieren. Messe vor dem verbinden auch immer die Spannung. So kann man madige mit zB Tiefentladung bzw erhöhter Selbstentladung schonmal vorher entlarven. Hätte auch nicht gedacht, dass da ernsthaft ne Chance besteht, da man mit so einer Zelle ja als Endnutzer auch ne Menge Unfug anstellen kann, der von außen nicht direkt sichtbar ist und eben kein Schaden welcher ab Werk bestand.
Ähnlich wie Halbleiter teilweise vom Umtausch ausgeschlossen werden/wurden, weil man ihnen die Fehlbehandlung von außen nicht direkt ansieht.
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Sucseeker » 8. Feb 2018, 12:53

Ich habe für mein neues 18650er-Projekt dieses Gerät zu Hause.
Es funktioniert wunderbar, kann ich nur empfehlen.
Ist ein Spot-Welder mit extrem kurzer Schweißzeit.

https://www.amazon.de/gp/product/B01J6X ... UTF8&psc=1

Grüße SuCseeker

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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Schrottix » 8. Feb 2018, 13:10

Bei dem 709A Gerät ist kein Lüfter drin was bis ca. 40 Zellen am Stück kein Problem ist.
Das 709AD und AD+ hat einen Lüfter drin und dürfte deutlich länger durchhalten.

Hab leider bei Zelle 50 mal einen der Vorgänger des 709 ins Nirvana geschickt.

Da ich gerade ein Projekt mit jeweils 119 Zellen hab wo Klemmen nicht geht
hatte ich das Glück einigermaßen günstig an das zu kommen http://www.accuwelder.de/

Kostet neu ungefähr 1500,-- Euro und es werden Kondensatoren aufgeladen die dann den Schweißpuls
machen.
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Kuba » 8. Feb 2018, 14:20

Hallo,

Sehr interessant hier mitzulesen. Sind das an dem Schweißgerät Kupferelektroden?

Mit welchem Material verbindet ihr denn die Zellen?

Würde euch ja die Zellen gerne Ultraschallbonden, die dazugehörige Maschine steht aber leider in der Arbeit. Kann da leider keine privaten Sachen mit den Serienmaschinen bearbeiten.

Was beim Bonden sehr wichtig ist, ist die Werkstückaufnahme. Sprich die Zellen müßten in einer Art Aufnahme sehr gut eingespannt werden.

Habt ihr euch das Thema Ultraschallbonden schon mal angeschaut? Wobei so eine Maschine natürlich sehr viel Geld kostet, für ein einmaliges Projekt. Neupreis (Ca 150.000 Euro) Aber vielleicht gibt es ja auch einen Gebrauchtmarkt für solche Maschinen.

Bei uns in der Firma (Continental) stehen 4 Maschinen auf Halde, mit Restwert 50.000 in den Büchern.

Als Beispiel eines Ultraschallbonders hier ein Video eines "Orthodyne Bonders": https://www.youtube.com/watch?v=uYS_tOA5tm0
Den Bondprozess sieht man im Video ab 0.55.

Es gibt noch verschiedene andere Anbieter von Bondern (z, B Delvotek mit Sitz in München)

Gruß

Kurt
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DIY - Powerwall von "alfman"

von Healey » 8. Feb 2018, 16:29

Auf Bitte von Sucseeker habe ich einen Teil hierher ausgelagert und einen neuen Thread für das Projekt von "alfman" angelegt.
Dies hier ist der Thread von Sucseeker:
Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher
viewtopic.php?f=70&t=15177&start=160#p484624

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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Sucseeker » 8. Feb 2018, 17:14

Kuba hat geschrieben:Hallo,

Sehr interessant hier mitzulesen. Sind das an dem Schweißgerät Kupferelektroden?

Mit welchem Material verbindet ihr denn die Zellen?

Würde euch ja die Zellen gerne Ultraschallbonden, die dazugehörige Maschine steht aber leider in der Arbeit. Kann da leider keine privaten Sachen mit den Serienmaschinen bearbeiten.

Was beim Bonden sehr wichtig ist, ist die Werkstückaufnahme. Sprich die Zellen müßten in einer Art Aufnahme sehr gut eingespannt werden.

Habt ihr euch das Thema Ultraschallbonden schon mal angeschaut? Wobei so eine Maschine natürlich sehr viel Geld kostet, für ein einmaliges Projekt. Neupreis (Ca 150.000 Euro) Aber vielleicht gibt es ja auch einen Gebrauchtmarkt für solche Maschinen.

Bei uns in der Firma (Continental) stehen 4 Maschinen auf Halde, mit Restwert 50.000 in den Büchern.

Als Beispiel eines Ultraschallbonders hier ein Video eines "Orthodyne Bonders": https://www.youtube.com/watch?v=uYS_tOA5tm0
Den Bondprozess sieht man im Video ab 0.55.

Es gibt noch verschiedene andere Anbieter von Bondern (z, B Delvotek mit Sitz in München)

Gruß

Kurt


Danke Healey.

Auf den Bildern sieht man die verschiedenen Möglichkeiten.
Verbunden werden die Zellen mit vernickeltem Kupfer oder Stahl.
Die Bleche gibt es in verschiedenen Querschnitten, je nach geplanter Ampere-Belastung.
Ist quasi auch eine Art Sicherung, aber nur eine Notsicherung.

Grüße SuCseeker

3cebd74475e16939e9d75378e232d8e4.jpg
Das Zubehör ist alles im Lieferumfang


SUNKKO-787A-Spot-Welder-18650-lithium-battery-test-and-charging-2in1-double-pulse-precision-spot-welding.jpg
Punkten mit Punktvorrichtung, es gibt aber auch eine Handzange.
SUNKKO-787A-Spot-Welder-18650-lithium-battery-test-and-charging-2in1-double-pulse-precision-spot-welding.jpg (70.44 KiB) 152-mal betrachtet


100pcs-lot-0-15mm-x-4mm-x-100mm-Quality-low-resistance-99-96-pure-nickel-Strip.jpg_220x220.jpg
Beispielhafter Nickelblech-Streifen
100pcs-lot-0-15mm-x-4mm-x-100mm-Quality-low-resistance-99-96-pure-nickel-Strip.jpg_220x220.jpg (13.02 KiB) 152-mal betrachtet
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Kuba » 8. Feb 2018, 18:43

Sucseeker hat geschrieben:
Kuba hat geschrieben:Hallo,

Sehr interessant hier mitzulesen. Sind das an dem Schweißgerät Kupferelektroden?

Mit welchem Material verbindet ihr denn die Zellen?

Würde euch ja die Zellen gerne Ultraschallbonden, die dazugehörige Maschine steht aber leider in der Arbeit. Kann da leider keine privaten Sachen mit den Serienmaschinen bearbeiten.

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Gruß

Kurt


Danke Healey.

Auf den Bildern sieht man die verschiedenen Möglichkeiten.
Verbunden werden die Zellen mit vernickeltem Kupfer oder Stahl.
Die Bleche gibt es in verschiedenen Querschnitten, je nach geplanter Ampere-Belastung.
Ist quasi auch eine Art Sicherung, aber nur eine Notsicherung.

Grüße SuCseeker

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Danke SuCseeker,

Das heißt, man hält die Akkuzellen mit der Hand beim Schweißvorgang, wie auf deinem Bild zu sehen?

Gruß

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