Insel-Lösung mit der Powerwall

Informationen zum Tesla Hausakku...

Re: Insel-Lösung mit der Powerwall

von 94428 » 12. Feb 2017, 21:30

Frank,
du wirst mir immer sympatischer.
Model S 85 Model3 ZOE40
Benutzeravatar
 
Beiträge: 364
Registriert: 29. Nov 2015, 19:17
Land: Deutschland

Re: Insel-Lösung mit der Powerwall

von Melanippion » 12. Feb 2017, 23:16

Frank hat geschrieben:Wie wär´s denn mit Guerilla PV oder Guerilla Speicher?
Oder einfach machen ohne zu fragen :-)

Also, das geht ja gar nicht, wenn Flüchtlinge keinen Respekt vor der Polizei haben und Steuerzahler sich beim Löhnen nicht mehr bedanken :)

VEB - Vorsicht Es Bröckelt

Bild
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1457
Registriert: 27. Mär 2016, 12:22
Land: Deutschland

Re: Insel-Lösung mit der Powerwall

von ExDaihatsuFahrer » 22. Mai 2020, 14:37

Ich grabe mal diesen alten Thread aus:

mein Vermieter erlaubt mir, eine PV-Anlage auf das Carport-Dach installieren zu lassen.

Mein Plan dabei ist, einen Akku zwischenzuschalten und dann ausschließlich das BEV (und wenn technisch möglich den Kabelrasenmäher) zu versorgen. Keine Einspeisung ins öffentliche Netz.

Wie müsste die Anlage dimensioniert sein, um (perspektivisch) bis zu 4x die Woche 50kWh zu laden?
Funktioniert das mit kleineren Anlagen, oder macht es nur Sinn, wenn man sich das gesamte Dach zupflastert? Dafür würde ich vermutlich keinen Genehmigung bekommen.

Oder könnte das Laden des BEV auch mit Guerilla-Modulen funktionieren?
 
Beiträge: 253
Registriert: 6. Jun 2017, 18:09
Wohnort: Ostfriesland
Land: Deutschland

Re: Insel-Lösung mit der Powerwall

von bergler82 » 22. Mai 2020, 19:56

kurze antwort : nein.

Wir haben 15 kWp auf dem Dach. Damit erzeuge ich an einem super Tag um die 100 kWh.
Um die zu speichern bräuchtest du also 8 Powerwalls. Jede um die 9000 €.

An einem normalen Tag erzeuge ich ca. 60 kWh. Dafür bräuchtest du 5 Powerwalls. 5x9000 € = 45.000 €. ohne PV Anlage.
Mit den 60 kWh kannst du ein Model 3 zu 80% voll laden.

Anders rum gerechnet :

200 kWh die Woche erzeugen, oder 800 kWh im Monat, dafür wirst du ca. 6-7 kWp brauchen. Anschaffung ca. 10-12.000€. Damit erzeugst du dann vermutlich so zwischen 20 und 45 kWh am Tag.


Selbst für 20 kWh brauchst du 2 Powerwalls (18.000€)
Für 45 kWh sind es dann schon wieder 3 Powerwalls (27.000€)

plus die jeweillige PV Anlage.
Nehmen wir 3 Powerwalls plus PV Anlage, dann sind es ca. 38.000€. Bei 30c/kwh also 126.666 kWh, oder ca. 1689 mal ein Model 3 LR komplett voll laden.

Als reine Insellösung halte ich das für nicht sinnvoll ... Entweder du verschwendest erzeugten Strom weil du ihn nicht speichern kannst (mangels Powerwalls bzw. parat stehender Autos) oder du gibst wirklich sehr viel geld aus für speicher.

Mit diszipliniertem und evtl sogar gelenktem Direktladen (also erzeugen Strom gleich in's bereit stehende Auto laden) sieht das ganze anders aus, bedeutet aber natürlich dass zur Haupterzeugungszeug Mittag ein Auto da ist.
 
Beiträge: 248
Registriert: 10. Dez 2019, 20:43
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model 3

Re: Insel-Lösung mit der Powerwall

von tesla-andi » 22. Mai 2020, 20:00

Je nach Ort in Deutschland kann man einen jährlichen Ertrag von 900 bis 1000 kWh pro kWp ausgehen.
Die aktuellen normalen PV Panele haben so zwischen 330 und 350 Wp. Also rechne doch einfach mal mit drei Panele ~ 1kWp. Kannst ja mal schauen, wieviel Panele auf den Carport passen.
Dann musst du natürlich auch sehen, dass du im Sommer viel mehr Ertrag hast als im Winter. Und dann ist die nächste Frage, wie groß der Speicher werden soll. Wenn du den Speicher so groß bemisst, dass du den Strom eines maximalen Tag komplett speichern kannst, dann hast du halt sehr viele Tage im Jahr, in denen der Speicher nicht voll wird.
Finanziell lohnt es sich bestimmt nicht, so ein Projekt durchzuführen und eigentlich macht es auch keinen Sinn Strom zu speichern um ihn dann wieder in einen Akku zu füllen.
Wenn du so eine Anlage von Handwerkern bauen lässt musst du wohl mindestens 1500€ pro kWp für die PV rechnen. Eine Powerwall z.B. kostet derzeit wohl so knapp 9000€. Bei anderen Stromspeicher kenne ich die aktuellen Preise nicht.
Jetzt melden sich bestimmt gleich ein paar User die meinen dass das viel billiger geht wenn man die Komponenten im Baumarkt kauft und dann selber aufs Dach tütelt etc. Aber damit kenne ich mich nicht so aus.
Model S - P85+ - 6/2014 - weiß - 21" - Doppellader
Smart Electric Drive 5/2013 - Smart forfour EQ mit 22 kW Bordlader 12/2018 - eGolf 10/2019
PV Anlagen insg. 140 kWp - Powerwall 2 seit 08/2018
Benutzeravatar
 
Beiträge: 2334
Registriert: 17. Mär 2017, 11:02
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model S

Re: Insel-Lösung mit der Powerwall

von ExDaihatsuFahrer » 22. Mai 2020, 20:25

Danke euch beiden für die Anmerkungen. Da macht dann ein Akku tatsächlich keinen Sinn.

Da ich aber dank 24Std.-Dienst durchschnittlich nur 2 Tage/Woche arbeite könnte das Direktladen interessant werden, denn an 5 Tagen steht dann immer ein Auto unterm Carport. Ich wusste garnicht, dass das funktioniert.

Kann man diesen Strom dann auch für Eigenbedarf nutzen, bevor er im Netz landet?
 
Beiträge: 253
Registriert: 6. Jun 2017, 18:09
Wohnort: Ostfriesland
Land: Deutschland

Re: Insel-Lösung mit der Powerwall

von bergler82 » 23. Mai 2020, 19:56

Direktverbrauch ist momentan die einzige Variante die Sinn macht.

FRÜHER : Strom aus PV MUSSTE eingespeist werden. Eigenverbrauch unerwünscht.
HEUTE : Eigenverbrauch sinnvoll weil Einspeisevergütung um die 9-10 cent / kwh beträgt. Also Witzlos.

Ich kann dir von meiner Situation erzählen.
6 Personen im Haus (3 Generationen), zwei elektrische Fußbodenheizungen, zwei Teslas, zwei Powerwalls.
Tagesverbrauch im Winter um die 50 kWh. Im Sommer um die 30 kWh. Jeweils OHNE ein Auto zu laden.
Wir haben 15 kWp PV am Dach. Im Sommer erzeuge ich damit im Schnitt so 60-70 kWh am Tag.
Über's Jahr gesehen decke ich ca. 70% unseres kompletten Strombedarfs aus PV. Das liegt aber daran dass wir in den Alpen sind und im Winter eher keine Sonne haben.

Wir haben seit Januar 7200 kWh Strom verbrauch. Inkl. Auto laden.
5300 kWh habe ich seit Januar mit der PV Anlage erzeugt.
3600 kWh habe ich zugekauft und 1500 kWh eingespeist.
Bedeutet ich habe bisher ca. 50% oder eben 3600 kWH meines bisherigen Stromverbrauchs über die PV Anlage mit zwei Powerwalls direkt abgedeckt. Das ist ein Gegenwert von ca. 1100 Euro.

Einspeisen mache ich nur wenn es gar nicht anders geht. Benutze eine goE Wallbox mit open WB Standalone, damit kann ich gut Überschussladen. Bedeutet die PV Anlage erzeugt 10 kW. Das Haus verbraucht grad 2 kW. Bleiben 8 kW "über". Die gehen erstmal in die Powerwalls. Sobald die voll sind gehen die 8 kW zu einem Großteil in's Auto. Oder man nimmt eine andere Ladelogik und rechnet etwas mit dann lade ich Auto und Powerwall parallel und speise genau gar nichts ein. Und "verbrauche" meine 90 kWh erzeugen PV Strom (Gegenwert ca. 25-27 Euro komplett selbst)
 
Beiträge: 248
Registriert: 10. Dez 2019, 20:43
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model 3

Re: Insel-Lösung mit der Powerwall

von LutzL » 25. Mai 2020, 09:19

Auch meine Vorgehensweise in kleineren Dimensionen. Es mach Sinn, nur den PV-Überschuß direkt ins Auto zu laden (auch wg. Wandler-Verluste). Nicht zu vernachlässigen: Das ganze braucht dann aber auch bei kleinen Anlagen Superwetter UND ein stehendes Auto.
M3 LR AWD+, 18", MNS, B/W, AP+FSD
1.500 km für Dich und mich: https://ts.la/lutz66597
 
Beiträge: 158
Registriert: 18. Dez 2019, 17:43
Land: Deutschland

Re: Insel-Lösung mit der Powerwall

von M3-75 » 25. Mai 2020, 11:27

Wo kann man sich Angebote machen lassen, die nicht in irgendeiner Richtung "gefärbt" sind ?
- also unabhängig von einem Hersteller oder vorgefasstem Konzept -
und ich irgendwelche komischen AGBs abklicken soll, das das Angebot schon ein Vertrag ist usw. Mondpreise brauch ich auch nicht.
Und es geht nicht um die Auswahl der passenden Modulgröße und Anordnung (das setze ich voraus) sondern um einen Komplettpreis ohne nachträgliche Überraschungen.

Im Prinzip weiß ich schon was ich will (welche Hardware) und brauche (in erster Linie jemand, der mir die Module aufs Dach schraubt und anschließt, weil ein bißchen Höhenangst...), fürchte nur, wenn ich mit der Idee zu einem Solateur gehe, der nächste wohnt 100m weit, schmeißt der mich raus.

Allerdings graut es mir auch vor dem Umbau im Zählerschrank, der ist zwar riesig, aber bestimmt kommt wieder einer mit irgendeiner bescheuerten VDE-Norm ums Eck, das es x000€ teurer wird (zwischen lohnt sich und lohnt nicht liegen gerade mal +5k€ Investitionskosten) und so das ganze Vorhaben torpediert.

Am liebsten wäre mir, gar nichts netzseitig umbauen zu müssen (da sind noch 2 HT/NT Analogzähler drin) sondern einfach eine Inselanlage daneben zu stellen und wenn der Akku leer ist aufs Netz umzuschalten...
99% zufrieden mit dem Model 3.
 
Beiträge: 2795
Registriert: 20. Jun 2017, 20:34
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model 3

Re: Insel-Lösung mit der Powerwall

von Spüli » 25. Mai 2020, 11:33

Moin!

Ein Blitzschutz/Überspannungsschutz ist jetzt bei Umbauarbeiten vorgeschrieben. Dafür gehen schon einige TE im Schrank drauf.
Gruß Ingo

Smart ED3 Cabrio '13 / MS85D '15 / M3 '19
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 1370
Registriert: 29. Sep 2014, 09:22
Wohnort: Raum Braunschweig
Land: Deutschland

VorherigeNächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste