Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von M3-75 » 28. Dez 2017, 11:21

Für höhere Sicherheit könnte ein paralleles Sicherheitssystem laufen, das die kritischen Parameter zusätzlich überwacht und abschaltet.
Denkbar sind ja zum Beispiel auch HW-Fehler.
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von egn » 28. Dez 2017, 12:12

Sucseeker hat geschrieben:Nein, das EVTV-System geht an den CAN-Bus des geschlossenen Tesla-Batteriepacks, d.h. die Tesla-Platinen an jedem der 16 Module müssen dort verbleiben.


Genau das ist doch der Punkt. Die Module werden durch die original BMS Platinen geschützt. Dort werden alle nötigen Zelllimits einprogrammiert. Die Module brauchen nur über den CANBUS verbunden sein, auf der DC Seite braucht meiner Meinung nach keine Verbindung bestehen. Du kannst sie dort verbinden wie Du willst.

Das Tesla-BMS erwartet auch die entsprechenden Spannungen(0-400V). Man kann das Batteriepack nicht zerlegen und auf 48V umbauen.


Vielleicht besteht hier auch ein Missverständnis. Ich beziehe mich auf das was im obigen YouTube Film am Anfang zu sehen ist. Dort werden die einzelnen Modul BMS mit Hilfe des Microcontrollers entsprechend eingestellt. Das ist zusammen mit der Fehlerleitung ausreichend um die einzelnen Module zu schützen.

Die Spannungen kann ich nicht wie für REC/SMA benötigt abgreifen. Ich kann dann auch nicht über die Leitungen balancen.


Du bräuchtest nicht über die das REC BMS balancen, insbesondere nicht über das normale TOP Balancing das sowieso schädlich für die Zellen ist. Die Modul BMS haben alles drin was zum Balancing nötig ist. Der einzige Hinderungsgrund dürfte noch die Softwarefunktion sein die im übergeordneten BMS von Tesla drin steckt. Ich bin mir sicher dass das auch von EVTV geliefert werden könnte.

Aber ich würde sowieso genau für diese Zellen nur aktives Balancing empfehlen. Top-Balancing bei hoher Spannung ist Gift für die Lebensdauer.

Ich verwende für meine 20 kWh LiFePO4 seit Jahren nur noch aktives Balancing und lade nur bis 3,45V.

@M3-75:
Genau diese zweite Sicherheitlinie war mein Gedanke hinter dem Vorschlag mit der Nutzung der Modul Tesla BMS.
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Sucseeker » 29. Dez 2017, 01:27

M3-75 hat geschrieben:Für höhere Sicherheit könnte ein paralleles Sicherheitssystem laufen, das die kritischen Parameter zusätzlich überwacht und abschaltet.
Denkbar sind ja zum Beispiel auch HW-Fehler.


Das zweite System ist der SMA-Sunny-Remote-Control, wenn er keine Werte vom BMS erhält schaltet er ab. D.h. keine weitere Ladung und Entladung mehr.

Das dritte "System" sind die Einzelsicherungen jeder der über 7.000 Zellen bzgl. Überstrom und die thermische Abschaltung in jeder der Zellen.
Tesla geht da wirklich einen guten und sicheren Weg.

Grüße SuCseeker
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Sucseeker » 29. Dez 2017, 01:58

egn hat geschrieben:
Sucseeker hat geschrieben:Nein, das EVTV-System geht an den CAN-Bus des geschlossenen Tesla-Batteriepacks, d.h. die Tesla-Platinen an jedem der 16 Module müssen dort verbleiben.


Genau das ist doch der Punkt. Die Module werden durch die original BMS Platinen geschützt. Dort werden alle nötigen Zelllimits einprogrammiert. Die Module brauchen nur über den CANBUS verbunden sein, auf der DC Seite braucht meiner Meinung nach keine Verbindung bestehen. Du kannst sie dort verbinden wie Du willst.

Das Tesla-BMS erwartet auch die entsprechenden Spannungen(0-400V). Man kann das Batteriepack nicht zerlegen und auf 48V umbauen.


Vielleicht besteht hier auch ein Missverständnis. Ich beziehe mich auf das was im obigen YouTube Film am Anfang zu sehen ist. Dort werden die einzelnen Modul BMS mit Hilfe des Microcontrollers entsprechend eingestellt. Das ist zusammen mit der Fehlerleitung ausreichend um die einzelnen Module zu schützen.

Die Spannungen kann ich nicht wie für REC/SMA benötigt abgreifen. Ich kann dann auch nicht über die Leitungen balancen.


Du bräuchtest nicht über die das REC BMS balancen, insbesondere nicht über das normale TOP Balancing das sowieso schädlich für die Zellen ist. Die Modul BMS haben alles drin was zum Balancing nötig ist. Der einzige Hinderungsgrund dürfte noch die Softwarefunktion sein die im übergeordneten BMS von Tesla drin steckt. Ich bin mir sicher dass das auch von EVTV geliefert werden könnte.

Aber ich würde sowieso genau für diese Zellen nur aktives Balancing empfehlen. Top-Balancing bei hoher Spannung ist Gift für die Lebensdauer.

Ich verwende für meine 20 kWh LiFePO4 seit Jahren nur noch aktives Balancing und lade nur bis 3,45V.

@M3-75:
Genau diese zweite Sicherheitlinie war mein Gedanke hinter dem Vorschlag mit der Nutzung der Modul Tesla BMS.


Die originalen Tesla-BMS-Module messen zwei Temperaturen und sechs Spannungen je Modulpaket. Ich messe auch die sechs Spannungen und vier Temperaturen.

Das EVTV-System ist völlig zudem völlig ungeeignet um einen Tesla-Akku mit 48V und drei Sunny-Island zu betreiben.
Das EVTV-System ist nicht parallel mit dem REC-BMS einsetzbar.
Es hat noch keiner gemacht. Warum ich? Es kann nichts besser als das REC-System.
Das REC-BMS kostet zudem nur ein Drittel und ist zwingend notwendig um mit den Sunny-Island kommunizieren zu können.
Das REC-System muß über die BMS-Leitungen balancen können.
Das geht nicht über die Tesla Platine. Wer soll dem Sunny-Island denn mitteilen, dass er nur 3-4A in den Akku schieben soll um zu balancen, das EVTV-System macht dies nicht.

Das REC-BMS wird aktuell schon mit über 200 SMA-Sunny-Island Systemen genutzt.
Ich selbst nutze dies seit über einen Jahr mit meinen LiFePo´s. Es läuft zur vollsten Zufriedenheit.

Bezgl. dem "Balancen". Ich betreibe kein Top-Balancing, wie jeder im Thread weiter vorn sehen kann habe ich die Ladeend- bzw. Balancerendspannung auf 4,00 Volt eingestellt. Das sind ca. 90% SoC wie im Tesla-Fahrzeug selbst für tägliche Ladung empfohlen.
100% SoC entsprechen ca. 4,2V Zellspannung. Das REC-BMS kann zudem bei jeder beliebigen Spannung balancen.
Die Tesla-Zellen eines Akkupacks (ohne Durchmischung von verschiedenen Fahrzeugen wie bei mir)
haben nur minimale Spannungsunterschiede, wir reden hier von ca. <5 mV. Da gibt es ohnehin nicht viel zu balancen.

Ich bin zudem gespannt wann zum ersten Mal überhaupt gezeigt wird, dass ein EVTV-System mit einem PV-Batteriewechselrichter zusammen läuft.

Auf Anregung hier im Forum habe ich zusätzlich in jede Reihenschaltung von zwei Modulen eine 60A-Sicherung eingesetzt.
Das heißt jeder der acht Modul-Stränge wird zusätzlich zur Einzelzelllsicherung (Verbindungsdraht jeder Zelle zur Polplatte) nochmals abgesichert mit ca. 1/20 der Zellsicherung.

Tesla selbst hat in der Reihenschaltung von allen 16 Modulen keine Sicherung zwischen den Modulen vorgesehen, hier setzt Tesla voll auf die Einzelzellsicherung bzw. auf die übergeordnete Batteriehauptsicherung.

Grüße SuCseeker
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von M3-75 » 29. Dez 2017, 09:45

Wenn Tesla mal Akku Upgrades im Programm hätte könnte das richtig interessant werden, eine PW mit fahrakku als second life als "plug and play".
Dann allerdings eher für die Garage (mit akku heizung?) weil am Stück kriegt man das nicht in den Keller.
Welche Lebensdauer ist zu erwarten?
Z.b. bei 5-10kwh pro Tag?
*plugnplay wäre ja nur an die CEE Dose anschließen per Powerline Adapter redet die PW mit dem smartMeter was die stromzangen überflüssig macht. Ja ich weiß, Träume...
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von TArZahn » 31. Dez 2017, 18:38

Ein recht gut gemachter Bericht auf ARD-alpha über Speichermöglichkeiten von erneuerbaren Energien auchmittels ausrangierter Fahrzeugakkus. Nebenschauplatz ist die ERudA:
https://www.br.de/mediathek/video/die-energie-der-zukunft-wasserstoff-und-akku-ohne-speicher-geht-es-nicht-av:5a394140a3e96100189c1042
Twizy seit 05/2013, Microlino reserviert, als Zweitwagen noch Model S: 85 10/14 - 04/19, P100D seit 04/19, PV 4,8 + 10 kWp + 8 kWp mit Powerwall
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Sucseeker » 22. Jan 2018, 14:49

Einige Neuigkeiten zum Projekt.
Ich wollte nicht länger warten und habe daher gestern und heute die Kalibrierladung für das BMS durchgeführt.
Mangels Sonnenschein teilweise mit Greenpeace-Ökostrom.
Dabei konnte ich auch Temperaturen unter Volllast (ca. 13,5 kW) messen. Das Rack war geschlossen und wurde für die Bilder geöffnet.
Vorab: Alle Temperaturen sind im erwarteten "grünen Bereich". Raumtemperatur war 26 Grad.
Folgend die Bilder:

20180121_201405.jpg
Das Batterierack von der Anschlußseite.

flir_20180121T201302.jpg
Gleiche Ansicht mit der Wärmebildkamera (Anschlußseite Batterierack).

flir_20180121T201317.jpg
Wärmste Stelle am Reihenschaltungskabel.


Grüße SuCseeker
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Sucseeker » 22. Jan 2018, 14:56

Hier noch einige Fotos:

20180121_201413.jpg
Der Schaltschrank mit Sicherheitsschütz, BMS und Strom-Mess-Shunt etc.

flir_20180121T201107.jpg
Mit der Wärmebildkamera. Hot-Spot ist der Meß-Shunt.

Der Hot-Spot hatte hier 50°C.

Grüße SuCseeker
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Sucseeker » 22. Jan 2018, 15:00

Jetzt ein Bild von der Seite der möglichen Kühlung.
20180121_201422.jpg
Oberstes Zell-Modul (wärmste Stelle).

flir_20180121T201042.jpg
Wärmste Stelle knapp 31 °C.


Bei einer Umgebungstemperatur von 26 Grad nur eine Erwärmung auf knapp 31°C.
Ich bin zufrieden. Eine weitere Messung bei 30-32 Grad Raumtemperatur wird noch nachgeholt.

Grüße SuCseeker
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Kuba » 22. Jan 2018, 15:05

Hallo,

Sehr schön das du immer wieder mal von deinem Projekt, auch für uns Fotos mit reinstellst. Danke dafür.

Sieht dann so aus, als müsstest du dir keine Gedanken über eine Kühlung machen.

Gruß

Kurt
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