Hausspeicher gut oder schlecht für die Energiewende?

Informationen zum Tesla Hausakku...

PV-Strom lokal speichern, macht das Sinn?

- Ja macht Sinn, weil dadurch auch Nachts PV-Strom verwendet wird.
64
42%
- Ja macht Sinn, weil dadurch Einspeisespitzen reduziert werden.
48
31%
- Ja macht Sinn, weil man der Strom für die Nacht günstiger ist, als der Strom vom Stromanbieter.
25
16%
- Nein macht keinen Sinn, weil es dadurch die Kohlelobby stärkt, da der PV-Strom im Netz fehlt.
3
2%
- Nein macht keinen Sinn, weil nicht Netzgesteuert.
9
6%
- Nein macht keinen Sinn, weil durch die Ladeverluste kostbarer PV-Strom verschwendet wird.
5
3%
 
Abstimmungen insgesamt : 154

Re: Hausspeicher gut oder schlecht für die Energiewende?

von KaJu74 » 30. Jan 2017, 18:56

OS Electric Drive hat geschrieben:Du kannst ja an der oberen Kurve sehen dass selbst im Hochsommer noch zu wenig EEs in der Mittagszeit im Netz sind. Wenn nun "JEDER" seine Leistung ohne vorherige Meldung reduziert, hat der Netzbetreiber keine Möglichkeit mehr Prognosen zu machen.

Dir ist schon klar, dass man Speicher anmelden muss?
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Re: Hausspeicher gut oder schlecht für die Energiewende?

von OS Electric Drive » 30. Jan 2017, 20:37

Ja... aber der Fakt ist, dass dort ja niemand weiß wann die geladen und entladen werden!
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Re: Hausspeicher gut oder schlecht für die Energiewende?

von KaJu74 » 30. Jan 2017, 20:43

OS Electric Drive hat geschrieben:Ja... aber der Fakt ist, dass dort ja niemand weiß wann die geladen und entladen werden!
Er wird geladen wenn Sonne scheint und entladen, wenn keine Sonne scheint oder mehr Strom gebraucht wird, als die Sonne liefert. :lol: :mrgreen:
Aber ich wollte nur deine Aussage widerlegen:
OS Electric Drive hat geschrieben:Wenn nun "JEDER" seine Leistung ohne vorherige Meldung reduziert, hat der Netzbetreiber keine Möglichkeit mehr Prognosen zu machen.
Und nochmals. Wenn man PV-Strom auch nutzen kann, wenn keine Sonne scheint, spart das Grundlast.
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Re: Hausspeicher gut oder schlecht für die Energiewende?

von Sucseeker » 30. Jan 2017, 20:56

TeeKay hat geschrieben:Aber wieso sollte man mit Speicher Anlagen kleiner bauen? Mit Speicher laufe ich doch viel später in die 70% Kappungsgrenze rein.


Hier noch mal als Info für Interessierte, wer über 30kWp-Anlagen betreibt kann immer voll einspeisen,
der EVU könnte theoretisch zwar aus der Ferne drosseln, jedoch keine Anlage einzeln.
Dies hat unser EVU auch noch nie bei diesen PV-Anlagen gemacht (eigene Aussage).
Ist wohl ein nicht unerheblicher bürokratischer Aufwand nachgeschaltet.

Da mein Speicher auch nicht KFW-gefördert wurde, kann ich auch aus diesem Grund voll einspeisen wenn der Speicher voll ist,
sehr sonnige Tage oder z.B. 2-3 Wochen im Sommerurlaub.

Also, große Anlage und kein KFW-Speicher !!

Grüße SuCseeker
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Re: Hausspeicher gut oder schlecht für die Energiewende?

von Eberhard » 31. Jan 2017, 00:05

Wi KaJu74 bestätigen kann, gibt es die sog. Festoxidbrennstoffzelle, welche ohne vorherige Reformierung nahezu jeden Kohlenwasserstoffhaltigen Brennstoff umsetzen kann und dabei einen elektrischen Wirkungsgrad von 60% erreicht.
Eine solche Brennstoffzelle setzt Nissan in einem Prototyp auf Basis des eNV200 und Ethanol als Brennstoff ein.

Den genannten schlechteren Wirkungsgrad haben die sog. PEM (Proton Exchange Membran) und benötigen mehr oder weniger hochreinen Wasserstoff als Brennstoff und damit einen teuren und aufwenigen Reformer.

Leider wird auch unterschlagen, das der Transport von Drehstrom trotz Höchstspannung sehr verlustbehaftet ist, zudem kann nicht ohne Kompensation der Strom über weite Strecken übertragen werden, dafür braucht man dann die HGÜ-Leitungen, die nur ohmsche Verluste kennen. Im deutschen Stromnetz rechnet man mit 6% Gesamtverlusten und man rechnet mit 1% Verlust je 100km Übertragungsstrecke. Also kommt vom Windstrom von der holsteinischen Küste weniger als 90% im BMW Werk in Dingolfing an. Dazu kommen noch die Umspannungsverluste etc.
Diese Verluste tragen wiederum die nicht priviligierten Letztverbraucher über die Netzetgelte.
seit 8/13 P85+ 444.600 km Range 360/441km
seit 12.2.19 smart ed3 cabrio mit 22kW Lader
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Re: Hausspeicher gut oder schlecht für die Energiewende?

von Franko30 » 31. Jan 2017, 00:24

egn hat geschrieben:Die CO2-Besteuerung ist mehr oder weniger tot.


Nicht in Kanada - sogar Alberta (die Provinz mit den Ölsanden) hat seit 01.01. als zweite Provinz in Kanada eine (wenn auch noch löchrige) Carbon Tax
https://www.alberta.ca/climate-carbon-pricing.aspx
In Alberta wurde bei der letzten Wahl die konservative durch eine Mitte/fast etwas links Regierung ersetzt
https://en.wikipedia.org/wiki/Alberta_g ... tion,_2015

Cheers Frank
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Re: Hausspeicher gut oder schlecht für die Energiewende?

von Saftwerk » 31. Jan 2017, 02:00

Mit der Grundlast kommt mir langsam der Verdacht auf: "netzdienlich == braunkohleförderlich"
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat 2008 in einem Grundsatzurteil entschieden: Es gibt ein einklagbares Recht auf saubere Luft.
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Re: Hausspeicher gut oder schlecht für die Energiewende?

von OS Electric Drive » 31. Jan 2017, 07:44

So sehen Speicher aus

https://www.bloomberg.com/news/articles ... tical-mass

Und so private Spielzeuge

https://www.tesla.com/de_DE/powerwall#design

Während sich die Leute immer wieder Gedanken über den Eigenverbrauch machen ballert gerade eine Anlage nach der anderen ans Netz... Fast nur Volleinspeisung...

Im Dezember 441MWp!!!
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Re: Hausspeicher gut oder schlecht für die Energiewende?

von Eike » 31. Jan 2017, 08:15

Bisschen Offtopic: ich hab mich die Tage recht weit aus dem Fenster gelehnt, wegen der Vorhersagbarkeit der Windkraft. Ich war der Meinung, dass das recht gut funktioniert. Ich bin leicht schockiert :o Ich hätte vermutet, dass man auf 5-10 Prozent genau sagen kann wie viel Windkraft die jeweils nächsten 24h zur Verfügung steht. Zumindest 50 Hertz bekommt das allem Anschein nach, noch nicht so gut hin :oops:

Daten sind von 2008-16 jeweils im 15 Minuten Takt. Die Abweichungen von Solar und im Vergleich zu Tennet will ich mir auch mal anschauen.

Wenn man auf Dauer Day-Ahead irgendwie eine Bedarfsplanung machen will, muss das aber auf jeden Fall noch besser werden :roll:

Evtl. funktioniert die Vorhersage auf Übertragungnetzebene auch einfach nicht so gut :?: Kann das irgendjemand erklären ?? ;)
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Re: Hausspeicher gut oder schlecht für die Energiewende?

von egn » 31. Jan 2017, 09:11

@KaJu74
Ok, Du hast wegen des Teichs einen sehr hohen Energieverbrauch. Aber statt des BHKWs für die Stromerzeugung zu nutzen wäre es meiner Meinung nach energetisch besser den Teich nicht direkt elektrisch sondern entweder mit der Wärme des BHKW, oder aber per Wärmepumpe zu beheizen. So wie ich es verstanden habe willst Du weiterhin elektrisch heizen und der Strom soll vom BHKW komemn.

Was machst Du dann mit der ganzen Wärme?

Wenn Du die nicht immer sinnvoll nutzen kannst dann ist dieses Konzept eine energetische Katastrophe. Nehmen wir wir an Du erzeugst 10000 kWh Strom pro Jahr, dann hast Du bei einem elektr. Wirkungsgrad von 20 % rund 40.000 kWh Wärme. Was fängst Du damit an?

Die Berechnung hinsichtlich Wirtschaftlichkeit möchte ich sehen. Wahrscheinlich ist es wieder eine typische Milchmädchenrechnung des Anbieters wo weder die Kosten im vollständigen Umfang berücksichtigt wurden, und gleichzeitig übertriebene Annahmen hinsichtlich der Preissteigerung für Strom und Brennstoffe verwendet wurden.

Autarkie macht in einem Land in D mit einer funktionierenden Netzinfrastruktur deswegen energetisch keinen Sinn weil man viel mehr Resourcen benötigt als wenn man eine mehr zentralisierte Stromversorgung hat. So ein BHKW hat einen lächerlichen elektrischen Wirkungsgrad und verschwendet damit Primärenergie für die Erzeugung von Strom.

Und die Argumentation bezüglich des in der Wärmepumpe verwendeten Kohlestroms finde ich schon lustig. Auf der einen Seite wird beim Elektroauto vehement argumentiert dass bei Nutzung eines Ökostromanbieters man immer absolut sauberen Strom tankt, wenn allerdings dann die Wärmepumpe den gleichen Strom nutzt dann ist es Kohlestrom. Was denn nun?

Selbst wenn den Strommix ansetzen würde wäre eine WP pro kWh Wärme sauberer als eine Gasheizung.

Bei netzdienlichem Betrieb muss man fragen wem dieses Verhalten eigentlich dienlich ist. Wenn es dazu führt dann dass die Braunkohlekraftwerke weiter unter Volllast laufen können dann dient es zwar dem Kraftwerksbetreiber und Netzbetreiber, aber letztlich nicht der Energiewende.

@Eberhard
Es werden schon seit Jahrzehnten funktionierende Brennstoffzellen versprochen und viele Prototypen gebaut. Sie sind aber noch lange nicht im Alltagsbetrieb angekommen. Mit noch nicht auf dem Markt existierenden Produkten zu argumentieren bringt nichts. Erst wenn die Teile jeder zum Preis vernünftigen Preis kaufen kann und diese dann auch mindestens 20-30 Jahre wie herkömmliche Heizung funktionieren, sind sie in dieser Diskussion relevant.

Auch der Verlust im Netz ist kein Argument, denn gerade PV-Strom wird überwiegend im lokalen Verteilnetz selbst verbraucht und landet kaum im Mittelspannungsnetz. Der Verlust beträgt wegen der geringen Entfernung nur wenige %.

Mich wundert jetzt dass Du die falschen Argumente der Gegner der Energiewende aufgreifst um Deinen lokalen Speicher zu verteidigen. Jeder der ein bisschen was von Physik versteht dass Windstrom der in Norddeutschland erzeugt wird nicht 800 km weiter in Dingolfing verbraucht wird, sondern unmittelbar im Umkreis. Das Werk in Dingolfing braucht auch gar keinen Windstrom aus Norddeutschland sondern wird über die vielen PV-Anlagen in der Nähe versorgt.

Der Strom der aus Deiner PV-Anlage kommt wird mit höchster Wahrscheinlichkeit immer gleich von Deinen Nachbarn ohne PV-Anlagen verbraucht. Die Verluste dabei sind zu vernachlässigen, da da nicht mal ein Trafo dazwischen liegt.
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