Die Eigenverbrauchsfalle

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS-Electric-Drive » 2. Apr 2017, 09:35

Sucseeker hat geschrieben:Um die sog. "Eigenverbrauchsfalle" einmal mit Zahlen zu unterlegen folgendes.

Würde ich meine Anlage auf Volleinspeisung einstellen sähe der März so aus:
Volleinspeisung 3657kWh für 0,115€ = 420,55€ Ertrag
100% Netzbezug 2135kWh für 0,27€ = 576,45€ Kosten

SALDO VOLLEINSPEISUNG -155,90€

Durch die Speicherung und den hohen Eigenverbrauch sieht es so aus:
Einspeisung 1474kWh für 0,115€ = 169,51 Ertrtag
Netzbezug 118 für 0,27€ = 31,86€ Kosten

SALDO EIGENVERBRAUCH +137,65€



Ein Fehler habe ich schon gefunden. Du setzt den Preis inkl. USt für den gesparten Strom an, das geht aber nicht, wenn Du die die Vorsteuer der Anlage gezogen hast.


Alle Daten von unserem Privathaushalt mit 46kWp Ost/West.
Stromlieferant für echten Ökostrom ist Greenpeace Energy.
Ich fühle mich jetzt nicht wie in einer Falle......

Grüße SuCseeker

Screenshot_20170402-061403.jpg


Zudem verstehst Du den Punkt nicht den ich anspreche, JA durch EV kann man MEHR Einnahmen erzielen das stellt doch keiner in Frage... Warum aber ist der Zubau SEIT jeder meiner Kollegen und Hersteller auf Speicher und Eigenverbrauch setzt bei lausigen 1GWp im Jahr? Warum geht das nicht ab wie eine Rakete wenn das sooooooo toll ist?

WEIL

es eben neben dem kleinen Markt Einfamilienhaus einen großen Markt geben könnte. Dort sind aber andere Interessen am Werk! Aber ich sehe schon... ich denke das wird fast unmöglich werden das wieder zu reparieren...

Warum läuft die Freifläche so dermaßen gut, da muss man eine Baugenehmigung machen, sich für eine Ausschreibung bewerben, Geld hinterlegen um vielleicht einen Zuschlag zu bekommen und dann darf man die Energie für vielleicht 7Ct. Einspeisen und KEINEN Eigenverbrauch machen?

Mein Thema ist der MARKT, nicht der einzelne!!!
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Sucseeker » 2. Apr 2017, 10:10

USt. ist Richtig, dafür habe ich aber ja noch die Afa.
Bin jetzt unterwegs, rechne dann mal genauer. Auch mit der Einkommensteuer auf die Einspeisung.
Sieht dann aber noch schlechter aus mit Volleinspeisung, weil ich den Netzbezug ja aus meinem Netto bezahle, sich die Vergütung aber nahezu halbiert.

Hätte ich eine Scheune auf dem Feld mit 2000 m2 Dach würde ich dort auch eine Einspeiseanlage drauf legen.
Habe ich aber nicht.
Würde jeder private sein Dach voll legen wären die großen Versorger mit Ihren CO2-Schleudern aber noch schneller weg.

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von einstern » 2. Apr 2017, 10:13

OS Electric Drive hat geschrieben:Und das gilt auch für die Kunden "DEINER" arbeit? Das heißt dass das was Du machst auch nichts taugt?

Hi OSE,
Bitte um Entschuldigung für die unpräzise Äußerung meinerseits. Ich habe über eine persönliche und lokal begrenzte Erfahrung berichtet, die aber fälschlicherweise verallgemeinert herüberkommt.

Ich hoffe, du lässt dir den Tag nicht verderben und ich möchte dir noch einen schönen Sonntag wünschen.

P.S.: Ich mag natürlich Experten, die etwas von ihrem Handwerk verstehen.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS-Electric-Drive » 2. Apr 2017, 11:08

einstern hat geschrieben:
OS Electric Drive hat geschrieben:Und das gilt auch für die Kunden "DEINER" arbeit? Das heißt dass das was Du machst auch nichts taugt?

Hi OSE,
Bitte um Entschuldigung für die unpräzise Äußerung meinerseits. Ich habe über eine persönliche und lokal begrenzte Erfahrung berichtet, die aber fälschlicherweise verallgemeinert herüberkommt.

Ich hoffe, du lässt dir den Tag nicht verderben und ich möchte dir noch einen schönen Sonntag wünschen.

P.S.: Ich mag natürlich Experten, die etwas von ihrem Handwerk verstehen.


Hey kein Stess... ich höre das halt so oft gegen das Handwerk. :)
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS-Electric-Drive » 2. Apr 2017, 11:20

Sucseeker hat geschrieben:USt. ist Richtig, dafür habe ich aber ja noch die Afa.
Bin jetzt unterwegs, rechne dann mal genauer. Auch mit der Einkommensteuer auf die Einspeisung.
Sieht dann aber noch schlechter aus mit Volleinspeisung, weil ich den Netzbezug ja aus meinem Netto bezahle, sich die Vergütung aber nahezu halbiert.

Tapatalk


In die Einkommensteuer kommt in der Regel der ersparte Strombezug mindestens jedoch die Vergütung für diese Menge.

https://www.finanzamt.bayern.de/Informa ... 015-02.pdf

Und ich wiederhole es nochmals es geht nicht darum ob es für den einzelnen besser ist sonder was der große Markt will.

Hast Du ein Passivhaus?
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Spüli » 2. Apr 2017, 11:56

Besonders schlimm finde ich die Kurzsichtigkeit vieler Unternehmen.
Viele Hallen und Gebäude sind immer noch ohne PV-Anlage. Aber gerade diese großen Dächer bieten sich doch gerade für eine günstige Montage an. Auch lassen sich Kabel und WR in einer Lagerhalle viel besser verlegen. Im EFH ist es ja schon deutlich schwieriger vom Dach bis zum Hausanschluß zu kommen.
Dazu kommt noch der Lastgang in den Betrieben, der für einen hohen Eigenverbrauch spricht.
Mein AG hat auch ne schöne Halle auf die 30kWp prima drauf passen. Aber die Kaufleute arbeiten alle auf kurzfristiger Basis, niemand beschäftigt sich mit einem Investment das nach ~5-6 Jahren positiv läuft. :?
Gruß Ingo

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS-Electric-Drive » 2. Apr 2017, 12:13

Ja... genau so sieht es aus +1000! Aber genau davon rede ich ja... Wenn ein Unternehmer von Eigenverbrauch hört ist das halt nur in sehr wenigen Fällen was für ihn... Das hat nicht nur einen sondern gleich mehrere Gründe.

1. Meistens ist Betrieb und Gebäude in zwei juristische Personen getrennt
2. Strom ist für die meisten KEIN teures Produkt und steht somit kaum auf der Agenda.
3. Binden Unternehmer ungern Kapital, warum leasen denn Unternehmer NEUWAGEN? Das ist super teuer aber EINFACH!!!
4. Wie schon angesprochen ist der ROI noch zu lang... Dieser wird mit stetig sinkenden Preisen zwar immer kürzer aber um es wirklich entspannt in die GmBHs und AGs zu schaffen sollten 4 Jahre rauskommen und da sind wir halt noch weit weg.
5. Es liegt unglaublich viel Geld auf den Konten der Eigentümer und die wissen nicht was sie machen sollen, eines ist aber klar in den Betrieb wollen die das mühsam aus dem Betrieb gewonnene Geld nicht wieder in das volle Risiko stecken.

Von daher gehen die meisten nicht immer nach dem ALLER BESTEN sondern nach dem passenden!
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Benutzernamevergeben » 2. Apr 2017, 13:14

Ich habe mal für mich die gleiche Rechnung wie Sucseeker gemacht (ebenfalls März).

Volleinspeisung:
Volleinspeisung: 698,25 kWh für 14,65ct (brutto, muß nix abführen) = € 102,29
100% Netzbezug: 663,27 kWh für 25ct (ich nehme den Mittelwert aus HT/NT) = € 165,82
Saldo: - € 63,53

Mit Eigenverbrauch:
Einspeisung: 239,85kWh für 14,65ct (brutto) = € 35,13
Netzbezug: 204,87 für 25ct = € 51,22
Saldo: - € 16,09

Ja, immer noch ein Saldo, aber deutlich geringer.
Wie ich schon anmerkte, der Speicher könnte größer sein ... Ist halt auch eine (hauptsächlich) Platz- und Geldfrage.


Jou, und das liebe Handwerk ...
Was meint ihr?
Wie oft über welchem Zeitraum sollte man bei seinem Elektriker (nicht der Solarinstallateur), bei dem man bisher alle Aufträge laufen hatte, anfragen, ob er einem einen Phasenkoppler einbaut, Hofbeleuchtung mit Bewegungssensor und Zeitschaltung erneuert (etwas tricky wegen 3fach Wechsel-Kreuzschaltern), eine saubere Stromversorgung für die elektrische Haustür legt?
5 Mal in 3 Monaten? Und er rührt sich immer noch nicht. Zu oft, oder noch öfter?
Heizungsbauer ... ähnlich. Frage ich 3, bekomme ich 5 unterschiedliche Methoden zu hören, wie und überhaupt mit hydraulischem Abgleich und Effizienzpumpe. 5 Methoden, die sich teilweise gegeneinander völlig ausschließen. Je nachdem, wem man Glauben schenkt, müssen die anderen keine Ahnung haben oder Dilettanten sein. Von "auf diese Art unmöglich" bis "genau die gleiche Art ist kein Problem" alles dabei. Komisch, komisch ...
Meine Solaranlage, 24,57kWp
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS-Electric-Drive » 2. Apr 2017, 16:40

Wie in meinem anderen Beitrag schon erwähnt ist mir durchaus klar dass EV mehr Einnahmen mit sich bringt und im unbedeutenden PV Markt üblich ist. Speicher rechnen sich zwar nicht aber machen evt. Spaß.

In einem anderen Faden zum i3 hat jemand vorgerechnet (auch durch Werbung von BMW) dass der i3 günstiger ist als ein 1er BMW. Und jetzt? Bedeutet das dass nur noch i3 rum fahren oder e Golf?

Hat jeder von Euch ein Passihaus? Nein? Warum nicht.? Unseres braucht zum Heizen im Jahr 375kWh Strom Wenn ich den EV noch berücksichtige dann sind es vielleicht 200kWh. Beste Rendite war der Aufpreis zum Passivhaus
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von einstern » 2. Apr 2017, 17:34

OS Electric Drive hat geschrieben:Hat jeder von Euch ein Passihaus? Nein? Warum nicht.? Unseres braucht zum Heizen im Jahr 375kWh Strom Wenn ich den EV noch berücksichtige dann sind es vielleicht 200kWh. Beste Rendite war der Aufpreis zum Passivhaus

1958 (mein Haus) war der Begriff "Passivhaus" noch unbekannt. Leider.

Bei einem Neubau wäre die Energiersparnis bei mir Thema Nummer eins. Heizölkosten derzeit von 4000 bis 5000 € p.a. ist eine Motivation.

375kWh...? Mann, das ist lediglich die PV dieses Wochenendes... ein Schäppchen. :!:
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