Die Eigenverbrauchsfalle

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von tesla-andi » 10. Aug 2018, 11:01

In Deutschland muss man zumindest in den ersten fünf Jahren die USt. für den selbst verbrauchten Strom abgeben, sind ca 5ct je kWh.


@OSE: Das ist mir gar nicht bekannt. Ich weis nur was von der EEG Umlage vom eigenverbrauchten Strom bei Anlagen über 10 kWp.

Hast du mir nähere Infos über die Abgabe der UMST in den ersten 5 Jahren und sind davon sowohl private als auch gewerbliche Anlagenbetreiber betroffen?

Gruß Andi
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Benutzernamevergeben » 10. Aug 2018, 11:36

Du mußt den Eigenverbrauch als Gewinnentnahme (oder so ähnlich) in der EÜR angeben.
Mein FA hat 20ct pro kWh akzeptiert.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von M3-75 » 10. Aug 2018, 11:48

Aber nur wenn du einspeisen möchtest.
Wer den Strom im heizstab verbrät, sollte die Anlage ja ohne EEG nutzen (und muss dafür dann die Umsatzsteuer bei der Anschaffung zahlen).

Bei den Anlagen Größen/Verbrauch im EFH wird man bei keiner Variante arm oder reich.

Komplizierter wird es noch bei so Angeboten mit Speicher und "Jahres Budget" Eigenverbrauch oder wie man das nennen mag.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von tesla-andi » 10. Aug 2018, 12:50

Hmmmm….. UMST abgeben und Eigenverbrauch als Gewinn versteuern ist ja wieder ein Unterschied. Und UMST in den ersten 5 Jahren …… und dann?

Ich frag mal meinen Steuerberater. Der hat das ja bislang für mich alles gemacht. Der sollte es ja (hoffentlich) wissen.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Spüli » 10. Aug 2018, 13:03

tesla-andi hat geschrieben:Und UMST in den ersten 5 Jahren …… und dann?

Und dann erfolgt der Wechsel zur KUR.
Als Kleinunternehmer ist die UMST dann kein Thema mehr. ;)

Noch besser soll die Übertragung an nicht steuerpflichtige Kinder sein. Dann muß nicht einmal der Gewinn versteuert werden.
Gruß Ingo

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Elektroniker » 10. Aug 2018, 16:53

Spüli hat geschrieben:Noch besser soll die Übertragung an nicht steuerpflichtige Kinder sein. Dann muß nicht einmal der Gewinn versteuert werden.

Auch Kinder sind steuerpflichtig.
Das gilt zumindest für Deutschland.
 
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von einstern » 11. Aug 2018, 10:02

Ihr rechten ja immer ganz vorteilhaft Dächer mit 1000kWh/kWp.
Dann möchte ich mich mal melden als jemand, der bei 800 bis 850 liegt.

Mein Haus präferiert eine NO + SW Seite. Ich habe mich gegen regionale Solarexperten gestemmt und nicht nur das die attraktive SW belegt, sondern auch die NO Seite.

Als ich dann so richtig in Fahrt war, habe ich mir den lang gehegten Wunsch erfüllt, einen Carport zu errichten, der ebenfalls Solarmodule bekam.

Dann noch schnell zwei Terrassen überdacht, auch mit Solarmodule.

Und dann der tiefe Keller Seiteneingang. Wetterschlagseite. Immer Nässe vorhanden. Experten rieten mir, dass Haus freizulegen und Isolierung erneuern, damit der Keller weniger Feuchte bekommt. Statt dess habe ich eine 12m Vordach an die Wand angebaut und mit Solarmodule belegt.

Dann stolperte ich noch über den Kaminholz/Geräteschuppen, 12m Länge, und Schwupp waren hier auch Solarmodule drauf.

Mein letztes Opfer sollte die Gartenmauer werden, weitere 20 Solarmodule. Leider hat hier ein EEG Tribunal ein Veto eingelegt, da es keine reguläre Dachanlage darstellt. Also bleibt dies einem Anschlussprojekt vorbehalten.

In Summe habe ich da. 51kWp mit 42 kW WR Leistung.
Die PV Anlage ist weitgehend finanziert. Sie wird sich in 14 Jahren abbezahlt haben. In den Kosten sind die Errichtung der nachträglichen Dachanbauten eingerechnet. Ich habe viel selbst gemacht.
Die kleine Alternative wäre gewesen, nur die attraktivste Seite zu belegen. Aber bei einem 20 Jahre Vertrag ist das absolut in Zahlen weniger Gewinn. Es zählt sich oft aus, auf maximale Belegung zu gehen, auch wenn der Durchschnittswert des Ertrages schlechter aussieht. Einige Dachanbauten liegen bei kaum mehr als 40 % schattenfreie Zeit. Mein Haus liegt bei 60% Autarkie, ohne Speicher. Das ist ein Vorteil von mehr als 700 € p.a. Das habe ich oben nicht einmal berücksichtigt.

Ein weiterer Vorteil entsteht durch die Nutzung mit einem BEV. Aber das könnt ihr Euch selber ganz gut vorstellen. Nur so viel, ich muss per Vertrag mindestens 10% der PV Energie selbst verbrauchen. Mein Haus schafft nur gut 5%. Der verbleibende Rest muss für 3 ct/kWh verkauft werden. Da lade ich die überzähligen 3 bis 5 MWh p.a. lieber in mein BEV.

Ich habe mich entschieden die PV Anlage einmal und dann volle Hütte aufzubauen. Wie OSE schreibt, hat Größe einen Vorteil.
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2019 WP 13kW Erdwärme (statt Heizöl)
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Spüli » 11. Aug 2018, 12:47

Elektroniker hat geschrieben:Auch Kinder sind steuerpflichtig.

Aber es gibt da einen netten Freibetrag. Bis 375€ im Monat ist da frei, und diesen Betrag kann man mit einer normalen Anlage auf dem Dach von 10-15kWh kaum erreichen.
Wenn dieser betrag überschritten wird, werden die Kinder nicht mehr kostenlos bei den Eltern mitversichert.
Quelle
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Eberhard » 11. Aug 2018, 14:59

Mir spricht einstern aus dem Herzen. Nach 2x erweitern bin ich nun bei "nur" 28kWp gelandet. Um ordentlich zu Hause laden zu können, sollten es schon wenigstens 30kWp sein, sonst bleibt oft nur 1ph laden die Alternative und das Auto wird nicht ohne Netzunterstützung voll.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von tripleP » 11. Aug 2018, 16:12

Eberhard hat geschrieben:Mir spricht einstern aus dem Herzen. Nach 2x erweitern bin ich nun bei "nur" 28kWp gelandet. Um ordentlich zu Hause laden zu können, sollten es schon wenigstens 30kWp sein, sonst bleibt oft nur 1ph laden die Alternative und das Auto wird nicht ohne Netzunterstützung voll.


Klar, mehr ist immer besser. Bin auch schon am schauen wo ich die nächsten Module hinpflanze :)

Aber das nicht ordentlich mit 28kWp zu laden ist verstehe ich nicht... ich hab 23kWp und das geht von mitte Februar bis anfang Nov ganz gut, sprich ich hole kein Elektron aus dem Netz. Und es werden ca. 40'000km gefahren in der Zeit.
In der restlichen Zeit frisst mein Haus mit WP den kleineren Ertrag weg.
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