Die Eigenverbrauchsfalle

Informationen zum Tesla Hausakku...

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Eberhard » 5. Jul 2018, 11:34

Teslanaut hat geschrieben:
Eberhard hat geschrieben:
Bildschirmfoto 2018-07-02 um 10.43.37.png


so sah es gestern aus. Am Vormittag wurde noch der Tesla geladen, dann war er zu 80% voll.

28kWp und Speicher mit Wallbox von E3DC

Darf ich Dich fragen, ob Du Leistungsoptimierer an Deinen Modulen hast?


Am E3DC habe ich ca. 10kWp an Modulen ohne Leistungsoptimierer
seit 8/13 P85+ 444.600 km Range 360/441km
seit 12.2.19 smart ed3 cabrio mit 22kW Lader
seit 19.12.19 Model 3 LR rot ohne erkennbare Mängel
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 5534
Registriert: 29. Mai 2011, 09:24
Wohnort: Muennerstadt
Land: Deutschland

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Teslanaut » 5. Jul 2018, 11:45

Danke!
Mit LO hättest Du Probleme mit dem MPP-Tracking bekommen!
Habe deswegen auf 10kWh Lg-Resu an SolarEdge WR umgebaut und bin äußerst zufrieden.
MX 100D 7 Sitzer in Pearl White Multicoat seit 08.11.17
 
Beiträge: 759
Registriert: 19. Feb 2016, 11:11
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model X

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS-Electric-Drive » 5. Jul 2018, 15:15

Bitte nochmals zum Nachdenken es ist ja schön und gut wenn jemand zuhause versucht sich selbst irgendwie zu versorgen und dann doch wieder aufs Netz zurück greift wenn vom Dach nichts mehr kommt um den Tesla und Co zu versorgen.

Und wo hört der Gedanke Selbstversorgung auf? Beim Wasser? Beim Abwasser? Bei der Heizung?

Mir geht es nicht um einzelne Beispiele sondern darum wie schlecht der Markt derzeit läuft obwohl die Renditen mit Volleinspeisung genial sind. Die paar MW im EFH Sektor sind super aber schaffen eben nicht die 10GWp die wir ganz dringend im Jahr brauchen!

Jedes verlorene Jahr ist schlecht für die Umwelt!

Von daher brauchen wir eben Dächer voll mit PV und wofür der Strom nun bilanziell genommen wird ist absolut nebensächlich.

Ich will noch ein Beispiel nehmen um das zu verdeutlichen. Ein Interessent wohn in einem EFH und hat ein Haus der Oma geerbt das vermietet ist. Denkt der Interessent dass sich PV nur mit EV darstellen lässt so baut er eine kleine PV Anlage auf sein eigenes Haus und lässt das Mietshaus außen vor.

Denkt der Interessent aber, dass PV eine lohnende Investition ist, so würde er sein Dach bis obenhin voll machen und das des Mietshauses eben auch.
Mobil unterwegs: 2011 Roadster 2.5 - 2013 Tesla Model S85, nun X100D, BMW i3 und Renault ZOE (2013) gegen Tesla M3 getauscht - Seit Feb. / Mrz 3x Model 3
Benutzeravatar
 
Beiträge: 14666
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von trimaransegler » 5. Jul 2018, 15:21

Da bin ich voll bei dir, aber es ist genau so wie beim elektrischen Fahren (oder beim vegan Essen!): Das Gefühl unabhängiger vom allgemeinen Konsumsyndikat zu sein ist unschlagbar, das lässt man sich sogar allerhand kosten, welche Lebenseinstellung oder welch Hobbies "lohnen" sich denn? :D
Viele Grüße aus dem Westerwald

Friedhelm

Wer meinen Empfehlungslink nutzen möchte und uns beiden dann 1500 km free Supercharging gibt, hier ist er: http://ts.la/drfriedhelm6242
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 5499
Registriert: 5. Okt 2013, 11:14
Land: Deutschland

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von prodatron » 5. Jul 2018, 22:43

OS Electric Drive hat geschrieben:und dann doch wieder aufs Netz zurück greift wenn vom Dach nichts mehr kommt um den Tesla und Co zu versorgen.

Was ist denn Deine Lösung für den einzelnen EFH-Besitzer für Dein Problem?

OS Electric Drive hat geschrieben:obwohl die Renditen mit Volleinspeisung genial sind.

Der Preis für Einspeisung ist mittlerweile immer niedriger als der Preis für Netzbezug - ist ja auch völlig logisch. Mit optimiertem Eigenverbrauch macht man so oder so Plus. Eigenverbrauch rentiert sich schon seit ca. 6 oder mehr Jahren mehr als Einspeisung + Netzbezug (da seit diesem Zeitpunkt die Vergütung niedriger als der Strompreis ist).

OS Electric Drive hat geschrieben:Die paar MW im EFH Sektor sind super aber schaffen eben nicht die 10GWp die wir ganz dringend im Jahr brauchen!

Und was haben die EFH-Besitzer/Betreiber jetzt mit diesem Problem zu tun? Sollen die lieber ihr EFH+PV+Speicher verkaufen und besser in Deine dicken Mega-PV-Anlagen investieren? Ich verstehe nach wie vor Dein Problem nicht. Warum sind EFH-PV-Flächen schlecht für den Zubau von 10GWp pro Jahr?

OS Electric Drive hat geschrieben:wofür der Strom nun bilanziell genommen wird ist absolut nebensächlich.

Auch wenn es keine Speichermöglichkeiten gibt?
Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht
Tesla Model S 100D seit 04/18 (AP2.5, MCU1, FSD)
Tesla Model 3 LR AWD seit 03/20 (AP3, MCU2)
9,8kWp PV Anlage mit Akku seit 03/13; Opel Ampera 07/13 - 05/18
 
Beiträge: 2863
Registriert: 3. Nov 2013, 22:08
Wohnort: Moers
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model S

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von prodatron » 5. Jul 2018, 23:00

PS:
Vielleicht hätte OSED diesen Thread besser "Die Heimspeicherfalle" nennen sollen?
PV-Strom direkt selbst zu verbrauchen ist nach meiner Erfahrung das Optimum für PV-Anlagen, die nicht schon xx-Jahre alt sind. Ich finde den Titel von diesem Thread daher mindestens irreführend, oder übersehe ich etwas?
Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht
Tesla Model S 100D seit 04/18 (AP2.5, MCU1, FSD)
Tesla Model 3 LR AWD seit 03/20 (AP3, MCU2)
9,8kWp PV Anlage mit Akku seit 03/13; Opel Ampera 07/13 - 05/18
 
Beiträge: 2863
Registriert: 3. Nov 2013, 22:08
Wohnort: Moers
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model S

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Cupra » 5. Jul 2018, 23:30

OS Electric Drive hat geschrieben:Denkt der Interessent aber, dass PV eine lohnende Investition ist, so würde er sein Dach bis obenhin voll machen und das des Mietshauses eben auch.


Und für wen soll es sich lohnen? Für ihn oder für den Netzbetreiber der im Jahr darauf die Kosten für Private wieder erhöht?

Ausserdem ist der Markt ja nicht an der Landesgrenze fertig, das ganze Netz arbeitet Länderübergreifend. Und ich glaube ausser in D gibt es wohl nirgendwo sonst dermassen viel Geld für eine kWh privat erzeugten Strom. Ich bekomme zum Beispiel keine 3 Cent für das wo ich einspeise. Die Monatlich 6€ (sind schon mal 180kWhpro Monat oder die ersten 2.160kWh pro Jahr Überschuss bringen schon gar nix) Grundgebühr für den Smarten Zähler dank PV nicht eingerechnet.

Wenn also Deutschland noch mehr PV auf die Dächer packt dann bekommen unsere Pumpspeicherkraftwerke also noch mehr Geld wenn sie tagsüber dann den PV Strom abnehmen? Und abends dann den teuren Wasserstrom wieder zurück verkaufen? :D
Model S100D "Edelweiss" :D Firmware V10.2 2020.4.1- AP2.5 FSD
Model X75D "Sonic" :) Firmware V10.2 2020.12.2- AP2.5 FSD

Tage seit dem letzten durch Fehler erzwungenem Reset: 0
Historie: 33/3/6/10/6/4/6/5
Benutzeravatar
 
Beiträge: 4670
Registriert: 23. Jul 2016, 13:21
Wohnort: Schweiz
Land: Schweiz
Fahrzeug: Tesla Model S

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Guillaume » 5. Jul 2018, 23:31

@prodatron, da hilft es vielleicht nochmal, den Link im ersten Beitrag des Threads anzuklicken. Ursprünglich ging es hier im Thread ja gar nicht um Speicherlösungen, das wurde erst später aufgegriffen.

OSED kritisierte ja nur, dass der Eigenverbrauch in der Branche zu sehr in der Vordergrund gestellt wird bei der Beratung, in der Form, dass angeblich nur mit einer möglichst hohen Eigenverbrauchsquote die PV-Anlage rentabel sei.

Das ist ja aber bei einfacher Betrachtung mit wenigen Argumenten zu widerlegen, denn wann erhöht sich die Eigenverbrauchsquote?
a) wenn ich iin Summe mehr Strom (möglicherweise unnütz) verbrauche als vorher -> eigentlich Selbstbetrug
b) wenn die PV-Anlage gegenüber dem Hausverbrauch möglichst klein dimensioniert wird -> kontraproduktiv, da eine PV-Anlage automatisch mit jedem kWp mehr auf dem gleichen Dach im Verhältnis günstiger wird

Dazu kommt noch, dass Anlagen sich ab einer gewissen Größe auch ganz ohne Eigenverbrauch rechnen. Ein möglicher Eigenverbrauch ist dann nur noch das i-Tüpfelchen.
Wenn ich OSED richtig verstehe, plädiert er also dafür, die Anlage auf EFHs immer maximal groß zu planen und nicht auf die Eigenverbrauchsquote zu schauen. Die Branche schade sich sonst nur selbst und der für die Energiewende benötigte Zubau werde nicht erreicht.
Model S 85 272.000km Bj. 12/14
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 3505
Registriert: 24. Jan 2015, 22:10
Land: Deutschland

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS-Electric-Drive » 5. Jul 2018, 23:51

Yes!
Mobil unterwegs: 2011 Roadster 2.5 - 2013 Tesla Model S85, nun X100D, BMW i3 und Renault ZOE (2013) gegen Tesla M3 getauscht - Seit Feb. / Mrz 3x Model 3
Benutzeravatar
 
Beiträge: 14666
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Superpuma » 6. Jul 2018, 10:07

Endlich ein sachlicher Beitrag mit den wesentlichen Argumenten auf den Punkt gebracht. Es gibt nichts anzufügen.
Ich habe nicht nur die Südwestseite des Daches sondern auch die Nordostseite voll gemacht und bereue es nicht, trotz geringerem Ertrag pro kWp.
Model S85 weiss, Schiebedach, Luftfederung, AP1, 19" Felgen
Baujahr 2015, seit 2.5.2018
10.3 kWp, Hauskraftwerk E3DC Blackline mit 10.5 kWh
E-Bike Stromer ST1 500W seit 2009
Benutzeravatar
 
Beiträge: 55
Registriert: 26. Apr 2018, 14:34
Wohnort: Aargau
Land: Schweiz

VorherigeNächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste
cron