Die Eigenverbrauchsfalle

Informationen zum Tesla Hausakku...

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Benutzernamevergeben » 4. Jul 2018, 14:02

Bei meiner PV+Speicher ist es so, daß die Vergangeheit konservativ in die Zukunft extrapoliert ergibt, daß ich am Ende um die 7000 Euro übrig habe, die für Reparaturen etc. benutzt werden können.
Je nach EV-Anteil und Solarertrag kann sich das natürlich nach unten, aber auch nach oben verändern.

Nicht reingerechnet sind folgende Dinge:
Steuerlich bezogen auf Abschreibung, Eigenverbrauch etc. ist es ein Nullsummenspiel. Ich liege leicht in der Verlustzone, was bezogen auf die Rendite eigentlich positiv ist (weniger Steuerlast). Das geht aber im Rauschen unter.
Meine gewichtete EEG-Vergütung sind nur 12,25ct.

Dann könnte man auch das berücksichtigen:
Ich muß mit unserem BEV nicht an eine öffentliche E-Tankstelle fahren, bei der ich ~30ct pro kWh zahlen müßte. Im Sommer ist Sonne pur im Akku (dieses Jahr bereits seit Ende Februar).
Mit meinem PHEV kann ich auch mehr elektrisch fahren und brauche dadurch weniger teuren Sprit. Durch die Powerwalls kann ich auch nachts, wenn ich mit leeren Akku nach Hause komme, noch die 3-4kWh nachladen, um damit am nächsten Morgen zumindest zur Arbeit zu stromern, wo ich wieder laden kann. Im Winter ist das schwieriger, klar, aber seit Ende Feb 2018 gibt das die zu dem Zeitpunkt vergrößerte PV problemlos her.


Etwas Offtopic:
Hier mal der Solarverlauf einer Woche für alle Panels einzeln im Video (29MByte).
Nicht wundern, am WR1 hängt die PW1 DC-seitig dran, daher "produziert" der auch in der Nacht Strom.
Im automatischen Vorlauf werden die WR-Werte offenbar etwas verzögert dargestellt. Da, wo die Flatline ist, sollte überall "0" stehen, das Haus wird hier von der PW2 versorgt.

=> http://www.dippold.org/temp/Solarverlauf.mp4
Meine Solaranlage, 24,57kWp
30x SunPower E20-327, 41x SunPower X22-360, 71x Optimizer
SE5000, SE5K, SE7K, SE4000H
1x PW1, 1x PW2
 
Beiträge: 398
Registriert: 16. Jun 2015, 21:46
Wohnort: Schillerstraße 54, 91054 Erlangen
Land: Deutschland

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS-Electric-Drive » 4. Jul 2018, 14:23

Solarmobil Verein hat geschrieben:
prodatron hat geschrieben:Mir war es wichtig,
[...]
- daß sich die Anlage inklusive Speicher insgesamt rechnet
Beides funktioniert, und das reicht mir schon völlig.
Sehe ich auch so.


Man könnte mit einer PV auch eine Vespa zusammen kaufen, auch das wäre lukrativ und würde sich rechnen.
Mobil unterwegs: 2011 Roadster 2.5 - 2013 Tesla Model S85, nun X100D, BMW i3 und Renault ZOE (2013) gegen Tesla M3 getauscht - Seit Feb. / Mrz 3x Model 3
Benutzeravatar
 
Beiträge: 14642
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS-Electric-Drive » 4. Jul 2018, 14:26

prodatron hat geschrieben:

Ich ziehe deutlich weniger Strom aus dem Netz und erzeuge viel weniger Spitzen, warum sorg ich dann dafür, daß Braunkohl-Grundlastkraftwerke noch länger betrieben werden müssen?


Das ist leider nicht relevant. Die Frage stellt sich eben nach den einzelnen Spitzen und nicht nach der Häufigkeit.
Mobil unterwegs: 2011 Roadster 2.5 - 2013 Tesla Model S85, nun X100D, BMW i3 und Renault ZOE (2013) gegen Tesla M3 getauscht - Seit Feb. / Mrz 3x Model 3
Benutzeravatar
 
Beiträge: 14642
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS-Electric-Drive » 4. Jul 2018, 14:27

trimaransegler hat geschrieben:Natürlich findet OS Großanlagen besser, ist doch deutlich lukrativer für die Firma :mrgreen:


Wenn das so dermaßen lukrativ ist warum machen das dann immer weniger? Es geht um den Markt und da wird halt kein Krieg mit gewonnen. Wie brauchen 10 bis 15GWp he Jahr neue Anlagen!
Mobil unterwegs: 2011 Roadster 2.5 - 2013 Tesla Model S85, nun X100D, BMW i3 und Renault ZOE (2013) gegen Tesla M3 getauscht - Seit Feb. / Mrz 3x Model 3
Benutzeravatar
 
Beiträge: 14642
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Benutzernamevergeben » 4. Jul 2018, 14:55

OS Electric Drive hat geschrieben:Man könnte mit einer PV auch eine Vespa zusammen kaufen, auch das wäre lukrativ und würde sich rechnen.
Wo lebst du? Am flachen Land ohne Schnee und Eis? Hier am Ort hat es bis zu 25% Steigung in den Wohngebieten. Klasse, wenn da so eine Vespa oder sonst so ein Rasenmäher-Zweirad durchröhrt.
(Unser Haus ist 16m lang. Vorne Unterkante Boden des Kellers ist sichtbar. Hinten ist die Oberkante Kellerdecke komplett im Boden, 16m und >2,1m Höhenunterschied macht im Grundstück schon gut 13% Steigung.)

Außerdem hat eine Vespa kein Dach und kippt um, wenn man anhält ;-)
Und für eine "große" Vespa müßte ich erst nochmal in die Fahrschule ...
Meine Solaranlage, 24,57kWp
30x SunPower E20-327, 41x SunPower X22-360, 71x Optimizer
SE5000, SE5K, SE7K, SE4000H
1x PW1, 1x PW2
 
Beiträge: 398
Registriert: 16. Jun 2015, 21:46
Wohnort: Schillerstraße 54, 91054 Erlangen
Land: Deutschland

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Karthago » 4. Jul 2018, 21:33

egn hat geschrieben:
prodatron hat geschrieben:Ein solche Entlastung des Stromnetzes ist doch ein Traum oder nicht?


Genau das sorgt dafür dass es noch Jahrzehnte Braunkohlkraftwerke als Grundlastkraftwerke geben wird.

Merkt ihr nicht dass ihr von den Netzbetreibern und den großen Stromerzeugern über den Tisch gezogen werdet? :roll:

Ihr macht genau das was diese wollen und versenkt freiwillig viel Geld in völlig unrentable Speicheranlagen, um deren Aufgaben zu übernehmen. :roll:


Konsequentz wäre garnichts ins Netz zu speichern und alles selber zu bunkern - am besten vom Netz abklemmen. Die Preise für Speicher sind langsam aber sicher richtig lustig günstig. Fürs einspeichern gibts nicht mal einen Apfelkuchen vom Staat, dazu noch das Geeiere mit der MwSt. PV aufs Dach, Batterien im Bereich 20 bis 50kWh und viel eigenverbrauch. Das Thema ist nun nix für den üblichen 4.500 kWh Menschen, aber für Leute mit Betrieb 6 bis 18 Uhr, dazu E-Autos... Läuft schon. Am Todstrom ist bisher noch keiner gestorben.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 350
Registriert: 20. Jun 2018, 13:27
Land: Deutschland

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Sucseeker » 4. Jul 2018, 22:08

OS Electric Drive hat geschrieben:Wie sieht denn die Umweltbilanz eines Heimspeichers aus?


Im Second-Use hervorragend!

Grüße SuCseeker
SIE:12/14 S85 Grey-21"
ER:09/17 XP100D Grey-22"
EX:03/15-09/16:62tkmSP85D,09/16-11/17 27tkmX90D
FOR FUN:02/12 Tesla Roadster white, 07/12 Tesla Roadster orange, BMW C evolution, Nissan e-NV200 Evalia - Smart ED
PV51kWp/Tesla-PV-Speicher 110kWh
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 1953
Registriert: 27. Sep 2014, 21:46
Wohnort: Hessen
Land: Deutschland

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Volker.Berlin » 4. Jul 2018, 23:57

@Karthago, was ist "Todstrom"?
Benutzeravatar
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 15615
Registriert: 31. Okt 2012, 19:09
Wohnort: Berlin
Land: Deutschland

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von prodatron » 5. Jul 2018, 00:19

Bones hat geschrieben:
prodatron hat geschrieben:Mir war es wichtig,
- nur noch so wenig wie möglich mit Netzbetreibern/Stromerzeugern zu tun zu haben und
- daß sich die Anlage inklusive Speicher insgesamt rechnet
Beides funktioniert, und das reicht mir schon völlig.

Ist dem denn wirklich so?

Ja, definitiv. Ich führe über die Stromzähler Auswertungen, die wirklich nicht lügen können.

Daß der Speicher sich als Einzelposten nicht rentiert, will ich gar nicht leugnen. Die zusätzlichen 6000€ damals (da gab es übrigens noch keinen Zuschuss) in der Anschaffung sind es mir aber Wert gewesen, weil ich tatsächlich Spaß an einer gewissen Autarkie hab. Den Netzbetreibern/Stromerzeugern kaum noch was in den Rachen werfen zu müssen und gleichzeitig kein Geld durch Einspeisung von der Allgemeinheit zu erschnorren ist ein klasse Gefühl.
Die Anlage hat dadurch 23% mehr gekostet. Je nachdem wie lange der Speicher hält, verdiene ich wohl insgesamt zwischen 2500€ und 4000€ damit (pro Jahr gingen bisher knapp 2000kWh durch den Speicher). Da sind die Verluste auf all die Jahre gesehen doch recht überschaubar und werden insgesamt durch die Einsparungen dank PV-Anlage locker wettgemacht.

Die heftige Eigenverbrauchsquote, die bei mir seit 2 Monaten bei über 80% liegt, ist jetzt natürlich dem Tesla geschuldet bzw. der Kombination von diesem mit dem Heimspeicher. Mit dem Ampera lag die deutlich niedriger. Allerdings ist durch den höheren Anteil an Homeoffice das auch sicherlich viel einfacher zu erreichen, das ist schon klar.
Heute war allerdings wieder ein heftiger Tag: Nachmittags mit dem Tesla 300km insgesamt zu einem Termin gefahren, trotzdem 100% des produzierten Solarstromes selbst verbraucht, 0% des verbrauchten Stromes kamen extern, abends nach Sonnenuntergang war der Hausspeicher im Keller auf 98% voll. Morgen ist noch genug im Tesla drin, um damit die typische 80km Tagesfahrt zu machen und ihn drumherum wieder nach und nach mit der PV vollzuladen ohne etwas von außen zu ziehen oder irgendwas einzuspeisen. Bis zum Ende des Wochenendes sollte er dann wieder mit eingenverbrauchtem PV-Strom voll sein, ohne daß der Stromerzeuger einen einzigen Cent an ihm verdient hat.

Fazit: Ich kapiere nach wie vor nicht, warum ich mit dieser Nutzung/diesem Verhalten laut OSED und EGN die Energiewende verzögere. Mehr PV kriege ich hier auch gar nicht auf's Dach, und die 6000€ für den Speicher hätte ich bestimmt nicht für irgendwelche anderen PV-Flächen ausgegeben, wozu auch.
Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht
Tesla Model S 100D seit 04/18 (AP2.5, MCU1, FSD)
Tesla Model 3 LR AWD seit 03/20 (AP3, MCU2)
9,8kWp PV Anlage mit Akku seit 03/13; Opel Ampera 07/13 - 05/18
 
Beiträge: 2849
Registriert: 3. Nov 2013, 22:08
Wohnort: Moers
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model S

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Karthago » 5. Jul 2018, 09:07

>Todstrom<

PV mit Akku, ohne Netzanschluß. Wenn die Akkus voll sind. Der Begriff stammt nicht von mir, sondern von einem Solarteuer der vor 3 Jahren meinte es sei Unfug ohne Netzeinspeisung. Wenn man das hier alles liest, denke ich das es besser ist. Bin auch der Meinung von User prodatron. Es geht DARUM für SICH die Anlage so zu konzeptieren, das die EIGENE Abläufe gesichert sind. Mehr sollte uns nicht interessieren. Tut es der ReGIERung ja auch nicht.

Warum müssen meine Beiträge, allesamt sachlich zum Thema, wieder kontroll gelesen werden?
Benutzeravatar
 
Beiträge: 350
Registriert: 20. Jun 2018, 13:27
Land: Deutschland

VorherigeNächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste