Die Eigenverbrauchsfalle

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von sustain » 6. Dez 2017, 23:52

Werd im März auch noch das Carport komplett mit PV belegen, wo liegen wir den derzeit mit den effizientesten Modulen? Habe ein Angebot mit den Aleo Solarmodulen S25(11 Stück), auf dem Dach liegen schon 24 Stück Aleo S19 drauf, beide haben je 240W, überlege aber was mit mehr Leistung zu nehmen um maximale Leistung pro qm zu bekommen.
S100D - FW 20.20.8.2 dc9bc402da23 AP2/FSD... Jeder der beim Kauf eines Tesla 1500km freies Supercharging haben möchte, kann diesen Code ohne Rücksprache nutzen: http://ts.la/ulf6906
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Sucseeker » 7. Dez 2017, 08:00

OS Electric Drive hat geschrieben:

EV = ETWAS MEHR RENDITE aber auch mehr Verwaltungsaufwand.


Darf ich mir das einrahmen und über mein Speicher hängen?
Nein, Spaß beiseite. Die Regulierungen und Gesetze sind schon typisch deutsch.

Alleine das EEG hat 75 Seiten, es ist manchmal zum heulen in diesem Land.

Grüße SuCseeker
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 7. Dez 2017, 08:53

Sucseeker hat geschrieben:
OS Electric Drive hat geschrieben:

EV = ETWAS MEHR RENDITE aber auch mehr Verwaltungsaufwand.


Darf ich mir das einrahmen und über mein Speicher hängen?
Nein, Spaß beiseite. Die Regulierungen und Gesetze sind schon typisch deutsch.

Alleine das EEG hat 75 Seiten, es ist manchmal zum heulen in diesem Land.

Grüße SuCseeker


Gerne... :)

Das Problem mit dem EV kommt weniger vom EEG sondern eher vom Steuerechtt.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von M3-75 » 7. Dez 2017, 09:18

Ja, die Gesetze... alles durchregulieren bei den kleinen und den großen alles durchgehen lassen.

Hier noch ein paar andere Gedanken zu den Thema:

Bei einer kleinen Anlage (bei mir werden auf die Südseite nur 6kwp passen) kommt es nachher am Ende fast 0 auf 0 raus ob ich mit EEG Einspeisevergütung oder nur selbst verbrauche, jedenfalls werde ich für 300€ im Jahr den Aufwand mit dem FA nicht machen.

Ich gehe noch einen Schritt weiter:
Den überschüssigen Strom würde ich quasi gerne spenden, also nur einspeisen um konventionelle Kraftwerke zu verdrängen. Meinetwegen auch ohne jegliche Vergütung. (Darf ich das technisch überhaupt?)

Auf eine "Spendenbescheinigung zur Förderung gemeinnütziger Zwecke" (und das ist EE ja) würde ich bei der Summe auch verzichten ;-)

Macht das Sinn im Rahmen der bestehenden Gesetze (EEG, Strommarkt) um den Umstieg auf EE zu beschleunigen oder geht das nur mit registriertem EE-Strom/besser?

OK, wenn der Strompreis in Deutschland mal auf 1€/kWh hoch ist (Gott bewahre...) würd ich mir das noch mal überlegen ob ich mir das leisten kann, aber dann lohnen sich auch Speicher.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Zaesch » 7. Dez 2017, 14:27

OS Electric Drive hat geschrieben:Von daher empfehlen wir auch weiterhin die Volleinspeisung! Du beschreibst genau das Problem das zu dem Titel passt. ...


Aber wenn ich es richtig verstanden habe, muss ich doch bei der komplett Einspeisung ebenfalls ein Gewerbe anmelden und mich mit USt. beschäftigen oder geht das auch ohne?
Klar, im letzteren Fall (wenn überhaupt möglich) werden USt. Rückzahlungen verschenkt. Macht im ersten Fall - mit Gewerbeanmeldung - die Eigenentnahme so viel mehr Verwaltungsaufwand?
Habe leider keine Wirtschaft studiert, sondern was technisches. Deshalb habe ich nahezu Null Ahnung von Steuerrecht.


M3-75 hat geschrieben:...
Den überschüssigen Strom würde ich quasi gerne spenden...


Eine sehr interessante Idee. Denke mal damit stellst du den Staat und die Energieversorger vor eine schwer lösbare Aufgabe. Nicht wegen der eingespeisten Leistung, sondern wegen der organisatorischen Dinge. "Hilfe! Da will uns einer was schenken. Das war ja noch nie da. Was machen wir denn jetzt?" und das Finanzamt muss erstmal einen Arbeitskreis bilden, um auszubaldowern auf Grund welcher Regelungen der Staat an dieser Aktion verdienen kann :twisted:
Die Idee finde ich auf jeden Fall klasse. Das ist eine Art anhaltendes Crowd Founding für Strom 8-) Wenn du das machst, halte uns mal auf dem laufenden welche Steine dir in den Weg gerollt werden ;)


Noch eine technische Frage an die Spezialisten hier (ist evtl. einen Hauch Off Topic):
Macht es technisch überhaupt Sinn ein Dach vollständig, also jeden Quadratzentimeter zuzubauen?
In der Regel werden die Module doch in Reihe und Parallel zusammengeschaltet. Muss das nicht in etwa symmetrisch sein, um das elektrisch funktional hin zu bekommen?
Bei einigen Installationen, die ich gesehen habe, könnten noch ein bis zwei Module hinzugefügt werden. Z.B. 3x3 Module auf dem Dach und auf der Achse des Schornsteines könnten noch zwei gebaut werden. Die fehlen aber. Gibt es für sowas einen technischen Grund? :?:
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 7. Dez 2017, 14:53

Zaesch hat geschrieben:
OS Electric Drive hat geschrieben:Von daher empfehlen wir auch weiterhin die Volleinspeisung! Du beschreibst genau das Problem das zu dem Titel passt. ...


Aber wenn ich es richtig verstanden habe, muss ich doch bei der komplett Einspeisung ebenfalls ein Gewerbe anmelden und mich mit USt. beschäftigen oder geht das auch ohne?
Klar, im letzteren Fall (wenn überhaupt möglich) werden USt. Rückzahlungen verschenkt. Macht im ersten Fall - mit Gewerbeanmeldung - die Eigenentnahme so viel mehr Verwaltungsaufwand?
Habe leider keine Wirtschaft studiert, sondern was technisches. Deshalb habe ich nahezu Null Ahnung von Steuerrecht.

ein "Gewerbe" muss man immer anmelden ob Du aber für die KUR optierst bleibt Dir überlassen. Dann kaufst Du Brutto ein musst aber keine USt "Arbeiten" machen.

Nehmen wir aber mal ein Dach für 15kWp, das kostet Netto ca. 16.000€ und erzeugt rund 1.600€ im Jahr bei Volleinspeisung, also in 20 bleiben bei ca. 3000€ laufende Kosten und nur 1% für die Verzinsung des Überschusses ab bleiben nach 20 Jahren noch immer 16.230€ über.

M3-75 hat geschrieben:...
Den überschüssigen Strom würde ich quasi gerne spenden...


Eine sehr interessante Idee. Denke mal damit stellst du den Staat und die Energieversorger vor eine schwer lösbare Aufgabe. Nicht wegen der eingespeisten Leistung, sondern wegen der organisatorischen Dinge. "Hilfe! Da will uns einer was schenken. Das war ja noch nie da. Was machen wir denn jetzt?" und das Finanzamt muss erstmal einen Arbeitskreis bilden, um auszubaldowern auf Grund welcher Regelungen der Staat an dieser Aktion verdienen kann :twisted:
Die Idee finde ich auf jeden Fall klasse. Das ist eine Art anhaltendes Crowd Founding für Strom 8-) Wenn du das machst, halte uns mal auf dem laufenden welche Steine dir in den Weg gerollt werden ;)


Noch eine technische Frage an die Spezialisten hier (ist evtl. einen Hauch Off Topic):
Macht es technisch überhaupt Sinn ein Dach vollständig, also jeden Quadratzentimeter zuzubauen?
In der Regel werden die Module doch in Reihe und Parallel zusammengeschaltet. Muss das nicht in etwa symmetrisch sein, um das elektrisch funktional hin zu bekommen?
Bei einigen Installationen, die ich gesehen habe, könnten noch ein bis zwei Module hinzugefügt werden. Z.B. 3x3 Module auf dem Dach und auf der Achse des Schornsteines könnten noch zwei gebaut werden. Die fehlen aber. Gibt es für sowas einen technischen Grund? :?:[/quote]

Man kann ja auch einfach die eingespeiste kWh die man vergütet bekommt in Euro spenden. Das wäre sicher einfacher :)
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von CarlosTT » 7. Dez 2017, 23:45

Sucseeker hat geschrieben:Darf ich mir das einrahmen und über mein Speicher hängen?


Apropos (nein, nicht nur interessehalber ;) ) was macht Dein Teslas-Speicher?

Gruß
Karl
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 9. Jan 2018, 15:20

Wieder eine traurige Nachricht mit vermutlich einigen die ordentlich Kohle abschreiben. Der Anbieter Caterva hat Insolvenz angemeldet und die Kunden schauen mit dem exorbitant teuren Speicher nun extrem in die Röhre, von daher kann ich weiterhin nur davor waren sich auf irgendwelche vollmundigen Versprechen zu verlassen.

Freistrom, Flats und Co sind allesamt ein heißes Eisen.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Cupra » 10. Jan 2018, 07:21

Wir hätten auch noch Platz für 6 Panels mehr die nicht verbaut wurden. Es wurde gesagt dass es wegen dem Schattenwurf vom Kamin wäre. Schatten sei suboptimal für die Balance oder so.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 10. Jan 2018, 07:32

Schatten ist suboptimal ist richtig, aber auf der anderen Seite muss man immer beachten, was die 6 Pannels zusätzlich gekostet hätten und was sie zusätzlich gebracht hätten. Da gerade bei kleineren PV Anlagen die auf schwäbisch "Ehdakosten" also Projektgemeinkosten sehr stark ins Gewicht fallen sieht die Bilanz hier meist sehr positiv aus.
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