Die Eigenverbrauchsfalle

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 29. Okt 2017, 19:49

Also wie kommst Du denn auf 2,5Ct, denn die EEG Umlage wird aller Voraussicht nach ab 2020 deutlich sinken. Und 6.000kWh EV ? Das klingt schon sehr sehr spannend.

Ich will mal behaupten, dass die PV Anlage bei uns locker 1.800€ günstiger gewesen wäre wenn sie auf einem Rutsch gebaut worden wäre und vor allem wenn man auf die mega teuren SE Dinger verzichtet hätte... Ich hätte zudem keine ultra teuren Module empfohlen.. und Du damit dann weniger Wartungskosten hättest, weniger Verwaltungsaufwand für die doppelte Anlagen etc...

Sicher hast Du hier ein Dach wie ganz wenige Menschen und das ist aus der Sicht so oder so nicht repräsentativ!
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Solarmobil Verein » 29. Okt 2017, 20:58

Nun, die Vorgabe war, möglichst viel rauszuholen. Mit String-Optimierern kommst du bei dem Dach nicht weit.
Was den EV betrifft, bin ich aktuell bei 4.5MWh in diesem Jahr. Mit der PW2 kann ich mein Auto noch mit Eigenstrom laden, was aktuell während der Woche praktisch nie möglich ist (derzeit Nachttarif). Die 6MWh sind mit PW2 durchaus realistisch.

Teuer ist relativ.
Pleite gehen kann jeder.

Mehr Verwaltungswand habe ich nicht.
Wartungsaufwand hatte ich bis jetzt keinen. Sind ja nur fiskalisch 2 Anlagen, technisch ist es eine.
EEG-Umlage "soll" ab "2020" sinken? Sagt wer? Die FDP? Haha ... haha ... sorry, muß mal schnell weg mir die Tränen aus den Augen wischen ...
 
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 29. Okt 2017, 21:30

Hier redet doch jeder davon was für ein mega Aufwand so eine PV Anlage ist.. (Papierkram) und Du erzählst jetzt dass zwei Anlagen kein Mehraufwand bedeuten? Und mit dem Thema Pleite sieht es aber so aus, dass Du halt keine Ersatzteile mehr bekommst mit Deinem speziellen System weil kein anderer ein kompatibles Produkt hat. Hättest Du SMA WR so könntest Du im Fall des Falles KACO, und Co einsetzen...

Und zur EEG Umlage haben sich schon ein paar Leute Gedanken gemacht...

https://www.agora-energiewende.de/de/th ... +bis+2035/
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Solarmobil Verein » 29. Okt 2017, 23:59

Ich habe für jede Teilanlage den Einmalaufwand der Anmeldung bei BNA und Finanzamt.
Fürs Finanzamt gibt es genau eine EÜR pro Jahr (basierend auf genau einer Abrechnung vom EVU), die ich gleichzeitig mit meiner normalen Steuererklärung abgebe. Wo soll da der Mehraufwand sein?
Den Mehraufwand habe ich gewissermaßen mit der PW2, weil die offenbar nebenher läuft und nur mit einer separaten App eingesehen werden kann ...

Was die Gedanken zur EEG-Umlage betrifft, sowas ähnliches habe ich vor vielen Jahren auch über den Soli gelesen. Danach müsste der schon längst abgeschafft sein. Wir haben auch heute noch die ca. 1914 eingeführte Sektsteuer zur Finanzierung der Reichskriegsmarine ... ist vielleicht sogar notwendig, wenn man sich den aktuellen Zustand der deutschen U-Boote ansieht.
Daher meine ich: Warten wir ab, was die Zukunft mit der EEG-Umlage macht. Sie wird sich verändern, fragt sich nur wie und wofür.

Wegen Garantie schauen wir mal ... in meinem Vertrag steht eine sehr lange Garantiezeit ...
 
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 30. Okt 2017, 06:49

EEG ist aber keine Steuer und keine Subvention sondern eine Umlage... Wie schon gesagt, ich denke dennoch dass Deine Aussage mit 1% einfach nicht stimmen kann und halte das für einfach so dahergesagt. Zwei mal kleiner 10kWp zu bauen drei WR aufzuhängen und anzuschließen die dabei auch noch kleiner sind. Ich denke alleine am WR selbst hättest Du schon 500€ gespart zzgl Sicherungen und Anschluss und co sind hier schon alleine 600-700€ drin. Dann musste der Lieferant ja zweimal eine Fertigmeldung machen, ist ja alles im Preis einkalkuliert...

Ganz entspannt wäre die Anlage um fast 2000€ günstiger geworden und somit selbst des exorbitanten EVs gerecht geworden, was ich im Übrigen erst glaube wenn ich es sehe!


Natürlich will das FA nur eine EÜR aber die setzt sich ja aus zwei Anlagen zusammen.

Es wundert mich immer, wenn viele Faktoren zusammen kommen...

=> 6.000kWh EV
=> Preisunterschied nur 1% zu einer einmaligen Investition
=> kein Mehraufwand in der Verwaltung
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 30. Okt 2017, 06:56

Mag sein dass solche auf 300€ optimierte Systeme auf 20 Jahre für einige spannend sind... Für die Mehrheit juckt das nicht, denn sonst hätte jeder ein Passivhaus. Unser Passivhaus braucht ca 400-500kWh Strom im Jahr für die 170m² Heizung (OHNE PV!!!) was rund 2,5kWh Strom /m² bedeutet. Dazu haben wir keinen eigenen WP Tarif wie viele die in dieser Zeit gebaut haben. Unser Haus hat vielleicht 10.000€ mehr gekostet. Ein EEH 70 verbraucht rund 25kWh Strom /m² was rund 1050€ im WP Tarif bedeutet. Bei uns sind es "nur" 110€. Man spart also ohne Kostensteigerung fast 23.000€ in 25 Jahren ...

Die Menschen suchen einfache Möglichkeiten das gilt für das EV und die PV um sich nicht noch mehr Stress ans Bein zu binden.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Solarmobil Verein » 30. Okt 2017, 17:58

OS Electric Drive hat geschrieben:Natürlich will das FA nur eine EÜR aber die setzt sich ja aus zwei Anlagen zusammen.
Ja und? Ich übertrage ein paar Zahlen von einem in ein anderes Formular. Es ist technisch gar nicht unterscheidbar, was welchem Anlagen-Teil zuzuordnen ist. Das EVU kennt genau einen Bezugs- und genau einen Einspeisewert. Die unterschiedliche Vergütung wird einfach mit Dreisatz gerechnet. Habe ich alles schon erfragt und mir bestätigen lassen.

Was den Kaufpreis betrifft, sei gesagt, daß es auch sowas wie verhandelte Konditionen gibt.

Und der Eigenverbrauch, ja, bitte sehr, mit 9,81kWp nach allen Himmelsrichtungen (außer Norden) und nur mit der PW1.
Unbenannt.png
(Die Messung "MWh von Akkus" erfolgt erst seit Ende April separat, daher ist der Wert in Wirklichkeit natürlich höher.)

Dazu: Unser Jahresgesamtverbrauch bewegt sich um die 8MWh ohne die E-Autos. Das Haus ist ein ungedämmter Altbau von 1959 mit ungedämmten Anbau von 1991 (nö, dämmen lohnt hinten und vorne nicht, Budgetangebot war 60000 Euro - nur für die Dämmung und ohne die Folgearbeiten wie neue Fensterbretter, Dachüberstand ändern usw.), insgesamt 357m² beheizte Fläche. Es wohnen regelmäßig 5 Erwachsene im Haus, aber wir haben auch sehr oft Besuch.

Von Teil 2 der Anlage mit PW2 erwarte ich mir, den Gap von Verbrauch und Eigenverbrauch von April bis August weitestgehend zu schließen, in den restlichen Monaten halbwegs bis sehr deutlich (je nach Monat) zu verkleinern.

Wie sich das dann darstellt mit der PW2, die in dieser Steuerung gar nicht eingebunden ist, muß ich erst sehen.
Da bin ich selbst neugierig, wie das dann aussieht. Vielleicht muß ich mir da selbst was basteln.
 
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 27. Nov 2017, 18:05

Ein Interview über die aktuelle Marktlage.

PV Strom bringt heute bei Volleinspeisung ähnliche Renditen wie zu besten PV Zeiten und die Leute streiten sich ob die Anlage kleiner werden kann :)

https://www.pv-magazine.de/2017/11/27/g ... chanlagen/

Der Eigenverbrauch ist und bleibt das Sahnehäubchen auf der Rendite und steht daher erst an zweiter Stelle.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Zaesch » 6. Dez 2017, 20:34

Alter Schwede. Es gibt Bücher zum Thema Photovoltaikanlagen und Steuerrecht?
Habe mal kurz in die Zusammenfassung der bayrischen Finanzbehörde geschaut. 43 Seiten! Ganz ehrlich: Da habe ich schon keine Lust mehr eine PV Anlage zu bauen/bauen zu lassen. Technischen Herausforderungen stelle ich mich gerne, aber diese völlig willkürlichen, virtuell durch Menschenhand erstellten Regeln...

Da frag nochmal jemand was unsere Gesellschaft ausbremst :lol:

Den hier öfter beschworenen "3 Seiten", und damit ist der Mehraufwand als kleiner Unternehmer gegessen, stehe ich skeptisch gegenüber. Ist das wirklich so einfach? Ohne Steuerberatung? Für einen Normalo, der gerade so seine Einkommenssteuererklärung hin bekommt und dabei vermutlich massig Geld "verschenkt" - wegen der fehlenden jährlichen Fortbildung in Steuerrecht?
Das sind ernst gemeinte Fragen. Vielleicht könnt ihr mir die Ängste ja nehmen ;-)
 
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 6. Dez 2017, 21:01

Von daher empfehlen wir auch weiterhin die Volleinspeisung! Du beschreibst genau das Problem das zu dem Titel passt.

EV = etwas mehr Rendite aber auch mehr Verwaltungsaufwand.
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