Die Eigenverbrauchsfalle

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Sucseeker » 25. Okt 2017, 20:00

OS Electric Drive hat geschrieben:Also

1. Das EEG ist keine Subvention!
2. Wenn es einen fairen Wettbewerb gäbe, so wäre das für PV sicher kein Problem. Atommüll zahlt der Steuerzahler, Entwicklung zahlt der Steuerzahler, Klimawandel zahlt der Steuerzahler, solange die externen Kosten auf den Steuerzahler ausgelagert werden hat man eben keine realistische Preisbildung am Markt.
3. Werden PV Modulpreise nicht künstlich hoch gehalten, sondern in China wurde massenhaft Gedumpt! Aber Dumping findest Du sicher gut oder was?

Ich kann mir gar nicht erklären wie eine solche Desinformation überhaupt entstehen kann.


zu 1. Was ist es denn, wenn ich mehr als den Marktpreis erhalte.
zu 2. Wir sind bei PV, der Mindesteinfuhrpreis ist ein Strafzoll, heißt nur anders, den zahlen alle PV-Kunden durch künstlich hoch gehaltene Modulpreise, nicht der Steuerzahler.
zu 3. Siehe zu 2. und ich glaube nicht, dass alle asiatischen Hersteller seit Jahren unter Herstellkosten verkaufen, nein das glaube ich wirklich nicht.

Grüße SuCseeker
Zuletzt geändert von Sucseeker am 25. Okt 2017, 20:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Sucseeker » 25. Okt 2017, 20:03

OS Electric Drive hat geschrieben:
Sucseeker hat geschrieben:
So wird über Marktpreisen eingespeist und alle deutschen Stromkunden zahlen die Zeche, tolles Geschäftsmodell, Respekt.



Wie sieht denn Deine Vorstellung einer Energiewende aus? Wir brauchen 10GWp im Jahr... Vielleicht bringst Du mal ein Beispiel, denn ohne EEG passiert ja gar nichts...


Bei freier Marktpreisbildung wären wir bei 400-600 Euro/kWp installiert. Da würde doch jeder Quadratzentimeter Dach mit PV belegt.
Hast Du noch Fragen?
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 25. Okt 2017, 20:15

Sucseeker hat geschrieben:zu 1. Was ist es denn, wenn ich mehr als den Marktpreis erhalte.

Wie ich schon oben geschrieben habe beinhaltet der Marktpreis viele externe Kosten nicht die eigentlich auf die Stromrechnung gehören und bei PV und Wind nicht anfallen. Das muss einen Ausgleich dafür geben denn ich halte es für Unwahrscheinlich dass es in Deutschland ein CO2 Preis von ca. 70€/Tonne gibt. Zudem war in der Zeit VOR PV der Marktpreis bei bis zu 120€/MWh. PV hat den Preis maßgeblich in den Keller gedrückt und das soll jetzt der PV angelastet werden? Macht für mich irgendwie keinen Sinn!
http://www.finanzen.net/rohstoffe/eex-s ... ear-future
http://www.bricklebrit.com/stromboerse_leipzig.html
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zu 2. Wir sind bei PV, der Mindesteinfuhrpreis ist ein Strafzoll, heißt nur anders, den zahlen alle PV-Kunden durch künstlich hoch gehaltene Modulpreise, nicht der Steuerzahler.
zu 3. Siehe zu 2. und ich glaube nicht, dass alle asiatischen Hersteller seit Jahren unter Herstellkosten verkaufen, nein das glaube ich wirklich nicht.

Grüße SuCseeker
#

Glauben heißt nicht wissen... Prinzipiell bin ich zwar auch gegen den MIP aber auch gegen Dumping... Bei den Zellen gab es massives Dumping, das ist ohne Frage. Und dass ein Prozesse der sehr automatisiert ist und mit den gleichen Maschinen hergestellt wird kann in Asien kaum 50% günstiger sein!
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 25. Okt 2017, 20:21

Sucseeker hat geschrieben:
OS Electric Drive hat geschrieben:
Sucseeker hat geschrieben:
So wird über Marktpreisen eingespeist und alle deutschen Stromkunden zahlen die Zeche, tolles Geschäftsmodell, Respekt.



Wie sieht denn Deine Vorstellung einer Energiewende aus? Wir brauchen 10GWp im Jahr... Vielleicht bringst Du mal ein Beispiel, denn ohne EEG passiert ja gar nichts...


Bei freier Marktpreisbildung wären wir bei 400-600 Euro/kWp installiert. Da würde doch jeder Quadratzentimeter Dach mit PV belegt.
Hast Du noch Fragen?


Also das macht ja wohl mal gar keinen Sinn und ist ziemlich weltfremdes Zeugs! Es ist doch völlig wurscht ob es nun ein EEG oder nicht... Wir haben aktuell nur 1,8GWp Zubau und viele hätten gerne mehr arbeit somit würde der Preis doch automatisch nach unten gehen damit mehr zugebaut wird.

Fakt ist, die ganzen "neuen" Kraftwekre sind gerade nicht im Markt weil sie unter 70-80€ nicht produzieren können. Der gerade abgebildete Preis von 40€/MWh ist nicht auf lange Sicht tragbar.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 25. Okt 2017, 20:24

Wer jetzt eine Grundsatzdebatte über das EEG anstoßen will, so what... Der soll mir halt dann zeigen wie er 10GWp im Jahr komplett ohne Förderung hinbekommt. Die paar € im Jahr die dafür anfallen um PV und Wind voranzubringen sind Peanuts im Vergleich zu den großen Aufgaben die auf uns warten wenn wir die Energiewende weiter verschlafen!
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von egn » 26. Okt 2017, 06:40

Wir bekommen die 10 GW/Jahr gerade wegen des EEG nicht hin, weil das politisch nicht gewollt ist. Das wird sich auch in der nächsten Legislaturperiode wohl nicht ändern.

Da stellt sich die Frage ob man das EEG für Neuanlagen nicht komplett abschafft und stattdessen die Grundlage schafft dass eine diskriminierungsfreie vollständige Vermarktung über die Strombörse erfolgen kann.

Die Errichter von Anlagen schließen mit einem Vermarkter einen Vertrag ab und bekommen dann den tatsächlichen Preis vergütet. Ausbaugrenzen können komplett wegfallen.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 26. Okt 2017, 07:15

Kurz zur Erklärung, PV Anlagen >100kWp müssen über einen Vermarkter den Strom an der Börse vermarkten und biten dem Markt somit eine verbindliches Angebot für den kommenden Tag.
Ohne EEG wird die Finanzierung extrem schwer, man braucht ja auch eine Sicherheit für einen Kredit. Warum der Zubau wegen des EEGs nicht größer werden sollte halte ich für eine sehr gewagte These.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Sucseeker » 26. Okt 2017, 09:41

Abschaffung des EEG und die Freigabe der Preise gehören auch gedanklich zusammen.

Wir murksen uns mit einem total komplizierten EEG ab und sind in Deutschland
dabei für die globale Energiewende gar nicht relevant.
China wird dieses Jahr mehr PV zubauen als in Deutschland bereits seit Jahrzehnten installiert wurden.
In Chile und anderen Ländern gibt es gewonnene Ausschreibungen mit deutlich unter 3 Eurocent/kWh.
Und die Unternehmen verdienen daran.
Die Zeiten von 80-100€/MWh sind vorbei, Gott sei dank sonst würde sich der Neubau in die Kohle ja wieder lohnen.
Da wollen wir beide doch nicht mehr hin, oder ?

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 26. Okt 2017, 10:19

Natürlich baut China gerade so viel zu wie wir in ganz Deutschland installiert haben. Denkst Du aber das machen die auf Dächern mit Speichern etc oder in Mulitmegawatt Parks. Glaubst Du die Investoren bekommen dort keine feste Vergütung? Das läuft auf der ganzen Welt so ab... Ohne Planungssicherheit wird sich doch keiner mit so einer kleinen Maschine in Deutschland auf das Glatteis?

Dumping und EEG haben miteinander nichts zu tun. Das eine ist Industriepolitik und das andere Energiepolitik. Ich bin gegen Dumping und weil es gegen fairen Wettbewerb steht. Genauso wie die Preisbildung am Strommarkt!

Laut vielen Studien kostet eine Tonne CO2 zwischen 40 und 120€. Selbst wenn wir mit 70€ rechnen würde ein BKK mit rund 1,6kg CO2 / kWh mit 6 Ct beaufschlagt werden und ein Gaskraftwerk mit rund 3Ct /kWh. Aktuell zahlen die BKK aber 5€ / Tonnen und somit 0,3Ct/ lWh. Wie da Deiner Meinung nach ein fairer Wettbewerb stattfinden soll ist mir nicht klar.

Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass wir in Deutschland eine separate CO2 Abgabe bekommen und somit wird es immer zu einer massiven Verzerrung des Preises kommen. An eine Änderung des Zertifikathandels in Europa glaube ich auch nicht.

Bleibt also nur ein fairer Ausgleich dieser Subventionen und das macht das EEG. Dass hier zu viele Firmen davon befreit wurden, die jetzt wegen den niedrigen Strompreisen und Stromsteuer Befreiung einen mega Vorteil haben ist sehr traurig. Damals hätte man den Preis + EEG einfrieren sollen. Der war oftmals 7-8Ct /kWh + 3 Ct EEG Umlage also irgendwo bei 10Ct. /kWh. Heute kaufen die Leute den Strom für unter 4Ct ein und sind von der Umlage befreit.

Wer mit ein Konzept zeigt wo Menschen noch mehr PV bauen als heute, dafür bin ich offen, sehen tue ich das aber nicht. In unserem Verband haben wir schon sehr viele Szenarien durchgespielt und keine hat gefruchtet.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Solarmobil Verein » 28. Okt 2017, 15:58

So, habe mich mal künstlerisch betätigt.
So wie im PDF sieht demnächst meine PV-Anlage aus.
Die offenen Kästchen sind Schleppgauben, die Module direkt daneben sind je nach Tageszeit (teil)verschattet oder auch nicht.
Die Zeichnung ist aber nicht wirklich maßstabsgerecht.

Die 327er-Module sind schon drauf, die 360er kommen demnächst. Jedes Modul hat seinen eigenen Optimierer.
Sind dann insgesamt 19,53kWp - für einen 5 Personen-Haushalt + 2 E-Autos.

Damit ist das Dach voll. Ob das jetzt so einen Schönheitspreis gewinnen würde, naja, der Zweck heiligt die Mittel oder so ...

Die PW1 ist ja schon da, mal sehen, wie lange die PW2 dann noch auf sich warten läßt.
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