Die Eigenverbrauchsfalle

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Sucseeker » 25. Okt 2017, 13:44

Bones hat geschrieben:Solange einem der Eigenverbrauch und die Unabhängigkeit von allen Seiten schmackhaft gemacht wird ohne auf die evtl. Folgekosten/Probleme bzw. Kosten/Nutzenrechnung einzugehen ist das nicht verwunderlich. Auch ich habe mich da seinerzeit blenden lassen und die Versprechungen bzw. beworbenen Zahlen sind ja nachwievor sehr positiv zu lesen, solange die Nachteile weggelassen werden.


Was ist denn Deiner Meinung nach die nächste Stufe der Beschleunigung der Energiewende im privaten Bereich
wenn das Dach bereits voll belegt ist ?
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 25. Okt 2017, 14:31

Sucseeker hat geschrieben:Was ist denn Deiner Meinung nach die nächste Stufe der Beschleunigung der Energiewende im privaten Bereich
wenn das Dach bereits voll belegt ist ?


sich einer Genossenschaft anzuschließen und noch mehr Dächer belegen die einem nicht selber gehören. Mutige mieten sich Dachflächen an und bauen dort PV Anlagen. Das wäre eine Beschleunigung.... Wer hat denn noch Dachflächen > 3.500m² ? Wir suchen händeringend!
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Solarmobil Verein » 25. Okt 2017, 16:24

Ich vermisse hier eine Unterscheidung.
a) Leute, die das als Gewerbe betreiben (wollen)
b) Leute, die das machen, um einfach für sich und der Umwelt etwas zu tun, um ihren Bezug von Strom zu reduzieren usw.

a) ist das, was OS Electric Drive beschreibt.
Hat für Leute mit genügen Kohle und erfahrenem Steuerberater auch sicher irgendwie irgendwo seine Berechtigung.

Ich sehe mich allerdings bei b).
Und ganz ehrlich, anhand der Aussagen, die OS Electric Drive hier von sich gibt, würde ich ihm als Privatperson keine PV-Anlage abkaufen. Als ein von Haus aus Gewerbetreibender (auch ohne die PV), ja, das müßten diese für sich sehen und entscheiden.

Dachflächen anmieten und mit PV ausrüsten, ja, diesen finanztechnischen und -rechtlichen sowie regulatorischen Wahnsinn mag sich antun, wer will. Mir reicht der jetzt schon aufs notwendigste reduzierte Papierkram mit meiner PV-Anlage.

Wsa eine Amortisation betrifft (sofern das überhaupt die Zielsetzung ist), darüber habe ich mich weiter vorne im Thread schon ausgelassen.
Ich habe auch nochmal ganz anders gerechnet (mit konservativen Annahmen) und bin - trotz PW1 - bei etwas über 5000 Euro Mehrkosten rausgekommen, wenn ich den Strom komplett vom EVU bezogen hätte. Also 5000 Euro für Reparaturen etc., um auf eine sog. "schwarze Null" zu kommen.
Tja, schauen wir mal, was nach 20 Jahren tatsächlich dasteht ...
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 25. Okt 2017, 19:59

Tja... mit lauter b lern werden wir leider eben Kohle verbrennen und das Klima vollends an den Abrund dränen. Wer a sagt muss auch b sagen wenn ich mal bei den Buchstaben bleiben darf.

Wer der Meinung ist wir müssen den Klimawandel stoppen der muss mir auch mal sagen wie er das machen will?

Das Problem ist doch eher, dass derzeit auch denjenigen die gerne was für den Geldbeutel suchen davon abgeraten wird und mit aller Gewalt einen Speicher aufgequatscht wird.

Um eine Energiewende zu gestalten brauchen wir Menschen die bereit sind im Jahr rund 5MRD Euro in PV zu investieren. Wenn wir das mit b hinbekommen um so besser, ich bezweifle das aber !

Wir distanzieren uns gerade wie viele von den Kleinanlagen. Die Musik und das Wachstum spielt eben bei den Anlagen 20-750kWp... Einfach mal die Zahlen auswerten...
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von trimaransegler » 25. Okt 2017, 20:16

Habe soeben die Verträge gemacht für 19 kWp für unser Haus und weitere 20 kWp für meine Garage im Nachbarort. Auf der Garage speise ich alles ein, da ich dort nur Strom für 12 € im Monat habe. Zu Hause werden wir mit Hilfe von 2 Speichern ein Drittel bis zur Hälfte selbst verbrauchen für Praxis und privat, der Rest wird eingespeist. Wirtschaftlich ist das nicht der große Wurf, das wissen wir. Auch unsere beiden WKA, mit denen wir seit 19 Jahren fast 1000 Haushalte CO2 frei mit Strom versorgen, haben sich noch nicht mal selbst abbezahlt durch die ganzen Reparaturen und Nachinvestitionen, aber es ist einfach cool, soviel umweltfreundlichen Strom zu erzeugen und zu Haus fast unabhängig zu sein.... :D
Viele Grüße aus dem Westerwald

Friedhelm

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 25. Okt 2017, 20:19

So muss das sein! Wer einen Speicher will, um so besser! Mir geht es nur darum dass wegen dem Speicher die Anlage einfach nicht kleiner werden darf! So wie das trimaransegler geschrieben hat ist es perfekt!
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von trimaransegler » 25. Okt 2017, 20:22

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Viele Grüße aus dem Westerwald

Friedhelm

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Sucseeker » 25. Okt 2017, 20:27

Da ich gegen Subventionen jeder Art bin, finde ich auch das EEG gehört abgeschafft.
Subventionen verhindern grundsätzlich die Bildung von Marktpreisen.
Der Preis von PV-Modulen wurde nicht nur durch die EEG-Subventionen in der Vergangenheit hoch gehalten.
Nein, es gibt zusätzlich sogar Mindesteinfuhrpreise für PV-Module in die EU.
Die Zeche zahlt der PV-Kunde durch überhöhte Endverkaufspreise.

Mit Weltmarkt-PV-Modul-Preisen um die 60-70$ netto und ohne EEG ging das "Geldverdienen" ohnehin nur mit Eigenverbrauch, und zwar sehr gut.
Die PV-Anlagen wären deutlich preiswerter und es würde mehr zugebaut.

So wird über Marktpreisen eingespeist und alle deutschen Stromkunden zahlen die Zeche, tolles Geschäftsmodell, Respekt.

Grüße SuCseeker
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 25. Okt 2017, 20:37

Also

1. Das EEG ist keine Subvention!
2. Wenn es einen fairen Wettbewerb gäbe, so wäre das für PV sicher kein Problem. Atommüll zahlt der Steuerzahler, Entwicklung zahlt der Steuerzahler, Klimawandel zahlt der Steuerzahler, solange die externen Kosten auf den Steuerzahler ausgelagert werden hat man eben keine realistische Preisbildung am Markt.
3. Werden PV Modulpreise nicht künstlich hoch gehalten, sondern in China wurde massenhaft Gedumpt! Aber Dumping findest Du sicher gut oder was?

Ich kann mir gar nicht erklären wie eine solche Desinformation überhaupt entstehen kann.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 25. Okt 2017, 20:58

Sucseeker hat geschrieben:
So wird über Marktpreisen eingespeist und alle deutschen Stromkunden zahlen die Zeche, tolles Geschäftsmodell, Respekt.



Wie sieht denn Deine Vorstellung einer Energiewende aus? Wir brauchen 10GWp im Jahr... Vielleicht bringst Du mal ein Beispiel, denn ohne EEG passiert ja gar nichts... Zudem sollte man auch mal sagen, dass die Netzentgelte auf die kWh umgelegt wurden. Wenn sich aber nun Leute vom Netz "abmelden" solange sie Sonne haben oder Überschüsse und dann wenn nichts mehr vom Dach kommt ist das Netz wieder gut, die sollten dann auch die gesamten Netzkosten tragen müssen! Dann wäre dieses Geschäftsmodell auch gleich wieder am Ende... Denn die andren "Subventionieren" dann die Netze für die Speicheranwender... Tolle Einstellung um es mal so auszudrücken!
Zuletzt geändert von OS Electric Drive am 25. Okt 2017, 21:02, insgesamt 2-mal geändert.
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