Die Eigenverbrauchsfalle

Informationen zum Tesla Hausakku...

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 27. Jun 2017, 11:03

Immer die gleichen Probleme!

Man kann nicht BRUTTO Strombezugspreise mit NETTO Anschaffungskosten aufrechnen. Man muss zumindest in den ersten 5 Jahren die USt des Strombezugs (ca. 4-5Ct/kWh) an das FA abführen für die selbst verbrauchte Strommenge.

Wenn man nun einen 7kWh Speicher nimmt der mit ca. 250 Zyklen arbeitet, dann nutzt man ca. 1.550kWh im Jahr. Hinzu kommt aber, dass man ca. 1820kWh in den Speicher laden muss um 1.550kWh heraus zu bekommen.

Also in den Jahren 1-5 1820kWh weniger Vergütung zu ca. 12,3Ct. 223€
Weniger Strombezug ca. 351€
=> 127€ zusätzlich im Jahr.
Da die Steuerung etc auch noch Strom braucht kommt man hier auf ca. 20€ zusätzlichen Bedarf bleiben also 105€ im ersten Jahr über

geht man nun von 1% Preissteigerung aus und dem Wechsel nach 5 Jahren in die KUR und einer Degradation von 1,5% des Akkus p.a. so bleiben nach 20 Jahren 3.227€ über wenn man KEINE Wartungskosten annimmt. Mit 800€ bleiben dann 2.427€ übrig...

Hieraus kann man einfach keinen Speicher finanzieren!

Wie SuCseeker auf 7 Jahre kommt ist mir völlig Schleierhaft! Vermutlich hat er die Vergütung einfach vergessen und den Brutto Strompreis angesetzt mit 5% Preissteigerung im Jahr...
Mobil unterwegs: 2011 Roadster 2.5 - 2013 Tesla Model S85, nun X100D, BMW i3 und Renault ZOE (2013) gegen Tesla M3 getauscht - Seit Feb. / Mrz 3x Model 3
Benutzeravatar
 
Beiträge: 14346
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von past_petrol » 27. Jun 2017, 11:08

Sucseeker hat geschrieben:
past_petrol hat geschrieben:
OS Electric Drive hat geschrieben:
Dach so voll wie irgend möglich und dann hat man richtig Spaß!



Auch nach der Intersolar 2017 ist das exakt auch meine Einschätzung aktuell. So sehr ich mir rein technisch einen Speicher hier hin bauen wollen würde - es macht nur als Hobby Sinn und als Lernprojekt. Wenn ich Geld in diesem Umfang in die Hand nehmen würde - aktuell - ich würde es eher in PV-Leistung auf dem Dach - also PV-Ausbau stecken, als 2017 in einen Speicher. Vor dem Speicher würde sich bei uns eine PV-Überschussladung in die Fahrzeuge eher lohnen (weil kaum Technik nennenswert anzuschaffen ist - ist alles schon da). Wir haben 125 kWh Traktionsspeicher im Carport stehen. Geh' das mal am Markt kaufen !

2011er Anlage mit Eigenverbrauch bei 0,2874 Cent/kWh bei der Einspeisung und weniger als der Hälfte beim Eigenverbrauch. Es wird betriebswirtschaftlich sehr lange keinen Sinn machen.

Technisch hätte ich aber sehr grosse Lust...

;)


Bei Deinen 0,2874 €/kWh Einspeisevergütung würde ich auch kein Speicher betreiben.
Aktuell bekomme ich aber nur je nach Menge zwischen 0,115 und 0,118 €/kWh Einspeisevergütung und bezahle 0,27 €/kWh bei Greenpeace-Energy für meinen Bezug.

Grüße SuCseeker


;)

Man muss es sich natürlich immer individual ansehen. Neidisch schaue ich immer auf Deine Berichte und 41kWp *SABBER*.

Die meisten hier werden aber so ne typische 5-9 kWp Anlage haben und da ist das eben alles grenzwertig und eher so hobby-mäßig aktuell zu verorten.

Ich mache auch kein PV-Überschußladen, weil der technische Aufwand - auch wenn bei mir nahezu alles vorhanden ist - zu groß wäre, für die paar Momente, in denen das mal rein elektrisch auch einfach mal 2h am Stück wirklich Sinn machen würde.

Hier zählt - je größer die Anlage, umso besser für das Fahrzeug und den Akku. Bei mir würde hier jeder Wolke nachgeregelt werden und die Ladekurve am Fahrzeug würde mir einfach nicht gefallen. Bei 41kWp ist irgendwie immer gut Strom da, um auch ein BEV zu laden. Aber auch das muss immer jeder für sich selbst ausloten...

Wenn ich noch mal ein Haus baue, dann ist es eine Halle - einfach nur, um maximale Dachfläche zu haben :lol: .
X100D, ab 03/2019
S85D, 03/2015 - 03/2019
ZOE intens Z.E. 40, seit 03/2017
PV 10,494 kWp
KEBA P30-Cluster, Lokales Lastmanagement
digitalStrom
Benutzeravatar
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 4585
Registriert: 11. Nov 2014, 11:17
Land: Deutschland

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Bones » 27. Jun 2017, 11:11

Es ist halt die Frage ob man von 10.000 - 15.000 € sich ein neues Bad leistet was neu gemacht werden müsste oder ob man Summe X mehr aufnimmt um sein Dach neu zu machen und das vorhandene Geld in eine PV-Anlage investiert. Oder sich einfach 4 Urlaube davon gönnt.
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 4871
Registriert: 20. Apr 2017, 08:07
Land: Deutschland

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Sucseeker » 27. Jun 2017, 11:30

OS Electric Drive hat geschrieben:Immer die gleichen Probleme!

Man kann nicht BRUTTO Strombezugspreise mit NETTO Anschaffungskosten aufrechnen. Man muss zumindest in den ersten 5 Jahren die USt des Strombezugs (ca. 4-5Ct/kWh) an das FA abführen für die selbst verbrauchte Strommenge.

Wenn man nun einen 7kWh Speicher nimmt der mit ca. 250 Zyklen arbeitet, dann nutzt man ca. 1.550kWh im Jahr. Hinzu kommt aber, dass man ca. 1820kWh in den Speicher laden muss um 1.550kWh heraus zu bekommen.

Also in den Jahren 1-5 1820kWh weniger Vergütung zu ca. 12,3Ct. 223€
Weniger Strombezug ca. 351€
=> 127€ zusätzlich im Jahr.
Da die Steuerung etc auch noch Strom braucht kommt man hier auf ca. 20€ zusätzlichen Bedarf bleiben also 105€ im ersten Jahr über

geht man nun von 1% Preissteigerung aus und dem Wechsel nach 5 Jahren in die KUR und einer Degradation von 1,5% des Akkus p.a. so bleiben nach 20 Jahren 3.227€ über wenn man KEINE Wartungskosten annimmt. Mit 800€ bleiben dann 2.427€ übrig...

Hieraus kann man einfach keinen Speicher finanzieren!

Wie SuCseeker auf 7 Jahre kommt ist mir völlig Schleierhaft! Vermutlich hat er die Vergütung einfach vergessen und den Brutto Strompreis angesetzt mit 5% Preissteigerung im Jahr...


Ich weiß, ich bin Dir noch ein Berechnung schuldig.

Nur soviel vorab. Du rechnest oben mit 0,22 €/kWh Strombezug, ich habe 0,27€/kWh Kosten für Strombezug.
Weiter rechnest Du mit 0,123 €/kWh Vergütung, ich habe nur 0,115 bis 0,118 €/kWh Einspeisevergütung.
Von Dieser bleiben mir nach der persönlichen Versteuerung nur rund 52% d.h. rund 0,06€/kWh.

Wenn ich etwas Zeit habe schreibe ich es mal hier sauber aufbereitet zusammen.

Edit:
Zudem ist es enorm wichtig, dass der Speicher auch gebraucht wird und die PV groß genug ist, d.h. je Hub einer kWh wird Geld verdient. Ist der Speicher im Sommer ewig voll und im Winter ewig leer kann man nur wenig Ertrag erwirtschaften.
Ein weiterer wichtiger Punkt bei mir sind die Kosten je kWh für den Speicher. Dies verkürzt die Amortisationszeit ernorm.
Auf Zellebene liege ich bei meinem aktuellen 41kWh-Speicher bei ca. 315 €/kWh.
Der gerade im Bau befindliche 85kWh-Speicher liegt bei 153 €/kWh !

Grüße SuCseeker
SIE:12/14 S85 Grey-21"
ER:09/17 XP100D Grey-22"
EX:03/15-09/16:62tkmSP85D,09/16-11/17 27tkmX90D
FOR FUN:02/12 Tesla Roadster white, 07/12 Tesla Roadster orange, BMW C evolution, Nissan e-NV200 Evalia - Smart ED
PV51kWp/Tesla-PV-Speicher 110kWh
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 1953
Registriert: 27. Sep 2014, 21:46
Wohnort: Hessen
Land: Deutschland

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 27. Jun 2017, 14:15

Deine Berechnung ist leider leider FALSCH und ich wundere mich wirklich sehr!

1. Eine PV Anlage wird natürlich ABGESCHRIEBEN und hat auch noch laufende KOSTEN, die Vergütung mit 52% zu besteuern zeugt nun wirklich nicht von großer betriebswirtschaftlicher Kenntnis.
2. Muss man den gesparten Strombezug mind. mit der Vergütung eher aber mit der "ERSPARNIS" als Einnahmen verbuchen, sonst hätte ja eine PV Anlage die 100% EV hätte 0 Einnahmen und 7-8% Ausgaben...
3. Habe ich jetzt schon 3x geschrieben dass man die USt des selbst verbrauchten PV Stroms ABFÜHREN muss. Und das sind dann eben 4-5Ct /kWh, von daher muss man immer den NETTO Preis ansetzen..
4. Sind Deine eigene Bastelei sehr interessant, würdest Du mir das für diesen Preis so verkaufen (Installiert?) Ich gehe immer von Marktpreisen aus, alles andere macht in einer allgemeinen Diskussion keinen Sinn!

Man hat die Möglichkeit nach 5 Jahren in die KUR zu wechseln, kann dann aber Wartungskosten nicht mehr USt mäßig betrachten!
Mobil unterwegs: 2011 Roadster 2.5 - 2013 Tesla Model S85, nun X100D, BMW i3 und Renault ZOE (2013) gegen Tesla M3 getauscht - Seit Feb. / Mrz 3x Model 3
Benutzeravatar
 
Beiträge: 14346
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 27. Jun 2017, 14:19

Hier nochmals mit DEINEN Zahlen zur Vergütung und zum Bezug.
Speicher.jpg
Mobil unterwegs: 2011 Roadster 2.5 - 2013 Tesla Model S85, nun X100D, BMW i3 und Renault ZOE (2013) gegen Tesla M3 getauscht - Seit Feb. / Mrz 3x Model 3
Benutzeravatar
 
Beiträge: 14346
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von tvdonop » 27. Jun 2017, 14:25

OS Electric Drive hat geschrieben:3. Habe ich jetzt schon 3x geschrieben dass man die USt des selbst verbrauchten PV Stroms ABFÜHREN muss. Und das sind dann eben 4-5Ct /kWh, von daher muss man immer den NETTO Preis ansetzen..

Das gilt aber nur wenn man die Anlage 'unternehmerisch' betreibt und den Vorsteuerabzug gewählt hat...
Elektrisch unterwegs seit 3/2012 / TESLA Model S seit 1/2014
Model S90D FL Titanium, Pano, Luftfederung, AP1, Premium Upgrade - seit 28.6.2016
Model 3 D LR Grey AP2.x mit FSD seit 2.3.2019
2 x Powerwall2 & Senertec DACHS BHKW
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 2220
Registriert: 6. Feb 2014, 13:41
Wohnort: Berlin Schlachtensee
Land: Deutschland

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 27. Jun 2017, 14:33

tvdonop hat geschrieben:
OS Electric Drive hat geschrieben:3. Habe ich jetzt schon 3x geschrieben dass man die USt des selbst verbrauchten PV Stroms ABFÜHREN muss. Und das sind dann eben 4-5Ct /kWh, von daher muss man immer den NETTO Preis ansetzen..

Das gilt aber nur wenn man die Anlage 'unternehmerisch' betreibt und den Vorsteuerabzug gewählt hat...


Dann musst Du halt gleich am Anfang auf die Erstattung der komplette USt verzichten was selbst bei kleinen Anlage ab 5kWp nicht zu empfehlen ist. Wie schon geschrieben kann man ja nach 5 Jahren in die KUR wechseln.
Mobil unterwegs: 2011 Roadster 2.5 - 2013 Tesla Model S85, nun X100D, BMW i3 und Renault ZOE (2013) gegen Tesla M3 getauscht - Seit Feb. / Mrz 3x Model 3
Benutzeravatar
 
Beiträge: 14346
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von tvdonop » 27. Jun 2017, 14:43

Ja - oder man betreibt ein BHKW das längst abgeschrieben ist und vor 10 Jahren (ohne Vorsteuerabzug) angeschafft wurde :-)
Elektrisch unterwegs seit 3/2012 / TESLA Model S seit 1/2014
Model S90D FL Titanium, Pano, Luftfederung, AP1, Premium Upgrade - seit 28.6.2016
Model 3 D LR Grey AP2.x mit FSD seit 2.3.2019
2 x Powerwall2 & Senertec DACHS BHKW
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 2220
Registriert: 6. Feb 2014, 13:41
Wohnort: Berlin Schlachtensee
Land: Deutschland

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 27. Jun 2017, 14:45

Da musst Du mir jetzt auf die Sprünge helfen... Was das mit dem BHKW zu tun hat?
Mobil unterwegs: 2011 Roadster 2.5 - 2013 Tesla Model S85, nun X100D, BMW i3 und Renault ZOE (2013) gegen Tesla M3 getauscht - Seit Feb. / Mrz 3x Model 3
Benutzeravatar
 
Beiträge: 14346
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

VorherigeNächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast