Die Eigenverbrauchsfalle

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von TESLA-Architekt » 4. Apr 2017, 07:44

hallo feunde,

nach nun ca. 60 gebauten passiv- und plusenergiehäusern kenn ich mich etwas aus in dem thema > guck hier http://www.wamsler-architekten.de/newsi ... privat.php.
ebenso habe ich genügend energieschleudern zu plusenergiehäusern umgebaut > guck hier http://www.wamsler-architekten.de/newsi ... ierung.php.

ich geh mal davon aus, dass wir alle vom fossilen brennstofen weg wollen, da bietet sich die sonne doch an!
meine gebäude "ernten" die ressourcen die es am grundstück gibt optimal.
auf basis des passivhaus-standards werden effizienzhäuser entwickelt die minimiale laufende kosten haben.
mit wärmepumpen (ca. 200 - 300 €/jahr) oder holzscheitöfen bzw. pellets (teilw. unter 100 € /jahr) bei 120 - 150 m2 wohnfläche.
dass der standard (am anfang) mehr kostet dürfte allen klar sein, aber er rentiert sich schnell, sehr schnell.
die bundesregierung fördert diese energieeffizent durch die kfw-bank und das ist gut so, quasi auch eine anschubfinanzierung um das thema endlich mal in die bevölkerung zu bekommen.... (sonst bekommen sie ja nix hin!).

@sucseeker: hier haste mal ne live-auswertung vom passivhaus "weller" in herrenberg http://passivhaus-weller-live.de/ (der kommt im normalfall mit 80 €/jahr über die runden - für heizung und brauchwaser!) http://www.wamsler-architekten.de/newsi ... jectID=135 (einfach die reiter mal durchklicken)
ich hoffe das ist das was du gesucht hast.

viele tausende anderer passivhäuser funktionieren ebenso gut, teils mit anderer technik oder konzeption.
stammtischniveau ist hier nciht gefragt, man sollte isch da schon etwas auskenen bevor zahlen und halbwahrzeiten verbreitet werden.
natürlich kann man auch viel (nein, sehr viel!) falsch machen, somit sollten bauwillige schon mal schauen wer ihnen das haus baut, welches konzept für sie passt und z. bsp. im rahmen der "tag des passivhauses" (immer am 2. weekend im november) bei gebauten projekten reinschnuppern. wir haben da immer 2, 3 oder 4 häuser geöffnet.
ebenso ist hilfreich mal zu sehen, was der planer über zig jahre denn schon gebaut hat und für was sie stehen, dann können nicht die irrsinnszahlen vom vetter (oder war´s der bruder?) mit 350 m2 wohnfläche dabei herauskommen...

kurz zur pv: ist bei uns so, dass die ziegel entfallen und indachanlagen gemacht werden. so geht bauen!

ok, muss nun wieder häuser auf vordermann bringen oder neue hocheffizient entwerfen....
Zuletzt geändert von TESLA-Architekt am 4. Apr 2017, 07:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 4. Apr 2017, 07:51

+1000
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Sucseeker » 4. Apr 2017, 08:30

Das Haus ist aber nicht autark und bezieht doch noch Strom selbst jetzt. Zudem wirft es nicht 1-2.000 kWh im Monat zum EV-fahren ab.
Ich sehe hier kein Fortschritt. Das gibt es doch schon Jahrzehnte.
Dämmung ist sicher gut und wird im Neubaubereich durch die ENEV auch stetig verbessert.
Es muss aber weiter gehen, z.B. mit der nachhaltigen Stromversorgung.
Hier bin ich mal einer Meinung mit OSE. So viel PV auf jedes Dach wie möglich ist.
Wir haben uns gegen eine Indachanlage entschieden wegen der Kosten, dem Wirkungsgrad und der schlechteren Möglichkeit nach 15 oder 20 Jahren einfacher auf dann weiterentwickelte PV-Module umzurüsten.
Hauptgrund waren aber die Kosten.

Ich bin der Meinung, das Haus kann ruhig bei höherer Wohnqualität 2000 kWh im Jahr mehr für die Heizung verbrauchen solange es dies selbst produziert.
Wir denken auch daran evtl. einen Eispeicher einzusetzen. Der 20.000 Liter Wasser-Erdtank dazu liegt schon im Boden.

Grüße SuCseeker

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von past_petrol » 4. Apr 2017, 08:30

Sucseeker hat geschrieben:Zum Anschub einer Technologie ist gezielte Förderung möglich und manchmal nötig.
Der Punkt ist meiner Meinung nach bei der PV aber seit 10 Jahren vorbei.


Ich glaube, wir wollen ja alles dasselbe ;). Finde Deine Projekt auch sehr spannend und lese das alles immer :mrgreen: .

Mein Punkt wäre der, dass die Förderung / Subventionierung von z.B. Atomkraft immer noch (weit über die Anschubphase in den 60ern und 70ern) hinaus anhält und selbst nach der Stilllegung ALLER AKW in DE anhalten wird. Allein das Thema Endlagerung begründet das. Diese lächerlichen paar Mrd. Euro, die die Betreiber jetzt mit dem Bund ausgehandelt haben, halte ich persönlich für kriminell. Das komplizierteste Thema der Atomkraft wird nahezu vollumfänglich vom Steuerzahler bezahlt - eine dauerhafte Subventionierung, die nicht abstellbar ist.
Man kann es dann noch nicht mal auf den Strompreis in der Zukunft umlegen, da es diese Energiequelle ja nicht mehr geben wird. Mrd. an Gewinn sind in der Nutzungsphase erwirtschaftet worden - hintenraus wird es dann sehr dünn.

Man kann das drehen, wie man will - die Energiewende muss eine gesellschaftliche Bewegung bleiben, sie muß einen Richtungswechsel darstellen und deshalb muss es lenkende Wirkungen aus Politik und Gesetzgebung geben. Heißt für DE: Lobbyismus durch Subventionen und Gesetze brechen - schnell !

Ich gebe OSE Recht - wir stecken fest mit der Energiewende. Ich gebe Dir Recht - das aktuelle EEG verhindert eher, als voranzutreiben.

Meine Lösung wäre aber, eine erneute Novelle des EEG mit klaren, drastischen Vorgaben - flankiert von einem Paradigmenwechsel in der Einpreisung von Primärenergie. Das tut weh - aber nur kurz - danach wird es einfach nur besser !!!

Mein Solateur wußte in 2011 nicht wo vorn und hinten ist - jetzt fängt er an nachzudenken, wenn ich ihn frage, welche Anlagen er gerade baut und wie viele es im letzten Jahr waren. Die PV-Branche ist kollabiert im Zubau - das ist grundfalsch !

Ändert doch das Baurecht ! Schreibt doch dachparallel entspr. PV-Leistung vor. Häßlich ? Dann kauft Tesla-Dachziegel ! Es gibt sooo viele Möglichkeiten.

Kommunal: Jede Kommune wird subventioniert, wenn sie Großbauten mit PV bebaut (Turnhallen, Gemeindezentren, Kindergärten...). In SH hat das mit der LED-Strassenbeleuchtung grandios funktioniert ! Spart uns im Ort ca. 50k Euro Stromkosten im Jahr !!!

Kommunale Neubauten MÜSSEN in passiver Bauweise erstellt werden, sonst fließen keine Fördergelder - bla...man kann so viel machen, wenn man es denn mal wollte...

Weiter so Leute...Ihr macht das schon richtig so - jeder auf seinem Posten !

;)
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 4. Apr 2017, 08:56

Also wir haben gerade so viel Aufträge wie noch nie in einem Q2... LEIDER sind wir aber die Ausnahme und nicht die Regel. Mit ca. 1-2GWp Zubau im Jahr wird das nichts! Und EV ist halt im EFH ein Thema aber dann hört es schnell auf.
Wenn jemand eine Idee hat wie man 10-15GWp im Jahr aufgebaut bekommt nur her damit. Ich sage ja nur, dass das mit EFH EV und Speicher nicht machbar ist. Für mich ist das auch so wie wenn jemand erzählt dass er ja sein eigenes Holz verbrennt und somit autark sei, das mag für den einen gehen aber eben nicht für Deutschland / Europa!

Da aber Dach, Geld, und Investitionsbereitschaft leider sehr selten auf die gleiche juristische Person fallen ist es leider so, dass wir uns nicht zu sehr auf den EV fokusieren dürfen!
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 4. Apr 2017, 08:58

Schauen wir doch mal...

Mit rund 950€ /kWp kann man derzeit eine PV Anlage auf einem Industriegebäude bauen. Bei 0% Zinsen für Guthaben und rund 11,5Ct. Vergütung zahlt bringt die PV in der Volleinspeisung eine saubere Rendite und die Energiewende kommt fast kostenneutral ums Eck!
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von TESLA-Architekt » 4. Apr 2017, 09:04

warum soll/muss das haus denn autark sein???
das geht natürlich, aber wer soll das denn bezahlen?
können wir nciht mal zufrieden sein wenn 80% energie engespart wird?

schau doch mal in die lande wer als planer oder anbieter energieeffizienz auf seine fahnen schreiben kann?
keine 5%, das ist erbärmlich.
wenn ein bauherr dann ein konzept mit holzscheitholzofen möchte (war übrigens schon vor 10 jahren!), dann macht pv nicht so den grossen sinn, denn es sind ww-kollektoren und ein grösserer speicher nötig um im sommer "kostenlos" mit warmwasser zu duschen.
pv dazu ist natüürlich gut, aber wer kann sich das heutzutage schon alles leisten!

ja, wir sind alle irgendwie auf dem richtigen weg, aber es gibt auch (teure) umwege und aus meiner sicht falsche konzepte:
- ich gehe von einem sehr guten standard aus, das ist der ph-standard. der ist klar deffiniert und die werte stimmen!
- die enev wird bis in wenigen jahren zum "geg" (gebäudeenergiegesetz) mutieren, so dass wir den "nahezu-0-ergiestandard" in europa haben sollen (wenn die oberen sich mit der berechnung mal einigen würden)
- dann ist das niveau (beim neubau) ja schon mal super hoch, aber ich fürchte meine kunden werden drastisch weniger, da es fast nicht mehr bezahlt werden kann...
- pv in dach (ja, in´s dach, ohn ezeigel!) und auhc in die fassade für den winter super ertragreich...
- umweg 1 "sonnenhaus": zigtausende liter wasser im haus und ein (meist) schlechter energiestandard. mühsam den sommerertrag in den winter rüber holen...
- umweg 2 "eisspeicher" : rechnet das doch mal ehrlich nach...
richtig: örtliche ressourcen alle nutzen (sonne, erde) und eine wärmebrückenfreies gebäude entwerfen das somit auch mit wenig technik auskommen sollte.
(p.s. das mit wenig technik hatte ich mir mal erträumt, ist aber bisher leider nicht eingetreten... ich arbeite ja noch dran!)

es gibt viele wege... los!
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von JeanSho » 4. Apr 2017, 10:51

Schaue mal bei Bio Solarhaus nach. Googlen. Viel Sonne und möglichst wenig Technik im Haus
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Sucseeker » 4. Apr 2017, 11:06

OS Electric Drive hat geschrieben:Schauen wir doch mal...

Mit rund 950€ /kWp kann man derzeit eine PV Anlage auf einem Industriegebäude bauen. Bei 0% Zinsen für Guthaben und rund 11,5Ct. Vergütung zahlt bringt die PV in der Volleinspeisung eine saubere Rendite und die Energiewende kommt fast kostenneutral ums Eck!

Ab welcher Größe gilt der Preis?

Grüße SuCseeker

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 4. Apr 2017, 12:06

Sucseeker hat geschrieben:Vergütung zahlt bringt die PV in der Volleinspeisung eine saubere Rendite und die Energiewende kommt fast kostenneutral ums Eck!

Ab welcher Größe gilt der Preis?
[/quote]

100kWp... Bei 200kWp geht sogar noch was nach unten. Hängt natürlich auch vom Dach ab, Blitzschutz und vom AC Aufwand... Aber wir bauen auch Anlagen unter 900€ /kWp. In der Volleinspeisung mit Vermarktung gehen bei 250kWp 11,5 Ct. /kWh ein, bei rund 900kWh/kWp Ertrag sind das 103€ Einnahmen je kWp.

Also "grob" Investment 230.000€, Einnahmen 25.750€ p.a. Das ist für die meisten bei der aktuellen Zinslage ein sehr lukratives und vor allem EINFACHES Geschäft, das natürlich mit Eigenverbrauch nochmals zwischen 500 und 1500€ mehr im Jahr bringen kann.
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