Die Eigenverbrauchsfalle

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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 28. Feb 2018, 20:57

Ab sofort kann man Speicher mit rund 2500€ im EFH in BaWü fördern lassen. Das wird zwar den Verlust etwas minimieren jedoch noch lange keine profitable Investition aus einem Speicher werden lassen.

Für alle die, die bei einer neuen PV Anlage nun einen Speicher installieren wollen könnte man nun davon ausgehen dass es nur noch ein kleines Verlustgeschäft in BaWü wird.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von wolfgangP85D » 28. Feb 2018, 22:30

Nachdem in diesem Faden öfter die Frage zu kleinen Flächen kommt ein Besipiel von mir.

Meine Anlage besteht aus 8 kleinen Anlagen und die jeweils aus einzelnen oder doppelten
Modulen die jeweils einen Modulwechselrichter haben. Damit sind alle Module einzel funktionsfähig.
Eine Verschattung trifft nur einzele Module und das Beste daran, alle 8 sind unterschiedlich
ausgerichtet. Damit hab ich vom morgens bis abends Strom, keine Spitze in der Tageskurve.
Und das läßt sich bei mir optimal verbrauchen. Trotzdem habe ich bei meiner schwierigen
Innenstadtlage einen guten Jahresertrag. Eine Erweiterung ist problemlos Stück für Stück
möglich.
 
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 1. Mär 2018, 07:01

Und was hat das gekostet und wie rechnet sich das. Wenn jemand ein Hobby hat muss man anders argumentieren. Ein WoMo wird sich vermutlich auch nicht amortisieren dennoch haben sehr viele eines. Von daher muss man die Interessen des einzelnen immer berücksichtigen. Mir persönlich geht es um den Markt und die Großzahl der Interessenten / Menschen die sich eine PV Anlage aufs Dach bauen weil sie damit mehr verdienen als sei ausgeben.
Wir haben ein Passivhaus, ich finde zwar dass es sich rechnet, liegt aber vermutlich auch daran dass ich es selber geplant habe. Heute würde ich behaupten dass man beim Bau mit einem Architekten ein Passivhaus unterm Strich günstiger bewohnt als ein kfw Haus.

Wir haben auch eine Regenwasserzisterne für Toilette und Garten rechnet sich auch nicht... Der nutzen gefällt mir persönlich aber sehr gut. So denke ich hat jeder sein Hobby.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Guillaume » 1. Mär 2018, 07:56

Aus welchem Grund werden Speicher nun gefördert in BaWü?
Je mehr ich über nicht off-grid-fähige Speicher im EFH nachdenke, desto mehr Gründe falleb mir dagegen ein.

Z.b.:
- solange kein Überschuss an EE da ist, ist es doch weit effizienter, wenn mein Nachbar den PV Strom direkt verbraucht anstatt ich ihn mit schlechter Effizienz speichere. Dafür gibt es ja das Stromnetz eigentlich auch.
- Einspeisevergütung für den gespeicherten Strom fällt natürlich weg
- verringert sich die Netzbelastung durch den Speicherbetreiber tatsächlich? Im Sommer wird zwar weniger eingespeist, dafür ist die asymmetrie beim Bezug umso größer, da in einigen Wintermonaten bei erhöhtem Strombedarf kaum was vom Dach kommt.

Also, was macht Speicher für das Land so wertvoll dass sie gefördert werden?
 
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Südstromer MS85 » 1. Mär 2018, 08:01

Speicher sollten schon Sinn machen, wenn man davon ausgeht das eine gewisse Grundlast im Haus damit tragfähig ist.

Eine Zisterne oder einen Entwässerungsteich baut man sich, damit die Kanalisisation entlastet wird und nicht um Rendite zu machen. Bei uns im Gewerbegebiet ist das sogar zwindend Vorschrift.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 1. Mär 2018, 08:15

Nun ist es halt so, dass Abwasser und Strom miteinander nicht viel zu tun haben (aus technischer Sicht) ich wollte nur den Antrieb in diese Investition beschreiben. Dass die Gesellschaft mit dem "schnellen" Abführen von Regenwasser und den viel zu großen versiegelten Flächen sich ein sehr teures Haltesystem leisten muss ist bekannt. Und würde jeder Sickerbetone verwenden und eine Zisterne betreiben so wäre der Abwassergebühr sicher geholfen.

Beim Strom haben wir eine andere Sicht auf die Dinge. Wir wollen ja die Energiewende schaffen. Aktuelle stehen wir bei 15% Anteil der EEs. Es macht daher keinen Sinn PV Anlagen kleiner auszulegen als das Dach groß ist. Dazu gibt es eine sehr gute Förderung für den überschüssigen Strom. Gerade bei der 0% Zinspolitik bietet daher jedes PV Modul auf dem Dach eine tolle Rendite.

Ein Speicher hingegen ist aktuell nicht notwendig, sondern kann ein schönes Hobby sein. Selbst kurzzeitige Abregelungen sind weitaus kostengünstiger als Speicher.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Südstromer MS85 » 1. Mär 2018, 08:36

Was hälst Du von dieser "Grundlast"Speicher Idee? Wenn jedes Häuschen, Gewerbebetrieb einen gewissen Anteil am Strombedarf über einen vorhandenen Akku ausgleicht. Darum soll es jetzt nicht gehen, tagelang autark zu sein, sondern den Eigenverbrauch zu glätten.

(ich weiß schon Du bist Verfechter von "volles Dach" und abends zukauf...) Aber kann man das bitte andenken, auch weil Du die Förderung in BW ansprichst.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 1. Mär 2018, 09:01

PV Speicher sind immer s.g. Grundlastspeicher und schaffen maximal eine Tag Nacht Verschiebung. Prinzipiell ist dagegen natürlich nichts einzuwenden, solange nicht die Größe der PV Anlage dadurch reduziert wird.

Wie schon gesagt, ich habe nichts gegen Speicher nur was gegen zu kleine PV Anlagen und einer falschen Berechnung zur Wirtschaftlichkeit von Speichern. In Betrieben ist es meistens sogar so, dass die variablen Stromkosten bei 15Ct /kWh liegen. Wenn man hier noch die EEG Umlage mit knapp 3Ct abzieht so kommt man effektiv auf 12Ct Einsparung durch PV.
Die Vergütung macht in diesem Segment aktuell rund 10,5-11Ct aus somit spart man durch den EV maximal 2-3Ct /kWh. Da kann sich ein Speicher nicht rechnen. Im EFH machen viele den Fehler der Brutto Strom Preis Betrachtung auch hier muss zumindest in den ersten fünf Jahren mit den Netto Preisen gerechnet werden.

Solange wir aber noch Kohle und Gas laufen lassen halte ich eine Speicherung für absolut unnötig.
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von T-Model » 5. Apr 2018, 16:29

Bei 6.500€ für Anschaffung und sämtliche Installationskosten, ohne USt und nach 10% Förderung KfW erhalte ich pro gespeicherte kWh 9,8 bis 13,5 Cent, abhängig davon ob ich 4000 oder 5000 Vollzyklen ansetze. Damit bezahle ich für die selbstgenutzte kWh die entgangene Einspeisevergütung von 12 cent plus die Speicherkosten von auch 12 Cent, macht 24 Cent ohne UST. Dass damit kein Geld zu verdienen ist, war mir klar. Aber draufzahlen tue ich auch nicht. Das ist doch in Ordnung, oder mache ich da logische Fehler?
 
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Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 5. Apr 2018, 16:47

Dann vergisst du den Wirkungsgrad der Anlage. Die degradation etc
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