Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Sucseeker » 19. Okt 2019, 15:27

tornado7 hat geschrieben:Habe ich das richtig verstanden: Mit der Notstrombox kann man jeden beliebigen Haushalt mit PV notstromfähig machen inkl. Akkuladung ab PV in der Postapokalypse? :geek:

Ja, die Backup-Box schaltet bei Stromausfall das Haus redundant vom Netz. Der Sunny-Island bildet dann ein 230V Insel-Netz, die PV-Wechselrichter erkennen das Netz und schalten sich wieder ein, so kann man auch im Notstromfall auch solar die Batterie laden.

Die meisten Leute mit solchen Notstrom-Systemen die ich kenne, haben z.B. Holzkessel oder Kachelöfen mit Wasserpumpen die im Betrieb auch bei nur einem kurzen Stromausfall von z.B. 20min. nicht durchgehen sollen. Oder möchten für kommende längere Blackouts gerüstet sein.

Die Enwitec-Backup-Box für einen Sunny-Island kostet 735 € netto, die Box für drei Sunny-Island kostet 765 € netto.

tornado7 hat geschrieben:Mit 370 EUR pro kWh (brutto) fährt man besser als bei der Konkurrenz (BYD, LG Chem, ...). Ich nehme an Sucseeker verdient unter dem Strich bei all den verbauten Teilen nicht mehr viel daran. Die Module (5.3 kWh brutto) gehen hier im Forum ja für ca. 750 EUR das Stück über den Tisch, aber auch BMS, Schrank, Elektroartikel und Kleinteile summieren sich.

Man könnte die PowerWall günstiger bauen, geht aber auf Kosten der Sicherheit und des Wirkungsgrades. Das Haupt-Sicherheits-Schütz z.B. ist bei vielen Batteriespeichern überhaupt nicht vorhanden, die schalten dann nur elektronisch ab. Es gibt solch ein Schütz auch aus dem Land in dem die I-Phones hergestellt werden für ein Zehntel vom Preis. Die haben dann aber auch den x-fachen Haltestrom und werden sehr heiß. Das Schütz ist ja 8.800h im Jahr angezogen und muß doch im Notfall nach Jahren und ggfs. auch unter Volllast sicher trennen.

tornado7 hat geschrieben:Was mich noch vom Kauf abhält, ist die sündhaft teure SMA Technik inkl. Zubehör, wofür nochmals über 3000 EUR anfallen. Das ganze als Hochvolt-Variante mit dem SMA Sunny Boy Storage 2.5 oder 3.7 (DC 100 V bis 500 V, also ab 3 Modulen in Serie ok) ist nicht möglich? Oder irgend einer andere "Sparvariante" mit <10 kWh netto <4 kW? Quasi der "Standard Range Plus" unter dem Heimspeichern? :lol:

Von den Kosten her richtig interessant sind nämlich schon eher die Ausführungen mit höheren Kapazitäten.


Mit dem SMA-System kann man auch viele Verbraucher steuern. Mit Mennekes-Wallboxen steuert der SMA-Home-Manager eine mögliche Überschußladung eines EV´s mit Vorrang vor der Batterieladeung etc.
Er kann auch ein Inselnetz (notstromfähig - siehe oben) und die Anlage ist skalierbar, auch nach Jahren noch.

Bei hochintegrierten Systemen wie z.B. E3DC kann man nur hoffen, dass alle Komponenten über die Jahrzehnte kommen. Wenn es in 10-15 Jahren bei Insolvenz des Herstellers keine Teile mehr für z.B. den integrierten PV-WR gibt ist das ganze Batterie-Speicher-System unbrauchbar.

Hochstrom geht auch mit meinem BMS, macht aber das ganze System gefährlicher und damit teurer.

Man kann meine PowerWall auch mit jedem anderen Wechselrichter betreiben, und das BMS nur als Sicherungseinheit im Hintergrund mitlaufen lassen.
Z.B. dieser hier: https://www.fsp-solar.de/hybrid . Die Teile gibt es z.B. auch bei ebay oder zum halben Preis direkt in China z.B. bei aliexpress.
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Kalle01 » 8. Nov 2019, 17:28

@Sucseeker
Hallo und auch von mir vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen hier einbringst. Für mich waren viele Anregungen in Deinen Postings!

Ich gehe, wie so viele andere hier auch, schon länger mit der Idee schwanger, eine Batterie in der gleichen Größenordung aufzubauen, wie Du es durchgezogen hast (vielleicht sogar noch ein wenig größer).
Meine Präferenz liegt dabei bisher auf Hochvoltsystemen, da ich bei meinen Lade- und Entladeleistungen mit größeren Strömen rechne. Meine PV hat heute am 08.11. in der Spitze immer noch etwas mehr als 30kW Überschuss erzeugt. 30 kW Leistung bedeuten bei 48V aber 625A, die erstmal verarbeitet werden müssen.
Leider gibt es bisher noch keine passenden WR von einem namhaften Unternehmen. Daher dümpelt mein Projekt noch in den Vorbereitungen: Netztrennung und Überwachung für Ersatzstrom bauen, den Aufstellraum, einen 19 Fuß Container, herrichten, usw.

Eine Sache, die ich auch überlege ist, schon mal Speichermodule zusammen zu kaufen. Hierzu meine Fragen:

Wie würdest Du dabei vorgehen? Welche Module würdest Du heute kaufen, wenn Du neu anfangen würdest? Model 3 Module? Was wären Deine Prüfungen bei einem gebrauchten Modul?

Danke für Antworten - natürlich auch von anderen!
Gruß Kalle

Eine gute PV rechnet sich!
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von LeoW4 » 17. Nov 2019, 09:41

Hallo Sucseeker,
ich habe mir diesen Thread durchgelesen, alle Achtung vor diesem Projekt.
Bin aus Österreich und habe auch Interesse an so einem Speicher aber noch einige Fragen. Kannst du mir ein Angebot machen?
Kann Dir leider keine PN schicken weil ich mich erst Registriert habe.
Vielleicht kannst Du mich kontaktieren.
mfg leo
 
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Sucseeker » 17. Nov 2019, 11:37

Kalle01 hat geschrieben:@Sucseeker
Hallo und auch von mir vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen hier einbringst. Für mich waren viele Anregungen in Deinen Postings!

Ich gehe, wie so viele andere hier auch, schon länger mit der Idee schwanger, eine Batterie in der gleichen Größenordung aufzubauen, wie Du es durchgezogen hast (vielleicht sogar noch ein wenig größer).
Meine Präferenz liegt dabei bisher auf Hochvoltsystemen, da ich bei meinen Lade- und Entladeleistungen mit größeren Strömen rechne. Meine PV hat heute am 08.11. in der Spitze immer noch etwas mehr als 30kW Überschuss erzeugt. 30 kW Leistung bedeuten bei 48V aber 625A, die erstmal verarbeitet werden müssen.
Leider gibt es bisher noch keine passenden WR von einem namhaften Unternehmen. Daher dümpelt mein Projekt noch in den Vorbereitungen: Netztrennung und Überwachung für Ersatzstrom bauen, den Aufstellraum, einen 19 Fuß Container, herrichten, usw.

Eine Sache, die ich auch überlege ist, schon mal Speichermodule zusammen zu kaufen. Hierzu meine Fragen:

Wie würdest Du dabei vorgehen? Welche Module würdest Du heute kaufen, wenn Du neu anfangen würdest? Model 3 Module? Was wären Deine Prüfungen bei einem gebrauchten Modul?

Danke für Antworten - natürlich auch von anderen!


Hallo,

schön dass Du Deinen PV-Strom speichern möchtest, schein ja eine größere PV-Anlage zu sein.

Zu Deinen Fragen:

SMA hat für Deine Anforderungen schon etwas passendes im Portfolio.
Bei mir hängen ja drei Sunny-Island mit zusammen 18kW Lade-/Entladeleistung.
Du kannst eine kleine Multi-Cluster-Box verwenden und dann mit sechs Stk. Sunny-Island 8.0 z.B. 36kW Lade-/Entladeleistung generieren.
Dazu zwei von meinen PowerRacks. Ein PowerRack versorgt je drei Sunny-Island. Die Ströme sind bei 18kW locker zu Handhaben. Es gehen 95mm2-Leitungen jeweils zu den Sunny-Island.
Die PowerRacks haben jeweils bis zu 125kWh Brutto-Speicherkapazität mit Tesla-Modulen vom Typ 100.
Oder bis zu 110kWh bei 90er Modulen, bzw. 100kWh bei 85er Modulen.

Ersatzstrom ist damit auch kein Problem. Vom Bauraum her benötigst Du nicht unbedingt einen Container. Die PowerRacks sind sehr schmal und die SI können an jeder Wand hängen. Innen oder aussen unter Dächern etc. Für die sechs SI reicht locker eine Garagenwand.

Hier ein Link: https://www.sma.de/produkte/batterie-we ... sland.html

Wenn Du es etwas günstiger haben möchtest geht es auch mit Victron-Energy. Mit drei von dem Typ Victron Quattro 48/15000 hast du auch 36kW Entladeleistung jedoch nur rund 24kW Ladeleistung. Aber die Sonne scheint ja lange genug im Himmel, so dass die 24kW sicher auch den Speicher füllen über den Tag. Notstrom mit USV-Funktion ist serienmässig enthalten. Einen Generatoreingang für alle schlimmeren Notfälle ist bereits auch dabei.
Link: https://www.victronenergy.de/inverters-chargers/quattro
Auch hierbei kannst Du meine PowerRacks einsetzen. Das BMS kann auch über CAN mit dem Victron kommunizieren.

Die PowerRacks sind sinnvoll ab 4-6 Modulen zu betreiben. Du kannst dann nach und nach aufrüsten auf bis zu 20 Tesla-Batterie-Module.

Prüfen musst Du gebrauchte Module mit einem Batterietester bzw. Messung des Innenwiderstandes bei bestimmten Ladeströmen etc.
Dazu gibt es Tester aus den USA sogar für komplette Batterien, also unzerlegte Batterie-Packs. Ergänzend kann man bei einem Entladetest die Kapazität bestimmen. Dazu reicht zur Not nur ein 74er-Zellpaket bei z.B. einem 85er-Batterie-Modul zu testen um "grob" Rückschlüsse auf das Modul bzw. die 16 Module aus dem Batterie-Pack zu erzielen.

Bei Fragen melde Dich einfach: +49 171 / 830 7957

Grüße SuCseeker
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