Ziel Autarkie

Informationen zum Tesla Hausakku...

Re: Ziel Autarkie

von tornado7 » 13. Mai 2019, 06:08

Dafür gibt es die Energie saisonal gespeichert genau dann, wenn alle anderen aus dem Netz ziehen und nur beschränkt Sonnenenergie zur Verfügung steht.

Wir haben uns im Umbau aber auch von dieser Idee verabschieden müssen. Als Alternative suchen wir noch nach z.B. einer Beteiligung an Wasserkraft nach Vorbild von Eros Electric, jedoch mit Pumpspeicher.
"The electric light did not come from continous improvement of candles." (Oren Harari)

Mythbuster Elektromobilität: www.mythbuster.ch
CO2-Emissionen mal ganz ehrlich: www.mythbuster.ch (runterscrollen ;-) )
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 2944
Registriert: 25. Dez 2015, 12:57
Wohnort: Winterthur

Re: Ziel Autarkie

von OS Electric Drive » 13. Mai 2019, 09:51

tornado7 hat geschrieben:OS; wie wärs mit einem saisonalen Speicher à la Jenni? Damit würdest du im tiefsten Winter 300 kWh / Monat aus dem Puffer holen können. Womöglich hast du ja Platz dafür...?


Thermische Speicher habe ich schon während meiner Studienzeit ausgerechnet und sind absolut sinnfrei! Man müsste diese wegen dem Temperaturniveau wieder mit einer WP koppeln wenn man auf 0 kommen will und wo kommt dann der Strom dafür wieder her? Wir haben einen VL von 26 -29° und für das WW brauchen wir 60°..

Das einzige was spannend wäre wäre die Energiezelle von Fronius mit Wasserstoff.

Aber man darf eines nicht vergessen, ich optimiere unsere Heizung ständig und hole das eine oder andere % raus, was dann aber 8-10kWh im Jahr bedeutet. Das braucht mein Tesla im Standby in kürzester Zeit.

Ich denke wir sind an einem Optimum angekommen denn auch der thermische Speicher braucht wieder eine Umwälzpumpe etc. Er muss geladen und entladen werden ich denke dass da 400kWh recht schnell verballert sind. Zudem nutzen wir die WP im Sommer zum Kühlen, sie steht also nur bedingt zur Verfügung. Sie hat nur 2kW :-) SO viel geht da nicht...

Zur Veranschaulichung, ein PV Seicher hat in Etwa 150kWh direkte Verluste durch die Steuerung und rund 15% systembedingte Verluste. Bei 2000kWh summiert sich der Verlust auf 450kWh und somit auf ÜBER unsere kompletten Aufwand zur Heizung für 170m² Wfl.
Mobil unterwegs: Roadster 2.5 - Tesla Model S85 September 2013-Juni 2017 91.000km seit 26.6. X100D, BMW i3 und Renault ZOE - Tesla M3 1/3 Feb 2019 2/3 Mrz 2019 3/3 Mrz 2019
Benutzeravatar
 
Beiträge: 11273
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

Re: Ziel Autarkie

von tornado7 » 13. Mai 2019, 10:08

OS Electric Drive hat geschrieben:Thermische Speicher habe ich schon während meiner Studienzeit ausgerechnet und sind absolut sinnfrei! Man müsste diese wegen dem Temperaturniveau wieder mit einer WP koppeln wenn man auf 0 kommen will und wo kommt dann der Strom dafür wieder her? Wir haben einen VL von 26 -29° und für das WW brauchen wir 60°..

Wieso Wärmepumpe? Geladen wird im Sommer über Solarmodule (Wasser) auf dem Dach. Der Speicher mit z.B. 40 m3 Inhalt erreicht 90° C und den ganzen Winter durch zieht die Heizung und auch das Warmwasser seine Wärme direkt über Mischventile aus diesem Speicher, sodass in den oberen Schichten selbst im März noch 60°C vorzufinden sind. Wärmepumpen sind dafür keine notwendig, auch nicht zum Laden im Sommer. Die Effizienz von PV+WP ist ja etwa vergleichbar mit Wärmekollektor direkt. Dabei ist sogar fast jeder Verlust gar kein solcher, da Wärme durch die Isolation nicht "verloren" geht (ca 0.1°C pro Tag) sondern das Haus ebenfalls heizt (und im Herbst kaum als Heizung auffällt).
Zuletzt geändert von tornado7 am 13. Mai 2019, 11:45, insgesamt 1-mal geändert.
"The electric light did not come from continous improvement of candles." (Oren Harari)

Mythbuster Elektromobilität: www.mythbuster.ch
CO2-Emissionen mal ganz ehrlich: www.mythbuster.ch (runterscrollen ;-) )
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 2944
Registriert: 25. Dez 2015, 12:57
Wohnort: Winterthur

Re: Ziel Autarkie

von OS Electric Drive » 13. Mai 2019, 10:22

Also ST Anlagen sind ja so out wie Verbrenner. Die kosten je kWh belaufen sich ohne großen Speicher schon auf 14-15Ct (th). Solche Systeme kann man wirklich mit einer Verbrennerplatform vergleichen die irgendwie auf ein BEV umgequält werden. Die ST hat einfach keine Kostendegression erfahren und ist irgendwann mal stehen geblieben. So wie Wasserkraft und Biomasse auch.

Zudem ist ein solcher Speicher ja ein wahrer Raumfresser. Wer will denn schon >10% seines Volumens verlieren das er aber einhausen muss? Wie schon gesagt, dieses Konzept habe ich in meinem Studium über mehrere Jahre vorangetrieben mit dem Ziel autarker Häuser und habe mir dann überlegt was man mit den Häusern macht die nicht im Frühjahr fertig sind und kam dann auf mobile Heizungen für den ersten Winter auf Anhängern.

Wer sein Haus im Griff hat braucht solch teure aufwändige und wartungsintesive Technik überhaupt nicht mehr. Dieser thermische Speicher braucht mit allem drum und dran mehr als meine 400kWh Strom im Jahr. Was daran besser sein soll erschließt sich mir nicht.

Zu aller erst das Haus sauber auslegen dann die Technik darum. Wer will denn im August einen 90° heiße Wärmequelle in seinem Haus haben? Damals als die Dreifachverglasung teuer war und die Wärmedämmung noch etwas schwerer erschien kam man auf solche technischen Monster, ist analog zum Ampera Hybrid. Heute ist das alles kein Thema mehr. Wer also heute sein Haus saniert oder neu baut sollte es von Anfang richtig machen und nicht so viel den Heizungsbauern glauben :-)
Mobil unterwegs: Roadster 2.5 - Tesla Model S85 September 2013-Juni 2017 91.000km seit 26.6. X100D, BMW i3 und Renault ZOE - Tesla M3 1/3 Feb 2019 2/3 Mrz 2019 3/3 Mrz 2019
Benutzeravatar
 
Beiträge: 11273
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

Re: Ziel Autarkie

von tornado7 » 13. Mai 2019, 11:52

Ein spannendes Thema, danke für die fachkundigen Inputs! 400 kWh im Jahr sind schon eine Ansage.

Ich bin schon froh, sind wir von 3000 Litern Heizöl (rund 29'000 kWh für Raumwärme und Warmwasser) nach dem Umbau runter gekommen auf circa 2500 kWh Strom im Jahr, der erst noch erneuerbar sein kann.

Nächstes Jahr kommt noch die PV aufs Dach, dann sind es Netto für das Haus am Stromzähler wahrscheinlich eher um die 1000 kWh. (Dein Wert ist aber Brutto ohne dass du die PV wegrechnest, richtig?)
"The electric light did not come from continous improvement of candles." (Oren Harari)

Mythbuster Elektromobilität: www.mythbuster.ch
CO2-Emissionen mal ganz ehrlich: www.mythbuster.ch (runterscrollen ;-) )
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 2944
Registriert: 25. Dez 2015, 12:57
Wohnort: Winterthur

Re: Ziel Autarkie

von OS Electric Drive » 13. Mai 2019, 15:37

Das ist der Wert des Zwischenzählers an dem die WP angeschlossen ist. Der EV der PV ist darin noch nicht berücksichtigt. Es ist halt durch die reine Summenbetrachtung ohne Lastgang schwer es genau zuzuordnen. Ich habe aber mal vor längere Zeit eine Analyse gemacht und kam zu dem Ergebnis, dass wir um die 50% dieser Energie aus der PV nutzen können (give or take)
Mobil unterwegs: Roadster 2.5 - Tesla Model S85 September 2013-Juni 2017 91.000km seit 26.6. X100D, BMW i3 und Renault ZOE - Tesla M3 1/3 Feb 2019 2/3 Mrz 2019 3/3 Mrz 2019
Benutzeravatar
 
Beiträge: 11273
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

Re: Ziel Autarkie

von maybe » 13. Mai 2019, 16:52

OS Electric Drive hat geschrieben:
(...) und nicht so viel den Heizungsbauern glauben :-)


Gerade in ländlichen Regionen ein oftmals heikles Thema!

"Deckenheizung??? Wie soll das denn funktionieren? Dann ist's oben warm und unten kalt! Nene, wenn dann Bodenheizung..."
 
Beiträge: 27
Registriert: 1. Mai 2019, 16:12

Re: Ziel Autarkie

von tripleP » 13. Mai 2019, 20:10

Das Ziel der Autarkie ist zur Zeit nicht sinnvoll und schon gar nicht wirtschaftlich darstellbar.
Aber natürlich höchst interessant :)

Auf jeden Fall erstmal PV mit so vielen Modulen wie nur möglich.
Und dann eben ein effizientes Haus soweit möglich und auch sinnvoll.

Ich habe ja selbst 23,5kWp auf dem Dach und 18kWh Speicher und EiV Optimierung.
Damit bin ich "autark" von anfang März bis ca Ende Oktober, inkl. 2 E Fahrzeugen.
Nov und Feb je nach Wetter um die 50%, dieses Jahr hatte ich im Jahrtausendfebruar 1300kWh Stromerzeugung!!
Dezember nur 250kWh, Januar nur 450kWh als Vergleich.

Bin schon am planen weitere 10kWp an den WR anzuschliessen :)
Model S P85D 04/15. Model X90D 12/16.
PV 23kWp, 12kWh Batterie (bald 18kWh), Intelligente Steuerung PV/Haus/Heizung/Ladestationen
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 4133
Registriert: 9. Aug 2014, 16:03
Wohnort: Aargau

Re: Ziel Autarkie

von OS Electric Drive » 11. Jun 2019, 17:35

Es gibt ein Passivhaus das anscheinend ohne Stromanschluss auskommt, aber mit Brennstoffzelle versorgt wird. Ich muss mir die Daten mal genauer anschauen ob das die Energiezelle von Fronius oder ein ähnliches Produkt ist das die Überschüsse im Sommer speichert. Nach Angaben haben sie auf jeden Fall eine H2 Erzeugung im Haus. Die Frage ist nur was man macht wenn noch ein oder zwei BEVs dazu kommen.

Ich habe 2008 bei meinen Planungen auch an diese Lösung gedacht und denke heute noch daran dass das mal in 10 -15 Jahren ein Thema sein kann. Ob ich dann das Netz abklemme weiß ich nicht :-)

https://www.pv-magazine.de/2019/06/11/1 ... toffzelle/
Mobil unterwegs: Roadster 2.5 - Tesla Model S85 September 2013-Juni 2017 91.000km seit 26.6. X100D, BMW i3 und Renault ZOE - Tesla M3 1/3 Feb 2019 2/3 Mrz 2019 3/3 Mrz 2019
Benutzeravatar
 
Beiträge: 11273
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

Vorherige

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast