Verfügbarkeit Tesla SuperCharger Langstreckeninfrastruktur

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Re: Verfügbarkeit Tesla SuperCharger Langstreckeninfrastrukt

von Naheris » 19. Sep 2017, 20:56

So schwer kann es nicht sein, wenn man sich die nicht-Autobahn-Rastplatz CCS/Chademo Ladestationen in Deutschland und Österreich so anschaut. Da wäre wohl noch viel Platz für SuCs über.

Sobald man einen Standort gefunden und für (sagen wir mal) 8 Standplätze gesichert hat, braucht man ja (etwas geschicktes Verhandeln vorausgesetzt) nicht unbedingt sofort alles zu bauen. Warum nicht Nachrüsten, wenn man sieht, dass die ersten (sagen wir mal) 4 Stalls regelmäßig überbelegt sind? Das machen die meisten DC-Ladesäulenhersteller ja scheinbar auch nicht anders. Bei T&R z.B. sind mitunter schon vier bis 16 Parkplätze markiert, wo noch keine Säule steht (okay, die 16 sind ein statistischer Ausreißer par excellence). Die meisten Standorte mir bekannter Anbieter sind schon für mehrere Säulen zu je 195 kW (150 kW DC zzgl. 43 kW AC) ausgelegt (SLAM hatte das z.B. als Fördervorteil).

Da könnte man erst einmal auf die "Portokasse" verzichten und wo anders einen neuen Lader hinstellen - für zufälliger Weise nur knapp höhere Portokassen-Beträge. So könnte man schneller in die Breite und Tiefe expandieren und schon einmal Standorte sichern.

Dieses Konzept nennt man übrigens Cash-Flow Management. ;) Übermäßiges Skalieren ist übrigens für viele kleine Startups eines der möglichen Kriterien zu scheitern: zu viel "kleine" Beträge sinnlos versenkt (Hinweis: ich will das NICHT als These für Teslas Scheitern verstanden wissen, sondern als Hinweis darauf, dass auch "Kleinvieh Mist" machen kann und Expansion an mehreren Fronten mitunter sinnvoller ist als so richtig große Haufen zu kleckern).

Nachdem wir dazu jetzt unsere Meinungen dargestellt haben: würdest Du mehr nicht ausgenutzte SuCs nicht auch besser finden als weniger noch viel weniger ausgenutzte SuCs? Nur mal so als Frage. :mrgreen:
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Re: Verfügbarkeit Tesla SuperCharger Langstreckeninfrastrukt

von elrond » 19. Sep 2017, 21:11

Naheris hat geschrieben:Da könnte man erst einmal auf die "Portokasse" verzichten und wo anders einen neuen Lader hinstellen - für zufälliger Weise nur knapp höhere Portokassen-Beträge. So könnte man schneller in die Breite und Tiefe expandieren und schon einmal Standorte sichern.


Ich glaube einfach, dass Tesla eine Menge mehr an Erfahrung mit dem Bauen und der Nutzung von SuC hat als wir alle zusammen. Von daher vertraue ich auch eher deren Einschätzungen und Entscheidungen als Vorschlägen hier. Leider erfährt man ja nur wenig über die Hintergründe, warum in welcher Größe SuC gebaut werden.
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Re: Verfügbarkeit Tesla SuperCharger Langstreckeninfrastrukt

von Naheris » 19. Sep 2017, 21:18

Mit dieser Begründung brauchen wir hier nichts zu diskutieren und nehmen einfach alles das, was [setze Lieblingsmarke] macht als Perfekt an, und Verdammen natürlich alles was [Haßmarke] macht. :mrgreen:

Das größte Ladenetzwerk der Welt (ChargePoint) macht es übrigens nicht wie Tesla. Die bauen lieber mehr Standorte. Nur mal so als Perspektive, dass es da scheinbar wohl keine eindeutig beste Strategie gibt.

Meine Frage hat unabhängig davon auch noch niemand beantwortet. Ist es so schwer sich festzulegen, ob mehr Ladestandorte gut wären oder lieber weniger größere Punkte? Ich z.B. bevorzuge mehr etwas kleinere Standorte, und das eigentlich generell - nicht nur beim Laden.
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Re: Verfügbarkeit Tesla SuperCharger Langstreckeninfrastrukt

von Sucseeker » 19. Sep 2017, 21:20

Oh nein, schon wieder reagiert Tesla auf sich andeutende Engpässe bei SuCs auf viel befahrenen Strecken.........manch' Weltbild bröckelt: https://twitter.com/TeslaratiApp/status ... 9710640128

Grüße SuCseeker
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Re: Verfügbarkeit Tesla SuperCharger Langstreckeninfrastrukt

von elrond » 19. Sep 2017, 21:42

Naheris hat geschrieben:Mit dieser Begründung brauchen wir hier nichts zu diskutieren und nehmen einfach alles das, was [setze Lieblingsmarke] macht als Perfekt an, und Verdammen natürlich alles was [Haßmarke] macht. :mrgreen:

Das größte Ladenetzwerk der Welt (ChargePoint) macht es übrigens nicht wie Tesla. Die bauen lieber mehr Standorte. Nur mal so als Perspektive, dass es da scheinbar wohl keine eindeutig beste Strategie gibt.


Klar kann man diskutieren. Aber damit darf man doch auch der Meinung sein, dass Tesla es vermutlich besser weiß als wir - oder darf ich das dementsprechend nicht in der Diskussion einbringen? Das hat übrigens nichts mit Lieblingsmarke oder Haßmarke zu tun - aber wenn es Dir mit dieser Darstellung besser geht - warum nicht...

Naheris hat geschrieben:Meine Frage hat unabhängig davon auch noch niemand beantwortet. Ist es so schwer sich festzulegen, ob mehr Ladestandorte gut wären oder lieber weniger größere Punkte? Ich z.B. bevorzuge mehr etwas kleinere Standorte, und das eigentlich generell - nicht nur beim Laden.


Für mich ist das SuC-Netz in Deutschland bislang in den allermeisten Fällen ausreichend. Wenn ich in Richtung Westen fahre, überfahre ich drei SuC - erst am vierten ist Laden notwendig. In Richtung Süden sind es zwei - weil ich weit genug komme. Ich hätte nichts davon, wenn ich vier oder fünf SuC links liegen lassen kann.

Und das Gefühl, dass an fast jedem Standort ausreichend Ladestellen zur Verfügung stehen, ist für mich ein gutes Gefühl.

Es mag Stellen in Deutschland geben, in denen es anders aussieht - abhängig wohl vor allem vom Wohnort und der bevorzugten Reiserichtung.
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Re: Verfügbarkeit Tesla SuperCharger Langstreckeninfrastrukt

von Naheris » 19. Sep 2017, 21:51

Das das SuC-Netz klasse und zuverlässig ist stelle ich übrigens nicht in Frage. :) Und hinterher kann man ja immer klüger sein als es erst einmal zu machen. ;)

Und Tesla macht ja da jetzt in Burbank genau das, was ich für sinnvoll halte: einen nicht ausreichenden Standort ausbauen. Ist doch gut.
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Re: Verfügbarkeit Tesla SuperCharger Langstreckeninfrastrukt

von volker » 19. Sep 2017, 22:05

Wenn 4 Ladepunkte das theoretische Optimum darstellen, dann macht Tesla alles richtig. Ein 8er Supercharger hat 4 Gleichrichter und kann nur 4 Fahrzeuge mit maximaler Leistung bedienen.
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Re: Verfügbarkeit Tesla SuperCharger Langstreckeninfrastrukt

von Naheris » 20. Sep 2017, 03:59

Naja, 8 Tesla-SuC sind schon irgendwie besser als vier Ladesäulen, vor allem bei 50ern. ;) Aber die 4 vom Blog waren ein theoretische Simulation bei der Annahme einer bestimmten Anzahl von Fahrzeugen in einem bestimmten Gebiet. Die Simulation zeigt nur, dass man mit mehr Flächendeckung und weniger Kapazität pro Standort dann insgesamt "besser fährt". Der Trick ist die Anzahl der Fahrzeuge zu kennen, deren Routen und dann die Zahl X (die hier 4 war).

Die 4 dürften aber derzeit sinnvoller sein als 12, da die Auslastung eher gering zu sein scheint. Zumindest erscheint es mir so wenn ich hier und auf GE so zu SuCs mitlese.
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Re: Verfügbarkeit Tesla SuperCharger Langstreckeninfrastrukt

von Leto » 20. Sep 2017, 04:42

Nur zur Erinnerung. Skalierung um Faktor 10, nicht was heute gut und morgen noch besser sein könnte für eine Handvoll MS/X in 24 Monaten hoffentlich ist meine Frage.
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Re: Verfügbarkeit Tesla SuperCharger Langstreckeninfrastrukt

von Leto » 20. Sep 2017, 04:51

Sucseeker hat geschrieben:Oh nein, schon wieder reagiert Tesla auf sich andeutende Engpässe bei SuCs auf viel befahrenen Strecken.........manch' Weltbild bröckelt: https://twitter.com/TeslaratiApp/status ... 9710640128

Grüße SuCseeker


Ich fürchte für M III in DE hilft ein SuC in Burbank, CA nur selten, der Umweg ist so weit. Ich weiß was Du sagen willst, Tesla baut bei Bedarf weiter aus. Nun, in DE sind die Hürden da erheblich höher als in den USA, insbesondere als in CA. Mich beunruhigt Over-Provisioning eher, wenn das weiter die Strategie ist wird Tesla für einigermaßen gute Verfügbarkeit bei Lastspitzen sehr viel Aufwand betreiben müssen und immer hinterher sein, was phasenweise für Überlast sorgt quasi als Teil der Konzeption.

Kennt jemand die Regelung zu Parken von Verbrennern an SuC in USA/CA? Gehören die Parkflächen da Tesla?
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