"Warum Tesla-Fahrer an Autobahn-Raststätten unbeliebt sind"

Infos zu Tesla Schnellladestationen...

Re: Konsumation an Superchargern

von TArZahn » 19. Jul 2017, 13:27

Healey hat geschrieben:
FrankfurterBub hat geschrieben:'Konsumation' - wenn man mal Schweizern oder Österreichern die Sprache überlässt, geschehen wunderbare (oder sonderbare?) Dinge [emoji38]


Der Titelvorschlag kam von TARzahn, habe Ihn einfach nur übernommen. Er ist aber Deutscher :D

Sorry TARzahn, wollte jetzt nicht Petzen, ich finde die falsche Vermutung nur lustig....ich nehme aber gerne Vorschläge an.

P.S.: Als Ösi würde ich statt "Petzen" "Schiagn" sagen.
LGH

Was ist am Wort 'Konsumation' denn so undeutsch?
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http://ts.la/andreas5122.
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Re: Konsumation an Superchargern

von cer » 19. Jul 2017, 13:33

…nicht "undeutsch", nur total unüblich, außerhalb von Fachkreisen.

Ich persönlich finde, es geht um viel mehr als den Verzehr. Für mich geht es darum, wie man SC-Standorte generell attraktiv macht und damit vielleicht auch ein paar Euro verdient. Ich erlaube mit deshalb, meinen wohlignorierten Post von vorgestern nochmal zu zitieren.
cer hat geschrieben:Autohöfe haben in meinen Augen einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil: Man muss die Autobahn verlassen und fährt dann oft noch 5 Minuten durch die Walachei, ehe man am Ort der Erholung ist. Und was einen dort erwartet, weiß man nicht – oft ist es trostlos oder schrecklich.

Insofern wären die Supercharger mittelfristig eine einmalige Chance, auch andere Kunden als LKW-Fahrer zuverlässig anzuziehen. Tesla sollte da vielleicht eine Art Qualifikation vergeben, im Sinne von "wenn die und die Kriterien erfüllt sind, wirst du qualifizierter Supercharger-Standort".
Das würde die Betreiber dazu animieren, zu investieren und interessante Angebote zu machen. Natürlich greift das erst, wenn mehr als ein paar Tausend Teslas in Deutschland unterwegs sind, aber mit Model 3 könnte das deutlich besser funktionieren als bisher.

Wenn man Horst Lünings Videos ansieht oder die von LikeTesla, dann erkennt man, dass mit attraktiven Supercharger-Standorten die Reisequalität erheblich steigen könnte. Von der Business Lounge über einen Barfuß-Pfad und eine Massage-Station bis hin zum kleinen Museum könnte man da eine Menge machen, um dem entschleunigten Reisen gerecht zu werden. Und damit würde dann auch Geld am Ort bleiben.

Übrigens ist es ja nicht so, dass Systemgastronomie generell schlecht und Individualküche grundsätzlich gut ist. Selbst bei einem gut gemanagten McDonalds kann man essbare Dinge bekommen, Vapiano hat das Konzept sehr erfolgreich in die gehobene Mittelklasse gebracht und die österreichische Kette Burgerista z.B. liefert unglaublich gutes frisches Essen aus der Systemküche (weit besser als Hans im Glück je war). Ich war am Wochenende in der neu eröffneten Raststätte Köschinger Forst bei Ingolstadt und war ziemlich angetan, auch von dem neuen Systemkonzept Tabilo.

Ich glaube, das Thema ist erst am Anfang. Die klassische Raststätte wird sich ebenso verändern wie alle sonstige Peripherie, wenn einmal eine nennenswerte Zahl von Menschen elektrisch unterwegs ist…
 
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Re: Konsumation an Superchargern

von probefahrer » 19. Jul 2017, 13:34

TArZahn hat geschrieben:
Healey hat geschrieben:
FrankfurterBub hat geschrieben:'Konsumation' - wenn man mal Schweizern oder Österreichern die Sprache überlässt, geschehen wunderbare (oder sonderbare?) Dinge [emoji38]


Der Titelvorschlag kam von TARzahn, habe Ihn einfach nur übernommen. Er ist aber Deutscher :D

Sorry TARzahn, wollte jetzt nicht Petzen, ich finde die falsche Vermutung nur lustig....ich nehme aber gerne Vorschläge an.

P.S.: Als Ösi würde ich statt "Petzen" "Schiagn" sagen.
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Was ist am Wort 'Konsumation' denn so undeutsch?

http://www.wissen.de/fremdwort/konsumation

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Re: Konsumation an Superchargern

von Healey » 19. Jul 2017, 13:35

Ich weiß nicht genau was Dich daran so stört.
http://www.duden.de/rechtschreibung/Konsumation
Für Österreich und Schweiz passt das schon, in Österreich ist der Ausdruck sogar üblich.
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Re: Konsumation an Superchargern

von AxelM » 19. Jul 2017, 13:45

Habe letztens auch 2x in Achern geladen und jedes Mal mit der Familie etwas konsumiert. Die Ladeplätze sind direkt am Rasthof, also sind es quasi die besten. Der Rasthof selbst ist vom Angebot sehr gut auf Fernfahrer abgestimmt (viel nützliches Zeug bis hin zu Werkzeug und Zubehör).

Gegessen haben wir (4-köpfige Familie) aber bei McD, denn in Deutschland ist das typische Rasthof-Essen und -Ambiente eher abschreckend, wir z.B. empfinden die Qualität noch unterhalb der Fastfood-Restaurants. Beim Rasthof Achern haben wir aber dennoch etwas gekauft, nämlich Bücher, Zeitschriften, Getränke, Kaffee.

Eigentlich nutze ich - beruflich wie privat - die Ladepausen immer auch zum Essen. Leider gibt es an gefühlt 80% der SuC nur Fastfood. Wenn es doch mehr z.B. hiervon http://www.marche-restaurants.com (o.ä. moderne Konzepte) gäbe ...
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Re: Konsumation an Superchargern

von FrankfurterBub » 19. Jul 2017, 13:51

Healey hat geschrieben:Ich weiß nicht genau was Dich daran so stört.
http://www.duden.de/rechtschreibung/Konsumation
Für Österreich und Schweiz passt das schon, in Österreich ist der Ausdruck sogar üblich.
LGH


Joh, passt schon - in Deutschland ist das Wort verständlich, aber keineswegs üblich. Ich kenne das aus Verträgen meiner Schweizer/Österreichischen Kollegen, da sind auch oftmals "veraltete" oder leicht "umständlich" klingende Worte drin.. War auch nicht böse gemeint, aber "Konsumation" ist in Deutschland wirklich nicht gebräuchlich (das Wort "konsumieren" natürlich schon). Sorry, back to topic!
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Re: Konsumation an Superchargern

von Volker.Berlin » 19. Jul 2017, 14:13

Ich habe jetzt erst diesen Artikel gelesen (auf den auch der erste Beitrag dieses Threads Bezug nimmt):
http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstle ... 264-2.html

Da kann ich nur staunen. Wenn ich am Supercharger bin, gibt es immer Umsatz. Das schwankt je nach Hunger und Mitfahrern zwischen 2,50 Euro und 60 Euro, aber ein Eis oder ein Kaffee geht mindestens immer. Ich gehe übrigens immer in den Rasthof selbst und nie zu McDonalds nebenan. Tatsächlich sind die meisten Rasthöfe (meiner Meinung nach) gar nicht so übel, manche sind geradezu eine Entdeckung. Dass die primären Kunden die Fernfahrer sind, ist natürlich kein Geheimnis, aber das hat mich noch nie gestört.

Ich muss allerdings auch sagen, dass ich die Negativbeispiele der pöbelnden Tesla-Fahrer nicht für unplausibel halte. Man muss sich nur mal hier im Forum umsehen, um mitzubekommen, dass es (auch) unter Tesla-Fahrern Menschen gibt, die immer auf der Suche nach ihnen (vermeintlich) zugefügtem Unrecht sind, um dieses mit Nachdruck anzuprangern, oder die einfach ihren missionarischen Eifer nicht zügeln können. Can't we all just get along?

Nichtsdestoweniger ist auch der Artikel selbst unnötig konfrontativ aufgemacht. Von einem "Kulturkampf" kann ich da wenig erkennen.
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Konsumation an Superchargern

von Earlian » 19. Jul 2017, 14:17

Mit der Familie ist das ganz einfach: Wenn das Niveau auf oder über dem von Tank&Rast Anlagen ist (denn den Standard hatten wir vor den SUCs), dann wird auf der Langstrecke gegessen. Leider sind 90% der Autohöfe unter dem Niveau. Geld geben wir aber meistens leider trotzdem aus (Trinken, Hefte, Spielzeug...)

A7 rauf und runter:

Geht gut:
Ulm
Maxi Malsfeld
Lindtner Hamburg

Da essen wir nicht mehr:
Gramschatzer Wald
Maxi Ellwangen
Maxi Rhüden
Wikingerland
Snow Dome Bispingen (hier in der Not nur McD)

Das ist natürlich sehr subjektiv und gleich kommt jemand wieder mit "Luxusprobleme" um die Ecke. Aber: Wenn man auf Grund einer Unverträglichkeit keine Backwaren zu sich nehmen kann, dann wird die Auswahl schonmal enger. Und wenn man dann auf Reisen seiner Familie klarmachen soll, dass die Zukunft des Fahrens mit schlechterem Essen, wie davor zusammenhängt, muss man kein Prophet sein, um zu wissen, wie die Diskussion ausgeht.

Es ist toll, dass Tesla so schnell das Netz ausgebaut hat. T&R wäre aber mit Sicherheit eine bessere Wahl gewesen, was Infrastruktur und Qualität (oder ist ein Tesla doch eine Verzichtserklärung?) angeht, anstatt LKW Autohöfe.

Jammern hilft uns hier jedoch nicht. Wir können nur auf zukünftige Standorte hoffen und dass man nun, da man ja 1 Jahr Zeit hatte, geeignete neue Standort auszuwählen, diesmal auch darauf achtet, dass das Essen/Umfeld zu Teslas eigenen Qualitätsanspruch und Image passt.

An einem Hotel ist sowieso immer die beste Wahl.

Positiv aufgefallen, sind mir die Van der Falk Hotels in den Niederlanden.

Da wird es doch auch in D eine Hotelkette geben, die nahe an Autobahnen liegt?

Wenn ich mich als Betreiber also wundere, warum z.B. die sehr hungrige durchreisende holländische, oder norwegische Familie, die gerade am SUC lädt, nicht bei mir isst, sollte ich evtl. mal meine Küche überprüfen. Mehr potentielle Kunden bringen die Sucs allemal. Drum kümmern muss man sich schon selbst, oder soll Tesla eine Eat-Fee einführen?
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Re: Konsumation an Superchargern

von mephisto » 19. Jul 2017, 14:41

Tesla kann sich das nicht frei aussuchen, wo sie ihre SuC hinsetzen. Entgegen einiger Annahmen zahlt Tesla keine Miete oder Pacht.

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Re: Konsumation an Superchargern

von cer » 19. Jul 2017, 14:58

mephisto hat geschrieben:Tesla kann sich das nicht frei aussuchen, wo sie ihre SuC hinsetzen.


Laut Artikel konnten sie sich das sehr wohl aussuchen, weil es zahllose Standorte gab, die an einem SC Interesse hatten (aus den bereits erörterten Gründen).
 
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