"Warum Tesla-Fahrer an Autobahn-Raststätten unbeliebt sind"

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Re: "Warum Tesla-Fahrer an Autobahn-Raststätten unbeliebt si

von FrankfurterBub » 11. Aug 2017, 07:42

JeanSho hat geschrieben:Ich werde mich immer gegen Falschparker wenden. Und am allermeisten Fall mit Freundlichkeit sogar Erfolg. Selten, dass ich härtere Register ziehen muss.


Was sind denn "härtere Register", wenn ich fragen darf?
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Re: "Warum Tesla-Fahrer an Autobahn-Raststätten unbeliebt si

von Leto » 11. Aug 2017, 07:47

pollux hat geschrieben:Ich finde an diesem langen Faden kann man schön sehen warum Teslafahrer unbeliebt sein könnten.

Manchem scheint einfach das nötige Feingefühl im Umgang mit den "Falschparkern" zu fehlen. Auch die Betreiber der Raststätten haben nicht viel Lust sich zum Aufpasser verpflichten zu lassen.

Die "Zuparker" sind nach meiner Erfahrung "Lemminge" die sich einfach dazustellen, völlig ahnungslos was das überhaupt ist, oder denken "da kommt ja doch keiner". Alles keine bösen Menschen.

Die Beschäftigten am Rasthof haben genug zu tun und können sich wirklich nicht auch noch um die Park- und Ladeplätze kümmern.

Es reicht ein kleiner Prozentsatz von Teslafahren um den Ruf zu ruinieren. Ich halte etwas mehr Zurückhaltung für angebracht. Zumal es ewig dauern würde bis alle 40 Mio deutsche Autofahrer belehrt sind.


Ich teile diese Weltsicht nicht und halte sie für naiv. Die Menschen sind nicht so dumm und ignorant in der Menge. Sie sind egoistisch und rücksichtslos. Auch die welche sich im Gespräch einsichtig zeigen weil ihnen die Konfrontation unangenehm ist denken sich in großer Zahl "Idiot, na ja, beim nächsten Mal ist hoffentlich keiner da der mich anquatscht wenn ich die schön großen Parkplätze natürlich wieder benutze". Da hilft aber auch kein schärferer Ton. Es hilft ausschließlich eine entsprechende Regelung und schmerzhafte Sanktionen. Auch die ändern nicht das Denken , aber das Verhalten.
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Re: "Warum Tesla-Fahrer an Autobahn-Raststätten unbeliebt si

von elrond » 11. Aug 2017, 08:38

Leto hat geschrieben:Ich teile diese Weltsicht nicht und halte sie für naiv. Die Menschen sind nicht so dumm und ignorant in der Menge. Sie sind egoistisch und rücksichtslos. Auch die welche sich im Gespräch einsichtig zeigen weil ihnen die Konfrontation unangenehm ist denken sich in großer Zahl "Idiot, na ja, beim nächsten Mal ist hoffentlich keiner da der mich anquatscht wenn ich die schön großen Parkplätze natürlich wieder benutze". Da hilft aber auch kein schärferer Ton. Es hilft ausschließlich eine entsprechende Regelung und schmerzhafte Sanktionen. Auch die ändern nicht das Denken , aber das Verhalten.


Sehe ich nicht so. Wenn man die Leute anspricht, dann dürfte das 90% der Leute eher unangenehm sein. Und diese Leute werden beim nächsten mal eher denken: "Ich parke dann lieber woanders, bevor ich da wieder angesprochen werde."

Natürlich bleibt ein Prozentsatz Unbelehrbarer übrig. Aber die Erfahrung hat ja auch gezeigt, dass vielen Falschparkern das gar nicht bewusst ist. Anders gesagt: Mit freundlichen Hinweisen kann man das Problem immerhin verkleinern, wenn auch nicht ganz beseitigen. Trotzdem sollte man es meiner Meinung nach versuchen.
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Re: "Warum Tesla-Fahrer an Autobahn-Raststätten unbeliebt si

von pollux » 11. Aug 2017, 08:43

Da widersprechen sich unsere Ansichten ja nicht.
Natürlich bin ich für eine ordentliche Ausschilderung und auch Sanktionierung bei Nichtbeachtung.

Das ist aber nicht Aufgabe der Tesla Fahrer und Rasthofmitarbeiter.
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Re: "Warum Tesla-Fahrer an Autobahn-Raststätten unbeliebt si

von Kalocube » 11. Aug 2017, 08:57

elrond hat geschrieben:
Leto hat geschrieben:Mit freundlichen Hinweisen kann man das Problem immerhin verkleinern, wenn auch nicht ganz beseitigen. Trotzdem sollte man es meiner Meinung nach versuchen.


Ganz lösen lässt es sich, wenn überhaupt, nur mit einer deutlich höheren BEV-Quote in Deutschland. Erst wenn wir keine Exoten mehr sind, wird der Masse das Problem doch überhaupt erst bewusst!
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Re: "Warum Tesla-Fahrer an Autobahn-Raststätten unbeliebt si

von cer » 11. Aug 2017, 09:04

Vielleicht wiederholt sich jetzt was, aber ich möchte doch noch mal darauf aufmerksam machen, dass es sich bei der Situation am Supercharger um ein Privileg handelt und nicht um ein Grundrecht.

Wir wissen alle, das Tesla den Grund, auf dem die Ladeplätze stehen weder gekauft noch gepachtet hat. Die Meisten von uns kennen die Verträge mit den Autohöfen nicht (und die, die sie kennen, schweigen – was völlig verständlich ist), aber es steht zu bezweifeln, dass dort drin steht, dass der Betreiber des Autohofes für die vollständige und restlose Freihaltung der Supercharger-Plätze von anderen Autos zu sorgen hat. (Das ließe sich mit einer Schranke und dem ohnehin vorhandenen Homelink ganz easy durchsetzen, ist aber offensichtlich nicht gewollt.)

Die Stationen sind mit dem roten hochrechteckigen Schild von Tesla markiert. Dieses Schild ist Werbung und hat keinerlei Auswirkungen im Sinne der StVO. Dazu kommt in der Regel ein Schild, das sagt: Parkplatz mit einem Zusatzschild für Elektrofahrzeuge während des Ladevorgangs. Wer dort ohne zu laden steht tut also ungefähr das, was man tut, wenn man ohne Parkschein auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz steht oder die Parkscheibe vergisst. Es geht also um eine mit Verwarngeld zwischen 10 und maximal 25 € belegte Ordnungswidrigkeit. Das nur, um die Verhältnismäßigkeit wieder herzustellen.

Natürlich finde ich es nicht gut, wenn Verpenner auf Ladeplätzen parken, und ich will das auch überhaupt nicht verteidigen, erst Recht nicht, wenn es sich um mutwillige Aktionen handelt.

Aber es ist vielleicht hilfreich zu verstehen, dass außerhalb unser Filterblase eine andere Wahrnehmung der Situation herrscht. Die Supercharger sind in gewisser Weise – gerade dort, wo der Platz knapp ist und die Wege weit sind – eine Provokation, weil sie in der Wahrnehmung des Normalautofahrers ein pralles Privileg darstellen. Nicht selten stahlen die weißen Ladesäulen mit den nagelneuen 100.000€-Autos davor in einer eher trostlosen Umgebung wie das neue Jerusalem, das sich von den Himmeln herabgesenkt hat. Das verursacht Neid! Dazu kommt, dass viele Leute durch die bekannten Desinformationskampagnen aufgehetzt sind und glauben, Tesalfahrer hielten sich für Ökoengel, während sie in Wahrheit die größten Umweltsäue seien.

Was hier hilft ist nur geduldiges Informieren, ein gewisses Maß an Empathie – um im Gegenüber dasselbe hervorrufen zu können – und ein vernünftiger Grad von entspannter Lässigkeit, den ich gerade euch / uns zutraue. Es gibt Menschen, die glauben, man müsste sein Leben gegen andere leben, weil man sonst verloren hat. Ich bin der umgekehrten Auffassung: Verloren hat, wer nicht mit den anderen Artgenossen lebt.

Wer prinzipiell und ohne Rücksicht auf die Situation auf diesem Privileg besteht – das er nicht mal selbst erarbeitet hat – als sei es ein mit der Geburt erworbenes Menschenrecht, der muss sich nicht wundern, das er Hass und Mißgunst erlebt. Und die allermeisten Nicht-Teslafahrer erleben die Situation am SC nun mal als (unverdientes) Privileg.
Zuletzt geändert von cer am 11. Aug 2017, 09:58, insgesamt 4-mal geändert.
 
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Re: "Warum Tesla-Fahrer an Autobahn-Raststätten unbeliebt si

von fränki1 » 11. Aug 2017, 09:15

pollux hat geschrieben:Da widersprechen sich unsere Ansichten ja nicht.
Natürlich bin ich für eine ordentliche Ausschilderung und auch Sanktionierung bei Nichtbeachtung.

Das ist aber nicht Aufgabe der Tesla Fahrer und Rasthofmitarbeiter.

Eine Sanktionierung kann und wird es ohne rechtliche Grundlage nicht geben. Dazu müsste Tesla die Parkplätze pachten oder kaufen, was finanziell sicher nicht darstellbar ist. Aber das wurde ja im anderen Thread ja schon bis zum Erbrechen diskutiert.
Aus diesen Gründen geht es aktuell nur mit freundlichen Worten. Wer Forderungen aufmacht, oder gar versucht zu drohen, zieht dabei sicher den Kürzeren Außerdem werden damit sinnlos Fronten geschaffen, die dann von einigen auch ausgelebt werden.
 
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Re: "Warum Tesla-Fahrer an Autobahn-Raststätten unbeliebt si

von pollux » 11. Aug 2017, 10:28

fränki1 hat geschrieben:
pollux hat geschrieben:Da widersprechen sich unsere Ansichten ja nicht.
Natürlich bin ich für eine ordentliche Ausschilderung und auch Sanktionierung bei Nichtbeachtung.

Das ist aber nicht Aufgabe der Tesla Fahrer und Rasthofmitarbeiter.

Eine Sanktionierung kann und wird es ohne rechtliche Grundlage nicht geben. Dazu müsste Tesla die Parkplätze pachten oder kaufen, was finanziell sicher nicht darstellbar ist. Aber das wurde ja im anderen Thread ja schon bis zum Erbrechen diskutiert.
Aus diesen Gründen geht es aktuell nur mit freundlichen Worten. Wer Forderungen aufmacht, oder gar versucht zu drohen, zieht dabei sicher den Kürzeren Außerdem werden damit sinnlos Fronten geschaffen, die dann von einigen auch ausgelebt werden.

Da bin ich 100% bei Dir.

@cer: Sehr schön beschrieben. Genau so stellt sich die gegenwärtige Situation auch für mich da. Ich genieße mein Privileg und bin dankbar dafür es haben zu können.
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Re: "Warum Tesla-Fahrer an Autobahn-Raststätten unbeliebt si

von Leto » 11. Aug 2017, 11:11

Ich sehe das nicht als Privileg und so darf es nicht gesehen werden wenn Elektromobilität sich in der Breite durchsetzten soll. Ich habe ein Produkt gekauft das nur deshalb alltagstauglich als einziges Auto, nicht Zweitwagen, auch für Langstrecke ist wenn es eine zu nahezu 100% verfügbare Ladeinfrastruktur gibt, jetzt und in der Zukunft. Das ist Teil des Produktversprechens von Tesla. Telsa war nicht in der Lage das schnell genug aufzubauen ohne den Kompromiss einzugehen keine dedizierten Ladeplätze mit Lastmanagement zu haben. Wenn es aber so bleibt wird in der Breite niemand Fahrzeuge erwägen ohne zuverlässige Ladeinfrastruktur die als Privileg gesehen werden muss.
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Re: "Warum Tesla-Fahrer an Autobahn-Raststätten unbeliebt si

von pollux » 11. Aug 2017, 13:14

Ja Leto, wir wissen dass Du auf Deinem vermeintlichen Recht bestehst.
Ich weiß ja nicht was Du alle so für Langstrecken fährst, vermute aber dass Du nicht sonderlich entspannt unterwegs bist. Das ist auf Dauer nicht gesund. ;)

Ich habe bisher nie Probleme mit zugeparkten SuC gehabt. Ich habe nun, nach 2 Jahren über 120.000km auf dem Tacho und schon so einige Langstrecken gefahren.
Unter anderem war ich bereits 4 mal in Oslo. Das sind 1.700 km die ich zuletzt in 19 Stunden inclusive Nachladen gefahren bin. Außerdem auch 5 mal in Kroatien (1.200km) Italien und viele "kurze" Langstrecken von 400-100km). Ich bin noch nie an einem zugeparkten SuC gescheitert.
Es käme mir nicht mal im Traum in den Sinn dafür den Verbrenner zu nehmen.

Es gibt keine zuverlässigere Ladeinfrastruktur als die SuC von Tesla. Und zwar mit riesigem Abstand. Die anderen müssen das nur nachmachen.

Vor 120 Jahren haben die Pferdekutschen sicherlich auch vor den Apotheken geparkt. Obwohl die ersten Autofahrer dort doch tanken wollten. Die Geschichte wiederholt sich halt gerade.
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