Supercharger V3 mit 250 kW

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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von tripleP » 8. Jun 2018, 13:45

einstern hat geschrieben:Würdest du für die verkürzte Ladezeit mehr Geld für den Akku investieren? (Alles hat seinen Preis).


Würdest Du bei gleichem Preis die doppelt so schnelle Infrastruktur wählen? ;)
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von OS-Electric-Drive » 8. Jun 2018, 13:47

Zwei Dinge darf man dabei nicht vergessen.

1. Nicht jeder kann zuhause so einfach laden!
2. nicht überall wo man ist kann man auch laden
3. nicht jeder hat die Lust / Muse seine Stopps an die SUC Standorte zu binden

Ehrlich gesagt finde ich viele SUC Standorte nicht besonders ansprechend und ich würde dort eigentlich maximal gerne 5-10 Minuten verbringen. Warum habe ich wohl einen 100er Akku gekauft? Damit ich die 3km zur Arbeit schaffe?

Tesla macht das schon sehr gut, aber ich bin mir sicher, dass kein Weg an einem größeren Akku und auch um einer höheren Leistung vorbeiführt.

Wenn man mit 65% am SUC tankt um dann auf 75% lädt dann kann es knapp werden mit dem Gang zur Toilette. Aber von 5% bis 75% vergehen locker 40 Minuten! Ich weiß ja nicht was Du so auf der Toilette machst :-)
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Eberhard » 8. Jun 2018, 14:25

Wir wissen, der Roadster kommt mit 200kWh Batterie. Aber selbst wenn ich nur mit 120kW laden könnte, wären nach 30min 60kWh drin = 300km. Aber warum sollte ich schneller laden wollen?
Es gibt eine eiserne Regel beim eAuto, die lautet je kleiner der Akku, umso größer muss die Ladeleistung sein, damit man ordentlich voran kommt, aber es gilt auch der Umkehrschluß: Je größer der Akku, umso geringer kann die Ladeleistung ausfallen. Warum?
Wenn ich nur mit 5kW laden kann (DC zu Hause, da kein mehr Boardlader verbaut wird), dann brauche ich zwar 40h zu Hause bis der Akku voll wäre, aber ich fahre nicht jeden Tag >1000km, am Stück. Meine weitesten Strecken 2x die Woche sind 140km. Aber von 20:00 - 6:00 kann ich jeden Abend/Nacht 50kWh nachladen = 250km und damit immer den SOC auf 70-80% halten.
Wir müssen uns einfach auf neue Gewohnheiten einstellen. Das haben mir die letzten 4 Jahre mit SuC gelernt.
Mein P85+ wird jeden Tag an der PV auf 70-80% geladen, das reicht mir völlig aus. Der SuC Gramschatzer Wald wird kaum noch genutzt obwohl ich mind. 4x die Woche daran vorbeifahre. Einzig wenn ich von weit herkomme wird oft ein kleiner Nachschlag genommen um die letzten 70km nach Hause komfortabel zu schaffen.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Sebastian B. » 8. Jun 2018, 14:48

Den Roadster2 würde ich genau wie jetzt den MS oder die ZOE ganz normal daheim mit 11kW von der Solaranlage laden. Im übrigen sehe ich die nächsten 5 Jahren nichts, was mit 350kW laden könnte. Wie Eberhard es ausführlich beschrieben hat, je kleiner der Akku desto flotter muss es beim laden gehen, um überhaupt mal 100 KM weit zu kommen. Ob das die Akku der Klasse 40 bis ca. 75 kWh mit der Leistung überhaupt ab können, ist die Frage. Und dann noch ob der Notwendigkeit. Dann ist noch die Frage, woher diese schiere Leistung kommen soll? Die geht nur direkt unter einer Mittellandleitung oder in Sichtweite - um überhaupt die Kosten halbwegs im Zaun zu halten. By the way, die Kisten gammeln eh über 20 Std. am Tag irgendwo rum, selbst an der Steckdose gehen da (12KM * 20 Std.) 240 KM in den Akku. make my day. Eher sollte man die Ladesituationen im Bestand ändern, und die in Gemeinschafts TG´s etc.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Sebastian B. » 8. Jun 2018, 14:53

Hendrik hat geschrieben:Porsche hat ja schon bereits für nächstes Jahr über 200kW angekündigt, deswegen bin ich zuversichtlich, dass z.B. auch Tesla, Jaguar und Co. da langfristig nachziehen werden. Einfach weil es möglich sein wird und es Kunden gibt, die dafür bezahlen. Und damit man solche Fahrzeuge verkaufen kann, muss man ja passende Ladesäulen haben.

Auf Seite der Ladesäulen die Spannung statt z.B. 600 Volt gleich 1000 Volt zu verwenden, dürfte eigentlich keinen so großen Preisunterschied machen. Bevor man jetzt erstmal Technik einbaut und in ein paar Jahren ersetzet, kann es auch sinnvoller sein, gleich 1000 Volt-Technik einzusetzen.

Deswegen halte ich das auch für die nächste Supercharger-Generation für sinnvoll.

Die letzten 150.000 KM die wir mit Strom gefahren sind, hatten wir im Grunde nur eine Befürchtung: Ist die nächste Ladesäule frei? Seit dem Tesla hat sich auch das geändert. Die Leute ohne TG oder ohne Strom kann man ganz anders abholen. Wenn in den öffentlichen TG´s endlich mal 10 oder 20 Ladesäulen installiert sind, und mehr und mehr Fahrzeuge auch lieferbar sind, dreht sich das Bild auch für "Laternenparker". Speziell in Deutschland fahren wir bei dem Thema immer noch mit Handbremse, aber dafür gleich mit 350kW ballern wollen. :mrgreen:
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Snuups » 8. Jun 2018, 15:20

Sebastian B. hat geschrieben:Hallo? Ladeleistung von über 200kW? Was sollen das für Fahrzeuge sein? Alles Fahrzeuge höher als Model S, E-Tron, Mission E... und dann im gleichen Satz von "Massenmarkt" sprechen. Geht es noch? Massenmarkt sind Fahrzeuge wie Golf, Passat etc. etc. und dort wird man keine Akkus höher als 80kWh vorfinden. Erstmal muss überhaupt eine Auswahlmöglichkeit an Fahrzeugen kommen, ob die Leute zu bewegen.


Nein, ist die Infrastruktur und dann der Rest ist immer der bessere Weg. Zumal bei Ladestation ja vollkommen egal ist wie viel sich das Fahrzeug gerade nimmt. Selbst wenn in den nächsten Jahren keine Fahrzeuge verkauft werden die 350 kW laden können ist es dennoch sinnvoll und zukunftsträchtig diese genormten Ladestationen überall an den Fernverkehrstraßen zu verteilen.

Damit ist aus der ganzen Henne/Ei Diskussion die Luft raus.
Liebe Grüsse
Snuups

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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Hendrik » 8. Jun 2018, 15:25

Sebastian B. hat geschrieben:Dann ist noch die Frage, woher diese schiere Leistung kommen soll? Die geht nur direkt unter einer Mittellandleitung oder in Sichtweite - um überhaupt die Kosten halbwegs im Zaun zu halten.


Laut Wiki ist 1kV noch Niederspannung und keine Mittelspannung. Auf keinen Fall muss man direkt unter einer Mittellandleitung sein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Niederspannungsnetz

Wenn ich das richtig verstehe hat man eh nur die Wahl zwischen 400V (140kW) 630V (220kW) oder 1000V (350kW). Und wenn mit wenig Mehraufwand 350kW möglich sind, warum nicht?

Vielleicht wird der Porsche Mission E in den nächsten 10 Jahren das einzige Fahrzeug werden, dass mehr laden kann. Dann hat man evtl etwas zu viel in Ladetechnik investiert.

Vielleicht aber kommen schon in 2 oder 3 Jahren mehrere Fahrzeuge (z.B. Model S/X Nachfolger, Roadster 2020), die davon profitieren können. Diese Innovationschance sollte man sich nicht verbauen.

Was grundsätzlich stimmt, dass Tesla jetzt keine Eile hat höhere Geschwindigkeiten anzubieten, da das Model 3 das ja nicht brauchen wird und alleine der neue Roadster durch den Preis eher ein Nischenprodukt bleiben wird. Aber auch dass sehe ich als Grund mit dem Supercharger v3 lieber noch etwas zu warten um dann aber gleich auf 1000V zu gehen.

Alternative wäre natürlich erstmal ein kleiner Zwischenschritt, der auf die a/b Logik verzichtet.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von OS-Electric-Drive » 8. Jun 2018, 15:30

Hier sieht man alt E Auto Enthusiasten, die mit dem E-Auto leben. Der normale Autonutzer macht das aber nicht. Der fährt so lange bis er wieder tanken muss und überlegt sich wie viel Geld er dafür zur Verfügung hat. Und warum ich schneller laden will? Na weil ich keine Lust habe bei den doofen 24/7 Autohöfen eckliges Essen rein zu würgen nur weil ich zwingend meine Pause an den SUC legen muss. Wie oft ist meine Tochter eingeschlafen im Auto und ich dachte mir, super in 10 Minuten sind wir am SUC.. wie gerne wäre ich einfach noch weiter gefahren?

So zu tun als wäre es doof wie die Mobilität heute aussieht ist doch echt völlig daneben. Die Leistung wird weiter hoch gehen und daran führt auch kein Weg vorbei. Als Tesla mit dem SUC aus der Ecke kam waren alle begeistert während ein halbes Jahr vorher die Leute sich darüber unterhalten haben wie man doch mit 22kW Ladeleistung super zurecht kommt.

Die SUC haben aber dafür gesorgt dass Tesla einen Schub bekommen hat. Es ist ein tolles Netzwerk ohne Frage, aber es braucht viel zu viel Platz und verschwendet wertvolle Zeit.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Sebastian B. » 8. Jun 2018, 15:43

Wenn mich die Leute anquatschen, sag ich denen ich lade im Moment das nach, was ich heute verbraucht habe. Wenn die dann noch mitbekommen, das ich im Tesla ein Lade Limit bei 60% hab und damit im Sommer immer noch 310 KM weit komme, leuchten die Augen mehr als bei Kindern wenn der Weihnachtsmann kommt. Es bringt nix die Phrasen der petrol heads zu übernehmen - auch beim Verbrenner hab ich NIE vollgetankt! Und mit ner schnöden 22kW Säule haste in der Mittagspause mehr im Akku als 90 Prozent der Bevölkerung überhaupt benötigt. Und bitte nicht immer vom worst case ausgehen. Es gibt kein Gesetzurteil das besagt, das in 5 Jahre die gesamte dt. Bevölkerung mit Strom fahren muss! Holt doch erstmal die 15 Mio. Eigenheimbesitzer ab...
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Sebastian B. » 8. Jun 2018, 15:47

Snuups hat geschrieben:Nein, ist die Infrastruktur und dann der Rest ist immer der bessere Weg. Zumal bei Ladestation ja vollkommen egal ist wie viel sich das Fahrzeug gerade nimmt. Selbst wenn in den nächsten Jahren keine Fahrzeuge verkauft werden die 350 kW laden können ist es dennoch sinnvoll und zukunftsträchtig diese genormten Ladestationen überall an den Fernverkehrstraßen zu verteilen.

Damit ist aus der ganzen Henne/Ei Diskussion die Luft raus.

Bis auf den Porsche hab ich noch nix mit über 100kW Lader vernommen - und die mission Kiste wird hier max. 350x verkauft werden :roll: .

Für die Kohle die da rausgeballert wird, kannste das 100-fache sinnvoller verteilen. Aber dann wäre das ganze ja massentauglich und die Absicht hat ja niemand.
Zuletzt geändert von Sebastian B. am 8. Jun 2018, 16:04, insgesamt 1-mal geändert.
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