Supercharger V3 mit 250 kW

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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Elektroniker » 7. Jun 2018, 15:20

“350-kW-Lader ergeben nicht wirklich viel Sinn – außer, man hat eine Monster-Batterie oder eine aberwitzig hohe Laderate, in diesem Fall ist die Energiedichte gering”, so Technikchef JB Straubel kürzlich.

Was ist eine "aberwitzig hohe Laderate"?
Der Ioniq, der in 23 min von 0 auf 80% lädt, hat also eine "ludicrous" hohe Laderate?

Dann hoffe ich wohl, dass es bald ein Auto mit "kariert" hoher Laderate gibt, wie es Porsche schon agekündigt hat ... :lol:
 
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von blinddog » 7. Jun 2018, 15:55

Elektroniker hat geschrieben:
“350-kW-Lader ergeben nicht wirklich viel Sinn – außer, man hat eine Monster-Batterie oder eine aberwitzig hohe Laderate, in diesem Fall ist die Energiedichte gering”, so Technikchef JB Straubel kürzlich.

Was ist eine "aberwitzig hohe Laderate"?
Der Ioniq, der in 23 min von 0 auf 80% lädt...
hat auch deswegen eine Batterie mit geringem Energieinhalt - genau das wollte JB Straubel damit sagen.
Aktuell ist ein 90kWh-1C-Akku eben kleiner und leichter als ein 3C-Akku.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von OS-Electric-Drive » 7. Jun 2018, 16:08

Ich denke aber auch dass Tesla mit der Kühlung nicht auf Hochleistung ausgelegt ist, ich habe gehört, dass der ME vorne komplett mit Kühlung vollgestopft sein soll. Ob das stimmt weiß ich aber nicht, die Quelle war nicht soooooo informiert.

Ich hatte mal von Tesla einen Anschluss einer externen Kühlung gesehen und das wäre echt was geiles, wenn man nicht so ein Monster mit sich rum schleppt ... Man hat ja auch keinen 150kW Lader an Bord, warum dann eine 20kW Kühlmaschine?
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Sebastian B. » 7. Jun 2018, 16:19

Elektroniker hat geschrieben:
“350-kW-Lader ergeben nicht wirklich viel Sinn – außer, man hat eine Monster-Batterie oder eine aberwitzig hohe Laderate, in diesem Fall ist die Energiedichte gering”, so Technikchef JB Straubel kürzlich.

Was ist eine "aberwitzig hohe Laderate"?
Der Ioniq, der in 23 min von 0 auf 80% lädt, hat also eine "ludicrous" hohe Laderate?

Dann hoffe ich wohl, dass es bald ein Auto mit "kariert" hoher Laderate gibt, wie es Porsche schon agekündigt hat ... :lol:


Frag mal die i3 Fahrer wie denn der Akku nach 50.000 KM noch aussieht, dann kommst vll. selber drauf. Das Tankstellen Denken scheint nicht aus den Köpfen zu kommen. Bei 200kW Ladeleistung hätten wir dann das Problem, das wir das Auto umparken müssten. Darauf hab ich keine Lust und wieder neben dem Auto stehen und nach 8 Min. erneut am Rasthof einen Parkplatz suchen..??
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Guillaume » 7. Jun 2018, 16:29

Ich denke mir immer beim SuC-Laden, gerade im Winter, wie schade es doch um die entstehende Wärme ist, die einfach weggeblasen wird bzw. teilweise mit zusätzlichem Energieaufwand runtergekühlt werden muss (Klima).

Zumindest die Wärme der Gleichrichterschränke könnte man doch bei entsprechender Abführung optimal zur Beheizung von den Gebäuden auf den Autohöfen nutzen, z.B. als Wärmequelle für eine Wärmepumpe.
Noch optimaler wäre es natürlich wenn man die im Akku entstehende Wärme genauso abführen und weiternutzen könnte.

Das wäre für mich ein richtig rundes Konzept, und der momentan überproportional große Ladeverlust beim Schnellladen würde sinnvoll genutzt.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Sebastian B. » 7. Jun 2018, 16:52

Guillaume hat geschrieben:Ich denke mir immer beim SuC-Laden, gerade im Winter, wie schade es doch um die entstehende Wärme ist, die einfach weggeblasen wird bzw. teilweise mit zusätzlichem Energieaufwand runtergekühlt werden muss (Klima).

Zumindest die Wärme der Gleichrichterschränke könnte man doch bei entsprechender Abführung optimal zur Beheizung von den Gebäuden auf den Autohöfen nutzen, z.B. als Wärmequelle für eine Wärmepumpe.
Noch optimaler wäre es natürlich wenn man die im Akku entstehende Wärme genauso abführen und weiternutzen könnte.

Das wäre für mich ein richtig rundes Konzept, und der momentan überproportional große Ladeverlust beim Schnellladen würde sinnvoll genutzt.

Hab mal mit Heizungsbauern gesprochen, warum die warme Luft ausm Heizraum nicht ins Treppenhaus von größeren Objekten geleitet werden kann. Macht vom Preis keinen Sinn, meinen die alle. Die Türe offen lassen geht aus rechtlichen Gründen (Brandschutz) auch nicht. Wie willste das dann aufm Rasthof umsetzen? :shock:
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von OS-Electric-Drive » 7. Jun 2018, 17:20

Wenn bei einem Ladevorgang von 80kWh 15kWh Wärme entstehen die haben einen Wert von sagen wir mal 60Ct wie soll das denn bitte funktionieren, zumal der Wirkungsgrad bei den Ladern und auch bei den Batterien sicher steigen wird, gerade dass man weniger Aufwand für die thermische Kühlung hat.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Elektroniker » 7. Jun 2018, 18:37

Sebastian B. hat geschrieben:Das Tankstellen Denken scheint nicht aus den Köpfen zu kommen. Bei 200kW Ladeleistung hätten wir dann das Problem, das wir das Auto umparken müssten. Darauf hab ich keine Lust und wieder neben dem Auto stehen und nach 8 Min. erneut am Rasthof einen Parkplatz suchen..??

Das "Tankstellendenken" ist aber für alle Laternenparker interessant (ich glaube nicht an die ausreichende Verbreitung von Laternenladern), sowie für Leute, die ihr Auto meist auf Kurzstrecke bewegen und nur selten "long gehen". Da macht es doch mehr Sinn, kleinere Akkus zu verbauen, um nicht so viele Resourcen zu verschwenden und die Autopreise zu senken. Warum soll man einen großen 100kWh-Akku zu 90% der Zeit in der Stadt hin und her fahren und dabei nur 10% der Kapazität nutzen, dafür aber dann auf einer Langstrecke den "Vorteil" haben, statt viermal für 15 min "nur noch" zweimal für 30 min zu laden?
Wenn die kleineren Akkus sehr schnell ladbar sind und unterwegs öfter, aber nur für kurze Zeit geladen werden müssen, werden E-Autos für viele weitere Bevölkerungsschichten erschwinglicher und auch akzeptabler.

Sollte sich die Energiedichte einmal so weit gesteigert haben, dass 100 kWh weniger als 200 kg wiegen, dann sieht das vielleicht schon wieder anders aus.

Ich freue mich jedenfalls schon auf "kariert" hohe Ladegeschwindigkeiten, die mit großen Ladeleistungen um 350 kW ja offenbar angestrebt werden.
Man stelle sich mal vor, dass man unterwegs in 10 min etwa für 300 km Nachladen kann (bei gemäßigter Fahrgeschwindigkeit). Da genügt dann wirklich die berühmte Pinkelpause alle 2 bis 2,5 Stunden.
Das wird der Akzeptanz der E-Autos einen großen Schub verleihen.
 
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Sebastian B. » 7. Jun 2018, 18:47

Bei den Preisen wird es kaum Laternenparker geben. Mag ja sein, das in 20 Jahren ff. etc. und sofort, wirklich auch Helga ausm 12. Stock im Block in Köln Porz elektrisch fährt. Beim Thema versteift man (und Frau) sich allzuoft am max. möglichem, nicht am aktuell möglichen! Ich fahr wie ein Irrer den Tesla, aber ich bin kaum früher fertig als die Technik beim laden (ich rede jetzt von AC Ladung!). Mit Familie sieht das noch ganz anders aus. Mit einem 120er Akku und aktueller Ladetechnik gibt es eine runde Sache. Ich denk es wird kaum ein Prozent der Leute geben, die sich einen E-Wagen ziehen und nicht mal ne Steckdose haben. Von einem Tesla mal ganz abgesehen. Und ne ZOE40 lädt der "Normalo" einmal die Woche beim Edeka oder Kaufland an 22kW. Autos stehen den ganzen Tag rum, selbst bei Typen die im Außendienst arbeiten! Wenn wir mal ganz normal Akkus wie im Model 3 haben, denkt kaum noch jemand über Power beim laden! Dazu passt die Tesla Aussage, das 350kW keinen Sinn ergeben. Selbst das elektrische Muldenmonster im Bergwerk mit 800kWh Akku braucht das nicht!
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Sebastian B. » 7. Jun 2018, 18:51

Elektroniker hat geschrieben:Man stelle sich mal vor, dass man unterwegs in 10 min etwa für 300 km Nachladen kann (bei gemäßigter Fahrgeschwindigkeit). Da genügt dann wirklich die berühmte Pinkelpause alle 2 bis 2,5 Stunden.
Das wird der Akzeptanz der E-Autos einen großen Schub verleihen.

Mein Bruder hat kürzlich einen Tripp von Österreich ins Ruhrgebiet mit einem Verbrenner Golf gehabt, die kleine Tochter als Beifahrer - die wollte eigentlich garnicht duuurch fahren. Er hat mir die gesamte Dauer dargelegt. Das hätte JEDER mit einer ZOE40 an 22kW schneller erledigt. Und Strecken über 300 KM fahren die normalen Leute max. 5x im Jahr. Nochmal, zu was sich am max. möglichen aufhalten, wenn man 90 Prozent der Leute mit viel weniger abholen könnte? Wenn ich mich so umschaue, liegt es weniger an der brutalen Ladeleistung, sondern an den Falschparkern, den defekten Säulen oder an dem Ladekartenkindergartengedönes, damit die Leute sich ein elektrischen Auto zulegen.
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