Supercharger V3 mit 250 kW

Infos zu Tesla Schnellladestationen...

Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Abgemeldet 06-2018 » 8. Mai 2018, 15:20

Ich zitiere den "Experten" hier nochmal:
Tesla zum Beispiel verwendet noch die 18650, eine 2,9- beziehungsweise jetzt neu eine 3,4-Ah-Zelle. Das ist die Rundzelle, die jeder aus elektrischen Geräten im Haushalt kennt. Mit einer Nickel-Kobalt-Aluminium-Kathode und Graphit auf der Anode und mit ein bisschen Silizium versetzt. Da ist die Lebensdauer nicht sehr hoch. Renault nimmt eine NCM-Pouch-Zelle. Die ist schon besser. Pouch-Zellen sind flach und haben eine Aluminiumfolie als Außenhaut. Der Nachteil ist, dass sie irgendwann aufblähen, das begrenzt die Lebenszeit. State of the Art sind die Zellen, die im BMW i3 verwendet werden. Eine Nickel-Kobalt-Mangan-Zelle mit Festkern. Das heißt, mit einem festen Aluminiumgehäuse, laserverschweißt. Die ist so aufgebaut, dass sie 20 Jahre Lebenszeit hat.


Vielleicht ist dem entgangen, dass für eine Batterie das Temperatur- und Lademanagement sowie die Qualität der Zellfertigung viel wichtiger für die Lebensdauer sind als die Daten auf dem Papier. Zudem ist es arrogant von ihm zu glauben, dass er die exakte Zellchemie von Tesla kennt.

Aber gut, der Komiker hat die Lebensdauer eines normal genutzten Tesla-Akkus in Kalifornien auch auf 4 Jahre geschätzt und prophezeit, dass der Kunde dann nicht bereit wäre 20.000 Euro auszugeben :lol:
Wenn der Typ sich mit der aktuellen Lithium-Ionen-Technologie auskennt wie kein Zweiter, dann sind bei Tesla offenbar wirklich nur Götter am Werk oder Deutschland steht noch schlechter da als befürchtet.
 
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von OS-Electric-Drive » 8. Mai 2018, 15:33

Danke @HH, genau das meine ich! Die ganzen Naysayer haben doch damals so argumentiert, wie viele heute über die schnelle Ladung. Glaubst irgendjemand ernsthaft daran, dass sich BEVs massenhaft durchsetzen (Marktanteil >50%) Mit einer Ladeleistung von 110kW? Mit 350kW oder größer geht die Sache los und das werden die Leute lösen in den nächsten 5 Jahren.
Wenn ich mir die Entwicklung der Ladeleistung in den letzen 7 Jahren anschaue (Roadster bis MX100D) dann mache ich mir da überhaupt keine Sorgen dass das nicht geht.
Du wirst das auch beim M3 sehen, hier kannst Du locker davon ausgehen dass heute in 3 Jahren die Ladung am SUC schon deutlich schneller sein wird.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Helmut1 » 8. Mai 2018, 15:38

Ich denke das Sven Bauer einer der Top Vollpfosten ist, bedarf keiner weiteren Diskussion.

Aber das die I3 Akkus sehr stark degenerieren ist ja wohl nicht so bekannt.
OS elektrik drive aus unseren Forum hat doch auch einen ganz frühen I3. Aber der hat doch in der Beziehung doch noch nicht geschimpft, oder habe ich da was verpasst? Gibt es da noch mehr Berichte? Das sollte einen eigenen Thread wert sein.
Zuletzt geändert von Helmut1 am 8. Mai 2018, 15:47, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von jekruege » 8. Mai 2018, 15:41

Mein i3 von 2012 hat noch 18,5 kWh netto laut Bordcomputer.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von OS-Electric-Drive » 8. Mai 2018, 15:49

Der i3 Akku ist top nur halt viel zu klein :-) Und genau da kommt das Problem, viel Platz, viel Leistung, wenig Energiedichte!
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von fränki1 » 8. Mai 2018, 16:15

OS Electric Drive hat geschrieben:Danke @HH, genau das meine ich! Die ganzen Naysayer haben doch damals so argumentiert, wie viele heute über die schnelle Ladung. Glaubst irgendjemand ernsthaft daran, dass sich BEVs massenhaft durchsetzen (Marktanteil >50%) Mit einer Ladeleistung von 110kW? Mit 350kW oder größer geht die Sache los und das werden die Leute lösen in den nächsten 5 Jahren.
Wenn ich mir die Entwicklung der Ladeleistung in den letzen 7 Jahren anschaue (Roadster bis MX100D) dann mache ich mir da überhaupt keine Sorgen dass das nicht geht.
Du wirst das auch beim M3 sehen, hier kannst Du locker davon ausgehen dass heute in 3 Jahren die Ladung am SUC schon deutlich schneller sein wird.

Ehrlich gesagt glaube ich noch nicht so richtig dran, dass das Schnellladen in Zukunft dominieren wird. in zehn bis 15 Jahren werden wir Akkus zur Verfügung haben, die 200 KWh und mehr Kapazität haben. Damit sind auch im Winter unter schlechtesten Bedingungen 600 und mehr km am Stück Standard. Der typische "Kilometerfresser" kann sicher auch 1000 km Reichweite bekommen. Damit dürfte das Schnellladen eher zur Ausnahme werden, zumal der Strom dann sicher Sekunden genau abgerechnet wird. Dann dürfte die KWh am Schnelllader in der Haupturlaubszeit auf der Autobahn schell über einen € kosten. Da dürften dann die meisten genügsam laden, wenn der Strom billig ist.
Einzige Bedingung sind entsprechend große Akkus. Dann ist die klassische "Tanke" schnell ein Auslaufmodell.
 
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von OS-Electric-Drive » 8. Mai 2018, 16:29

Warum soll das so sein? Wo soll ich denn den billigen Strom herbekommen? Aktuell sieht es eher danach aus, dass langsames Laden teuer ist als schnelles Laden was ja auch absolut Sinn ergibt. Wo sollen die ganzen Autos die alle auf der Straße parken oder sonst wo abgestellt werden geladen werden? Ich habe heute mit einem Tesla Mitarbeiter telefoniert der auf der BAB unterwegs war. Wir hatten zwei Abbrüche während des Gespräches. Wenn ich unterwegs bin fliegt regelmäßig das Gespräch raus. Und seit wann haben wir Mobiltelefone?
Aber keiner kann in die Zukunft schauen von daher denke ich ist beides vorstellbar, für mich gerade zwar nur die Variante mit höherer Leistung aber wir werden sehen.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von fränki1 » 8. Mai 2018, 16:45

@OS electric drive
Also ich lese ungerne in der Glaskugel, aber was 100% sicher ist, das mit zunehmender Elektromobilisierung die Preise für das Schnelladen extrem steigen. Ja und ich tanke schon seit vielen Jahren nicht mehr an der Autobahn und da geht es in der regel nur um 10 Cent pro Liter.
 
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von OS-Electric-Drive » 8. Mai 2018, 16:52

Wer redet denn von Autobahn, ich rede von Tanken mit hoher Leistung, was es an der BAB geben wird (gibt es auch trotz 100l Tank beim Cayenne und ca. 1200km Reichweite) und eben auch in den urbanen und sub urbanen Gebieten.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von fränki1 » 8. Mai 2018, 17:37

Es ist ja auch eher die Ausnahme, dass der Porsche Fahrer eine Tankstelle in der Garage hat :lol:
Eine Großtankstelle hat aber locker 20 Tankplätze, die von der Kapazität her locker 60 bis 60 350 KW Ladern entsprechen. Wir reden also von einem Ladeanschluss von 20 MW, der vorgehalten werden muss. Das geht schon mal richtig ins Geld. Zu Hause kann das auto mit dem 200 KWh Akku in Zukunft gleich noch Heimspeicher und Netzstabilisator spielen. Selbst wenn der Durchschittsfahrer 20000 Km im Jahr fährt und satte 30 KWh auf 100 km braucht, sind das lächerliche 6 MWh im Jahr. Das geht im Notfall mit einer 16 A Steckdose mit 230V wenn ich das Auto 1700 H im Jahr an den Lader hänge. Das sind also knapp 5 Stunden am Tag. Jetzt noch ein vollautomatischer Induktionslader und eine Einparkautomatik für das Fuhrwerk und keiner denkt mehr über einen Schnellader nach.
Bleibt die Frage, ob das autonome Fahren in der Zukunft das Privat KFZ überflüssig macht. Aber auch dann macht es keinen Sinn die Akkus unnütz zu quälen. Übrigens ist vollautomatisches Induktionsladen technisch auch recht anspruchsvoll und damit teuer, denn es wird ein zusätzliches Leistungsteil im Auto benötigt. Von Teslas Roboterrüssel habe ich auch nichts mehr gehört.
 
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