Supercharger V3 mit 250 kW

Infos zu Tesla Schnellladestationen...

Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von OS-Electric-Drive » 3. Mai 2018, 22:24

Ich gehe von zwei Themen aus. Kühlung und verbessere Technologie. Unser i3 kann 50kW mit 18kWh nutzbar was grob 2,8C bedeutet. Ohne verbesserte Kühlung müsste der Akku nur 125kWh nutzbar haben. Ich gehe bei Porsche von extremer Kühlung aus und somit von keiner besonderen Belastung des Akkus.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von volker » 3. Mai 2018, 23:07

Der i3 Akku mit den 60Ah Zellen illustriert das Problem recht gut. Wie OSE schreibt, kann man die ~18kWh netto mit 2,8C laden.
Warum geht das nicht auch bei einem Tesla-Pack?

Es hat damit zu tun, dass der i3 Akku 250kg wiegt. Die Energiedichte ist also niedrig: 72Wh/kg. Die verwendeten Zellen haben viel passives Material, das einfach nur Strom leitet, aber keine Energie speichert. Damit können die hohen Ströme gut an das aktive Elektrodenmaterial verteilt werden und die Erwärmung dabei bleibt gering. Eine niedrige Erwärmung ist wichtig für die Lebensdauer.

Der 90er Tesla Akku dagegen speichert 82kWh netto und wiegt ca. 600kg. Die Energiedichte ist fast doppelt so hoch wie beim i3: 130kWh/kg, dafür hält der Akku aber eine Ladeleistung von 1,1C nur bis etwa 70% aus.

So und nun die Preisfrage: In einen PKW passt ein Akku mit maximal 670kg rein. Lege ich den wie beim Tesla S100D aus, erhalte ich 600km NEFZ Reichweite bei einer Ladezeit 0-80% von 40 Minuten. Lege ich ihn wie beim i3 mit 60Ah Zellen aus, erhalte ich 48kWh, also etwa 300km Reichweite, aber ich bin in 15 Minuten auf 80% geladen.

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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von snooper77 » 3. Mai 2018, 23:10

OS Electric Drive hat geschrieben:Und Daimler und Co haben 2012 gesagt, dass man kein Auto bauen kann das 400km weit kommt.


Quelle?
85D silber (blau foliert), 19", bestätigt 18.11.2014, VIN seit 16.02.2015, Produktion 02.04., Transport 08.04., Abholung 09.06.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von redvienna » 3. Mai 2018, 23:18

Wie schnell wohl die Teslas mit 200 - 250 kW laden werden ?


https://youtu.be/RNd6FsTC6eA
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von OS-Electric-Drive » 3. Mai 2018, 23:20

Ich meinte das allgemein, die haben sich doch immer über Tesla lustig gemacht, wie es heute noch immer passiert.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von prodatron » 4. Mai 2018, 01:20

volker hat geschrieben:So und nun die Preisfrage: In einen PKW passt ein Akku mit maximal 670kg rein. Lege ich den wie beim Tesla S100D aus, erhalte ich 600km NEFZ Reichweite bei einer Ladezeit 0-80% von 40 Minuten. Lege ich ihn wie beim i3 mit 60Ah Zellen aus, erhalte ich 48kWh, also etwa 300km Reichweite, aber ich bin in 15 Minuten auf 80% geladen.

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Danke Volker, jetzt hab ich's kapiert! Das erklärt für mich jetzt auch Elons Aussage!
Und ja, da ist der Tesla Ansatz definitiv besser :)
Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von einstern » 4. Mai 2018, 03:36

M3-75 hat geschrieben:Porsche braucht die 350kw vor allem um eine standesgemäße autobahngeschwindigkeit bieten zu können.
Beim doppelten Verbrauch muss man auch doppelt so schnell laden, sonst wird's nur peinlich. Die Lebensdauer ist da wurscht ;-)

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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von ElDuderino » 4. Mai 2018, 04:29

Elon's bzw. JB's Aussagen bezüglich den Trade-Offs beim Laden mit 350 kW fand ich sehr interessant.
Noch interessanter wird's aber, sobald wir wissen, wie Porsche damit umgeht.
Geringere Energiedichte? Grössere (und schwerere) Akkus? Kürzere Lebensdauer?
Oder haben Sie einen magischen Trick gefunden, der ein längeres Laden mit hohen Strömen erlaubt, ohne die oben erwähnten, negativen Trade-Offs...?
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von juanmax » 4. Mai 2018, 07:52

prodatron hat geschrieben:
volker hat geschrieben:So und nun die Preisfrage: In einen PKW passt ein Akku mit maximal 670kg rein. Lege ich den wie beim Tesla S100D aus, erhalte ich 600km NEFZ Reichweite bei einer Ladezeit 0-80% von 40 Minuten. Lege ich ihn wie beim i3 mit 60Ah Zellen aus, erhalte ich 48kWh, also etwa 300km Reichweite, aber ich bin in 15 Minuten auf 80% geladen.

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Der Ioniq EV Nutz die andere Ansatz und die e-mobilisten finden das richtig gut. Also ein obvious winner gibt es ein scheint nicht.
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Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von fränki1 » 4. Mai 2018, 07:53

volker hat geschrieben:Der i3 Akku mit den 60Ah Zellen illustriert das Problem recht gut. Wie OSE schreibt, kann man die ~18kWh netto mit 2,8C laden.
Warum geht das nicht auch bei einem Tesla-Pack?

Es hat damit zu tun, dass der i3 Akku 250kg wiegt. Die Energiedichte ist also niedrig: 72Wh/kg. Die verwendeten Zellen haben viel passives Material, das einfach nur Strom leitet, aber keine Energie speichert. Damit können die hohen Ströme gut an das aktive Elektrodenmaterial verteilt werden und die Erwärmung dabei bleibt gering. Eine niedrige Erwärmung ist wichtig für die Lebensdauer.

Der 90er Tesla Akku dagegen speichert 82kWh netto und wiegt ca. 600kg. Die Energiedichte ist fast doppelt so hoch wie beim i3: 130kWh/kg, dafür hält der Akku aber eine Ladeleistung von 1,1C nur bis etwa 70% aus.

So und nun die Preisfrage: In einen PKW passt ein Akku mit maximal 670kg rein. Lege ich den wie beim Tesla S100D aus, erhalte ich 600km NEFZ Reichweite bei einer Ladezeit 0-80% von 40 Minuten. Lege ich ihn wie beim i3 mit 60Ah Zellen aus, erhalte ich 48kWh, also etwa 300km Reichweite, aber ich bin in 15 Minuten auf 80% geladen.

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Das ist natürlich eine sehr stark vereinfachte Sichtweise. Die Realität ist deutlich komplexer, sodass sich in Zukunft viele "Stellschrauben" finden lassen. Hier einige Beispiele: Zunächst hat jede Akkuchemie einen anderen Ladewirkungsgrad, wodurch der Wärmeanfall entsprechend unterschiedlich ist. Auch die Wärmeleitfähigkeit hängt vom Aufbau und den verwendeten Materialien ab. Auch die Temperaturempfindlichkeit der Zellen ist unterschiedlich. Übrigens auch die Bauform spielt eine wichtige Rolle. Tesla verendet im X und S die 18650 mit einem Durchmesser von 18 mm. Der Weg der Wärme bis zur Außenhaut ist also max. 9 mm. Die Hülle ist aus Metall und lässt sich effizient kühlen.
Es gibt für die Zukunft also genügend mögliche Lösungsansätze.
 
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