Tesla und die LSV in Deutschland

Infos zu Tesla Schnellladestationen...

Re: Tesla erweitert Supercharger um CCS?

von Helmut1 » 1. Feb 2016, 18:10

reniswiss hat geschrieben:Eine weitere Verdichtung des SuC-Netzes halte ich übrigens auch für unsinnig. Die Standorte sind gut und ausreichend. Es braucht in Zukunft einfach viel mehr Stalls, aber wenn irgendwie möglich bloss nicht weiter verteilen. Ich will mit Standorten planen können, die immer genug Stalls haben und nicht meine Routenplanung ändern müssen, weil der Wunsch-SuC gerade überlastet ist. Umwege bringen niemanden weiter.

Je mehr Standorte da sind desto schneller werden die Ladeplätze wieder frei, weil man eher mit fast leerem Akku ankommen kann und mit nur mäßig gefülltem Akku weiterfahren kann. (schnellere Ladung bei niedrigem Akkustand)
Im Sinne der langfristigen Finanzierbarkeit der autolebenslangen "Umsonsttankgarantie" ist es aber natürlich besser nicht so viele Standorte zu haben, weil das umso mehr "Schmarotzerlader" anzieht. ( Leute die nur am SuC sind, weil es da im Gegensatz zum daheim laden kostenlos ist)
Zuletzt geändert von Helmut1 am 1. Feb 2016, 19:29, insgesamt 3-mal geändert.
M3 reserviert am 31.3 vormittags in Hamburg (Bei Ladenöffnung in der Schlange gestanden).
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Re: Tesla erweitert Supercharger um CCS?

von Retoe » 1. Feb 2016, 18:10

Ich bin der Meinung Tesla wird wohl kaum die eigenen Kunden wegen hoher SuC Nutzung anschreiben und dann einen anderen Hersteller an die von Tesla gebauten SuC zu lassen nur damit diese dadurch komplett ausgelastet sind. Denn sobald sich herumgesprochen hat, dass Tesla zwar tolle E-Autos baut und ein engmaschiges Ladesäulennetz hat aber dieses komplett dauerbelegt ist, werden wohl rasch die Verkaufszahlen wieder in den Keller gehen.
 
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Re: Tesla erweitert Supercharger um CCS?

von Montblanc Carrera » 1. Feb 2016, 18:21

Retoe hat geschrieben:Ich bin der Meinung Tesla wird wohl kaum die eigenen Kunden wegen hoher SuC Nutzung anschreiben und dann einen anderen Hersteller an die von Tesla gebauten SuC zu lassen nur damit diese dadurch komplett ausgelastet sind. Denn sobald sich herumgesprochen hat, dass Tesla zwar tolle E-Autos baut und ein engmaschiges Ladesäulennetz hat aber dieses komplett dauerbelegt ist, werden wohl rasch die Verkaufszahlen wieder in den Keller gehen.

Und hinzu kämen noch Ärger mit echten und vermeintlichen Kompatiblitätsproblen und das sich die Vertragspartner (die den Platz zur Verfügung stellen) evtl. ein anderes Klientel vorgestellt hat, etc.,
da kann man eigentlich nichts mit gewinnen.
 
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Re: Tesla erweitert Supercharger um CCS?

von TeeKay » 1. Feb 2016, 18:38

Die Vertragspartner werden sich mit dem Klientel arrangieren müssen. Model 3 Kunden werden kaum eine andere Kaufkraft haben als Fahrer von i3, e-Golf oder Leaf.
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Re: Tesla erweitert Supercharger um CCS?

von Montblanc Carrera » 1. Feb 2016, 18:44

TeeKay hat geschrieben:Die Vertragspartner werden sich mit dem Klientel arrangieren müssen. Model 3 Kunden werden kaum eine andere Kaufkraft haben als Fahrer von i3, e-Golf oder Leaf.

Naja, Model 3, in der Fahrzeugklasse 3er BMW, Audi A4, Mercedes C-Klasse ist schon was anderes als Golf und Leaf,
der i3 fährt als 2. (oder 3.) Wagen sowieso unter anderer Flagge.
 
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Re: Tesla erweitert Supercharger um CCS?

von ensor » 1. Feb 2016, 18:45

Es könnte ja ein Zeitabrechnungsmodell für Fremdfabrikate geben. 0,5 € pro Minute oder sowas. Registrierung online und Freischaltung via App, falls das Kommunikationsmodul im E-Auto nicht mit dem SuC zwecks Authentifizierung kommunizieren kann. Dann kann man seinen i3 laden, wenn man muss aber fährt auch weg, sobald der Ladestand ausreichend ist. Ich glaube nicht, dass dann "zugeparkt" wird und Homecharging am SuC wird auch unattraktiv. Da lädt man günstiger zuhause.
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Re: Tesla erweitert Supercharger um CCS?

von volker » 1. Feb 2016, 19:25

Diese Diskussion ähnelt mittlerweile sehr derjenigen im Thread "Auslastung der Supercharger." Dort wurde befürchtet, dass mit Model 3 die Dämme brechen und man mit seinem Model S lange Warteschlangen am Supercharger antrifft.

Mich erinnert das an eine Jet Set Party, wo über den drohenden Anstieg der Champagner-Preise lamentiert wird.

Bisher gab es in D keinen einzigen Vorfall, in dem sich zufällig begegnende Model S den Supercharger an seine Kapazitätsgrenze gebracht hätten. Immer waren es Ausfahrten oder Sternfahrten.
Wenn Tesla einen oder mehrere strategische Partner findet, die das SuC-Netz mit finanzieren, wird sich der Ausbau beschleunigen. Natürlich wird das nicht glatt laufen, einzelne Baustellen verzögern sich, oder Projekte müssen wieder abgeblasen werden. Das war bisher auch so.

Also freuen wir uns doch, wenn die Vision von Tesla über elektrische Langstreckenmobilität mehr Mitstreiter findet, die Autos mit +60kWh Akkus bauen.
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Re: Tesla erweitert Supercharger um CCS?

von ihaire » 1. Feb 2016, 19:32

ensor hat geschrieben:Es könnte ja ein Zeitabrechnungsmodell für Fremdfabrikate geben. [..]


Ich war bisher auch der Ansicht, dass das für das Model 3 optimal wäre. kbrandes hat hier meine Meinung aber geändert.

Wenn man für ein paar Euro pro Ladung die hohen heutigen Grundkosten (egal ob pro Jahr oder pro Auto/Batterie) umgehen kann, wird es ein Problem an Tagen mit Verkehrsspitzen geben, also Urlaubsreiseverkehr etc. Wer nur 2x pro Jahr Langstrecke fährt, zahlt dann vielleicht 30 Euro pro Jahr, nutzt die Charger aber wahrscheinlich genau an den Tagen, an denen sehr viel los ist. Das lässt sich nur per nutzungsunabhängiger Flatrate realisieren, oder der "Spontanlader" müsste an solchen Tagen mit starkem Verkehrsaufkommen ganz erhebliche Aufschläge akzeptieren, weit jenseits von 0,5€/min. Kostenbestimmend sind wohl weniger die Menge an kWh, die pro Jahr durch die Leitung fließen, oder die Minutenzahl, zu der Autos dort stehen, sondern hauptsächlich die Frage, wie viele Ladeplätze zur Spitzenzeit benötigt werden.

Ideal wäre wohl eine Mischung aus Grundbetrag (pro Jahr/Batterie/whatever) und einer "Schutzgebühr" pro Minute (natürlich nicht für Model S) – damit man einen Ansporn hat, den Platz so schnell es geht wieder freizumachen bzw. wo möglich zuhause zu laden, und damit auch die zur Spitzenzeit nötigen Chargerplätze reduziert. Vielleicht kann man die Schutzgebühr auch nur dann erheben, wenn an dem Tag viel Verkehr erwartet wird. Das bezieht sich jetzt auf CCS-Fremdfabrikate und von mir aus auch aufs Model 3.
 
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Re: Tesla erweitert Supercharger um CCS?

von Helmut1 » 1. Feb 2016, 20:10

Ich denke jede Form über den Preis Leute vom Laden in Spitzenzeiten abzuhalten ist sehr problematisch. Denn um damit eine Wirkung zu erzielen müsste der Preis sehr hoch sein und die Menschen würden sich dann abgezockt fühlen. Wir die wir jetzt darüber diskutieren begreifen natürlich die Situation, dass es durchaus fair sein kann für ein bisschen Strom und parken einen sehr hohen Preis zu bestimmten Zeiten abzugreifen. Der normale Kunde wird das aber negativ auffassen.
Der Super Gau wäre dann auch eine unfaire, mediale Berichterstattung: "Beim Teslasupercharger laden kostet... (verschweigen, dass es zu 99% an anderen Zeiten umsonst oder ganz günstig ist)."
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Re: Tesla erweitert Supercharger um CCS?

von Kleist » 2. Feb 2016, 10:37

Das EU Konzept das jede Ladestelle jedes Auto laden koennen muss ist total vermurkst... man stelle sich doch mal vor ein Porsche Mission E muss an seiner 800V Ladestelle eine Stunde oder laenger warten bis sich die anderen Langsamschnelladerautos gemuetlich am aufgezwungenem CCS aufgeladen haben - katastrophaler Konzeptfehler.

Langsam, langsamschnell, schnell und superschnell muessen strickt voneinander getrennt bleiben - ansonsten warten alle auf das Schlusslicht ( wie in der Schule wenn alle nicht schneller als der Klassenduemmste lernen duerfen ).

Die heutigen Stecker und Verguetungskonzepte sind schon jetzt voellig veraltet und werden nicht ueberleben was an Veraenderung auf uns zukommt... in 2025 - Mensch guckt dir doch mal den alten Kram an.
 
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