Umstieg von einem Q5 mit Schwerpunkt ACC?

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Umstieg von einem Q5 mit Schwerpunkt ACC?

von cege » 12. Okt 2019, 19:11

Hallo Tesla-Freunde,

seit einigen Wochen mache ich mir ernsthaft Gedanken um ein neues Auto, weil mein derzeitiger Wagen mit 235.000km schon ordentlich was auf dem Buckel hat. Wie sieht die Ausgangslage aus?

Ich fahre seit 7 Jahren einen sehr gut ausgestatteten Audi Q5 als 6-Zyliner-Diesel mit 240PS - für mich der perfekte Wagen in Sachen Raumgefühl, Komfort, Sicherheit, Dynamik und Fahrspaß.
Einzig die Sache mit der Umweltthematik passt nicht mehr ganz in die heutige Zeit. Ich würde schon ganz gern ein Zeichen setzen, dennoch aber Freude am Fahren behalten.
Bei Tesla scheint man das zu bekommen - viele Stunden in den Foren und bei Youtube haben mir das gezeigt und mich etwas angefixt.

Der neue muss kein SUV sein - das Model X habe ich probegefahren, hat viel Spaß gemacht, aber nur mit zu viel Geld zu erkaufen.
Auch das Model Y interessiert mich nicht sonderlich, weil noch ein 2. SUV (BMW X1) im Haushalt vorhanden ist... für den Baumarkt oder den Grünabfall sollte das reichen.
Da mich vor der "neuen Zeit" immer ein Ford Mustang interessiert hat, wäre die logische Folge ein Tesla Model 3. Dies gefällt mir auch optisch sehr gut, allerdings habe ich mangels örtlicher Nähe zu Telsa noch keine Probefahrt gemacht.

Wie sieht mein Profil aus:
- 2-Personenhaushalt mit sporadisch anwesender Tochter (Studium)
- eigenes Haus mit großer Garage inkl. Drehstromanschluss, die Temperatur in der Garage sinkt auch im Winter kaum unter 10°
- Fahrprofil privat wäre Stadt und kleinere Überlandfahrten bis 100km, 2x im Jahr größere Strecken von 500-1200km
- dienstlich ist durchschnittlich pro Woche eine Fahrt über 1-2 Tage mit 100-400km (eine Strecke) üblich
- Fahrleistung im Jahr ca. 20-30 Tkm
- inzwischen fahre ich entspannt mit 150-160km/h

Sehr großen Wert lege ich auf das ACC - für mich die wichtigste Assistenzfunktion überhaupt. Bei meinem Q5 bremst es zwar nur bis 20km/h runter und hat noch keine Anfahrunterstützung, aber ansonsten funktioniert es einwandfrei. Und da sehe ich derzeit den größten Knackpunkt, wenn ich mir so die Berichte für das Model 3 ansehe. Umständliche Aktivierung (keine Übernahme der aktuellen Geschwindigkeit, in Verbindung mit dem einfachen Autopilot bei Spurwechsel jedes Mal neu zu aktivieren, Phantombremsungen etc.
Ich sage es ganz ehrlich - das könnte zum KO-Kriterium werden.
Der erweiterte Autopilot scheint mir auch noch nicht reif für wirklich entspanntes Fahren - eher so mit der permanent notwendigen Aufmerksamkeit "Macht er auch alles richtig?". Wo ich mir auch noch nicht sicher bin, wäre das Thema Sitz- und Einstiegshöhe.

Lass ich diese Bedenken mal beiseite würde ich spontan zu einem blauen Model 3 in der LR-AWD-Ausführung greifen, die 19"-Felgen und eine AHK (meist für den Fahrradträger, 2x im Jahr für einen kleinen Anhänger vom Nachbarn) dazu konfigurieren. Falls das autonome Fahren doch mal richtig ausgereift ist, würde ich es zukaufen.

Bin ich reif für einen Tesla oder ärgere ich mich nach der "Staun"- und "Geil"-Phase? Warte ich lieber noch auf einen Audi Q4 (kleiner etron)? Fragen über Fragen... :-)

Was meint Ihr zu meinen Überlegungen?

Viele Grüße
Carsten
 
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Re: Umstieg von einem Q5 mit Schwerpunkt ACC?

von Ludwig II » 12. Okt 2019, 23:14

War von einem guten ACC verwöhnt (Volvo, m.E. das beste, das es gibt, hatte Vergleiche zu Audi, BMW und Mercedes), da war das von Tesla eine herbe Enttäuschung.
Vor einigen Wochen gab es das V 10 update, alles ist spürbar besser geworden, kommt aber noch nicht an den Volvo ran.
Geht die Entwicklung so weiter, dann ist das Tesla ACC in einem dreiviertel Jahr so weit.
Habe den Volvo noch, kann also recht gut vergleichen.
Das Model 3 habe ich seit Ende August, im Frühjahr hatte ich für fünf Wochen ein Model S.
Weiterentwicklung ja, Luft nach oben dennoch.
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Re: Umstieg von einem Q5 mit Schwerpunkt ACC?

von Grey Shark » 12. Okt 2019, 23:26

Tesla immer kaufen. Das er Spurenwechsel nur mit FSD macht ist natürlich mist.

Und das du auf deutschen Autobahnen 160 kmh fährst, wo überall nur 120 oder weniger erlaubt ist, respekt.
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Re: Umstieg von einem Q5 mit Schwerpunkt ACC?

von macener » 12. Okt 2019, 23:26

Schön, dass du dich nach etwas umweltfreundlicherem umsiehst.

Leistung: Gerade bis 150 km/h ist ein Model 3 nicht zu vergleichen mit Mustang oder dem Q5, die Leistungsentfaltung ist spontan und meist viel üppiger vorhanden als nötig.

Autopilot: Das Thema ist wirklich viel diskutiert. Seit Version 10 hat sich jedoch einiges verbessert. Siehe dazu das Thema zu V10. Phantombremsungen gibt es nur noch sehr selten. Die Aktivierung des Autopiloten war noch nie wirklich umständlich, allerdings ist das Einstellen der Geschwindigkeit manchmal etwas nervig. Bei Tesla ist das jedoch nicht in Stein gemeißelt und kann sicher jederzeit (positiv wie negativ) ändern. Beim Thema Lenkassistent ist Tesla wirklich Weltklasse, der ACC (oder TACC) genannt ist eher unterdurchschnittlich. In den nervigsten Situationen wie Stau ist der Autopilot ein große Entlastung.

"Wo ich mir auch noch nicht sicher bin, wäre das Thema Sitz- und Einstiegshöhe."

Das könnte eher das KO Kriterium werden. Das Model 3 ist, naja, etwas sportlicher als der Q5. Das merkt man sofort beim Einsteigen. Ich bin selbst ein junger Testfahrer und ich kenne jemanden im Bekanntenkreis (im Ruhestandsalter), der aufgrund der Sitzposition lieber auf den ID3 wartet. Daher empfehle ich dir, dich wenigstens mal rein zu setzen. Vom Sitz und Fahren her wird es wahrscheinlich überzeugend sein. Einsteigen, naja.

Im Vergleich zum aktuellen e-tron hat das Model 3 wesentlich mehr Reichweite, lädt schneller, fährt schneller, beschleunigt besser, und ist im Innenraum etwas lauter.
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Re: Umstieg von einem Q5 mit Schwerpunkt ACC?

von twiederh » 12. Okt 2019, 23:33

Ich habe bisher einen Audi A4 BJ 2017 gefahren, den ich seitdem ich mein Model 3 habe nicht ein Mal mehr gefahren habe. Ich finde die ACC vom Tesla um Klassen besser, fahre aber auch eher 130 als 150 (die Tesla ACC funktioniert eh nur bis 150).
Ich bin mit dem Model 3 als erstes 650km nach Südtirol gefahren, wenn man sich hinter ein anderes Auto hängt, fährt man extrem entspannt. Vor allem nachdem ich jetzt noch entdeckt habe, dass ich bei Geschwindigkeitsbeschränkungen nur auf das Schild mit der Höchstgeschwindigkeit auf dem Bildschirm tippen muss, finde ich die ACC richtig gut. Beim Audi musste ich sie ständig wieder neu einschalten,weil ich manuell bremsen musste, beim Model 3 hatte ich das auf lange Strecken nicht. Wie das ist, wenn man wirklich die ACC auf 150km/h einstellt, weiß ich nicht.

Aber: das Model 3 hat keine Schildererkennung und die Erkennung über GPS funktioniert nicht immer zuverlässig.

Was das Einsteigen betrifft: mit Easy Entry kann man zum Ein- und Aussteigen das Lenkrad hoch und den Sitz zurück fahren, das ist schon bequem.
Zuletzt geändert von twiederh am 12. Okt 2019, 23:39, insgesamt 1-mal geändert.
Reichweitenangst bei Elektroautos ist etwas, was nur Verbrennerfahrer haben.

1500 km Supercharger für Dich und mich: https://ts.la/thomas86094

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Re: Umstieg von einem Q5 mit Schwerpunkt ACC?

von AndyMt » 12. Okt 2019, 23:36

Ich hab auch den Vergleich mit Volvo (zwar nur ein V40 von 2013) und ja - dessen ACC war sehr viel besser als die vom Model 3. Die V10 hat daran leider nichts geändert. Phantombremsungen gabs beim Volvo in 5 Jahren keine einzige. Beim Model 3 leider mehr oder weniger bei jeder Fahrt. Die sture Übernahme des angeblichen Geschwindigkeitslimits macht es noch viel schlimmer. Seit 18 Monaten hat sich an diesem Punkt nichts geändert, obwohl es oft kritisiert wird.
Wer viel Autobahn fährt und TACC und AP nur dort nutzt dürfte damit allerdings recht zufrieden sein: Lenken tut der AP wirklich sehr gut und die TACC regelt den Abstand inzwischen recht angenehm (abgesehen von Phantombremsungen). Ich benötige die TACC aber auch viel Überland, Agglomeration und Innerorts mit wechselnden dynamischen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Dort ist die TACC deswegen völlig nutzlos, zusätzlich zu Phantombremsungen auf engeren Strassen bei Gegenverkehr.
Ich hab so die Nase voll davon, dass ich am 25.10. einen Termin im SeC Bern habe: zur Deaktivierung von AP und TACC - also Entfernung des kleinen AP (so wie ich eigentlich auch bestellt hatte). Danach werde ich nur noch einen "dummen" Tempomat haben ohne Abstandsregelung. Aber damit werde ich Phantombremsungen und die falsche Geschwindigkeitsübernahme los sein. Es tut zwar weh, aber ich freu mich schon auf den Tag, ich hoffe nur, dass das auch wirklich klappt.
Tesla M LR-AWD Rot/Schwarz/18" leider mit TACC/AP...
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Re: Umstieg von einem Q5 mit Schwerpunkt ACC?

von Faxenmacher » 13. Okt 2019, 04:21

Ich war in einer ähnlichen Situation wie du. Habe vorher 'n PS-starken MB-GLK mit allem Pipapo gefahren, mit ähnlichen Gedanken wie du. Habe keine Probleme beim Einsteigen, auch wenn ich mich etwas bücken muss. Sitzen im Model 3 ist super! Bin ein Sitzriese (langer Rücken & 185 cm) und habe jede Luft nach oben. Selbst wenn ich den Sitz ganz hoch fahre, komme ich noch nicht ans Dach dran.

Ja, der TACC ist umständlicher zu bedienen, das war auch meine große Sorge! Alles halb so wild - man gewöhnt sich an allem ;)

Was ich wirklich vermisse ist 'ne 360* Kamera beim Einparken.

Besuche ein Tesla-Store, mach da deine M3 Probefahrt, und drücke 'ne Woche später zusammen mit dem Verkaufsberater auf‘s Bestellknöpfchen. Bei mir hat sich genau das gelohnt #thumbsup

Traust du dich auch blau mit weißer Innenausstattung? Ich find's voll gut!

Gruß vom Faxenmacher!
seit 09.19 M3 LR-AWD blau/weiss, VIN 420xxx

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Re: Umstieg von einem Q5 mit Schwerpunkt ACC?

von ereboos » 13. Okt 2019, 10:24

der Autopilot im Model 3 ist super um entspannt auf der Autobahn zu fahren!

ja, die Geschwindigkeitseinstellung ist manchmal etwas nervig, aber man aktiviert den Tempomant idR nur einmal.
Ich lasse den AP den Spurwechsel machen, das ist sehr entspannt und klappt meist tadellos.

Ohne FSD kann man den Tempomant laufen lassen und nur das lenken manuell übernhemen. Der Lenkpilot lässt sich danach erneut aktivieren. Da der Tempomant ja weiterläuft muss man auch die Geschwindigkeit nicht neu einstellen, passt also!


Ansonsten ist ja bei dir alles perfekt, TG + Strom dort. Wunderbar!
 
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Re: Umstieg von einem Q5 mit Schwerpunkt ACC?

von cege » 13. Okt 2019, 10:31

Thema Geschwindigkeit:
Bin von Maximum in Kombination mit einem Dienstwagen auf ACC 160km/h seit ein paar Jahren runter, weil es einfach viel entspannter ist. Ich höre viel Hörbuch beim Autofahren und dann lieber ein paar Minuten später am Ziel, als die Hälfte des Buches verpasst.
Für das Klima bin ich bereit auf 140km/h runterzugehen... habe ich die letzten Fahrten probeweise einfach mal genutzt... tut nicht weh. Wenn es mich juckt oder ein Nichtkonstantfahrer vor mir nervt, eben mal schnell beschleunigt.. man hat es ja.

Mein Alter und Zustand ( ;) ):
Anfang 50, aber in sehr guter geistiger und körperlicher Verfassung. Das Ein- und Aussteigen ist nicht so das Thema - eher dann das bequeme Sitzen inkl. Beinstellung. Bin 1,87m mit eher langen Beinen. Diese stelle ich gerne so oft es geht bequem ab, wenn ACC aktiv ist - auch in der Stadt.

Die Farbe:
Innen weiß sieht zwar toll aus, aber da ich oft mit blue Jeans unterwegs bin, geht das eher nicht.

Der Abstandstempomat:
Ja, wie mir scheint, ist das wirklich das einzige echte Hinderniss. Ich befürchte nun, dass ich bei einer Probefahrt sofort derart angefixt werde, dass ich auch "kaufen" drücke. Ging mir beim Model X damals so, aber die fehlenden Münzen in der Portokasse hinderten mich erfolgreich dran.
 
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Re: Umstieg von einem Q5 mit Schwerpunkt ACC?

von virtubit » 14. Okt 2019, 22:11

Sicher ist: Man ist den Tesla Updates ausgeliefert. Manchmal gehts 1 Schritt zurück, danach wieder 2 vorwärts. Es kann sein, dass der ACC bald besser wird oder auch erst nochmals schlechter. Auf das lässt man sich ein wenn man einen Tesla kauft. Aber das ist bei fast jedem Smartphone und PC ja nicht anders...

Und das FSD erst kaufen wenn es wesentlich besser wird? Dann wird es auch wesentlich teuerer sein!

Beim ein- und aussteigen kann EasyEntry zwar helfen, doch tief bleibt tief.

ACC ist wirklich mühsam wenn man sich besseres gewohnt ist (dafür FSD mit Spur halten und wechseln super entspannend). Trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, dass du es doch kaufen wirst. Wie so viele andere auch die ihr Premium Fahrzeug für einen Tesla in Zahlung gegeben haben:
https://www.teslarati.com/tesla-effect- ... ar-market/

Wenn man mal länger in einem Tesla fahren konnte, kann man danach nicht mehr zurück. Ist wie beim ersten iPhone nach dem Nokia. Man kann nicht mehr zurück.
Base Performance / P3D- (2020.8.1) 18" FSD
Vorstellung: https://tff-forum.de/viewtopic.php?f=86&t=31063#p791962
https://ts.la/benjamin47031
 
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