Testberichte zum Model 3

Infos zum E-Mittelklasse-PKW...

Re: Testberichte zum Model 3

von General Elektrik » 19. Dez 2018, 16:30

Tesla232 hat geschrieben:Performance

Australien/ USA mit vielen Detailnoten.

Schnitt 8,8 aus 10.

https://www.caradvice.com.au/710180/201 ... ce-review/


Der Einbau des Frontbumper, das Spiegeldreieck und die Einpassung er Fahrertür im Video vermiesen es einem fast schon wieder... Das muss doch langsam mal besser werden. Sie haben immerhin schon über 100k davon produziert...
 
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Re: Testberichte zum Model 3

von Al3x » 19. Dez 2018, 17:16

Jaaa geht einfach nicht bei so einem teuren Auto.
Ich meine klar, der Antrieb zählt, aber das stört schon...

Wenn es mit den Auslieferungen losgeht sollten wir nach und nach sammeln oder eine Checkliste erstellen worauf man achten müsste bei Abholung des Fahrzeugs.
Model 3 am 13.10.2016 reserviert
Model 3 LR AWD white, AP, bestellt am 23.01.2019

Noch kein Liefertermin :'(
 
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Fahrbericht Model 3

von T-magazin » 7. Jan 2019, 15:33

Wahrscheinlich wird 2019 das Jahr des Tesla Model 3, auch in Deutschland. Michael Schmitt schrieb für das T-magazin einen ausführlichen Fahrbericht. Der kann nun vorab gelesen werden.

Ende Januar kommt das komplette gedruckte T-magazin heraus mit noch mehr Infos zum Model 3, aber auch anderen Themen aus der Welt der E-Mobilität und der erneuerbaren Energie.

Wer das T-magazin auf dem Postweg erhalten möchte, kann ein oder mehrere Exemplare gegen Versandkostenübernahme über https://shop.t-magazin.de/ bestellen.

Fahrbericht Model 3

Kein Auto bewegte in den letz-ten zwei Jahren die Elektro-Szene mehr als das Tesla Model 3. Heiß begehrt, hochgelobt und in großen Stückzahlen schon im Frühjahr 2016 vorbestellt, warten Dutzende deutsche Autojournalisten ungeduldig auf die Markteinführung hierzulande und die ersten Testkilometer. Ein Privileg, das mir, dank der Elektroautovermietung nextmove, schon Ende November zuteil wurde.


Nach dem E-cannonball machte mir Stefan Möller spontan das Angebot, ein frisch per Einzelabnahme für Deutschland zugelassenes Model 3 von Stuttgart nach Leipzig zu überführen. Vier Tage später saß ich im Zug und wurde mit dem blauen Elektroauto-Primus vom Bahnhof abgeholt.

Die ersten Blicke fielen auf die elegant geschwungene Limousine mit den gelungenen Proportionen und dem in der Herbstsonne strahlenden blauen Lackkleid. Als eingefleischter Limousinen-Verächter musste ich mir eingestehen, dass sich Tesla in Sachen Design nicht vor den deutschen Premiumherstellern verstecken muss. Allerdings blieb mein kritisches Auge nach der ersten Begeisterung ob des gelungenen Designs an der schief eingepassten Heckklappe hängen. Aber so eine Nachlässigkeit sollte man einem gerade mal seit zehn Jahren auf dem Markt agierenden Autohersteller verzeihen können.

Also nahm ich direkt hinter dem sportlich gestalteten Volant Platz und fand schnell eine angenehme Sitzposition. Alles fühlt sich richtig an, die Vordersitze bieten guten Komfort und guten Seitenhalt. Das Raumgefühl ist auch Dank des riesigen Glasdaches luftig und großzügig. Im Vergleich zu meinem letzten BMW fehlten mir bei den Sitzen nur die verstellbaren Seitenpolster und die herausziehbare Oberschenkelauflage. Dabei handelt es sich aber um das viel zitierte Klagen auf hohem Niveau.

Verarbeitung solide

Überhaupt begeisterte mich die Verarbeitungsqualität im Innenraum von der ersten Sekunde an. Die viel gescholtenen Verarbeitungsschwächen konnte ich zumindest im Interieur nicht feststellen. Ebenso die ausgewählten Materialien waren durchweg von solider Qualität und so, wie ich es von einem Fahrzeug in dieser Preisklasse erwarte. Natürlich fiel der Blick kurz darauf auf das prominent platzierte zentrale Display.

Es bedarf ein wenig der Eingewöhnung, bis man sich mit den Einstellmöglichkeiten und dem ungewohnten seitlich gerichteten Blick auf die Fahrgeschwindigkeit vertraut gemacht hat. So war es auch bei mir und ich fand diese Anordnung nach einiger Zeit nicht weiter störend. Einzig ein Head-up-Display stünde dem Model 3, nach meinem Geschmack, sicherlich gut zu Gesicht. Nachdem die wesentlichen Einstellungen vorgenommen und die grundsätzliche Bedienung verstanden war, ging es endlich los. Lautlos gleitete das Model 3
vom Hof und ein breites Grinsen machte sich auf meinem Gesicht breit. Im Stadtverkehr geht einfach nichts über einen Elektroantrieb. Kein Rattern, kein Knattern und keine Vibrationen dringen wie von einem Verbrennermotor zum Piloten durch. So habe ich es bei meinem Hyundai Kona Elektro kennengelernt und so präsentierte es sich mir auch beim Model 3.

Absolute Spaßkanone

Als ich schließlich das Ortsausgangsschild passierte, hieß es erstmalig das Gas... äh Strompedal Richtung Bodenblech zu pressen. Und der Vortrieb erfüllte meine Erwartungen. Wie von einem Katapult abgefeuert, prescht das Model 3 nach vorne. Durch den Heckantrieb kennt es zumindest auf trockener Straße kein Halten und Antriebseinflüsse in der Lenkung sind ihm natürlich völlig fremd.

Dennoch stellte sich nach einigen Kilometern der erste emotionale Dämpfer ein. Bei dem von mir gefahrenen US-Model sorgte die Federung zwar für ein narrensicheres Fahrverhalten, gar so viel Rückmeldung von den Straßenverhältnissen hätte es dann aber doch nicht bedurft. Mit anderen Worten: Mir fehlte es an Fahrkomfort. Gleiches galt dann für die in meinen Augen nicht dem Klassenstandard entsprechende Geräuschdämmung. Zu viel Abrollgeräusche von der Hinterachse und Straßenlärm dringen bei höherer Geschwindigkeit zum Fahrer durch. Da bleibt die Hoffnung, dass Tesla beim EU-Model nochmal nachbessert und diese Schwächen ausmerzt. Und auch bei der Lenkung könnte man in Sachen „Fahrbahnkontakt” noch etwas feinjustieren.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass das Model 3 eine absolute Spaßkanone ist und gerade auf der Landstraße den Fahrer das eine oder andere Loblied bei schnell durchfahrenden Kurven anstimmen lässt.

Unmengen an Stauraum

Schließlich zum nächtlichen Ladestopp zuhause angekommen (das US-Model kann ohne zusätzlichen Adapter nicht am Supercharger-Netz geladen werden), galt es den US-Schönling in Sachen Alltagsnutzen auf Herz und Nieren zu prüfen. Eine weit öffnende Heckklappe gibt einen riesigen Kofferraum frei, der zusätzlich unter dem Kofferraumboden und im Front-Kofferraum, offiziell als Frunk bezeichnet, Unmengen an Stauraum bietet. Damit lässt es sich auch zu fünft mit Sack und Pack problemlos reisen.

Missratene Rücksitzbank

Wäre da nur nicht die völlig missglückte Ergonomie der Rücksitzbank. Während die großzügige Kopffreiheit keine Wünsche offen lässt und die ausreichende Beinfreiheit kein wirklicher Grund zum Klagen ist, musste ich über den Sitzwinkel sowie die fehlende Unterstützung der Oberschenkel mehr als einmal die Nase rümpfen. Hier hat Tesla wohl schon, gegenüber dem von mir gefahrenen Fahrzeug, Nachbesserungen vorgenommen.

Energieeffizent & sportlich

Wie sieht es nun aber mit meinem Fazit aus zur zweitägigen Überführung vom Model 3? Ich finde es sensationell, was Tesla mit dem Model 3 auf die Räder gestellt hat. Das Fahrzeug lässt sich sowohl energieeffizient als auch sportlich bewegen und die Reichweite bei dem von mir gefahrenen Longrange-Model 3 setzt für ein Elektroauto die neue Benchmark. Dennoch bleibt ein fader Nachgeschmack.

Makel verzeihen

Die Schwächen beim Fahrkomfort und die inakzeptable Sitzposition auf der Rückbank wären für mich in dieser Preisklasse nur schwer zu schluckende Kröten. Wobei ich zugeben muss, dass ich bei mehrmaligem Nachdenken wahr-
scheinlich doch diese Makel verzeihen könnte und dem Model 3 Einlass in meine Garage gewähren würde. Allerdings steht dort schon der Hyundai Kona Elektro. Zwar hat auch dieser die eine oder andere Schwäche, aber gibt es einen Grund für mich, diesen gegen ein Model 3 zu tauschen? Die Antwort ist ein klares Nein.

Michael Schmitt

Michael Schmitt aus Hofbieber ist einer der beiden Initiatoren des E-Cannonballs. Der begeisterte Fahrer eines Hyundai Kona Elektro durfte für den Elektroautovermieter nextmove ein Tesla Model 3 von Stuttgart nach Leipzig überführen.
In zwei Tagen erfuhr er Sonnen- und Schattenseiten. Auch wenn es sich um ein frühes Fahrzeug handelt, welches als US-Modell weder das Laden am Supercharger noch den Einsatz vollumfänglicher Navigation ermöglicht, konnte er persönliche Eindrücke sammeln, die er exklusiv für das T-magazin zu Papier brachte.
Augenzwinkernd bezweifelte er allerdings, dass seine teilweise deutliche Kritik am Model 3 überhaupt abgedruckt wird. Das T-magazin nutzt die Gelegenheit, seine Unabhängigkeit von Tesla zu demonstrieren und macht es. Auf seinem YouTube-Kanal „Michael S.“ finden sich darüber hinaus einige Videos von seinen Erlebnissen mit dem Model 3.
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Re: Fahrbericht Model 3

von ulmerle » 7. Jan 2019, 17:21

Weder das harte Fahrwerk noch die Beinauflage werden beim EU Model ein Problem sein. Der Testwagen aus den USA ist aus 2017, mit Hinterradantrieb und Ganzjahresreifen. Die Beinauflage der Rücksitzbank und das Fahrwerk wurden in der laufenden Serie schon geändert.
Sorry Schmitt, setzen, 6 und raus! :lol:
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Re: Fahrbericht Model 3

von GBP » 7. Jan 2019, 18:03

Ganz ehrlich - ich würde es mir verkneifen, den Bericht rauszuhauen, da wie von ulmerle schon angemerkt, ein Model 3 getestet wurde, wie es hier nicht auf den Markt kommen wird.
Das verfälscht doch total.
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Re: Testberichte zum Model 3

von lintorfer » 7. Jan 2019, 19:30

Das Thema hatten wir heute detailliert zur Motorentechnik des Model3
Hier nimmt sich noch einmal teslarati des Themas an.
Der anerkannte Spezialist der "alten Schule", Sandy Munro, ist begeistert vom Model3 und sieht eine riesige Zukunft für Tesla.

Tesla Model 3 production in Gigafactory 3 could ‘make a gazillion bucks:’ teardown expert


https://www.teslarati.com/tesla-model-3 ... wn-update/
Es ist nicht die stärkste der Spezies noch die intelligenteste, die überlebt.
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Re: Fahrbericht Model 3

von airmax » 7. Jan 2019, 21:08

Ich fand die Beinauflage im Showroom auch nicht prall. Viel verbessert wurde da nicht.
Model 3 LR AWD - reserviert 31.3.16, bestellt 21.12.18, Schlussrechnung mit VIN 12.2.19, kein Liefertermin.
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Re: Fahrbericht Model 3

von eberschnulli » 7. Jan 2019, 21:15

airmax hat geschrieben:Ich fand die Beinauflage im Showroom auch nicht prall. Viel verbessert wurde da nicht.


Das Model 3 in Zürich hat noch die alte Rückbank. War bei deinem schon die neue drin?
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Re: Fahrbericht Model 3

von Hein Mück » 7. Jan 2019, 21:43

airmax hat geschrieben:Ich fand die Beinauflage im Showroom auch nicht prall.

Dito (VIN >133000), habe aber keine Ahnung, wie es vor der Verbesserung war.

Bye Thomas
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Re: Fahrbericht Model 3

von Tauron » 7. Jan 2019, 23:38

kurze Frage, warum gibt es diesen Beitrag, wenn es doch schon einen zu "Testberichte Model 3"
hier gibt viewtopic.php?f=62&t=20739
Grüße
Model 3 Performance Bestellung März 2019
Bis dahin Smart ED.
A45 09/16 verkauft.
Elon Musk ist der Einstein des 21. Jahrhunderts.
 
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