Endlich erste Fakten von Tesla!

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Re: Endlich erste Fakten von Tesla!

von redvienna » 30. Mai 2017, 09:21

Achtung hier werden wieder mal NEFZ (EUROPA) und EPA (USA) verwechselt.

Opel Ampera E / Chevrolet Bolt NEFZ 520 km EPA 385 km / 238 miles

Tesla Model 3 MINDESTENS 215 miles EPA also vermutlich rund 470 km nach NEFZ

Bei höheren Geschwindigkeiten ist das M3 aber sicher effizienter da niedrigerer CW-Wert.

Also sind auch ~ 500 km denkbar.
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Re: Endlich erste Fakten von Tesla!

von cer » 30. Mai 2017, 09:29

rollmops hat geschrieben:(der Ampera e wird mit 500KM angegegen und da sollte ca. 340km realistisch ein)
https://www.golem.de/news/elektroauto-t ... 26943.html
Wenn das M3 mit 350KM angegeben wird, wieso sollter der weiterkommen?


Vorschlag zur Lösung: Weil die Angabe "520 km Reichweite " des Opel nach NEFZ ist während die 345 km des Model 3 nach EPA erreicht werden.
345 > 340.
Gehe ich davon aus, dass das Model 3 in Grundausstattung – wie der Ampera-e – 60 kWh bekommt, dann wird wegen geringerer Stirnfläche und besserer Effizienz des Model 3 ganz logisch etwas mehr Reichweite haben.

Eine 310 km - Tour ohne Pause wirst du aber mit beiden nicht souverän schaffen. Da wäre dann die 75 kWh-Version des Model 3 angesagt.
 
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Re: Endlich erste Fakten von Tesla!

von Yellow » 30. Mai 2017, 09:44

rollmops hat geschrieben:Ich benötige tatsächlich eine min. Reichweite von ca. 310KM. Sommer wie Winter und auch hauptsächlich Autobahn 130km/h, da ich eine Strecke Köln Holland/Zeeland öfter fahe ...

Das wird nix!
Mindestens(!) 310 km im Winter (schlimmste Konstellation: 3 Grad und starker Regen) bei 130 km/h würde ich persönlich nur einem Model S 100D zutrauen.
Das Problem ist aber nicht die Reichweite sondern die persönliche Anforderung. Könntest Du z.B. damit leben, die Geschwindigkeit bei ungünstigen Wetterbedingungen auf 120, 110 oder auch mal 100 km/h zu reduzieren, dann ist das möglich.

rollmops hat geschrieben:...und nicht kurz vor dem Ziel 1-2 Std. nachladen möchte.

Dann würdest Du aber keinen Tesla Supercharger nutzen!? Denn dann müsstest Du nach 100 - 200 km nur 15 - 20 Minuten laden, um Deine 310 km sicher zu erreichen.
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Re: Endlich erste Fakten von Tesla!

von Mathie » 30. Mai 2017, 09:50

rollmops hat geschrieben: nicht kurz vor dem Ziel 1-2 Std. nachladen möchte.
Bin ich mit dem Tesla M3 überhaupt auf der sicheren Seite?

Bist Du, denn egal ob Du über Eindhoven und Tilburg fährst oder über Aachen und Antwerpen du kommst an Superchargern vorbei, wo Du evtl. fehlende Kilometer während einer Pinkelpause nachladen kannst. Ich würde annehmen, dass auch im Winter bei schlechtem Wetter maximal 10kWh fehlen sollten, die hast Du am Supercharger in unter 10 Minuten geladen.

Oder du nimmst den Fuß ein bisschen vom Gas, dann hast Du die paar kWh locker eingespart.

Gruß Mathie
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Re: Endlich erste Fakten von Tesla!

von probefahrer » 30. Mai 2017, 10:15

cer hat geschrieben:
rollmops hat geschrieben:(der Ampera e wird mit 500KM angegegen und da sollte ca. 340km realistisch ein)
https://www.golem.de/news/elektroauto-t ... 26943.html
Wenn das M3 mit 350KM angegeben wird, wieso sollter der weiterkommen?


Vorschlag zur Lösung: Weil die Angabe "520 km Reichweite " des Opel nach NEFZ ist während die 345 km des Model 3 nach EPA erreicht werden.
345 > 340.
Gehe ich davon aus, dass das Model 3 in Grundausstattung – wie der Ampera-e – 60 kWh bekommt, dann wird wegen geringerer Stirnfläche und besserer Effizienz des Model 3 ganz logisch etwas mehr Reichweite haben.

Genau. Diesbezüglich ist auch dieser Kommentar von Elon vom März 2017 nicht zu vergessen... :mrgreen:
https://twitter.com/elonmusk/status/845 ... 96?lang=de
"Ere many generations pass, our machinery will be driven by a power obtainable at any point of the universe." - Nikola Tesla
 
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Re: Endlich erste Fakten von Tesla!

von Pegasus001 » 30. Mai 2017, 10:27

Mathie hat geschrieben:
Pegasus001 hat geschrieben:Beim Model S hat EM dies ja so eine ganze Weile gehändelt. Gut, die Stückzahl war geringer, aber ich denke, da die Batterien da noch wesentlich mehr Handarbeit beinhaltet haben, wäre es hier leichter gewesen, einen echten 60kw Akku zu bauen, als es beim M3 sein wird, wo die Produktionsstraße bei 2 unterschiedlichen Akkus umgerüstet werden muss.

Meinst Du die Produktionsstraße des M3 oder die Akkufertigung? Ich glaube bei der Fahrzeugproduktion ist es ziemlich egal, welche Kiste darunter geschraubt wird. Da muss man nichts umrüsten.

Nein, ich meine schon die Bandstraße, die in der Gigafactory die Akkus produziert. Ich vermute hier schon einen Mehraufwand, wenn 2 Akkus produziert werden. Wie hoch dieser ist, kann ich aber nicht abschätzen. Wenn hier natürlich nur ein Schalter umgelegt werden muss, da die notwendigen Parameter einfach nur in der Fabrikationssoftware umgezwitscht werden müssen, hast Du natürlich Recht. In dem Fall werden wohl einfach weniger Zellen hinterlegt und die Verdrahtung geändert. Bauteile bleiben identisch, es sind halt einfach ein paar Taschen im Block leer. Bin aber zu wenig in der Materie drin, als dass ich mir da eine fundierte Meinung bilden kann.
Mathie hat geschrieben:
Letztlich ist das aber alles Glaskugelschauerei. Ich vermute, wenn ab Beginn 60 und 75er Akkus zur Auswahl stehen, wird dies genau so gehändelt. Gibt es zu Beginn nur den 60er Akku, dann wird extra gebaut.

Was sagt Deine Glaskugel über die Zellverfügbarkeit aus, bei einem 75er braucht man 25% mehr Zellen, als bei einem 60er.


Beim Model S war 2013 in diesem Artikel: http://www.goingelectric.de/2013/08/10/ ... attstunde/ von 238$/kWh die Rede. Das ist fast 4 Jahre her und Tesla hat die Batterien noch eingekauft.

Aber selbst wenn er den Preis inzwischen auf die Hälfte pro Zelle reduziert hätte, würden die zusätzlichen 15kWh über 1500 Euro kosten. Ich denke, da gebe ich Dir recht, da ist es sicherlich günstiger, 2 verschiedene Varianten zu produzieren.

Mathie hat geschrieben:
Ach ja, und was das unbezahlte Akku-Einbauen angeht...Wenn ich das so machen würde, wäre der 75er Akku bereits in der Kalkulation des 60er M3 eingerechnet, und die Freischaltung bzw der Direktkauf der 75kw reine Wertschöpfung....

Da der Preis des M3 nach allem was ich gehört habe knapp kalkuliert ist, halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass man die Zellkosten beim Basismodell mal eben um 25% erhöht, um dann die Marge beim 75er zu erhöhen.


Mathie hat geschrieben:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Megafactory Zellen so billig macht, dass sich das lohnen könnte. Beim MS reden wir von viel kleineren Stückzahlen und deutlich höheren Margen. Da konnte man offenbar während der Wartezeit auf das günstigere M3 mal vorübergehend einen sofwarelimitierten 75er als billigeren 60er rausbringen, um zusätzliche Nachfrage zu generieren.

Welche Zusatznachfrage würdest Du generieren, wenn Du in den knapp kalkulierten 60er einen 75er-Akku einbauen würdest?

Gruß Mathie


Wie schon gesagt, kommt es darauf an, was die Zellen kosten und wie aufwändig im Gegenzug eine 2. Akkuversion ist.

Die Nachfrage ist ja im Moment so oder so gleich. Vorbestellungen sind genügend da.

Die Möglichkeit, sein Fahrzeug mit relativ geringen Mitteln aufzubohren, falls man merkt, dass im Winter 60kWh für einen persönlich zu wenig sind und sich nicht dann auf einem Wagen/eine Akkuleistung festlegen zu müssen, nimmt möglicher Weise vielen die Angst vor zu geringer Reichweite. Und diese Angst höre ich ja überall, wenn ich mich über Elektromobilität unterhalte.

Also-Zusatznachfrage durch folgende Käufer:
-Leute, die nicht sicher sind, ob 60kWh für die Reichweite genug sind
-Besserer Wiederverkaufswert, da der Wagen für eine breitere Käuferschicht angeboten werden kann. Man kann also auch den 60kw kaufen, da er ja auch auf 75kw upgegradet werden kann.
-weitere Möglichkeiten Geld zu generieren. EM könnte anbieten, den Akku gegen Gebühr für kurze Zeit (=Urlaubsfahrt) frei zu schalten.
-längere Lebensdauer des Akkus bei 60kWh Beschränkung, da der Akku geschont wird.
-Schnellladung bei 60kWh Fahrzeugen wären schneller machbar, da man ja die letzten 20% ständig verfügbar hätte.
Aber sind ja alles nur Spekulationen und steht und fällt mit dem Preis, den EM tatsächlich für die Zellen zahlen muss.
 
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Re: Endlich erste Fakten von Tesla!

von markus1689 » 30. Mai 2017, 10:28

cer hat geschrieben:Vorschlag zur Lösung: Weil die Angabe "520 km Reichweite " des Opel nach NEFZ ist während die 345 km des Model 3 nach EPA erreicht werden.
345 > 340.
Gehe ich davon aus, dass das Model 3 in Grundausstattung – wie der Ampera-e – 60 kWh bekommt, dann wird wegen geringerer Stirnfläche und besserer Effizienz des Model 3 ganz logisch etwas mehr Reichweite haben.
[...]


Das stimmt leider trotzdem nicht ganz. Wir dürfen hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, deshalb mal beides in EPA: Chevrolet gibt 238mi (estimated) EPA Range an (Chevrolet.com). Also 23mi mehr, als das M3.


Das passt jetzt nicht ganz hier hin, bzw. schweift schon wieder vom eigentlichen Thema ab, trotzdem... :mrgreen:
Ich habe gerade mal ins blaue hinein eine kurze Rechnung durchgeführt, bzgl. Reichweitenvergleich M3 <-> Bolt:

Edit: Beim Bolt sind wohl 60kWh nutzbar - Danke an mainhattan! Deshalb im Folgenden zuerst die originale Rechnung mit der falschen Annahme, dass die 60kWh nicht voll nutzbar sind und danach die gleiche, angepasste Rechnung mit ähnlichem Ergebnis (hach, ist das schön, solange mit Zahlen zu spielen, bis das rauskommt, was man haben möchte :lol: ) Btw. kommen mir in der aktualisierten Rechnung die Verbrauchswerte deutlich realistischer vor

[Alte Rechnung: Geht man davon aus, dass die 215mi von Tesla mit einem "55kWh-Akku" (angenommen: 50kWh nutzbar), durchgeführt wurde, kommt man auf einen EPA-Verbrauch von 50kWh/215mi=232,6Wh/mi oder 145Wh/km. Rechnet man das wiederum auf einen 60kWh-Akku (vom Bolt), wovon 55kWh nutzbar sind, kommt man auf 55kWh/232,6Wh/mi = 236,5mi (EPA). EPA-Reichweite vom Bolt: 238mi. ]

Geht man davon aus, dass die 215mi von Tesla mit einem "<60kWh-Akku" (War mal ein Elon-Tweet!? - angenommen: 55kWh nutzbar), durchgeführt wurde, kommt man auf einen EPA-Verbrauch von 55kWh/215mi=255,8Wh/mi oder 160Wh/km. Rechnet man das wiederum auf 60kWh nutzbar (vom Bolt), kommt man auf 60kWh/255,8Wh/mi = 235mi (EPA). EPA-Reichweite vom Bolt: 238mi.

Das heißt also (falls meine Annahmen nicht komplett daneben liegen), dass die beiden im EPA-Verbrauch fast gleich sind. (Ja, bei höheren Geschwindigkeiten dürfte das M3 Vorteile haben - dafür im "langsameren" NEFZ eher Nachteile) Die große Frage wird jetzt sein, ob Tesla sagt "Uns doch egal, was andere machen, wir liefern die versprochenen 215mi mit nem <60er Akku", oder ob der Bolt doch als "Benchmark" genommen wird. Das werden wir im Juli erfahren ;-)
Zuletzt geändert von markus1689 am 30. Mai 2017, 11:10, insgesamt 1-mal geändert.
 
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Re: Endlich erste Fakten von Tesla!

von mainhattan » 30. Mai 2017, 10:40

markus1689 hat geschrieben:Rechnet man das wiederum auf einen 60kWh-Akku (vom Bolt), wovon 55kWh nutzbar sind,


Das stimmt leider nicht. Die Nettokapazität vom Bolt/Ampera-e liegt bei 60 kWh, brutto sind das zwischen 68 und 70 kWh.

Sieht man auf dem Energieverbrauchsscreen. Habe ferner den Projektleiter bei Opel gefragt. Ausweichende Antwort " er hat brutto mehr, als 60 kWh, wieviel werde ich Ihnen leider nicht sagen :mrgreen: "
Gruß
mainhattan
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Re: Endlich erste Fakten von Tesla!

von rollmops » 30. Mai 2017, 10:53

Danke für die vielen Antworten ;)
Mit einer kurzen Nachladepause oder einer Reduzierung des Tempos könnte ich natürlich leben, wenn Carger auf dem Weg liegen :)
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Re: Endlich erste Fakten von Tesla!

von volker » 30. Mai 2017, 11:23

Auf Seite 12 in diesem Thread wurde dieser Artikel verlinkt:
http://www.teslarati.com/tesla-model-3- ... factory-1/

- der Artikel wurde inzwischen entfernt :evil: - Dort stand, die Model 3 Akkus werden momentan in der Gigafactory von Hand zusammengebaut und mit Zellen bestückt. Für die Errichtung einer automatisierten Produktionsstraße investiert Tesla etwa 220 Mio US$.

Also, Milchmädchenrechnung - Vorsicht, alle Zahlen sind Annahmen:

Der Zellenpreis für die Herstellung durch Tesla beträgt 100US$ pro kWh. Die müssen noch in ein Modul mit elektrischem Anschluss, Sensoren, Kühlung etc verbaut werden. Also sagen wir mal, der 75er Akku kostet 2000 US$ mehr als der 60er.

Geplant sind bis Jahresende 5.000 Einheiten wöchentlich. Sobald der 60er Akku verfügbar ist, greifen vielleicht 50% der Kunden zu dieser Version. Das macht im Monat also 4 x 2.500 x 2000 US$ = 20 Mio US$ aus.

==> Wenn die Anpassung der Fertigungslinie für den 60er Akku weniger als 20 Mio US$ kostet, hat sie sich nach einem Monat amortisiert.
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