Gedanken und Fragen zur Anschaffung eines gebrauchten MS

Technische Informationen zum Model S...

Re: Gedanken und Fragen zur Anschaffung eines gebrauchten MS

von oli_b. » 17. Okt 2019, 10:37

oscar70 hat geschrieben:denke, dass ein eauto nicht zu deinem fahrprofil passt. dass du auf dauer genervt sein wirst. wie so viele hier. ein elektroauto ist nur begrenzt langstreckentauglich. was hast du für vorstellungen von der reichweite? spätestens bei der 2. fahrt tritt dann ernüchterung ein. ab der 3. fahrt über 600km bist du vom schnarchladen nur noch genervt.

beim ms ist der wunsch der vater des gedanken. nur sich das schön zu reden nutzt nichts, wenn du dann nachher feststellst, dass du bei 600km mindestens 3 mal zwischenladen musst.
Ich sehe da leider ähnlich. 350km Autobahn gehen mit einem 85er eigentlich schon nicht mehr ganzjährig ohne laden. Und dann kommen für 250km jeweils leicht 1h dazu. Macht dann bald Anteil Fahrzeit / Pausenzeit von 2/3 zu 1/3. Gerade auf langen Urlaubsfahrten hat uns das mehr genervt als im Berufsalltag. So viel können wir gar nicht pinkeln oder essen. Und ist die Ladesituation am Zielort nicht passend, geht der Start oder die Weiterfahrt womöglich schon unter suboptimalen Bedingungen los und die erste Pause kommt schon früher.
Das bedarf dann alles schon einer sorfältigen Planung und der Bereitschaft, sich da an einigen Stellen unterzuordnen.
Manchmal spart es aber auch Zeit: wenn ich täglich zu Hause voll starten kann und nicht mehr an die Tanke brauche oder bei Flatrateladen einfach so schnell wie möglich zum Ziel fahren :) (ohne Zischenladung zu provozieren).
Aber ein 85er bei der KM-Leistung würde ich mir nicht noch mal antun.
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Re: Gedanken und Fragen zur Anschaffung eines gebrauchten MS

von Hamen » 17. Okt 2019, 11:14

Ich fahre ca. 55tkm pro Jahr und komme mit meinem 2013er Model S gut zurecht. Was allerdings nervt, ist wenn man am Supercharger über 60 % laden muss. Um nur zwischen 0-60 % zu laden muss man auf Langstrecke ca. alle 150 km zum Aufladen. Das kommt bei mir aber nicht so oft vor. Ich fahre in der Regel nicht mehr als 200km pro Tag und lade nur über Nacht zu Hause.

Die jährliche Fahrleistung spielt weniger eine Rolle, eher wie oft und unter welchem Zeitdruck man Langstrecken bewältigen muss.
 
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Re: Gedanken und Fragen zur Anschaffung eines gebrauchten MS

von FFF » 17. Okt 2019, 11:28

Hamen hat geschrieben:..Um nur zwischen 0-60 % zu laden muss man auf Langstrecke ca. alle 150 km zum Aufladen.
Nur aus Neugierde: Du hast tatsächlich eine 55kWh Batterie? - Das käme raus, wenn ich mit 220Wh/km rechne...
LG
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Re: Gedanken und Fragen zur Anschaffung eines gebrauchten MS

von Granada » 17. Okt 2019, 11:57

FFF hat geschrieben:
Hamen hat geschrieben:..Um nur zwischen 0-60 % zu laden muss man auf Langstrecke ca. alle 150 km zum Aufladen.
Nur aus Neugierde: Du hast tatsächlich eine 55kWh Batterie? - Das käme raus, wenn ich mit 220Wh/km rechne...


Das ist nicht so weit weg von der Realität eines vom Akkugate betroffenen S70D. 60% waren bei dem nur ca. 180km TR und manche SuC-Standorte sind sogar weiter voneinander entfernt als 150km. Weiters sind 220Wh/km bei Autobahntempo 130 nicht so falsch gerechnet und wenn es noch regnet und Gegenwind dazukommt, dann steigt der Verbrauch bei gleichem Tempo erheblich, von richtigem Winter noch gar nicht zu reden.
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Re: Gedanken und Fragen zur Anschaffung eines gebrauchten MS

von Giftgruen » 17. Okt 2019, 12:31

jkf hat geschrieben:Hallo,
Mein Profil: ca. 35 - 40 tkm / Jahr, Strecken i.d.R. > 350 km, bis hin zu 600 km. Das Ladethema habe ich, denke ich, mir erarbeitet - stellt kein Problem dar. Auch die eher gemütlichen AB-Geschwindigkeiten nicht, im Gegenteil, bin auch jetzt kein Pusher.


Entscheiden bei diesem Profil dürfte sein ob Du
- vor der Abfahrt zuhause auf 100% laden kannst - oder Laternenparker bist
- am Zielort im Hotel / beim Kunden laden kannst oder nicht.

Wenn das nicht der Fall ist würde ich in jedem Fall nach einem M3 LR oder vielleicht einem S100 Raven schauen ( wobei letzterer schon ordentlich teuer ist ). Ansonsten - da gebe ich den Vorrednern recht - könnten die Ladepausen schon mal nervig werden

Ich habe zwar auch so 30TKM/Jahr, allerdings iDR kürzere Strecken und nur gelegentlich > 300km, da passt das.
Wenn man zweimal im Monat irgendwo ne Pause hat, die man nicht zum Essen/Pinkeln ohnehin braucht, ist das vollkommen okay.
Wenn man das alle zwei Tage hat, geht es einem irgendwann auf die Nerven.

Auf Kulanz seitens Tesla würde ich eher nicht setzen. Dann wohl eher ein neues M3 oder ein Model S CPO mit Garantie.
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Re: Gedanken und Fragen zur Anschaffung eines gebrauchten MS

von Hamen » 17. Okt 2019, 12:35

FFF hat geschrieben:
Hamen hat geschrieben:..Um nur zwischen 0-60 % zu laden muss man auf Langstrecke ca. alle 150 km zum Aufladen.
Nur aus Neugierde: Du hast tatsächlich eine 55kWh Batterie? - Das käme raus, wenn ich mit 220Wh/km rechne...



Das ist mein grober Richtwert der sich bewehrt hat. Das ist natürlich immer abhängig von der Entfernung zwischen den Superchargern. Ich lade nicht immer bis 60, sondern bis max. 60-65 %. Je nach dem reichen auch manchmal 50 % um es zum nächsten zu schaffen. Wenn frei ist fahre ich ca. 160 km/h.

Für alle Interessierten, gebt eure Strecke in Abetterrouteplaner ein. Das funktioniert relativ gut.

Ich habe einen P85+ mit einer TR von 360 km bei 100%.
 
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Re: Gedanken und Fragen zur Anschaffung eines gebrauchten MS

von Giftgruen » 17. Okt 2019, 12:48

+1

Der "Ladehub" ist entscheidend. Wie schnell kann ich die Zeit bis zum nächsten oder übernächsten Charger nachtanken.
Da sind die "alten" 85er mittlerweile wohl sehr ins Hintertreffen geraten. Mein 90er lädt noch recht fix, aber den Akku über 80% zu laden macht nur Sinn wenn man eh gerade längere Pause macht. Bis 0% runterfahren tut man idR auch nicht. Also sind 60-70% ein recht lebensnahes Praxismaß zwischen zwei Stops.

Die Maximalreichweite ist nur wichtig wenn man am Ziel ohnehin Pause hat und dort z.B. über Nacht vollladen kann. Dann kann ich dort mit 5% ankommen und spare mir einen Ladestop.
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Re: Gedanken und Fragen zur Anschaffung eines gebrauchten MS

von sashs » 17. Okt 2019, 20:07

Mcu lan man reparieren um 1/3 des preises

Siehe mein thread in den tesla s problem forum
Ich bin aus Slowenien, die sonnen seite der alpen:)

Mein deutsch ist nicht so gut fahre aber trotzdem gerne tesla :)
 
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Re: Gedanken und Fragen zur Anschaffung eines gebrauchten MS

von jkf » 21. Okt 2019, 11:30

Hmm, recht buntes Bild der Antworten hier.

Präzisierung meines Fahrprofiles: ich nutze das Fahrzeug für Seminare im Bundesgebiet. Distanzen über 500/600 km lege ich i.d.R im Flugzeug zurück. Meine Seminare dauern 3 resp. 5 Tage, das heisst ich fahre zu Beginn hin, am Ende wieder zurück, während der Schulungen abends Ministrecken zum Restaurant o.ä..

Stand heute glaube ich nicht, dass mich eine Reichweite von ca. 250 km nerven wird. Ich fahre mit meinem derzeitigen Verbrenner schon mal über 150/160 km/h, aber nicht sehr oft.
Stresspegel steigt, nicht alle Kombattanten verhalten sich kooperativ auf der AB etc. etc. Ein Tempo von im Schnitt 120/130 km/h hat sich bei mir über die Jahre als Standard herauskristallisiert.

Ja, der Gedanke, dass ich mir das MS 85 vielleicht schönrede, ist mir auch schon des öfteren durch den Kopf geschossen - aber bei Betrachtung aller mir bekannten Fakten wie Reichweite, SuC-Dichte, Kosten, Komfort etc. lande ich doch wieder bei einem Ja zu diesem Fahrzeug.

Habe ich irgendwas grob übersehen?
 
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Re: Gedanken und Fragen zur Anschaffung eines gebrauchten MS

von volker » 21. Okt 2019, 12:12

Ja: Je länger du nicht elektrisch fährst, je mehr ärgerst du dich später darüer :-)

Und noch eine Prognose: Nach 2 Jahren wirst du auf ein MS 100D oder ein Model 3 umsteigen, damit du auch die Entfernungen damit bewältigen kannst, die du heute fliegst.
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