Warum kein 32A UMC bei Doppellader?

Technische Informationen zum Model S...

Re: Warum kein 32A UMC bei Doppellader?

von axryp » 16. Feb 2014, 19:22

OK, wie ist das denn bei "Mobilen" Ladeboxen wie wallb-e mobile? Ist das Grauzone?

Gruss
Andi
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Re: Warum kein 32A UMC bei Doppellader?

von patrickCH » 16. Feb 2014, 19:31

Eberhard hat geschrieben:Einem 32A UMC wäre leider regelwidrig, da ein inline cable control adapter für max. 16A zugelassen ist.


Ich glaube das gerne. Um mein Wissen hier noch zu vertiefen: Kannst Du mir bitte erläutern, was der entscheidende Unterschied zwischen einem inline cable control adapter und z.B. einer crOhm Ladebox ist?
Beide können ihren Strom ab einer CEE Dose nehmen und in eine Typ2 Dose beim Auto liefern. Die crOhm einfach auch ab einer CEE 32A.
Beide haben keine Kontrolle über das "dumme" Ende, das einfach in eine Stromquelle gesteckt wird....

Damit müssten ja auch solche (crOhm etc.) mobilen Geräte verboten werden. Und noch weiter überhaupt alle primitiven Dosen > 16A?

(Frage nebenbei: Sind Baustellenarbeiter spezifisch geschult, dass die sogar CEE 63A Dosen benutzen dürfen?)
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Re: Warum kein 32A UMC bei Doppellader?

von Eberhard » 16. Feb 2014, 19:34

Das ist schon sehr dunkelgrau. Sollten nur Die machen, die mit Elektrik vertraut sind, notfalls auch nachmessen und die Installation beurteilen können. bei einer DSK sollte man davon ausgehen können dass alles der maximalen Leistungabgabe entsprechend ausglegt ist.

Dies ist bei einer normalen Garageninstallation nicht gegeben. Es kommt keiner auf die Idee eine Kreissäge oder Schweißgerät über Stunden mit der maximalen leistung von 22kW zu belasten.

lg

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Re: Warum kein 32A UMC bei Doppellader?

von patrickCH » 16. Feb 2014, 19:51

Eberhard hat geschrieben: bei einer DSK sollte man davon ausgehen können dass alles der maximalen Leistungabgabe entsprechend ausglegt ist. Dies ist bei einer normalen Garageninstallation nicht gegeben. Es kommt keiner auf die Idee eine Kreissäge oder Schweißgerät über Stunden mit der maximalen leistung von 22kW zu belasten.


Die Vorschriften in der Schweiz - wohl auch in Deutschland - sind doch so, dass die Leitungsschutzschalter auslösen müssen, wenn Leitungen überlastet werden. Falls die Installation fachgerecht gemacht wurde, ist damit jede CEE 32A Dose auch mit 22kW im Dauerbetrieb belastbar.

In den USA ist das offenbar anders, wie ich im TMC gelesen habe - aber das ist hier nicht wichtig.

Ich verstehe das als Sicherheitsfeature, dass die Steuerung die Dosen stromlos gehalten werden, bis ein "qualifiziertes" Gerät den Strom anfordert. Sicherheitstechnisch finde ich das gut, da sicher nicht jedem klar ist, was der Unterschied zwischen 1kW und 22kW bedeutet. (Das könnte in Zukunft auch Kindersicherungen obsolete werden lassen).

Nur wenn ich all die Problem-Threads lese, wünsche ich mir doch lieber einfache Steckdosen, die einfach Strom liefern... Trotzdem installiere ich bei mir jetzt Typ2, auch wenn ich vom Gedankengut her DSK gerne unterstütz hätte.

Damit sehe ich kein Argument mehr, warum ein UMC nicht auch für 32A geliefert werden kann.
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Re: Warum kein 32A UMC bei Doppellader?

von volker » 16. Feb 2014, 21:26

Ist mir neu dass ICCB auf 16A beschränkt ist. Der Roadster UMC hat doch auch ne CEE32 Eingangsdose.
Gerüchteweise bringt Tesla einen UMC mit 32A für das Model S. Der hat halt mit dem bisherigen 16A UMC kein einziges Bauteil gemeinsam, vielleicht bis auf die Typ2 Kupplung auf Fahrzeugseite. Tesla müsste
- alle Adapter neu entwickeln und erweitern
- Relais und FI für 32A auslegen
- den Ader-Querschnitt vergrößern

und den ganzen Aufwand für einen Teil der EU-Fahrzeuge treiben, die 1. mit Doppellader ausgestattet sind und 2. der Kunde den UMC32 haben will.
Stückzahlen liegen weit niedriger als Model S Auslieferungen. Das führt zu einem hohen Preis, wodurch auch wieder weniger Abnehmer zugreifen.

Was würdet ihr denn für einen fairen Preis für einen Original Tesla 32A UMC halten?
Mal zur Orientierung, den CHAdeMO Adapter mit 50kW kann man in der EU für 950Euro mit bestellen.
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Re: Warum kein 32A UMC bei Doppellader?

von dago » 17. Feb 2014, 14:37

tipp: der orischinool tesla umc-16A liegt bei 474.-
8-)
das Leben ist zu kurz, um sich lange zu ärgern - 2013 MS 85 grau (161Wh/km), 2017er MS 90D blau (153Wh/km), E-Smart, Mopped Zero S (50-60Wh/km) - reserviert: M3 + Sion - PV 12kWp + 40kWh 3xPW2 - DSK + Typ2 bis 22kW in Mannheim-Süd
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Re: Warum kein 32A UMC bei Doppellader?

von CarstenM » 17. Feb 2014, 16:48

volker hat geschrieben:Ist mir neu dass ICCB auf 16A beschränkt ist. Der Roadster UMC hat doch auch ne CEE32 Eingangsdose.
Gerüchteweise bringt Tesla einen UMC mit 32A für das Model S. Der hat halt mit dem bisherigen 16A UMC kein einziges Bauteil gemeinsam, vielleicht bis auf die Typ2 Kupplung auf Fahrzeugseite. Tesla müsste
- alle Adapter neu entwickeln und erweitern
- Relais und FI für 32A auslegen
- den Ader-Querschnitt vergrößern

und den ganzen Aufwand für einen Teil der EU-Fahrzeuge treiben, die 1. mit Doppellader ausgestattet sind und 2. der Kunde den UMC32 haben will. Stückzahlen liegen weit niedriger als Model S Auslieferungen. Das führt zu einem hohen Preis, wodurch auch wieder weniger Abnehmer zugreifen.


Der geneigte Kunde bezahlt einen vierstelligen Aufpreis für den Doppellader, also könnte Tesla ruhig einen etwas teureren UMC mitliefern. Wenn der UMC32 bei den Herstellungskosten nicht sehr deutlich über dem UMC16 liegt, könnten sie auch auf die Produktion des UMC16 völlig verzichten, um die Zahl der Varianten zu verringen. Wenn ich mich recht erinnere, hat sich - laut der GoogleDocs-Tabelle - die überwältigende Mehrzahl der EU-Besteller für den Doppellader entschieden, so dass die Nutzer des UMC16 eher "Exoten" sind.

Um es mit Deinen Worten zu sagen: Angenommen, es gäbe nur den UMC32, dann müsste Tesla bei der Einführung eines UMC16...
den ganzen Aufwand für einen kleinen Teil der EU-Fahrzeuge treiben, die 1. ohne Doppellader ausgestattet sind oder 2. der Kunde die Leistungsfähigkeit seines Doppelladers nicht ausreizen möchte. Stückzahlen liegen weit niedriger als Model S Auslieferungen. Das führt zu einem hohen Preis für ein unterlegenes Produkt - warum sollte es dafür Abnehmer geben.

Also: Pro Abschaffung UMC16 und Ersatz durch UMC32!
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Re: Warum kein 32A UMC bei Doppellader?

von volker » 17. Feb 2014, 18:19

ich würde mir sofort einen UMC32 von Tesla zulegen! Der kommt ins Auto und der UMC16 kommt "fest installiert" in die Garage, weil er mehr als ausreichend Leistung bietet, um über Nacht zu laden.
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Re: Warum kein 32A UMC bei Doppellader?

von Beatbuzzer » 17. Feb 2014, 19:20

CarstenM hat geschrieben:Wenn der UMC32 bei den Herstellungskosten nicht sehr deutlich über dem UMC16 liegt, könnten sie auch auf die Produktion des UMC16 völlig verzichten, um die Zahl der Varianten zu verringen.

Wenn sie von vornherein einen UMC-32A entwickelt hätten, wäre das auch mit null ausgegangen. Zwei Varianten zu verwalten macht ne Menge Mehrkosten, soviel mehr kostet das Material für 32A nie.
Aber jetzt im Nachhinein noch was umzustellen oder nachzuentwickeln wird immer erstmal teurer.

Auch ich als einer der wenigen mit single-Lader hätte das so befürwortet. Mein Plan war von vornherein, mich komplett aus diesem Karten- und Ladesäulenterror rauszuhalten, da mich der Kram einfach nur aufregt. CEE16 über Nacht + SuperCharger für schnell hat für mich bis jetzt super geklappt. Und die paar Monate bis zu den nächsten SCs kann ich mich jetzt auch noch einschränken...gilt aber natürlich nicht für alle, manche sind halt auch aufs Fahren angewiesen.
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Re: Warum kein 32A UMC bei Doppellader?

von Talkredius » 17. Feb 2014, 20:25

Eberhard hat geschrieben:Einem 32A UMC wäre leider regelwidrig, da ein inline cable control adapter für max. 16A zugelassen ist.
Bei 32A CEE wäre die Dose außerhalb der Schutzelektronik, was unzulässig wäre (Steckerverriegelung, spannungsfreies Stecken etc.)

lg

Eberhard


Sorry Eberhard, aber das ist Quatsch, ;) oder freundlicher ausgedrückt "urban legend" DIN EN 61851-1_2012_01 lässt das zu.
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