Fahren in den roten Bereich

Technische Informationen zum Model S...

Fahren in den roten Bereich

von Orakis » 7. Apr 2017, 08:57

Hallo,

ich schaue des öfteren bei YouTube Tesla Videos von Herrn Horst Lüning an.
Nun sehe ich jedes mal das Herr Lüning den Akku soweit runter fährt, das er bei der "Reichweitenübersicht*"(siehe BIld) im Fahrzeug in den roten Bereich kommt.
So weit ich es mitbekommen habe, fährt er den Akku immer im unteren Bereich, damit er höhere Ladeströme - sprich eine kürzere Standzeit an den Superladern hat.

Gibt es irgendwelche gravierende Nachteile oder Vorteile, dass so zu machen wie Herr Lüning?


*(leider ist mir die richtige Benennung diese Übersicht nicht bekannt.)
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Beste Grüße
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Re: Fahren in den roten Bereich

von segwayi2 » 7. Apr 2017, 09:01

In der Praxis ist es die schnellste Methode voran zu kommen.
Theoretisch belastet es die Batterie stark da speziell die unteren % bei höherer Belastung wohl schneller verschleissen. Aber das ist Theorie.
Und es verlangt viel Erfahrung und gute Nerven so zu fahren...
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Re: Fahren in den roten Bereich

von Volker.Berlin » 7. Apr 2017, 09:07

segwayi2 hat geschrieben:Theoretisch belastet es die Batterie stark da speziell die unteren % bei höherer Belastung wohl schneller verschleissen. Aber das ist Theorie.

Wenn Du diese Theorie erwähnst, solltest Du aber auch nicht verschweigen, dass Tesla sich auch unterhalb von "0%" noch einige kWh an Reserve vorbehält. Lange bevor der Akku wirklich droht, Schaden zu nehmen, hält das Auto an und fährt nicht weiter. Selbst wenn alle Systeme schon abgeschaltet sind, sind noch ein paar kWh im Akku -- und das ist gut so, denn wenn er einmal wirklich komplett leer wird, ist er unwiederbringlich kaputt ("Brick": so nützlich wie ein Ziegelstein). Aber, wie gesagt, da ist die Software davor, die dafür sorgt, dass das nicht eintreten kann.

Ich fahre mein Model S konsequent nach der Devise: Alles, was die Software zulässt, ist auch erlaubt und schadet nicht. Bevor Schaden droht, reduziert die Software je nach Situation die Leistung und/oder die Rekuperation oder legt im Extremfall das Auto still. Ich verlasse mich darauf, dass Tesla mir da durch richtige Programmierung mit ausreichend Sicherheitsreserven die Verantwortung für das Wohlergehen das Akkus vollständig abgenommen hat, so lange ich die Hinweise auf dem Display ("jetzt laden!") befolge. Man kann, darf und soll auch dann Tesla fahren, wenn man von der Technik keine Ahnung hat und/oder sich nicht die Bohne dafür interessieren möchte.
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Re: Fahren in den roten Bereich

von segwayi2 » 7. Apr 2017, 09:11

Danke für die Klarstellung. Ich meinte auch nur das die Belastung höher ist, ich hätte erwähnen sollen aber dennoch unkritisch ;)

Das kritischste bei so einer Fahrweise sind die vielen Faktoren die bei einer Verbrauchsberechnung eine Rolle spielen. Ein nicht berechneter deftiger Regenschauer mit starken Gegenwind kann da schon fatal sein. Bewusst im roten Bereich rumfahren sollte man nur wenn man weiss was man tut.
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Re: Fahren in den roten Bereich

von Volker.Berlin » 7. Apr 2017, 09:12

segwayi2 hat geschrieben:Das kritischste bei so einer Fahrweise sind die vielen Faktoren die bei einer Verbrauchsberechnung eine Rolle spielen. Ein nicht berechneter deftiger Regenschauer mit starken Gegenwind kann da schon fatal sein. Bewusst im roten Bereich rumfahren sollte man nur wenn man weiss was man tut.

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Re: Fahren in den roten Bereich

von terrainfo » 7. Apr 2017, 09:27

Und war da nicht was mit "unter 10% wird die 12V-Batterie nicht mehr geladen"?
Also ich vermeide, zu lange unter 10% zu fahren...
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Re: Fahren in den roten Bereich

von ThomasZH » 7. Apr 2017, 09:40

Theoretisch ist es auch besser für die Batterie, den Ladehub gering zu halten. 10x von 50% auf 60% laden belastet die Batterie deutlich weniger, als einmal von 0 auf 100%. Ich versuche auf der Langstrecke deswegen meistens zwischen 20% und 90% zu bleiben, zu Hause bewegt es sich meistens zwischen 50% und 80% bei mir. Aufgrund der Erfahrungen der 100%-Lader im Forum hier ist das aber alles für die Realität nicht so wirklich relevant, da diese immer noch sehr gute Reichweiten haben.

Wenn es nur um die reine Ladedauer geht, ist 5-70% wahrscheinlich das beste, wenn der Akku sehr weit runtergefahren ist, lädt er auch nicht gleich mit voller Leistung. Die Frage ist, ob die 5 Minuten hier wirklich so wichtig sind (und ob man das wirklich jedes Mal so perfekt planen kann und will).
 
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Re: Fahren in den roten Bereich

von einstern » 7. Apr 2017, 10:06

Meine Vorgehensweise ist da anders. Auf 1 bis 2 % runterfahren ist Teil der Normalität und kommt öfters vor. "Rasen" ist dann nicht mehr möglich. In diesem Fall möchte ich einfach nur zur geplanten Zeit ankommen.
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Re: Fahren in den roten Bereich

von Walter » 7. Apr 2017, 10:17

Bei Langstrecke starte ich von SuC mit 7% Prognose und fahre dann auf 2-3% runter. Dann habe ich immer noch Reserve, falls sich auf der Stecke was Unvorhergesehenes passiert.

Im Alltag pendle ich zwischen 20 und 90%, je nachdem was die PV liefert.
Seit 20.11.13 auf der Strasse: Model S 60, braun, Tech, Luftfederung, Panorama, Sensoren, Supercharger, Winterpaket
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Re: Fahren in den roten Bereich

von tornado7 » 7. Apr 2017, 11:41

ThomasZH hat geschrieben:Die Frage ist, ob die 5 Minuten hier wirklich so wichtig sind (und ob man das wirklich jedes Mal so perfekt planen kann und will).

Und auch in welchem Verhältnis das Risiko für Unerwartetes dazu steht, wie z.B. eine gesperrte Abfahrt, 15km Umleitung, defekter Supercharger, usw.
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