FI für UMC ?

Technische Informationen zum Model S...

FI für UMC ?

von Andre_G » 18. Dez 2017, 20:15

FI Typ A.
Hallo,

ich würde mein Model S gerne in der Garage am UMC laden. (16A)
Es gibt hier bereits eine rote CCE-Dose direkt neben dem Verteilerschrank, doch keinen Fehlerstromschalter (FI) in der Leitung. (Ur-Altbau)

Den Fi soll ein Elektriker nun nachrüsten.

Könnt ihr ein Produkt empfehlen, bzw. welche Spezifikation muss erfüllt sein ?

p.s. ich habe hier von verschiedenen Typen gelesen, doch muss es nun A, B oder... sein ?

Für gute Hinweise würe ich dankbar.

Beste Grüsse

Andre_G
 
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Re: FI für UMC ?

von sustain » 18. Dez 2017, 20:19

z.B. Typ A EV von Döpke... ist aber eigentlich egal welche Firma weil es hier keine dezidierten Qualitätsunterschiede gibt bzw. geben darf. Vertrau Deine Elektriker der macht das schon ;).
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Re: FI für UMC ?

von tornado7 » 18. Dez 2017, 20:30

Für eine normale CEE16 (und damit auch den Anschluss eines Tesla-UMC daran) reicht ein ganz normaler, günstiger FI. Weder A EV, noch B sind notwendig, da der UMC selbst einen hinreichenden Schutz gewährleistet.
"The electric light did not come from continous improvement of candles." (Oren Harari)

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Re: FI für UMC ?

von sustain » 18. Dez 2017, 20:33

Welchen Fehler-Gleichstromschutz gewährt denn der UMC genau? Find da nirgends was dazu, weder auf dem Typenschild noch in der Anleitung?
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Re: FI für UMC ?

von Beatbuzzer » 18. Dez 2017, 21:18

sustain hat geschrieben:Welchen Fehler-Gleichstromschutz gewährt denn der UMC genau? Find da nirgends was dazu, weder auf dem Typenschild noch in der Anleitung?

Hier gibt es schon seit längerem ein wenig Lektüre zu:
viewtopic.php?f=55&t=1906

Aber keine Ahnung, inwiefern sich hier über die Generationen des UMC nochmal was verändert hat. Ich vermute, in der Richtung eher nichts.
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Re: FI für UMC ?

von MichaRZ » 18. Dez 2017, 21:40

Deine Frage, welche Spezifikation erfüllt sein muss, lässt sich noch relativ einfach beantworten: die Drehstromsteckdose muss vorschriftsmäßig angeschlossen werden. Das bedeutet u.a., ein FI Typ A muss vorhanden sein.

Viele Elektriker sind irritiert, wenn Du etwas von einer Lademöglichkeit für Elektroautos erzählst. Dann wird daraus ganz schnell ein FI Typ B (oder idealerweise der Doepke FI Typ A EV - es gibt meines Wissens keinen anderen A EV).

Da die CEE16 aber nicht den "Ladepunkt" darstellt, sondern der fahrzeugseitige Typ2-Stecker des UMC, gelten die speziellen E-Auto-Vorschriften eben nicht für die auch anders nutzbare Steckdose. Der UMC muss also die besonderen Spezifikationen erfüllen. Es kann jetzt bestenfalls diskutiert werden, ob der UMC wirklich die Norm erfüllt... aber das hat Tesla zu verantworten.
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Re: FI für UMC ?

von Cupra » 18. Dez 2017, 22:07

Je nachdem wen du fragst baust du am Besten nen Typ A und Typ B und dazu mindestens 5x10m 2 Zuleitung.... ich würd einfach ne Normgerechte 16A CEE Dose für den UMC installieren. Wenns nützlich ist eventuell noch auf 4mm2 Qjerschnitt. Aber das reicht auch schon.
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Re: FI für UMC ?

von Kellergeist2 » 19. Dez 2017, 10:39

Ich bin kein Elektriker, habe diesbezüglich hier im Forum aber schon alles erdenkliche gelesen.
Wie MichaRZ schon schrieb, muss die CEE-Steckdose "nur" die aktuellen Normen erfüllen, sprich: Leitungsschutzschalter für jede Phase sowie einen FI Typ A ("Standard-FI").
Bei ganz alten Elektroinstallationen ist der FI noch nicht einmal vorgeschrieben, wird aber sofort Pflicht, wenn diese Installation verändert wird.
Laut meinem Elektriker reicht es schon aus, wenn die Leitung der Steckdose von einem Wohnungszähler auf einen anderen umgelegt wird. Dann muss zwingend ein FI nachgerüstet werden.

Die Geräte, welche an eine Steckdose angeschlossen werden, müssen ihrerseits die für sie geltenden Bestimmungen einhalten.
Im Falle eines Ladegerätes für Elektrofahrzeuge bedeutet das, dass sie über einen Gleichstromfehlerschutzschalter verfügen müssen.
Im Tesla UMC ist dieser in Form eines Sensors verbaut, erfüllt also auf dem Papier die Kriterien, so dass er an jeder Steckdose betrieben werden darf.

Irgendwer hat irgendwo hier im Forum mal seine Erfahrungen mit dem Gleichstromfehlerschutzsensor im Tesla UMC gepostet.
Technisch funktioniere der Sensor zwar, würde aber viel zu spät reagieren.
Aus diesem Grund ist es empfehlenswert (jedoch keine Pflicht), den Tesla UMC immer mit einem separaten FI Typ A-EV zu verwenden.

Auf der anderen Seite steht die Frage nach der Wahrscheinlichkeit.
Wann ist bei dir in der Wohnung das letzte mal der FI geflogen?
Wie wahrscheinlich ist ein Fehlerstrom seitens des Elektroautos?
Und wie wahrscheinlich ist es, dass der FI der Wohnung auslösen müsste, während er gerade durch einen DC-Fehlerstrom des Elektroautos erblindet?

Wie gesagt:
Rechtlich entspricht der Tesla UMC der Norm und darf ohne weitere Absicherung an einer ordnungsgemäß installierten Steckdose betrieben werden.
Technisch betrachtet ist dieser Schutz nicht ausreichend.
Praktisch betrachtet ist das Risiko verschwindend gering, da es nur dann ein Problem darstellen könnte, wenn gleichzeitig(!) ein DC-Fehlerstrom und ein AC-Fehlerstrom auftritt.
Gruß, Kellergeist2
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Re: FI für UMC ?

von NortonF1 » 19. Dez 2017, 10:49

[quote="Kellergeist2"



Wie gesagt:
Rechtlich entspricht der Tesla UMC der Norm und darf ohne weitere Absicherung an einer ordnungsgemäß installierten Steckdose betrieben werden.
Technisch betrachtet ist dieser Schutz nicht ausreichend.
Praktisch betrachtet ist das Risiko verschwindend gering, da es nur dann ein Problem darstellen könnte, wenn gleichzeitig(!) ein DC-Fehlerstrom und ein AC-Fehlerstrom auftritt.[/quote]

Das sehe ich anders, wenn ich richtig informiert bin gilt eine Gleichspannung > 50 Volt ais gefährliche Hochspannung und sollte so ein Fehlerstrom > 50 Volt - wie auch immer - vom Fahrzeug auf die AC-Leitung (oder den Schutzleiter?) kommen löst ein FI Typ A eben nicht aus und es besteht ggf. Lebensgefahr.

Ein zusätzlicher AC Fehlerstrom ist m.E. dazu nicht nötig!

Elektro Fachleute mögen mich korrigieren wenn ich falsch liege.
06/15-02/18 S85 EZ 11/13, Techpaket, Luftfahrwerk, Doppellader, 21 Zoll Oxigin Felgen, PDC, jetzt S85D EZ 10/15, AP 1, Vollausstattung o.Kindersitze 10/14-16 Leaf Model 3 2 Stück reserviert, seit 11/16 Ioniq Elektro, seit 9/17 PW 2 mit PV 10KWp
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Re: FI für UMC ?

von Eberhard » 19. Dez 2017, 11:01

Der im UMC verbaute Gleichstromsensor löst bei 6mA DC-Fehlerstrom aus. D.h. Laden wird per Pilotsignal beendet. Deshalb ist ein UMC bzw. Wallconnector für ein ZOE wenig geeignet, da er gerne größere Fehlerströme hat.
Ein FI Typ A-EV löst ebenfalls bei 6mA Gleichstromfehlerstrom aus. Für mögliche höhere Fehlerströme muss dann ein Typ B für max. 30mA Fehlerstrom verbaut werden. Vor einem Typ B darf kein Typ A verbaut sein.
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