UMC Ladegerät Kabelbruch

Technische Probleme und deren Lösung...

Re: UMC Ladegerät Kabelbruch

von MichaRZ » 10. Jul 2018, 17:32

Moin..
Du brauchst Dir in diesem Fall um die Kodierwiderstände keine Gedanken machen. Die sind nur erforderlich, wenn Du an einer Ladestation ein beliebiges Typ2-Kabel anschließen kannst. Dann erkennt die Ladestation anhand des Widerstands, welche Stromstärke für das Kabel maximal möglich. Dieser Wert wird dann über CP dem Fahrzeug mitgeteilt. Das ist dann die Zahl, die im Display rechts vom Schrägstrich steht.

Wenn das Kabel fest mit dem Ladegerät verbunden ist, wird das Ladegerät vom Hersteller auf den Ladestrom fest eingestellt, welchen alle Komponenten vertragen können.

EDIT: vielleicht habe ich hier auch Mist erzählt - sorry. Ich kann nicht für alle Fahrzeuge ausschliessen, dass das Fahrzeug nicht selbst eine Prüfung des Ladekabels vornimmt.

lg
Michael
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Re: UMC Ladegerät Kabelbruch

von MichaRZ » 10. Jul 2018, 18:06

Boris hat geschrieben:Mein Original-UMC-Typ2-Stecker hat ja einen Kabelbruch, deshalb kann ich da nicht den Widerstand nachmessen. Ich habe allerdings noch nicht nachgesehen ob der Kabelbruch in der PP- oder in der CP-Leitung ist.


Doch - das kannst Du messen. Im Kabel ist nur eine Steuerleitung vorhanden: CP. Der von außen zugängliche Kontakt PP ist über den Widerstand direkt an den Schutzleiter PE gelegt. Ein Kabelbruch direkt am Widerstand dürfte recht unwahrscheinlich sein.

Typ2.JPG
Sicht auf den Stecker
Typ2.JPG (12.95 KiB) 293-mal betrachtet


Zwischen PP und PE müsstest Du einen Widerstand von 1,5kΩ messen, wenn er vorhanden ist.
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Re: UMC Ladegerät Kabelbruch

von - Neon - » 10. Jul 2018, 18:47

Dachte der PP müsste vom UMC gestetzt werden, abhängig vom verwendeten Adapter. In dem Fall wäre der auch als eigene Ader im Kabel vorhanden und müsste auf dem neuen Stecker anschließbar sein.
Aber auch wenn nicht:
Da Tesla beim Typ 2 Anschluss diverse Anpassungen vorgenommen hat (s. Supercharger), und der UMC sogar updatefähig via Anschluss ans Auto ist, vermute ich sehr stark, dass hier beide Steuerleitungen zum Stecker geführt werden. Leider finde ich keinerlei Infos, Bilder oder Videos zu Tesla Typ 2 Stecker Disassemblies. Der amerikanische proprietäre Stecker hat jedenfalls auch zwei Kommunikationsleitungen: https://teslamotorsclub.com/tmc/threads ... 772.16783/
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Re: UMC Ladegerät Kabelbruch

von MichaRZ » 10. Jul 2018, 19:14

Ich möchte gerne auf diesen großartigen Beitrag von stealth_mode verweisen :-)

viewtopic.php?f=55&t=6887&start=20#p125479

11.JPG
Typ2-Stecker UMC
11.JPG (129.88 KiB) 276-mal betrachtet


Vielleicht kann ein Profi hier etwas erkennen...
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Re: UMC Ladegerät Kabelbruch

von - Neon - » 10. Jul 2018, 19:33

Geile Sache :D den kannte ich nicht. Wirklich ein toller Beitrag.
Bei der Menge an Schrauben würde ich sagen, den kann man doch noch irgendwie reparieren, selbst wenn er zum Teil vergossen ist.
Solange noch genug Platz ist, um darin flicken zu können, könnte man im Stecker vor dem Kabelaustritt vielleicht das Kabel anlöten. Würde ich jedenfalls versuchen, Typ 2 Stecker sind ja nicht gerade billig. Und der originale sieht halt auch schicker aus und hat den Knopf.
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Re: UMC Ladegerät Kabelbruch

von Boris » 10. Jul 2018, 23:27

@MichaRZ/Michael: Toll, danke für die Hinweise !!

Ich habe soeben zwischen PP und PE von der Steckerseite aus gemessen: 466 Ohm. Dann nochmal von Kabelseite aus: 1700 Ohm. Mit 2 verschiedenen Messgeräten gemessen. Wie kann das sein ? Hängt das vielleicht mit dem Entriegelungstaster zusammen ? Ich bin jetzt total ratlos und würde es einfach mal ohne Widerstand versuchen.
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Re: UMC Ladegerät Kabelbruch

von HenryH » 11. Jul 2018, 07:31

Möglicherweise bekommt der Entriegelungstaster seine Betriebsspannung über die PP- Ader vom UMC ?
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Re: UMC Ladegerät Kabelbruch

von MichaRZ » 11. Jul 2018, 13:33

Nein - das geht nicht. PP ist im Kabel nicht vorhanden. Nur CP wird von der Ladestation (bzw hier UMC) zum Stecker durchgeführt.

Der im ersten Beitrag von Boris verlinkte Stecker von EVking hat ebenfalls den Charge-Port-Opener. Bei EVking wird der CPO zwischen PP und PE geklemmt und darüber mit Strom versorgt. Ich vermute, dass auf der kleinen CPO-Platine ein Codierwiderstand für 16A bereits vorhanden ist. Ansonsten würde die Definition als "Typ2-Stecker für 16A" auch keinen Sinn machen.
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Re: UMC Ladegerät Kabelbruch

von MichaRZ » 11. Jul 2018, 13:44

... und so ist es auch:

https://www.evchargeking.com/Media/Uplo ... ctions.pdf
-> letzte Seite

Interessant ist, dass der CPO noch eine separate Knopfzelle zur Stromversorgung benötigt. Beim UMC ist laut Röntgenbild keine Batterie vorhanden...
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Re: UMC Ladegerät Kabelbruch

von mikeljo » 11. Jul 2018, 14:07

Hi,

ich hab schon ein paar defekte UMCs geöffnet.
Der Stecker ist vergossen. Die Masse ist aber recht einfach ohne Rückstand rauszubekommen. Man kann den Stecker wiederverwenden.
Schwerer ist es den UMC so zu öffnen das man ihn auch wieder anständig zubekommt. :twisted:
Der CP (Control Pilot) geht vom UMC zum entsprechenden Pin im Typ 2 Stecker.
Der PP (Proximity Pilot) geht vom UMC zum im Typ 2 Stecker verbauten Ladeport Öffner. Das ist einfach die Versorgungsspannung des Öffners. Wird NICHT nach außen geführt.
Der PP Pin im Typ 2 Stecker ist mit einem Widerstand gegen GND/Masse/Erde gelegt und gibt über diesen Wert an welcher MAXIMALE Strom das KABEL (!) kann. Du braucht auf jeden Fall den Widerstand im Stecker. Den genauen Wert beim UMC hab ich aber nicht hier.
Bei den bisher durch mich begutachteten UMCs war der Kabelbruch an allen möglichen Stellen. Direkt am UMC, mittendrin, am Typ 2 Stecker. Daher hab ich (wenn ich es den repariert hab) immer das Kabel komplett ersetzt. Bei Menekes bekommt man den Stecker mit angeschlagenem Kabel und passender Widerstandskodierung in verschiedenen Längen. Da fehlt einem "nur" der Öffner.

Bye
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