250 V und mehr - Ladeprobleme

Technische Probleme und deren Lösung...

Re: 250 V und mehr - Ladeprobleme

von ddeml » 25. Mär 2017, 15:29

jekruege hat geschrieben:Ich habe jetzt mal 50m Verlängerung Starkstrom dran - ist eben aber auch abgebrochen (diesmal komplett - sonst hat er immer gestartet und irgendwann bei über 250V auf 5A reduziert - es läuft aber sporadisch auch mal ne halbe Stunde oder länger). Ich hatte das Kabel aber aufgerollt. Jetzt habe ich es noch mal abgerollt - na mal sehen.

Der Spannungsverlust eines 50m-Kabels bei 2,5mm² und 250V/16A liegt bei knapp 11V (oder 7V bei 4mm² bzw. 4,6V bei 6mm²). Ob das Kabel aufgerollt ist spielt dabei keine Rolle. Du solltest nur bedenken, dass Dein Kabel zu einer 500W-Heizung wird, was im aufgerollten Zustand problematisch werden könnte. :roll:

jekruege hat geschrieben:Aber Danke schon mal für die Tipps. Das erste Jahr ging es hier auch - aber etwa seit einem Jahr habe ich Probleme - aber auch nicht immer. Hatte versucht immer mehr auszuschließen - so dass es nun vermutlich an der Spannung liegt.

Ja, zuerst (falls vorhanden) lokalen Stromerzeuger abschalten (PV). Dann alle Deine lokalen Verbraucher (ja, auch den Kühlschrank) abschalten. Im Idealfall sollte an Deinem Hausanschluss nur noch Dein Auto laden und sonst nichts. Wenn du dann immer noch Überspannung hast, dann Energieversorger informieren. Eigentlich hast du Glück, dass "nur" der Strom reduziert und nicht gleich ganz abgeschaltet wird. Sonst kannst DU eigentlich nichts wirklich sinnvolles machen. Abgesehen von grenzwertigen "Lastwiderständen" á la Verlängerungskabel kommen nur sinnlos teure Spannungswandler (Trafo/Schaltnetzteil) in Frage.

Und selbst wenn du mit teuren Messgeräten (Installationstester, Oszilloskop/Differenzialtaskkopf) eine Ursache findest, hast du der EVU nur Arbeit abgenommen. Die Fehlerursache kann vielfältig sein: Z.B. kaputter Inverter beim Nachbarbauern, der einen Gleichstromanteil oder eine phasenverschobene oder sonst irgendwie nichtlineare Leistung einspeisen. Oder bei den Windrädern ist eine zu hohe Einspeisespannung eingestellt? Oder im Umspannwerk läuft was nicht ganz richtig? Eigentlich alles Dinge, die vom EVU oder lokalen Schutzeinrichtungen erkannt und korrigiert werden sollten.
 
Beiträge: 451
Registriert: 10. Mai 2016, 11:18
Land: Deutschland

Re: 250 V und mehr - Ladeprobleme

von ddeml » 25. Mär 2017, 15:34

Ralf Wagner hat geschrieben:Ich habe das im Urlaub auch beobachtet, die Kombination von hoher Spannung in Verbindung mit dünnem Netz, d.h. hohem Innenwidersstand bring den Tesla zum abregeln de Stroms. Ich schätze das ist die Sicherheitsfunktion wo er den Ladestrom automatisch um 30% reduziert. Du kannst ja mal beobachten wie sehr sich die Spannung ändert wenn Du zwischen 5A und max hin und herwechselst. Ist der Hub mehr als 10V ist es klar dass er meckert..

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, sprichst Du von Unterspannung (<207V). jekruege hat aber wohl das genau umgekehrte Problem: Das die Spannung zu hoch (>253V) ist.
 
Beiträge: 451
Registriert: 10. Mai 2016, 11:18
Land: Deutschland

Re: 250 V und mehr - Ladeprobleme

von fabbec » 25. Mär 2017, 16:00

jekruege hat geschrieben:Eben war sogar kurz mal 261 V. Okay, ein langes Kabel klingt schon mal interessant. Wie lang müsste es denn sein?


So etwa 20m würd ich versuchen

Schuko? CEE?
Benutzeravatar
 
Beiträge: 2783
Registriert: 8. Nov 2013, 20:17
Wohnort: Duisburg
Land: Deutschland

Re: 250 V und mehr - Ladeprobleme

von ddeml » 25. Mär 2017, 16:42

fabbec hat geschrieben:So etwa 20m würd ich versuchen

20m 2,5mm² lässt die Spannung um knapp 1% oder 2,5V abfallen - egal ob einphasig (Schuko) oder dreiphasig (CEE16). Ich glaube das bringt nicht viel, zumal er ja auch schon 50m probiert hat. Für einen Spannungsabfall von 10% (von ca. 250V auf ca. 230V) bräuchte er ein 220m langes 2,5mm² Kabel und würde stolze 1200W (dreiphasig) verbraten!
 
Beiträge: 451
Registriert: 10. Mai 2016, 11:18
Land: Deutschland

250 V und mehr - Ladeprobleme

von fabbec » 25. Mär 2017, 17:52

Ich hab aber in USA an 250V geladen und das ohne Probleme

Auch die Hz ist ein wichtiger Faktor.
48-61hz war alles dabei!

Was ich festgestellt habe ist das es Unterschiede bei denn Tesla Ladegeräten gibt!

RedDiva 22kW nimmt alles
ein P90d vFL mit nachgerüsteter 22kW Hardware hat schon öfters gezickt obwohl RedDiva an der gleichen Quelle zur gleichen Zeit problemlos geladen hat!
Zuletzt geändert von fabbec am 26. Mär 2017, 19:20, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 2783
Registriert: 8. Nov 2013, 20:17
Wohnort: Duisburg
Land: Deutschland

Re: 250 V und mehr - Ladeprobleme

von ddeml » 25. Mär 2017, 18:15

fabbec hat geschrieben:Auch die Hz ist ein wichtiger Faktor.
48-61hz war alles dabei!

48Hz?! War das vielleicht an einem lokalen Stromnetz? Weil solche Netzfrequenzen hat man nicht mal bei einem europaweiten Stromausfall.
 
Beiträge: 451
Registriert: 10. Mai 2016, 11:18
Land: Deutschland

Re: 250 V und mehr - Ladeprobleme

von jekruege » 24. Jun 2018, 10:39

Ich habe ja immer noch tagsüber sporadisch Ladeprobleme mit dem UMC bei meinen Eltern. Jetzt hat sich aber was verändert - statt beim Ladefehler auf 5A zurückzufallen, wird nun mit 8A geladen. Scheinbar gab es nun ein UMC-Update.
S85 2015 - 2019
i3
M3P Base B)
Bild
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1475
Registriert: 2. Dez 2014, 15:08
Land: Deutschland

Re: 250 V und mehr - Ladeprobleme

von robby3 » 24. Jun 2018, 12:30

jekruege hat geschrieben:Ich habe ja immer noch tagsüber sporadisch Ladeprobleme mit dem UMC bei meinen Eltern. Jetzt hat sich aber was verändert - statt beim Ladefehler auf 5A zurückzufallen, wird nun mit 8A geladen. Scheinbar gab es nun ein UMC-Update.


Ja, auch bei mir hat er auf dem Bildschirm was von UMC Update gesagt, weshalb ich ihn eine Nacht lang auch an 230V nuckeln lies. Ich habe aber nie eine Meldung erhalten, dass er es auch gemacht hat.

Zum Verlängerungskabel: Das Kabel ist ein Widerstand in Serie und der Spannungsabfall wird durch den Stromfluss bestimmt. Ist der Verbraucherstrom konstant und man verlängert das Kabel, dann sinkt die Spannung tatsächlich geringfügig. Aber das reicht niemals, um von den 250/260V AC auf ein vernünftiges Niveau runter zu kommen. Auch wird bei einem Ladegerät eher die Stromaufnahme variieren, was dann nicht zu einem Spassnungsverlust führt.

Aus meiner Sicht ist es aber in diesem Fall Spannungsspitzen, welche das UMC nicht mag. Ich kann mir auch vrstellen, dass das Netz zwischen 230 und 260V schankt und auch das mag das UMC nicht. Da bricht es aus Sicherheitsgründen ab. Diese Spitzen habe ich schon bei einigen PV Anlagen gesehen, wo die Wechselrichter zwar ok sind, aber die einzelnen Anlagen ins Netz zurückgespiesen haben. Wenn nun einer der Nachbarn einen starken Verbraucher ausschaltet und dem Netz seine überschüssige Energie abgibt, enstehen beim Umschalten solche Spitzen. Die sind entweder kurz und fallen kaum auf oder die Erhöhung der Netzspannung dauert länger, da das E-Werk dies nachregelt, damit alles stabil bleibt. Wenn das nicht genug schnell ist und die Schankungen einfach zuviel und zu hoch sind, schaltet das UMC ab.
Model S P85D Ludicrous, 03/15 AP1, 2019.40.2.3 - Midnight Silver "Mr. Magic"
Benutzeravatar
 
Beiträge: 766
Registriert: 2. Jan 2018, 14:55
Wohnort: Zürcher Weinland
Land: Schweiz

Re: 250 V und mehr - Ladeprobleme

von Healey » 24. Jun 2018, 14:02

Die gesetzlich erlaubte Spannung ist 230 Volt plus / minus 10 %. Darüber und darunter ist der Netzbetreiber gezwungen etwas zu unternehmen. War bei mir in Österreich so, da wurden gleich 500 m Kabel zum Trafo neu gezogen. Ich hatte 256 Volt in der Spitze, 253 V wären gerade noch OK gewesen.
LGH
Model S85D seit 20.05.2015 und 156.000 km, 200 Wh/km über alles
Model 3 AWD, seit 22.03.2019 und 27.000 km, 160 Wh/km über alles
Cybertruck vorbestellt am 22.11.2019
http://ts.la/hermann8125
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 10662
Registriert: 9. Nov 2014, 11:15
Wohnort: Ragnitz
Land: Oesterreich
Fahrzeug: Tesla Model S

Re: 250 V und mehr - Ladeprobleme

von Peter_67 » 5. Okt 2018, 15:32

Ladung_14.pdf
(332.52 KiB) 18-mal heruntergeladen
Bei mir tauchen in letzter Zeit beim Laden zuhause öfter mal nur 9 kW (eigentlich 11 kW) auf. Liegt offenbar daran, dass nicht mit 16A, sondern nur mit 14A geladen wird (s. Anhang). Meist funktioniert es aber einwandfrei mit 11 kW. Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte?
S85D | schwarz | seit April 2015
Benutzeravatar
 
Beiträge: 2349
Registriert: 8. Sep 2014, 19:23
Wohnort: Rhein-Kreis Neuss
Land: Deutschland

VorherigeNächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: baseln, Der Tiroler, em.zwei, Guillaume, Seeeebi, StefanSarzio, Werner22, wolfk und 9 Gäste