Batterygate - bei wem wurde wann wie getauscht

Technische Probleme und deren Lösung...

Re: Batterygate - bei wem wurde wann wie getauscht

von Baumisch » 18. Mai 2020, 08:22

Ich hab auch etwas Efahrung - siehe Signatur -> viewtopic.php?t=31848

Aber die wichtigere Frage ist wann, wieviel und welcher Ersatz Akku kommt.
Ich fahr den P85+ noch ein Jahr mit 360kmTR und 100kw-SOC - aber dann bin ich gerne bereit <15k€ für nen neuen Akku auszugeben gegen Tausch des alten - aber dann bitte ein neuer akku, also ein 100er.

Wird das so kommen - ich befürchte nicht - einziger Trost, die Aktie bügelt jeden Wertverlust des Autos bisher in Faktoren weg :)
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Re: Batterygate - bei wem wurde wann wie getauscht

von Dr.M. » 18. Mai 2020, 10:46

tornado7 hat geschrieben:
raffiniert hat geschrieben:mein P85 mit ca. 110tkm lädt noch mit 30kW. [...] Habe seit einem halben Jahr nie mehr über 60kW Ladeleistung erreicht

SeC Möhlin hat geschrieben:Keine Mängel der Batterie Feststellbar: es ist zu beachten das an ihrem Fahrzeug die Ladeleistung Reduziert wurde um die Langlebigkeit der Batterie zu Gewährleisten. [...] ist es normal das die Ladeleistung tief ist da das Fahrzeug bereits über 50% Ladung hat.

Say whaaat? Das ist ja wohl ein Scherz, oder?! :evil:

Ich hab einen P85 mit 120'000 km aus 2013. Als ich das letzte Mal am SuC war, ist allerdings Monate her, konnte ich noch mit über 100 kW, wenn auch nur mit der hier bekannten, kastrierten Ladekurve laden.

Wärst du froh, wir könnten uns z.B. am SuC Dietlikon für eine 1:1 Vergleichsladung treffen? Könnte ca. mit SoC 40% und OBD Kabel "bewaffnet" eintreffen.


Da mache ich glatt mit, bei der Vergleichsladung.... :D

Aus der Antwort des SeC lassen sich wohl folgende Allgemeine Tesla-Nutzerbedingungen (ATN) ableiten, denen man beim Kauf natürlich zugestimmt hat:

§ 1 der ATN: Tesla-Akkus haben keine Mängel.
§ 2 der ATN: Wenn ein Tesla-Akkus doch mal einen Mangel hat, dann ist dieser nicht feststellbar.
§ 3 der ATN: Wenn doch einmal ein Mangel feststellbar sein sollte, dann liegt dieser an absolut Allem - aber NIE am Akku, sondern am Nutzer, am Wetter, am Stand des Mondes und der Gezeiten - und ansonsten ist das alles völlig normal und war beim Kauf so vereinbart.
§ 4 der ATN: Wenn doch einmal ein feststellbarer Mangel an einem Tesla-Akku auftritt, der auf den Akku zurückzuführen ist, dann tritt automatisch § 1 in Kraft.
§ 5 der ATN: Wenn doch einmal ein Akku getauscht werden muss, weil der Kunde den Tesla auf den Hof schieben muss, dann basteln wir aus Recycling-Teilen einen Ersatz-Akku so zusammen, dass der Kunde bei den Leistungen es NIE wieder wagen wird, sich über seinen alten Akku zu beschweren.

Auf die 100 kW kommt mein 70D mit gerade einmal 85t KM und ca. 5500 kWh DC-Ladung nur noch ganz kurz bei ca. 15% SoC. Ab 60% SoC dümpelt das so um die 36 kW und weniger herum, schon bei 50% SoC ist es um die 45 kW. Höchstens. Da ist man schon bald mit dem Doppellader mit 22 kW AC schneller...
Langstrecken sind daher eine Qual geworden, ich lade jetzt vor Abfahrt immer an der Wallbox auf 100% SoC, damit ich mir evtl. einen SeC-Halt ersparen kann oder zumindest weniger lang laden muss, denn bei der besch.... Ladekurve ist es nur noch nervig. Ist zwar angeblich nicht gut für den Akku, aber warum schonen? Langstrecken machen sowieso keinen Spass mehr.
Aber das SeC meint - in etwa wie oben - das ist alles völlig normal, der Akku ist zu kalt oder schon zu voll oder der Stecker am SuC defekt oder oder oder - und wenn gar nicht mehr hilft, dann ist es eben die Degradation. Mag ja sein, dass die Akkus ewig halten, aber mit welchen Ladekurven und welcher Rest-TR und dass es keinen wirklich Spass mehr macht, ist offensichtlich völlig egal. Und dann wird man vom SeC auch noch für dumm verkauft. Meine Begeisterung für Tesla, wenn ich solche Berichte hier lese, die ich leider nur bestätigen kann, hält sich mittlerweile echt in engen Grenzen.
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Re: Batterygate - bei wem wurde wann wie getauscht

von tornado7 » 18. Mai 2020, 17:54

Dr.M. hat geschrieben:Da mache ich glatt mit, bei der Vergleichsladung.... :D

War heute Nachmittag sowieso in Dietlikon und beim Vorbeifahren habe ich einen freien Stall gesehen (2 von 8 sind momentan abgedeckt). 50 kW kamen raus, obwohl mir via OBD (ScanMyTesla) BMS max. Charge >90 kW angezeigt wurde. Musste dann ohnehin gleich weiter. Kann am geteilten Stall, am begrenzten Anschluss im Industriegebiet oder natürlich auch am Fahrzeug liegen. Letzteres würde mich jedoch überraschen, die Angaben vom CanBus waren bisher immer zuverlässig. Wenn wir testen wollen, dann also besser in Dietikon (24 stalls, im Westen der Stadt) :D
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Re: Batterygate - bei wem wurde wann wie getauscht

von MichaMeier » 18. Mai 2020, 20:51

raffiniert hat geschrieben:ich kann das ganze nicht fassen - auch nicht das Desinteresse hier.

Wieso Desinteresse?
Die verringerte Ladeleistung wird seit fast einem Jahr hier diskutiert.
Hat Deine rosarote Tesla-Brille diese Themen bisher nicht durchgelassen?

Du postest in letzter Zeit immer mal wieder Kritik an Kritikern und möchtest nun plötzlich selbst ein großes Echo auf Deine Kritik bekommen? Irgendwie unangenehm, wenn man selbst mal ein Problem mit der perfekten Firma Tesla hat.

So, genug gestichelt.

Willkommen im Club der Akku-Opfer. :D
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Re: Batterygate - bei wem wurde wann wie getauscht

von janbo » 21. Mai 2020, 19:25

@dr.m. Klasse, dem ist nichts hinzuzufügen
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Re: Batterygate - bei wem wurde wann wie getauscht

von galaxyclass » 23. Mai 2020, 09:41

Die SeC Mitarbeiter in Möhlin genauso wie die im SeC Stuttgart wie überhaupt alle SeC sind drauf geschult worden, den vom HQ vorgegebenen Unsinn zu erzählen. Die werden den Teufel tun, aus der Abwehrphalanx auszuscheren. Wahrscheinlich würden sie selbst auf den Kosten einer Austauschbatterie sitzen bleiben.

Das Thema ist sehr öffentlich, aber es interssiert nur eine kleine Minderheit, also sitzt Tesla das Ganze aus. Selbst der Class Action Act in USA kann ohne große Folgen für Tesla ausgehen. Letztendlich muß daher jeder für sich entscheiden, ob man dieser Firma weiter sein Vertrauen schenkt oder nicht.
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Re: Batterygate - bei wem wurde wann wie getauscht

von Eberhard » 23. Mai 2020, 10:06

Also mein P85+ aus 2013 hat >450.000km runter, davon >400.000km auf die jetzige Batterie (wurde 2014 wg. dem Schütz getauscht). Ich kann immer noch mir > 100kW laden bis etwas über 15% SoC.
Was sollte ich den anderes erwarten? einen neuen 120kWh Akkupack würde ich auch sofort kaufen.
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Re: Batterygate - bei wem wurde wann wie getauscht

von Raven2019 » 23. Mai 2020, 10:41

galaxyclass hat geschrieben:
Das Thema ist sehr öffentlich, aber es interssiert nur eine kleine Minderheit, also sitzt Tesla das Ganze aus.


Man könnte ja mal an die Motor-Redaktionen überregionaler Tageszeitungen, an die ADAC Motorwelt, an Herrn Bloch, an die Wettbewerbszentrale usw schreiben.
 
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Re: Batterygate - bei wem wurde wann wie getauscht

von Cupra » 23. Mai 2020, 20:36

Das darfst du nicht machen.. Tesla ist die einzige Firma die die Welt retten will. Denen pinkelt man nicht ans Bein, sondern kauf gefälligst ein neues und besseres Auto... Das sind nur Einzelfälle, und die wo Kritik üben haben einfach Pech und sollen sich besser so ruhig wie möglich halten. Naja.. so zumindest die Meinung bis man mal selber betroffen ist...
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Re: Batterygate - bei wem wurde wann wie getauscht

von teslaundrecht » 24. Mai 2020, 01:31

Dr.M. hat geschrieben:
tornado7 hat geschrieben:
raffiniert hat geschrieben:
Aus der Antwort des SeC lassen sich wohl folgende Allgemeine Tesla-Nutzerbedingungen (ATN) ableiten, denen man beim Kauf natürlich zugestimmt hat:

§ 1 der ATN: Tesla-Akkus haben keine Mängel.
§ 2 der ATN: Wenn ein Tesla-Akkus doch mal einen Mangel hat, dann ist dieser nicht feststellbar.
§ 3 der ATN: Wenn doch einmal ein Mangel feststellbar sein sollte, dann liegt dieser an absolut Allem - aber NIE am Akku, sondern am Nutzer, am Wetter, am Stand des Mondes und der Gezeiten - und ansonsten ist das alles völlig normal und war beim Kauf so vereinbart.
§ 4 der ATN: Wenn doch einmal ein feststellbarer Mangel an einem Tesla-Akku auftritt, der auf den Akku zurückzuführen ist, dann tritt automatisch § 1 in Kraft.
§ 5 der ATN: Wenn doch einmal ein Akku getauscht werden muss, weil der Kunde den Tesla auf den Hof schieben muss, dann basteln wir aus Recycling-Teilen einen Ersatz-Akku so zusammen, dass der Kunde bei den Leistungen es NIE wieder wagen wird, sich über seinen alten Akku zu beschweren.


Wäre sehr witzig wenn es nicht so traurig wäre. Allerdings fehlt noch was:

§ 6 der ATN: Wir behalten uns vor, §§ 1-5 in die Tonne zu treten und uns rechtskonform zu verhalten, wenn der Kunde uns darauf verklagt.

;)
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-> gekauft am 01.11.2019
-> geliefert am 08.01.2020

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