Ladeverluste

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Ladeverluste

von Leto » 7. Jan 2016, 21:58

Sedna hat geschrieben:Vielen Dank für die zahlreichen Beiträge!

Ich fasse mal zusammen, dass das Laden mit niedrigen Strömen dem Akku (hoffentlich) nicht schadet - Sonst würde Tesla das ja wohl nicht anbieten. Oder gibt es irgend eine Aussage seitens Tesla, dass langsam laden schädlich ist?

Die Verluste sind höher, weil die konstanten Grundverluste des Laders stärker mit eingehen. Klingt logisch. 20 - 23 % wären aber ganz schön heftig, so vile hätte ich nicht gedacht. Das drückt ja auch den gesamten W2W Wirkungsgrad.

Hat vielleicht noch jemand einen Zähler-Wert für CEE16?

Gruß,
Sedna


Genau genommen schadet es langsam von 80% auf 100% zu laden, siehe oben.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 7299
Registriert: 23. Nov 2013, 19:30
Land: Deutschland

Re: Ladeverluste

von sacha81 » 7. Jan 2016, 22:01

+1
einen Zähler-Wert für CEE16 würde auch mich brennend interessieren. Idealerweise wenn das Auto irgendwo steht wo es zwischen 5 und 12° ist, weil in diesem Temperaturrange habe ich meine 20% Verlust errechnet. Ich habe in einem Bereich von 40 - 75 % geladen wo dieser Verlust auftrat. Mir ist klar das ein solcher Vergleich keine Wissenschaftliche Doktorarbeit ist, aber es zeigt so Pi mal Daumen wie gross Unterschied ist.
S70D seit dem 30.12.15 (>80'000Km)
(und mein 1-Plätzer EV ist ein Stromer ST2 auf 2 Räder)
 
Beiträge: 328
Registriert: 11. Jul 2015, 14:57
Wohnort: Berner Seeland, Schweiz
Land: Schweiz

Re: Ladeverluste

von Leto » 7. Jan 2016, 22:14

sacha81 hat geschrieben:+1
einen Zähler-Wert für CEE16 würde auch mich brennend interessieren. Idealerweise wenn das Auto irgendwo steht wo es zwischen 5 und 12° ist, weil in diesem Temperaturrange habe ich meine 20% Verlust errechnet. Ich habe in einem Bereich von 40 - 75 % geladen wo dieser Verlust auftrat. Mir ist klar das ein solcher Vergleich keine Wissenschaftliche Doktorarbeit ist, aber es zeigt so Pi mal Daumen wie gross Unterschied ist.


Ich kann nur 22kW sagen, da sind es < 10% Zähler vs. Auto Verbrauchsanzeige. Um 20 kWh nachzuladen zeigt mein Zähler etwas in der Nähe von 22 kWh an. Das beinhaltet aber vorheizen mit Shore Power und ist in einer Garage. 15 Min. vorheizen sind bestimmt auch 0,5 kWh. Ich tippe mal 7% ist realistisch. Mein Zähler ist im Keller und damit nicht in Autonähe, ich schaue selten da den Strom sowieso mein Arbeitgeber zahlt weil Firmenwagen.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 7299
Registriert: 23. Nov 2013, 19:30
Land: Deutschland

Re: Ladeverluste

von Sedna » 7. Jan 2016, 23:00

Leto hat geschrieben:Ich kann nur 22kW sagen, da sind es < 10% Zähler vs. Auto Verbrauchsanzeige. Um 20 kWh nachzuladen zeigt mein Zähler etwas in der Nähe von 22 kWh an. Das beinhaltet aber vorheizen mit Shore Power und ist in einer Garage. 15 Min. vorheizen sind bestimmt auch 0,5 kWh. Ich tippe mal 7% ist realistisch. Mein Zähler ist im Keller und damit nicht in Autonähe, ich schaue selten da den Strom sowieso mein Arbeitgeber zahlt weil Firmenwagen.


Ladeverlust von 10% ist doch mal eine Aussage!

D.h. bei 20 kWh/100 km (netto) Verbrauch und +10% höheren Ladeverlusten (20% bei Schuko - 10% bei CEE16) wären das 2kWh pro 100 km. Bei 15.000 km/a sind das 300 kWh und 70€ mehr Stromkosten. Lohnt sich schon fast eine CEE16 zu verlegen. Ich könnte natürlich auch zuerst einen Zähler vor meine Schuko setzen...

Wenn noch jemand einen dedizierten Zähler für's Laden zur Verfügung hat, bitte Werte posten!

Gruß,
Sedna
 
Beiträge: 121
Registriert: 8. Aug 2015, 11:04
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model S

Re: Ladeverluste

von Mathie » 7. Jan 2016, 23:10

Leto hat geschrieben:Ich kann nur 22kW sagen, da sind es < 10% Zähler vs. Auto Verbrauchsanzeige. Um 20 kWh nachzuladen zeigt mein Zähler etwas in der Nähe von 22 kWh an. Das beinhaltet aber vorheizen mit Shore Power und ist in einer Garage. 15 Min. vorheizen sind bestimmt auch 0,5 kWh.


Die Effizienz der Lader sollte sich bei 11kW vs 22 kW eigentlich nicht unterscheiden, da einmal 1 Lader mit 16A lädt, einmal 2 Lader mit 16A. 15 Min heizen, verbraucht halt Strom für 15Min heizen, gut die Leistung für die Heizung wird bei 11kW bei einem Lader abgezwackt, bei 22kW bekommen beide Lader etwas mehr Leistung, da der Heizstrom hälftig von beiden Ladern abgeht, aber das macht wahrscheinlich bei der Effizienz keinen so gravierenden Unterschied. Also sollte bei 11kW Einzellader die Effizienz nicht wesentlich schlechter sein, als bei 22kW mit Doppellader oder habe ich was übersehen?

Gruß Mathie
6/2015 bis 8/2019 MS 85D
seit 8/2019 MS Ludicrous Performance
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 8685
Registriert: 10. Apr 2015, 20:47
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model S

Re: Ladeverluste

von Leto » 7. Jan 2016, 23:15

Mathie hat geschrieben:
Leto hat geschrieben:Ich kann nur 22kW sagen, da sind es < 10% Zähler vs. Auto Verbrauchsanzeige. Um 20 kWh nachzuladen zeigt mein Zähler etwas in der Nähe von 22 kWh an. Das beinhaltet aber vorheizen mit Shore Power und ist in einer Garage. 15 Min. vorheizen sind bestimmt auch 0,5 kWh.


Die Effizienz der Lader sollte sich bei 11kW vs 22 kW eigentlich nicht unterscheiden, da einmal 1 Lader mit 16A lädt, einmal 2 Lader mit 16A. 15 Min heizen, verbraucht halt Strom für 15Min heizen, gut die Leistung für die Heizung wird bei 11kW bei einem Lader abgezwackt, bei 22kW bekommen beide Lader etwas mehr Leistung, da der Heizstrom hälftig von beiden Ladern abgeht, aber das macht wahrscheinlich bei der Effizienz keinen so gravierenden Unterschied. Also sollte bei 11kW Einzellader die Effizienz nicht wesentlich schlechter sein, als bei 22kW mit Doppellader oder habe ich was übersehen?

Gruß Mathie


Ich teile diese Vermutung. Und Heizung ist bei mir meist ohne Ladung, denn ich stecke ein wenn ich heimkomme und eine Stunde später ist üblicherweise nachgeladen. Vorheizen ist dann morgens... nur die Lader laufen lassen ohne sie voll auszulasten wird den gesamten Wirkungsgrad senken.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 7299
Registriert: 23. Nov 2013, 19:30
Land: Deutschland

Re: Ladeverluste

von Dazzler » 7. Jan 2016, 23:56

Das Thema wurde übrigens z.T, hier viewtopic.php?f=7&t=4234&p=55549&hilit=Ladeverlust#p55524 schon einmal behandelt. Ladeverluste bei 22 kW lagen etwa bei 7%. Bei Schuco Ladung konnte ich leider selbst nur wenige Male vergleichen und musste mich sonst auf die Angaben von anderen verlassen. Im Vergleich zur Anzeige der geladenen kWh im Model S ergab sich ein Ladeverlust von maximal 15 %.

Auf der Tesla Homepage gibt es noch immer den Kalkulator https://www.teslamotors.com/de_DE/model ... calculator (zum Kalkulator hinunterscrollen). Die Werte scheinen mir recht verlässlich.

Empirische Werte zur Schädlichkeit der 100% Ladung sind bekanntlich schwer zu ermitteln. Ich muss häufig auf 100% laden und kann aber bisher aufgrund der angezeigten Reichweite keinen erhöhten Batterieverschleiß im Vergleich zu anderen feststellen.

Sicher ist, dass das Laden mit Schuko länger dauert und daher mehr Verlust verursacht. Ob es auch schädlicher für den Akku ist, kann man im Model S fast nicht prüfen, da der Ladestrom selbst am Supercharger nahe 100% Anzeige immer weiter hinunter geregelt wird und schließlich noch 20 bis 40 Minuten bei 2 bis 3 kW bleibt (ruft da wer etwas von Balancing?) bis zum Ende des Ladevorgangs.
P85+ sig., 2013, 375 tkm

Euch allen kWh im Überfluss!
Gruß Dazzler
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 1139
Registriert: 2. Dez 2013, 19:45
Land: Oesterreich

Re: Ladeverluste

von TeeKay » 8. Jan 2016, 00:20

Sedna hat geschrieben:Ich fasse mal zusammen, dass das Laden mit niedrigen Strömen dem Akku (hoffentlich) nicht schadet - Sonst würde Tesla das ja wohl nicht anbieten. Oder gibt es irgend eine Aussage seitens Tesla, dass langsam laden schädlich ist?

Schädlich ist alles ab dem Zeitpunkt der Produktion der Zellen. Sie altern nach Zeit, Temperatur, nach Zyklen, nach Ladeverhalten, nach Entladeverhalten, nach Lagerzeiten, nach allem. Die Frage ist also nicht, ob etwas schädlich ist oder nicht, sondern ob A schädlicher ist als B anderes.

Die Ansprüche an die Batterie sind sehr verschieden in der Teslagemeinde. Der eine will 1 Mio km mit der Batterie fahren, der andere bis zum Leasingende nach 3 Jahren, der eine will immer jederzeit mit 100% SOC starten können, der andere nur am SuC laden, der nächste nur mit 8A Schuko aus der Scheune Baujahr 1888. Tesla kombiniert all diese Ansprüche, weil es sonst zu viele Kundenbeschwerden gäbe. Du kannst also täglich deine auf 50°C erhitzte Batterie am SuC auf 100% laden und anschließend zuhause an die Schukodose hängen. Nach 1 Mio km wirst du dann aber vielleicht nur noch 50% Kapazität haben, während derjenige, der immer im optimalen Temperaturfenster blieb und mit 22kW AC von 40% auf 75% lud, dann noch 75% hat. Nur weil Tesla es nicht explizit unterbindet oder davor warnt, muss es noch lange nicht neutral für die Lebensdauer der Batterie sein.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 6750
Registriert: 7. Jan 2014, 15:35
Wohnort: Frankfurt und Berlin
Land: Deutschland

Re: Ladeverluste

von acpacpacp » 8. Jan 2016, 06:52

Ich hab jetzt bei mir die Daten von teslalog.com mit der ChargeApp meiner Wallbox abgeglichen.

Meine letzte Ladung waren 74,49 kWh lt. Wallbox und 69,32 kWh lt. teslalog.com, das wären <7.5% Verlust bei einer Ladeleistung zwischen 20 und 21 kW.
P85 weiss & 85D rot ... und keinen Verbrenner mehr!
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 1491
Registriert: 24. Mär 2014, 17:54
Land: Oesterreich

Re: Ladeverluste

von Sedna » 8. Jan 2016, 13:25

Danke für die Informationen und die Links!

Laut Tesla-HP Kalkulator für 100 km: Schuko („standard“) 21,7 kWh zu CEE16 („rot“) 20,3 kWh ergibt knapp 7% höhere Ladeverluste zwischen beiden Systemen. Es gibt aber keine Angabe wieviel dabei die Batterie erreicht, d.h. mit wieviel netto Verbrauch pro 100 km gerechnet wurde. Es müssten so ca. 18,7 kWh / 100km sein?

Ein gesamt Ladeverlust von 7% (CEE16) ist akzeptabel. So etwas wird ja von interessieren Freunden / Kollegen gerne mal haarklein nachgefragt ;-)

Jetzt habe ich gerade meine Garagen-Steckdose kontrolliert: Diese ist nur mit 10 A abgesichert und das Treppenhauslicht (240W) hängt auch noch drauf. Blöd - Man hätte doch anno 1965 damit rechnen müssen, dass es einmal E-Autos geben wird, oder? ;)

Folglich müsste ich beim Laden auf 8 A zurückstellen - noch schwächer als 13 / 16 A zu laden ist wohl nicht sinnvoll. Da wird eine CEE16 Verkabelung notwendig werden obwohl ich sie von meinem Fahrprofil aus gesehen nicht benötige :?

Gruß an alle!
Sedna
 
Beiträge: 121
Registriert: 8. Aug 2015, 11:04
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model S

VorherigeNächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: Electro-Man und 2 Gäste