Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von CarstenM » 31. Dez 2015, 09:00

Dornfelder10 hat geschrieben:
einstern hat geschrieben:
TeeKay hat geschrieben:Wo in deiner Rechnung taucht denn der Fakt auf, dass Tesla das Model S nur dank SuC verkaufen konnte?

Tesla hat im Jahr 2013 ca. 22.500 Fahrzeuge verkauft und war das komplette Jahr über ausverkauft. Das SuC-Netzwerk war im selben Jahr bestenfalls rudimentär vorhanden. Wenn Du hier im Forum oder im US-Forum nachliest dann waren in 2013 nur sehr wenige Leute davon überzeugt dass das SuC-Netzwerk so schnell und so flächendeckend kommt wie es tatsächlich von Tesla gemacht wurde.

Das stimmt und trifft auch auf mich und einige andere hier im Forum zu, insbesondere die Roadster-Pioniere, die sich schon seit Jahren nicht durch Schnarchladen von der E-Mobilität haben abschrecken lassen.
Aber: wie viele solcher "Spinner" (mich eingeschlossen) gibt es? Ist dieses Potenzial an Kaufinteressenten groß genug, um eine Basis für die langfristigen Ziele von Tesla sein zu können?

Ohne SuC wäre m.E. ziemlich schnell eine Sättigung bei der Nachfrage erreicht. Ich kenne genug Leute, denen schon die SuC-Pausen zu lange sind und für die Tesla deswegen nicht infrage kommt. Wie soll ich die zum Kauf überzeugen, wenn die Ladepausen zwei Stunden und länger dauern? Hier im Forum sind einige, denen es für ihre Kaufentscheidung wichtig war, einen SuC in ihrer Nähe zu bekommen. Auch wenn sie inzwischen vielleicht sogar gemerkt haben, dass zu Hause laden für den Alltag viel entscheidender ist, hätten sie doch niemals auf "Kaufen" geklickt, wenn "ihr Heim-SuC" nicht gebaut worden wäre. Mit der Zeit wird es für Tesla immer wichtiger, nicht nur die Pioniere zu überzeugen, sondern auch die weniger kompromissbereiten Interessenten - und dafür braucht es Vertrauen in die Ladeinfrastruktur, und das bieten nun einmal die SuC. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass Tesla ohne das dichte SuC-Netz hierzulande deutlich weniger Autos verkauft hätte. Aber ja, das ist eine Behauptung und kein beweisbarer Fakt.

Tesla verdient nach eigenen Aussagen 25% Marge am Model S, bei den Basismodellen möglicherweise weniger, sagen wir mal im Schnitt 10-15.000 Euro. Die verdienen sie aber nur, wenn sie wirklich Käufer finden. Und wenn es zum Verkaufen immer wichtiger wird, ein gut ausgebautes SuC-Netz zu haben, um dem Interessenten die Zweifel an der Praxistauglichkeit zu nehmen, dann ist das gut investiertes Geld. Das Argument "kostenlos" ist dann noch das i-Tüpfelchen, das für zusätzliches Aufhorchen sorgt. Dass der eine oder andere Kunde die kostenlosen SuC exzessiv nutzt und im Laufe der Lebenszeit des Autos vielleicht sogar für 5.000 Euro an den SuC lädt, spielt für die Gesamtrechnung nicht die große Geige.

Falls Tesla beim Model 3 mit einer geringeren Marge kalkulieren muss, um den angepeilten Preis zu erreichen, kann es nötig sein, die kostenlosen SuC infrage zu stellen, aber das lasse ich jetzt mal Teslas Sorge sein.
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von TeeKay » 31. Dez 2015, 10:39

Helmut1 hat geschrieben:Solange Tesla stark wächst ist meiner Meinung nach aber auch der worst case ertragbar (alte gebrauchte Teslas landen bei Leuten die praktisch nur noch per SuC laden).

Das holt sich Tesla im Vor- und Nachheinein doppelt und dreifach über die Werkstattbesuche oder Ersatzteilverkäufe wieder. Blechteile wirst du noch einfach so austauschen können. Bei Dingen wie Ladegerät kann ich mir vorstellen, dass die im Wartungsmenü freigeschaltet werden müssen, wofür externe Werkstätten keinen Zugriffscode haben.
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von Helmut1 » 31. Dez 2015, 13:28

TeeKay hat geschrieben:
Helmut1 hat geschrieben:Solange Tesla stark wächst ist meiner Meinung nach aber auch der worst case ertragbar (alte gebrauchte Teslas landen bei Leuten die praktisch nur noch per SuC laden).

Das holt sich Tesla im Vor- und Nachheinein doppelt und dreifach über die Werkstattbesuche oder Ersatzteilverkäufe wieder. Blechteile wirst du noch einfach so austauschen können. Bei Dingen wie Ladegerät kann ich mir vorstellen, dass die im Wartungsmenü freigeschaltet werden müssen, wofür externe Werkstätten keinen Zugriffscode haben.

Diese Schiene zu fahren wäre allerdings meiner Meinung nach nicht geschickt, denn Tesla würde dadurch ein riesiges Potenzial verschwenden.
Ich meine damit der Verbrennerkonkurrenz quasi den finalen Fangschuß zu verpassen:
Wenn Tesla sich bei den Ersatzteil- und Werkstattpreisen zurückhält führt das dazu, dass auch alte Teslas auf dem Gebrauchtmarkt sehr begehrt werden und entsprechend hoch gehandelt werden. (Langen die Werkstätten raffgierig zu ist der Unterhalt eines alten Teslas außerhalb der Garantiezeit eine teure Sache)
Das Scenario mit niedrigen Unterhaltskosten auch im hohen Fahrzeugalter wirkt sich auf die gesamte Flotte hinsichtlich Wertverlust aus. Auch neue Teslas sind dadurch in den Gesamtkosten für den Kunden erschwinglicher, weil beim späteren Verkauf mehr erlöst wird.
Wenn Tesla beim Absatz wie geplant jährlich im Durchschnitt um 50% wächst "rechnet" sich das auch für Tesla super:
Wenn man von heute 10-15 Jahre in die Zukunft blickt wäre das Bild dann folgendermaßen:
Die heute verkauften Model S sind "alte Gurken" die sich überwiegend in Hand von "Sparextremsisten" befinden welche diesen Wagentyp gezielt gekauft haben, weil sich eine SuC Station in ihrer Nähe befindet wo sie immer umsonst tanken.
Tesla verkauft dann allerdings Neuwagen in mehr als 10 facher Menge ( für den Faktor 10 reicht schon deutlich weniger als 50% jährliches Wachstum). Können für diese Fahrzeuge z.B. 10 % höherer Verkaufspreis erlöst werden, weil die Teslafahrzeuge das Image haben sehr wertstabil zu sein ist es für Tesla ein bomben Geschäft:
Kleine Rechnung: 10 Autos a 100.000 Euro die 10% teurer verkauft werden quersubventionieren einen alten Wagen. Dann sind das grob 100.000 Euro die Tesla verwenden kann für ein altes Auto Strom zu verschenken und billig zu reparieren. Da bleibt eine Menge Gewinn übrig.

Die Sache hat natürlich was von einem Pyramidenspiel. Ewig stark wachsen kann Tesla nicht. Aber sehr lange... ;) Es bricht auch nicht mit hohen Wehgeschrei wie ein Pyramidenspiel zusammen wenn das Wachstum nachlässt. Denn es gibt genug Möglichkeiten für einen sanften Ausstieg. Z.B. dann nicht mehr lebenslange Garantie für Strom umsonst oder halt auch steigende Ersatzteilpreise.
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von volker » 31. Dez 2015, 14:50

Zur Frage des Threaderstellers gibt es eine Aussage von Tesla: "use courtesy" auf Deutsch: Es wird um Höflichkeit gebeten.

Meine Auslegung: Das, worüber man sich ärgern würde, wenn man es am Supercharger antrifft, sollte man bei sich selbst vermeiden. Beispiele dafür wurden mittlerweile genügend genannt.

Zur Frage, ob man Tesla finanziell in den Ruin treibt durch exzessive Nutzung: Nein. Das Supercharger-Netzwerk ist Teslas Werbebudget. Was die Verbrenner-Konkurrenz für eine ganzseite Anzeigen in FAZ/Welt/SZ/ZEIT ausgibt, davon baut Tesla eine SuC-Station. ;).
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von trimaransegler » 31. Dez 2015, 15:03

Diese ganzen Diskussionen hatten wir schon in verschiedenen Threads. Es bleiben Musks Aussagen: SUC free, for ever :D
Viele Grüße aus dem Westerwald

Friedhelm

Wer meinen Empfehlungslink nutzen möchte und uns beiden dann 1500 km free Supercharging gibt, hier ist er: http://ts.la/drfriedhelm6242
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von segwayi2 » 31. Dez 2015, 15:06

und je öfter man einen SuC anfährt um so öfter trifft man Leute aus dem Forum :D
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von TeeKay » 31. Dez 2015, 16:02

Helmut1 hat geschrieben:Diese Schiene zu fahren wäre allerdings meiner Meinung nach nicht geschickt, denn Tesla würde dadurch ein riesiges Potenzial verschwenden.
Wenn Tesla sich bei den Ersatzteil- und Werkstattpreisen zurückhält führt das dazu, dass auch alte Teslas auf dem Gebrauchtmarkt sehr begehrt werden und entsprechend hoch gehandelt werden.

Sie halten sich aber nicht zurück. Erst bieten sie nicht wie in den USA die Garantieverlängerung an und dann langen sie bei Standardreparaturen kräftig zu. Frag mal Frank Pigge, was er zu den 500 Euro für seinen Scheibenwischermotor sagt oder Eberhard, wie er zur 2.000 Euro Reparatur seines Ladegeräts steht.
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von Helmut1 » 1. Jan 2016, 02:21

TeeKay hat geschrieben:
Helmut1 hat geschrieben:Diese Schiene zu fahren wäre allerdings meiner Meinung nach nicht geschickt, denn Tesla würde dadurch ein riesiges Potenzial verschwenden.
Wenn Tesla sich bei den Ersatzteil- und Werkstattpreisen zurückhält führt das dazu, dass auch alte Teslas auf dem Gebrauchtmarkt sehr begehrt werden und entsprechend hoch gehandelt werden.

Sie halten sich aber nicht zurück. Erst bieten sie nicht wie in den USA die Garantieverlängerung an und dann langen sie bei Standardreparaturen kräftig zu. Frag mal Frank Pigge, was er zu den 500 Euro für seinen Scheibenwischermotor sagt oder Eberhard, wie er zur 2.000 Euro Reparatur seines Ladegeräts steht.

Schade, dass sie raffgierig zulangen. :|
Bin mal gespannt ob sie beim Model III zurückhaltender werden.
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von Boris » 1. Jan 2016, 08:45

Ich hatte mir den Beifahrer-Aussenspiegel abgefahren. Hat inkl. lackierter Spiegelkappe knapp 500 EUR brutto gekostet. Ich fand das angemessen wenn nicht sogar günstig.
Model S: P90+, Multicoat Rot, ausgeliefert 06.03.2014 (09/2019 90er Akku erhalten)
Model 3: LR DualDrive, AP, Midnight, ausgeliefert 15.02.2019
1x Model 3 Reservierung vom 02.04.2016 in Reserve
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von einstern » 1. Jan 2016, 11:33

TeeKay hat geschrieben: Frag mal Frank Pigge, was er zu den 500 Euro für seinen Scheibenwischermotor sagt oder Eberhard, wie er zur 2.000 Euro Reparatur seines Ladegeräts steht.

Etwas OT, aber dennoch eine Ergänzung: Eine Reparatur des Wischermotors für 500 € würde ich bei meiner Mercedes E-Klasse mit Kusshand nehmen. Austausch schon erlebt. Halte bitte das Doppelte an Knete bereit.
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2015 S85D
2016 WB 22kW und Boden-PV
2019 WP 13kW Erdwärme (statt Heizöl)
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