Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von marcel » 30. Dez 2015, 20:07

sdt15749 hat geschrieben:Ich bin ehrlich gesagt erstaunt das die SuperCharger kostenfrei sind.

War ich anfangs auch. Nach nun einem Jahr mit dem MS finde ich es aber merkwürdig, dass andere regelmäßig eine Tankstelle anfahren müssen, um dann für rund einen 100er den Tank zu füllen. Aber viele andere Sachen werden zukünftig auch merkwürdig sein.
Gerade heute meinte ein Mitarbeiter im Auto, dass es ihm schon etwas Angst mache, wenn sich das Auto bewegt, und man hört keinen Motor. Ich entgegnete, dass es mir Angst macht, in einem geschlossenen Fahrzeug zu sitzen, und einen Motor zu hören, der dauernd Explosionen macht, nur um vorwärts zu kommen...

Das abendliche Einstecken wird zur Routine, und mit einem zweiten UMC in der Garage dauert das auch nur wenige Sekunden. Tankstellen fahre ich weiterhin oft an, um Pausen zu machen, und etwas einzukaufen. Die Frage an der Kasse "haben sie noch getankt?", kann man mit einem lächelnden "Nö" beantworten. Und etwas Mitleid mit den ICE Fahrern kommt dann schon immer auf.
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von einstern » 30. Dez 2015, 20:10

sdt15749 hat geschrieben:Stehe kurz vor der Bestellung "meines" MS und informiere mich aktuell über die Möglichkeiten des Ladens.
Die kostenfreie Nutzung der Supercharger ist ein sehr interessantes Angebot, aber ich kann nichts dazu finden wie oft man das nutzen kann.

Lieber Stefan,

Falls du noch immer moralische Skrupel mit der SuC Nutzung hast, dann gebe ich dir gerne einige Credits ab. Ich habe in den ersten 12 tkm maximal 12 mal am SuC gehangen. Also pro 1000 km ein mal. Da bleiben einige extra Ladungen für dich übrig. :)
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von TeeKay » 30. Dez 2015, 20:13

Dornfelder10 hat geschrieben:Die Mathematik zeigt aber relativ schnell das es halt nur bis zu einem Anteil von ca. 10% der Gesamtlademenge ein funktionierendes Geschäftsmodell sein kann.

Wo in deiner Rechnung taucht denn der Fakt auf, dass Tesla das Model S nur dank SuC verkaufen konnte? Letztendlich lohnt es sich für Tesla auch, wenn dieser Kunde zu 100% seinen Bedarf am SuC deckt.

Der Schönefelder SuC liegt auch auf meiner Einflugschneise. Wenn ich so ankomme, dass die Batterie am Ziel bei <10% ist, lade ich dort 10min und den Rest dann am Folgetag irgendwo in der Stadt. Die Ladeweile in Schönefeld ist doch eher grenzwertig, wenngleich es da wenigstens kostenloses WIFI gibt. In Rangsdorf hast du erstens eine ewig lange An- und Abfahrt von der Autobahn und das, was du da an Strom sparst, gibts du gleich wieder im Hotelrestaurant aus - das ist da nämlich die einzige Ladeweile.
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von Dornfelder10 » 30. Dez 2015, 20:44

einstern hat geschrieben:Ich habe in den ersten 12 tkm maximal 12 mal am SuC gehangen. Also pro 1000 km ein mal. Da bleiben einige extra Ladungen für dich übrig. :)


Tesla rechnet lt. den Angaben auf der deutschen Homepage mit 10% Nutzungsanteil am SuC. Wenn Du bei jedem Superchargerbesuch mehr als 100 km geladen hast bist Du schon über der Kalkulationsgrundlage. Sei also nicht zu großzügig wenn Du Credits verschenkst die Tesla bezahlen muss.

TeeKay hat geschrieben:Wo in deiner Rechnung taucht denn der Fakt auf, dass Tesla das Model S nur dank SuC verkaufen konnte?

Das ist kein Fakt sondern bestenfalls eine unbegründete Behauptung.
Tesla hat im Jahr 2013 ca. 22.500 Fahrzeuge verkauft und war das komplette Jahr über ausverkauft. Das SuC-Netzwerk war im selben Jahr bestenfalls rudimentär vorhanden. Wenn Du hier im Forum oder im US-Forum nachliest dann waren in 2013 nur sehr wenige Leute davon überzeugt dass das SuC-Netzwerk so schnell und so flächendeckend kommt wie es tatsächlich von Tesla gemacht wurde.

In meiner Rechnung taucht aber der "Fakt" auf das Tesla selbst bei der Preisgestaltung der Option "Supercharger" 2200 EUR veranschlagt hat. Tesla wäre der erste Hersteller der eine Option anbietet bei der er draufzahlt.

TeeKay hat geschrieben:Der Schönefelder SuC liegt auch auf meiner Einflugschneise. Wenn ich so ankomme, dass die Batterie am Ziel bei <10% ist, lade ich dort 10min und den Rest dann am Folgetag irgendwo in der Stadt.

Darüber gibt es gar keine Diskussion. Das ist für mich vorbildlich und entspricht meiner Auffassung nach dem was Tesla unter "Flexibilität auf der Kurzstrecke" versteht.
Die Fragestellung im Ausgangspost habe ich aber anders verstanden. Da geht es eher um regelmäßiges Laden für den Alltagsbetrieb.

Gruß

Bernhard
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von einstern » 30. Dez 2015, 21:00

Dornfelder10 hat geschrieben:Tesla rechnet lt. den Angaben auf der deutschen Homepage mit 10% Nutzungsanteil am SuC. Wenn Du bei jedem Superchargerbesuch mehr als 100 km geladen hast bist Du schon über der Kalkulationsgrundlage. Sei also nicht zu großzügig wenn Du Credits verschenkst die Tesla bezahlen muss.

Jetzt wird es interessant.
Wenn der SuC mir 200 km gibt, aber ich nur 100 bis 150 km wie komme, da die Strecke schneller gefahren wird, da man einfach nur schneller nach Hause möchte?
So gesehen bin ich an der "Kante" des Berechnungsmodells "10%".

Würde mich interessieren, wie Elon die 10% verrechnet.
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von Dornfelder10 » 30. Dez 2015, 21:16

einstern hat geschrieben:Jetzt wird es interessant.
Wenn der SuC mir 200 km gibt, aber ich nur 100 bis 150 km wie komme, da die Strecke schneller gefahren wird, da man einfach nur schneller nach Hause möchte?
So gesehen bin ich an der "Kante" des Berechnungsmodells "10%".

Würde mich interessieren, wie Elon die 10% verrechnet.


Ich fürchte ich verstehe Deine Frage nicht.
Das bei der Berechnung ein von Tesla (mit Hühnerknochen ausgewürfelter) Durchschnittswert genommen wird dürfte klar sein. Was meinst Du also?
Gruß

Bernhard
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von cko » 30. Dez 2015, 23:11

Dornfelder10 hat geschrieben:Tesla versucht ein unkompliziertes und damit nutzerfreundliches und billiges System für die Langstrecke anzubieten. Durch die Gier einiger weniger Nutzer werden früher oder später Restriktionen folgen. Beim Autopilot ist es heute schon der Fall - einige schlagen über die Stränge und der Rest muss es ausbaden.


Ich meine, dass häufige Nutzung des Superchargers (ohne nach dem Laden dort zu parken) Teslas image verbessert, während gefährliche stunts mit dem Autopilot Teslas image gefährden.
IMHO geht es darum, existierende Vorurteile gegen die Elektromobilität zu widerlegen, indem man ein hervorragendes Schnellladenetz aufbaut.
Kannst Du nicht einmal ganz kurz annehmen, dass Elon Musk es ehrlich meint, wenn er sagt, dass es nicht Teslas Mission ist, so viel Profit wie möglich zu machen, sondern die Elektromobilität voran zu bringen?
Und dass Tesla Leute, die nahe an einem Supercharger wohnen, bittet, ihn nicht als Parkplatz zu missbrauchen, weil das ja genau diesen Ansatz behindern würde? Ich vermute sogar, dass sie nur Leute angeschrieben haben, deren Standzeit im Mittel deutlich über der Ladezeit lag.

Ich schließe mich also der Meinung derjenigen an, die sagen, dass es völlig OK ist, andauernd am Supercharger zu laden, solange man dort nicht nach dem Laden parkt.
Tesla fahren ist wie schweben auf einem Sonnenstrahl.
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von interware.ch » 30. Dez 2015, 23:22

Dornfelder10 hat geschrieben:Tesla rechnet lt. den Angaben auf der deutschen Homepage mit 10% Nutzungsanteil am SuC. Wenn Du bei jedem Superchargerbesuch mehr als 100 km geladen hast bist Du schon über der Kalkulationsgrundlage. Sei also nicht zu großzügig wenn Du Credits verschenkst die Tesla bezahlen muss.


Die Frage ist doch, in welchem Kontext der 10% Nutzungsanteil SuC steht. So wie ich es verstehe, steht er dort im Zusammenhang mit der (aus meiner Sicht fragwürdigen/wenig sinnvollen) Berechnung der möglichen Einsparungen mit einem Model S gegenüber dem Einsatz eines ICE-Fahrzeugs. Würde man da einen höheren Anteil als die 10% annehmen, würden sofort die Stimmen wieder laut, die Tesla eine zu positive TCO Berechnung vorwerfen.

Ob für die Tesla-interne Kosten-/Nutzen-Rechnung ebenfalls von 10% SuC-Anteil ausgegangen wird, weiss ich nicht. Meine persönliche Einschätzung geht eher in die Richtung "lohnt sich nicht mal das zu berechnen, weil der Marketingwert riesig und Nutzen für die Lösung des Henne-Ei-Problems unbezahlbar ist".

My 2 cents.


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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von elrond » 30. Dez 2015, 23:53

Dornfelder10 hat geschrieben:
TeeKay hat geschrieben:Wo in deiner Rechnung taucht denn der Fakt auf, dass Tesla das Model S nur dank SuC verkaufen konnte?

Das ist kein Fakt sondern bestenfalls eine unbegründete Behauptung.


Für mich trifft das aber eindeutig zu. Ich habe den Wagen erst im Jahr 2015 gekauft - und für mich war das SuC-Netz SEHR kaufentscheidend! Wobei es mir übrigens egal gewesen wäre, ob ich für die Nutzung noch etwas hätte zahlen müssen oder nicht. Also von mir aus hätte Tesla das auch gern über Einzelabrechnungen machen können.

Der Wert der SuC liegt für mich in der Sicherheit. Ich kann mich just in dieser Minute entscheiden, nach München zu fahren - und muss nicht eine Sekunde darüber nachdenken, ob das machbar ist. Naja - wer will schon nach München, wenn er im Norden wohnen darf - aber so grundsätzlich... ;-)

Ciao,
Gerhard
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Re: Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

von Helmut1 » 31. Dez 2015, 00:17

Dornfelder10 hat geschrieben:
Helmut1 hat geschrieben:Ich finde es kleingeistig jemand mit mit Moral und Solidaritätsgeschwätz zu kommen der mal schlappe 100.000 an Tesla zahlt.

Danke für die Blumen :?


Hi Bernhard
T´schuldigung dafür! Du hast ja absolut recht, dass du nur die Frage des Threaderöffners beantwortet hast. Dir das so auszulegen ist ... . :oops:

Ich bin absolut deiner Meinung, dass das Geschäftsmodell mit der lebenslangen Garantie umsonst laden zu können problematisch ist.
Solange Tesla stark wächst ist meiner Meinung nach aber auch der worst case ertragbar (alte gebrauchte Teslas landen bei Leuten die praktisch nur noch per SuC laden).
Überschlagsrechnungen wie du habe ich zu der Thematik auch schon viele gemacht. Ich bin bei den Annahmen sogar wesentlich pessimistischer als du. Vermute höheren Strompreis für Tesla und vor allem denke ich, dass es mit dichterem SuC Netz und mehr alten Gebrauchtwagen ganz sicher weit über 10% SuC Ladeanteil wird. Denn nach Überschlagsrechnung anhand von ein paar harten Daten von Tesla und geschätzten anderen Daten sind es ja jetzt schon wohl ganz grob 8%.
Ich tippe drauf, dass Tesla mit Einführung einer höhereren Betriebsspannung bei den Fahrzeugen den Ausstieg findet:
"Hyperchargerstandard" möglicherweise auch mit CCS Steckdose die halt nicht mehr lebenslang "Umsonstladegarantie" haben sondern vielleicht 5 Jahre beim Spitzenmodel und für die Basis möglicherweise wahlweise automatische Abrechnung pro kWh oder gegen Aufpreis auch für einen bestimmten Zeitraum umsonst. Die Marketingmöglichkeiten sind da sehr groß dem Kunden weiterhin das wohlige Gefühl zu vermitteln "umsonst zu tanken".


Superchargerstationen werden von dem Zeitpunkt dann nicht mehr weiter neu gebaut, da ja auch keine Fahrzeuge dafür mehr verkauft werden sondern nur noch die "Hyperchargerstationen". Und ganz langsam werden dann auch die alten Superchargerstationen passend zum sinkenden Bedarf (Lebensdauer der Autos) zu Hypercharger umgebaut.

Gruß Helmut
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