Rationierung des Ladestroms ab 2021?

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Rationierung des Ladestroms ab 2021?

von foxada » 26. Nov 2019, 16:58

https://www.focus.de/auto/elektroauto/d ... 88030.html

Da bin ich mal auf die Reaktion der Bundesregierug gespannt :oops:
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Re: Rationierung des Ladestroms ab 2021?

von Noyan » 26. Nov 2019, 17:14

Das ist Blödsinn, wir leben nicht unter Kommunismus, niemand wird gezwungen, den Strom bei A zu kaufen, wenn A nicht liefern kann geht man zu B. Dann wird es ganz schnell eng für A.

Und Kartellabsprachen sind nicht rechtmässig.

Das sind die letzten Versuche Angst zu schüren.
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Re: Rationierung des Ladestroms ab 2021?

von xDerHund » 26. Nov 2019, 17:17

Es nervt. Wegen solchen Meldungen sagen 'Die Leute' "Nein" zur Elektromobilität... ich könnte gerade kotzen...
Drei mal 400 Volt... Ne klar... Physik ins negative studiert...
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Re: Rationierung des Ladestroms ab 2021?

von PtoGo » 26. Nov 2019, 17:27

Dies wird von Experten schon seit mehreren Jahren gefordert. In der Abstimmung des Energiebedarfs von Verbrauchern und Erzeugern liegt großes Potential für den Einsatz von erneuerbaren Energien im Stromnetz. Elektroautos können hierbei eine entscheidende Rolle spielen. Der Anteil an EE am Stromverbrauch eines Elektroautos ließe sich damit steigern.

Denkbar ist in diesem Zusammenhang außerdem, dass Elektroautos im Rahmen eines variablen Ladevorgangs sowohl negative als auch positive Regelleistung zur Verfügung stellen. Und damit meine ich nicht, dass der Akku als bidirektonaler Speicher eingesetzt wird.

Mit der Regelung der Ladeleistung können außerdem Maßnahmen zum Netzausbau gespart werden, falls es wirklich zu Netzgenpässen kommen sollte.
 
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Re: Rationierung des Ladestroms ab 2021?

von xDerHund » 26. Nov 2019, 17:35

mein gott... Photovoltaikanlage aufs Dach und zack produziert man grünsten und günstigsten Strom selber...
ups.. wären da nicht die Photovoltaikverhinderer... wie z.B. die Gesetzgebung.

Man verbaut sich das Land immer weiter mit Gesetzen (Gesetze sind nicht generell schlecht, aber wenn ich an die Versteuerung des aus Photovoltaikanlagen erzeugten Strom denke, wird mir schwarz vor Augen)...

Ich kann das Ganze nicht wirklich nachvollziehen, wenn unsere Spitzenlast ja seit Jahren sinkt und die Pendler mit ihren Elektroautos ja alle nur mittags laden (Ironie)

Nachts ist im gesamten Stromnetz doch so eine riesen Lücke (die man doch super nutzen kann und sollte), wie soll man es da in absehbarer Zeit hinbekommen, diese mit dem Laden von Elektroautos zu explodieren...?
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Re: Rationierung des Ladestroms ab 2021?

von Dr. M. » 26. Nov 2019, 17:53

xDerHund hat geschrieben:Es nervt. Wegen solchen Meldungen sagen 'Die Leute' "Nein" zur Elektromobilität... ich könnte gerade kotzen...
Drei mal 400 Volt... Ne klar... Physik ins negative studiert...


Das ist ja auch der Sinn und Zweck der Veranstaltung - verunsichern und Zweifel sähen um jeden Preis wie schon bei vielen anderen Themen zur Elektromobilität, da liegt der Focus auf dem gleichen Niveau wie der Spiegel ("Hier sterben Kinder für unsere Akkus", https://www.spiegel.de/wissenschaft/men ... 91533.html).

Es kann natürlich ein Problem geben, wenn in einer Gemeinschaftstiefgarage zehn Elektroautos gleichzeitig mit 22 kW (die ja keiner wirklich braucht und die wenigsten EVs - und Plug-ins noch weniger - überhaupt nutzen können, was ja gegen diese Bedenken der Überlastung spricht) laden wollen, klar. Aber es gäbe ja durchaus Möglichkeiten, diese zu verhindern.

Erstens kann man die Niederpannungsnetze ausbauen. Das wird in DE vermutlich wieder Jahrzehnte dauern (BER, S21, Südlink....), weil sich ein Maulwurf gestört fühlen könnte, aber es ist durchaus möglich.

Zweitens könnte man einen Nachttarif ab 20 oder 21 Uhr einführen und dann evtl. nochmal einen "EV-Nachtladetarif" ab Mitternacht, um EV-Fahrer dazu zu bringen, eben nicht zu Spitzenzeiten zu laden. Gibt es in DE aber nicht. Auch nicht an öffentlichen Ladesäulen.

Drittens könnte man im Ernstfall (wie das in der CH ohnehin schon zur Mittagszeit für Waschmaschinen und Wäschetrockner ist) zu Spitzenzeiten die Stromzufuhr kappen, wer also unbedingt meint, sein Auto nach der Rückkehr von der Arbeit gleich ab 18:00 Uhr mit 22 kW für den nächsten Morgen laden zu müssen, der hat dann eben Pech. Denn die Nacht ist lang, da reichen locker 11 kW oder auch noch 7,6.

Viertens muss man eben mal über ein Lastmanagement in Gemeinschaftsgaragen reden. Oder eher müsste. Aber wenn man als Eigentümer froh sein kann, überhaupt eine (natürlich selbstbezahlte) Ladestation bei der WEG bewilligt zu bekommen, da wird keiner über ein Lastmanagement reden wollen.

Und fünftens könnte man ja Strom auch aus dem Netz zwischenspeichern und das EV aus der Powerwall laden.

Und sechstens könnte man diesen Strom noch besser mit der eigenen PV-Anlage erzeugen und vor Ort speichern, das reduziert auch den Aufwand für Erstens oben (Netzausbau). Wenn aber diese Dezentralisierung der Stromversorgung von Seiten der Politik mit allen Mitteln verhindert wird (Stichwort: EEG-Umlage beim Einspeichern und nochmal beim Entnehmen des Stroms aus der Powerwall, Deckelung der Solaranlage, etc.), dann kann das eben nichts werden.

Ich vermute eher mal, dass die Elektrizitätsunternehmen damit erreichen wollen, dass ihre öffentliche Ladeinfrastruktur genutzt wird (wenn die Meldung des Focus überhaupt stimmt). Deswegen dort keine Reduzierung - klar, logisch, ist sicher ein ganz anderes Netz, klar, deswegen keine Überlastung, logisch :D . Und man kann dort hohe Preise kassieren. Denn wenn alle, die können, billiger zuhause laden, dann braucht man die öffentliche Infrastruktur weniger. Die ja in DE dank der Eichverordnung besonders aufwendig und damit teuer ist.

Also: Probleme möglich, aber mit etwas Grips und gar nicht zu viel Geld lösbar. Man müsste halt nur mal damit anfangen.
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Re: Rationierung des Ladestroms ab 2021?

von geko » 26. Nov 2019, 18:04

Die Meldung kann man getrost ignorieren.
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Re: Rationierung des Ladestroms ab 2021?

von Melanippion » 26. Nov 2019, 18:44

xDerHund hat geschrieben:mein gott... Photovoltaikanlage aufs Dach und zack produziert man grünsten und günstigsten Strom selber...
ups.. wären da nicht die Photovoltaikverhinderer... wie z.B. die Gesetzgebung.

Genau! Das geht in Deutschland überhaupt nicht. Im Winter reicht der Strom einer 10-kWp-Anlage noch nicht einmal für das Haus, geschweige denn für ein E-Auto. Baut man größer als 10 kWp, dann sind rund 7 Cent pro kWh an Steuern fällig (EEG-Umlage trotz Aufforderung der EU bis 30 kWp nicht zu besteuern).
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Re: Rationierung des Ladestroms ab 2021?

von PtoGo » 26. Nov 2019, 18:53

xDerHund hat geschrieben:mein gott... Photovoltaikanlage aufs Dach und zack produziert man grünsten und günstigsten Strom selber...
ups.. wären da nicht die Photovoltaikverhinderer... wie z.B. die Gesetzgebung.


Der Vorschlag mit der eigenen Photovoltaikanlage gilt aber nur für Menschen, die von zu Hause arbeiten oder deutlich vor Nachmittag nach hause kommen. Dies ist bei der großen Mehrheit leider nicht der Fall. Ein eigener Speicher wird für die Mehrheit auf absehbare Zeit auch wirtschaftlich nicht darstellbar sein. Von daher ist einenetzdienliche Steuerung der Ladevorgänge sinnvoll.
 
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Re: Rationierung des Ladestroms ab 2021?

von macener » 26. Nov 2019, 19:07

Melanippion hat geschrieben:Demokratie ist was feines, nur schade, dass wir sie haben.


Es ist so, dass einige Industriezweige ein Recht auf ein Geschäftsmodell zu haben scheinen. Allein voran die deutschen Autohersteller und die Energiewirtschaft. Wo kämen wir denn hin, könnte jeder seinen Strom selbst produzieren, zu gleichen Bedingungen vermarkten und dann damit auch noch sein Auto laden? Dazu noch schnelles Internet an jeder Milchkanne! :lol: :oops: :roll:

Also: Weiter Diesel fahren! Nur dieser hat 1000 km Reichweite. Bitte aber unterwegs nicht anhalten, dafür gibt es Windeln an der Tanke dazu. Bei geschlossener Garage dann noch den Motor laufen lassen.

Im Ernst: Es gibt ein riesiges Potential, dass sich die Energiewende gemeinsam mit der Verkehrs- und Wärmewende positiv auswirken. Das muss den Leuten mal klar gemacht werden. Stattdessen laufen solche Horror-Szenarios natürlich besser.
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