Welche Ladesäule (privat)

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Welche Ladesäule (privat)

von Klaus B » 9. Aug 2014, 19:42

Earlian hat geschrieben:Aber wenn eine Kebabox mit angeschlossenem Typ2Kabel wetterfest ist, dann wäre das eine Lösung.

Alle drei Varianten haben IP54 und sind damit wetterfest. Wobei ein Edelstahlüberdach wie von Boris beschrieben als zusätzlicher Schutz gegen Sonne, Regen und Schnee sinnvoll ist und von jedem Schlosser gemacht werden kann. Der könnte mit Sicherheit auch aus einem Edelstahlrohr eine Säule fertigen, an die man die Box hängt, wenn man den Keba-Standfuss nicht möchte.

Übersicht: http://www.keba.com/de/energieautomation/kemove-elektromobilitaet/produkte/kecontact-p20/leistungsmerkmale/

Prospekt und Benutzerhandbuch zum Download: http://www.kecontact.com/de/varianten/

Die Boxen sind temperaturüberwacht, haben aber keinen FI und keine Sicherungen. Deshalb würde sich das EON Schutzpaket B anbieten. Beim Kabel nicht am Leitungsquerschnitt sparen, weil 32A Dauerlast ganz ordentlich ist und ein zu kleines Kabel zuviel Leitungsverlust hat. Auf Dauer amortisiert sich der Mehrpreis für ein dickeres Kabel also wieder und der Spannungsverlust ist viel geringer.

Mit folgender Exceltabelle kannst Du die Verluste in Abhängigkeit von Stromstärke, Spannung, Material, Länge und Querschnitt leicht anzeigen lassen:
http://download.sma.de/smaprosa/dateien/1365/Leitungsberechnung_13_20081016_DE.xls

Beim z.B. Lapp-Kabel helfen Dir bestimmt die bekannten User im Forum weiter wie Micha oder Böhm. Welchen Querschnitt die Klemmen der Box maximal aufnehmen, habe ich leider nirgendwo gefunden, da wird Dir aber Keba eine Auskunft geben.
 
Beiträge: 616
Registriert: 10. Sep 2013, 10:01
Land: Deutschland

Welche Ladesäule (privat)

von Earlian » 9. Aug 2014, 19:59

Wow, danke für die Info, leider kann ich mangels Fachwissen mit der excel nicht viel anfangen, ein Elektriker aber bestimmt. Ich bleibe weiter auf der Suche, aber Keba+Standfuß+dicke Zuleitung+Eon Schutzpaket, scheint vorerst die beste Variante.
Tesla Model 3 LR AWD, AHK, FSD, HW3 ab 07/19 (Model S70 D 06/15-06/19)
1500 km Supercharging bei Bestellung Deines Tesla
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 2761
Registriert: 19. Apr 2014, 14:42
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model 3

Re: Welche Ladesäule (privat)

von Klaus B » 9. Aug 2014, 20:57

Bin auch kein Elektriker, aber Du wirst sehen, die Exceltabelle ist ganz easy und klasse gemacht. Alle gelben Felder sind veränderbar. Wir gehen das mal zusammen durch:

Du hast oben zwei Popupfenster für die Leitung und das Material. Da das Model S 3-phasig lädt, brauchen wir eine Drehstomleitung. Als Material gönnen wir uns Kupfer. Beim Material kannst Du nachher mal spielen und siehst, wie sich die Werte mit Aluminium verändern.

Das nächste gelbe Feld ist die Länge des Kabels. Du musst also messen, wie lang die Strecke vom Hausverteiler (Anschluss der Box an den Hausverteiler so: http://www.goingelectric.de/forum/post18464.html#p18464 ) bis zum geplanten Standort der Box sein wird. Wir nehmen mal beispielhaft an, es wären 23 Meter. Du tippst in das gelbe Feld unter L eine 23 ohne Einheiten und tippst Enter. Dann erscheint 23 m im Feld.

Als nächstes kommt der Leitungsquerschnitt dran. Damit spielen wir gleich um zu sehen, wie sich Spannungsabfall und Verlust ändern. Handelsübliche Kabelquerschnitte sind (u.a.) 6 mm², 10 mm², 16 mm² und 25 mm². Wir fangen beim dünnsten an und tippen in das gelbe Feld unter A eine 6 und dann Enter.

Jetzt müssen wir noch unter P die Leistung tippen, die durch unsere drei Phasen in Leiter 1, 2 und 3 fließt. Leistung = Spannung x Stromstärke
In jedem der Leiter liegt die normale Spannung von 230 V gegenüber dem Null Leiter an, die hier maßgeblich ist. (Die Spannung von einer Phase zur anderen, also z.B. zwischen L1 und L3 ist 400 V, was aber hier nicht interessiert, weil der Strom durch die Phasen über den Verbraucher und dann über den Null Leiter zurückfließt.) -> Leistung = 230 V x 32 A = 7360 W = 7,36 kW
Durch jeden der drei Leiter saugt das Model S also bei 32 A Stromstärke 7,36 kW. Wir tippen unter P jeweils 7,36 ein und sehen, dass die linke Spalte auf 32 A umspringt. Die Tabelle rundet die 7,36 kW auf 7,4 kW, rechnet aber intern mit 7,36 kW. Dies sieht man, wenn man bei einem Wert 7,4 eingibt. Die Stromstärke springt dann auf 32,2 A.

Im Ergebnis sehen wir nun, dass in jeder Phase die Spannung um 2,2 V abfällt. Dass 213,15 W Verlust entsteht. Ändern wir jetzt z.B. das Material in Aluminium, haben wir einen Verlust von 362,11 W.

Wir ändern wieder auf Kupferkabel und probieren die nächsten Kabelquerschnitte 10 mm², 16 mm² und 25 mm² aus. Spannungsabfall und Verlustleistung sinken erheblich.
 
Beiträge: 616
Registriert: 10. Sep 2013, 10:01
Land: Deutschland

Re: Welche Ladesäule (privat)

von Boehm E-Mobility » 9. Aug 2014, 22:04

Empfehlung wäre noch die Amtron von
Mennekes
http://www.meineladestation.de

Die Amtron Start 22 C mit Kabel und ohne FI
ist preisgleich mit Keba.
Die Light hat dann für ca 350,- mehr den FI und
LS Schalter mit drin.

Kollegen die aus Deiner Nähe das optimal
umgesetzt bekommen findest du hier:

http://zeready.mennekes.de/inst-suche.html?plz_reg=3
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1816
Registriert: 23. Jun 2013, 11:59
Wohnort: Troisdorf
Land: Deutschland

Re: Welche Ladesäule (privat)

von stealth_mode » 10. Aug 2014, 00:21

An der oben beschriebenen Variante würde mich nur der fehlende CPO nerven.
Cool wäre so eine wetterabweisende Hängevorrichtung für den Typ 2 Stecker wo oben beschrieben die beim Abnehmen des Kabels den CPO ( bei e-driver erhältlich) betätigt. Einziges Problem wäre potentiell dass bei allen MSs in 5m Umkreis die CPs auf poppen ;-)
P85, 21" gray, pearl, gray leather, All IN , NO rear facing seats
Unbegrenzte Supercharger Nutzung bei Bestellung eines neuen Tesla z.B. über diesen Link:http://ts.la/thilo1743
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1931
Registriert: 25. Sep 2013, 11:10
Wohnort: Bern
Land: Schweiz

Re: Welche Ladesäule (privat)

von Boris » 10. Aug 2014, 01:24

Nochmal zur Ladebox indoor: Doch das sollte funktionieren. 5+3 m = 8 m. Ich habe z.B. ein 12 m Typ2-Kabel durch die Wand gelegt, würde also in Deinem Fall 4 m Restlänge bleiben um an den Ladeanschluss zu kommen. Typ2-Kabellänge kann man sich entsprechend konfektionieren lassen, auch noch länger als 12 m. Dann hättest Du nur den Typ2-Stecker draussen. So habe ich das ja gelöst und ich bin sehr zufrieden damit und würde das immer wieder so machen.
Model S: P90+, Multicoat Rot, ausgeliefert 06.03.2014 (09/2019 90er Akku erhalten)
Model 3: LR DualDrive, AP, Midnight, ausgeliefert 15.02.2019
1x Model 3 Reservierung vom 02.04.2016 in Reserve
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 4105
Registriert: 5. Jul 2013, 14:37
Wohnort: Hamburg
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model S

Re: Welche Ladesäule (privat)

von Earlian » 10. Aug 2014, 19:35

@Klaus B: Danke für die Hilfe. Ich war dann mal draußen und habe vom Verteiler bis zur Ladesäulen-Position gemessen: 28m. Der zu verzeichnende Verlust ist inakzeptabel. Der Wunsch ist natürlich: kein Verlust bzw. 200mm^2 Querschnitt :o , wird aber wohl unschön und teuer. Wie liegen denn so die Preise bei 16 und 25mm^2 je lfd.Meter? Wie ist es wenn zwei EV-s später mal dran, sollten es dann sogar lieber 50 sein?
EDIT(aus dem goingelectric-Forum): 30m Erdkabel 5* 4 qmm (30m`3,00€/m) = 90€, 30m Erdkabel 5* 6 qmm (30m`4,00€/m) = 120€, 30m Erdkabel 5*10 qmm (30m`6,00€/m) = 180€, 30m Erdkabel 5*16 qmm (30m`12,00€/m) = 360€
Vergiss die 50qmm. :roll:

@Boehm E-Mobility: Thx. Sieht auch nett aus. Der intetgrierte FI-Schutz ersetzt aber wohl kaum das EOn-Schutzpaket?

@Boris Danke nochmals für den Hinweis. Kommt aber für mich definitiv nicht in Frage. Mit einem Kupfer-Kabel bis zum Platz bin ich zukunftssicher, wenn ein zweites EV kommt für meine Frau, oder ich mal andere Ladeadapter brauche, oder will. Wer weiss ob in 5 Jahren Typ2 noch en vogue ist…

Gruss Earl
Tesla Model 3 LR AWD, AHK, FSD, HW3 ab 07/19 (Model S70 D 06/15-06/19)
1500 km Supercharging bei Bestellung Deines Tesla
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 2761
Registriert: 19. Apr 2014, 14:42
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model 3

Re: Welche Ladesäule (privat)

von Mittelhesse » 10. Aug 2014, 20:29

@Earlian,

in den meisten Fällen sollte es ja ausreichen mit 11kw oder weniger zu laden, dann sind deine Leitungsverluste ja auch deutlich kleiner. Mehr als 5x16qmm würde ich nicht verlegen, dies ist schon mit Kanonen nach Spatzen geschossen. Es bleibt immer noch die Frage ob du 16qmm noch in der Box angeschlossen bekommst, oder ob die Klemmen bei 10qmm zu ende sind.

Gruß Stefan
Liebe Grüße
Stefan Becker

Níðhǫggr M3 LR AWD schwarz seit 14.02.2019
Version: 2019.36.2.4 am 05.12.19
40.159 km (05.12.19)
1.500 km of free Supercharging: https://ts.la/stefan77790
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 2501
Registriert: 8. Apr 2014, 19:08
Wohnort: Biskirchen
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model 3

Re: Welche Ladesäule (privat)

von Klaus B » 10. Aug 2014, 21:03

Earlian hat geschrieben:@Klaus B: Danke für die Hilfe. Ich war dann mal draußen und habe vom Verteiler bis zur Ladesäulen-Position gemessen: 28m. Der zu verzeichnende Verlust ist inakzeptabel. Der Wunsch ist natürlich: kein Verlust bzw. 200mm^2 Querschnitt :o , wird aber wohl unschön und teuer. Wie liegen denn so die Preise bei 16 und 25mm^2 je lfd.Meter? Wie ist es wenn zwei EV-s später mal dran, sollten es dann sogar lieber 50 sein?
EDIT(aus dem goingelectric-Forum): 30m Erdkabel 5* 4 qmm (30m`3,00€/m) = 90€, 30m Erdkabel 5* 6 qmm (30m`4,00€/m) = 120€, 30m Erdkabel 5*10 qmm (30m`6,00€/m) = 180€, 30m Erdkabel 5*16 qmm (30m`12,00€/m) = 360€
Vergiss die 50qmm. :roll:

So teuer wird es glaube ich nicht... Ein Lapp Erdkabel 5 x 16 mm² in Kupfer http://www.lappkabel.de/produkte/online-kataloge-shop/anschluss-und-steuerleitungen/gebaeudeinstallation/erdkabel/nyy-j-nyy-o.html
Art.-Nr. 15500833 kostet bei 100 Metern 244,60 €. Im Warenkorb kann man bei Anzahl und Menge auch 30 Meter bestellen, die 73 € netto + MwSt und Schnittkostenzuschlag kosten. Also irgendwas um 100 €. Problem ist aber, dass Lapp wohl nicht an Privatpersonen liefert, genau weiß ich das nicht. Aber vielleicht können Dir diesbezüglich andere im Forum helfen.

Ein 16 mm² Kabel hätte bei 32 A und 28 Metern Länge einen Spannungsabfall von 1 Volt und einen Verlust von 97,31 W oder 0,4 %. Bei 25 mm² sind es 0,6 Volt, 62,28 W Verlust bzw. 0,3 %. Verlustfrei wird man es nicht bekommen, selbst bei 100 mm² hat man noch 15,57 W Verlust. Irgendwann wird es nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll. Das Problem ist, dass im Online-Kabelfinder bei Lapp kein Kupfererdkabel mit 5 x 25 mm² verzeichnet ist. Bei anderen Anbietern kostet das brutto zwischen 330 und 360 €. Du sparst 35 W für ca. 250 Euro Mehrpreis. Bei einem angenommenen Strompreis von 26 Cent/kWh kosten Dich 35 W 0,91 Cent. Du müsstest 27.472 Stunden lang laden, um die Preisdifferenz von 250 Euro wieder reinzuholen. Das sind 1144 Tage oder mehr als 3 Jahre permanentes Laden.

Wenn mal ein zweites Fahrzeug dazu kommt, dann wird man ja auch nicht unbedingt gleichzeitig laden, um mit 64 A rechnen zu müssen. Je höher die Stromstärke, desto höher die Ladeverluste. Du hättest mehr Ladeverlust mit 25 mm² Leitung bei 64 A als wenn Du die Fahrzeuge hintereinander mit 16 mm² Leitung und 32 A lädst. Deshalb geht mein Tipp dahin, dass 16 mm² Lapp Kabel zu kaufen und die Autos hintereinander mit 32 A zu laden. Aber Du kannst ja auch mal den Elektriker fragen, der alles installiert. Dem muss allerdings klar sein, dass beim Laden die 32 A Dauerleistung sind und nicht nur Spitzenleistung. Oder Du nimmst die Luxusversion und nimmst doch die 25 mm². Wenn zukünftige Fahrzeuge vielleicht mit 44 kW geladen werden dürfen, will man das vermutlich ausnutzen können und ist dann über die noch dickere Leitung froh.
 
Beiträge: 616
Registriert: 10. Sep 2013, 10:01
Land: Deutschland

Re: Welche Ladesäule (privat)

von Boehm E-Mobility » 10. Aug 2014, 21:15

@ Earl : m.E. Ist das Eon schutzpaket auch nichts anderes wie FI Typ B und LS Schalter .
Also genau das was z.b in der Amtron light fix und fertig drin ist.

Als Kabel reicht schon ein 5x10qmm
Klemme ist zwar groß genug , aber bei 2. Wallbox müsstest du das Kabel aufzweigen,
also dann besser später ein 2. Kabel legen, wenn möglich
@ klaus: fehlt in dem Lapp Preis evtl. noch der Kupfer Anteil ?
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1816
Registriert: 23. Jun 2013, 11:59
Wohnort: Troisdorf
Land: Deutschland

VorherigeNächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: Google Adsense [Bot], Neticle [Bot] und 6 Gäste