Niedrige Laufleistung - ein Problem beim Kauf?

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Niedrige Laufleistung - ein Problem beim Kauf?

von Lartin10 » 28. Dez 2017, 10:14

Hallo Freunde!

VIELEN Dank für Eure (noch dazu so kurzfristigen) Antworten!

Die einzige Frage, die sich mir stellt ist, wie man einen Tesla nur so wenig fahren kann? :shock:


Na, ich sage mal so: Wenn man ein bißchen viel Geld hat und neben dem Tesla noch andere interessante Autos in der Garage stehen und man aufgrund des Berufsstandes Privatier auch nicht mehr so viel fahren muss, kommt halt nicht so viel zusammen...

Beheizte Garage ( wie warm?) ist für einen Tesla eher nicht gut wenn er nicht bewegt wird.

Das werde ich hoffentlich in ein paar Wochen wissen, wenn ich ihn mir ansehen kann (Verkäufer ist aktuell in Urlaub). Ich vermute mal, dass er nicht extrem geheizt hat, aber so 15 - 20 Grad über das Jahr wird es da schon gehabt haben (VERMUTUNG!!!).

Für die niedrige Laufleistung würde ich einen kräftigen Abschlag beim Preis aushandeln.

Der ist wohl schon drin - aber versuchen werde ich es auf jeden Fall trotzdem... ;) Viel wird aber nicht mehr gehen.

Vor dem Kauf mit dem Verkäufer in ein Tesla SeC fahren und dort den Akkuzustand bewerten lassen. Es gibt dort sehr detaillierte und aussagefähige Auswertungen, z.B. die Ladehistorie (wann wurde wie geladen) usw. Die meisten dieser Auswertungen wird man dir oder dem Owner nicht zeigen, aber eine Aussage über den Akkuzustand ist drin.

Guter Tipp!!! Das werde ich tun - muss bei einem Kaufpreis in dieser Region (selbst wenn RELATIV günstig) einfach drin sein. Braucht man da groß einen Termin im SEC oder kann man da so hin? Wie lange dauert das dort vor Ort? Kosten? Wenn es soweit kommt, werde ich Euch berichten, was mit das SEC über den Akkuzustand sagen konnte/wollte. Sicher auch für Euch interessant!

Na, dann drückt mir mal die Daumen, dass es was wird, mit dem guten Stück und ich mir meine Zugehörigkeit in dem Forum auch verdiene...! :)

Euch vorsorglich schon mal einen guten Rutsch in ein hoffentlich zufriedenes, gesundes (Körper und Akku) und knitterfreies 2018! :D

LG, Martin
 
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Niedrige Laufleistung - ein Problem beim Kauf?

von Rockatanski » 28. Dez 2017, 12:31

Viel Erfolg!!! Und auch ein frohes Neues 2018!!!

LG Florian
 
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Re: Niedrige Laufleistung - ein Problem beim Kauf?

von ELDIAC » 28. Dez 2017, 14:49

Anders als manche Vorredner glaube ich, dass ein kaum bewegter, gut temperiert gelagerter ( = 15 - 20 Grad C.) Tesla ein guter Kauf wäre. Li-Akkus müssen nicht bewegt werden, eigentlich nur mit 30 - 50% gelagert werden, jeder Ladehub führt zur Alterung.
Randproblem Reifen: sind diese noch rund?
Wichtig ist eigentlich nur zu wissen, ob der Akku keine langen niedrigen SoCs unter 20% oder hohe über 80% erlebt hat, das könnte man durch gezieltes Fragen über die Ladegewohnheiten herausfinden.
Die Alterung kann man dadurch abschätzen, indem man die aktuelle Range ( egal ob typ oder rated) ins Verhältnis zur ursprunglichen setzt, diese muss man für das aktuelle Auto in Erfahrung bringen. Einfache Bruchrechnung. Wer es ganz genau wissen will, soll zum SeC gehen.
Das Top-Balancen (also Laden auf 100%) wird in diesem Fall wohl überbewertet. Das kann, wenn der Akku technisch ok ist, nachgeholt werden.
Gruss
Peter
Zuletzt geändert von ELDIAC am 2. Jan 2018, 19:00, insgesamt 1-mal geändert.
Nur Autos aus Alu, u.a. ein Model S 75D mit Schiebedach.
 
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Re: Niedrige Laufleistung - ein Problem beim Kauf?

von RoBoe » 28. Dez 2017, 19:10

Hallo,
was heißt den Akku Balancen? Wie muss ich das verstehen?

Danke!
2017er Tesla Model S90D
 
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Re: Niedrige Laufleistung - ein Problem beim Kauf?

von sustain » 29. Dez 2017, 00:33

Vereinfacht gesagt: Die mehreren tausend Zellen im Tesla "driften" mit der Zeit aufgrund von Lade- und Entladevorgängen minimal auseinander. Diese Zelldrift wird beim Balancing wieder ausgeglichen. Beim Tesla muss man dazu auf 100% laden. Sobald die 100% erreicht sind läd er weiter(sieht man auf der kw Anzeige in der App oder im Auto), manchmal ca. 30 min obwohl er eigentlich laut Anzeige schon voll ist. In diesen 30 min werden die Zellen die noch nicht voll sind(die abgedrifteten) voll geladen und somit die Kapazität der einzelnen Zellen wieder angeglichen. So ein Balancing sollte man ab und an mal machen, danach aber den Wagen nicht mit 100% stehen lassen, das tut dem Akku nicht gut. Nach 100% Ladungen IMMER eine Strecke fahren, Balancing macht also am meisten Sinn bevor man eh auf Langstrecke gehen will und kostet damit keinen Aufwand, evtl. etwas mehr Zeit einplanen sollte man aber.
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Re: Niedrige Laufleistung - ein Problem beim Kauf?

von tripleP » 29. Dez 2017, 01:05

sustain hat geschrieben:Vereinfacht gesagt: Die mehreren tausend Zellen im Tesla "driften" mit der Zeit aufgrund von Lade- und Entladevorgängen minimal auseinander. Diese Zelldrift wird beim Balancing wieder ausgeglichen. Beim Tesla muss man dazu auf 100% laden. Sobald die 100% erreicht sind läd er weiter(sieht man auf der kw Anzeige in der App oder im Auto), manchmal ca. 30 min obwohl er eigentlich laut Anzeige schon voll ist. In diesen 30 min werden die Zellen die noch nicht voll sind(die abgedrifteten) voll geladen und somit die Kapazität der einzelnen Zellen wieder angeglichen. So ein Balancing sollte man ab und an mal machen, danach aber den Wagen nicht mit 100% stehen lassen, das tut dem Akku nicht gut. Nach 100% Ladungen IMMER eine Strecke fahren, Balancing macht also am meisten Sinn bevor man eh auf Langstrecke gehen will und kostet damit keinen Aufwand, evtl. etwas mehr Zeit einplanen sollte man aber.


Nein!
Balancing ist nicht bei 100%. Das wäre auch unlogisch, dies in einem schädlichen Bereich zu tun oder mit Fahrzeugen welche begrenzt sind.

Balancing findet quasi immer statt.
Egn hat dies in einem anderen thread erklärt.
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Re: Niedrige Laufleistung - ein Problem beim Kauf?

von sustain » 29. Dez 2017, 01:46

Ok und wie erklärst du dir dann den Stromverbrauch nach dem er auf 100% geladen hat? Vielleicht macht er auch in anderen Bereichen ein Balancing, aber für ein Topbalancing spricht einiges und wenn Balancing "immer" statt findet dann auch on top. Grund meines Postes war ja auch das Balancing als solches zu erklären, für einen user dem dieser Begriff nichts sagt.
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Re: Niedrige Laufleistung - ein Problem beim Kauf?

von egn » 29. Dez 2017, 04:27

Hier gibt es mehr Infos zum Balancing.

Der Grund warum es bei 100 % immer noch weiter geht mit dem Laden ist dass einfach noch Strom in die Zellen fließt. Das Laden wird wahrscheinlich erst beendet wenn entweder Der Strom unter eine bestimmte Schwelle sinkt oder eine bestimmte Zeit überschritten wird. Damit rekalibriert sich letztlich auch das BMS. Das Ladeende markiert die 100 %. Von da werden dann die verbrauchten kWh abgezogen.

Auf jeden Fall kann das Balancing maximal nur etwa 50 W verbraten. Da braucht es viel Zeit bis Unterschiede ausgeglichen sind.

Wie wir mittlerweile wissen wird zum Balancing pro Modul ein TI Chip verwendet. Dem gibt man eine Zielspannung vor und der macht dann das Balancing. Denkbar ist also dass wenn sich das Fahrzeug im Ruhezustand befindet oder beim Laden bei beliebigem Ladestand oder bestimmte Ladestandsbereich alle Module die niedrigste Zellspannung als Vorgabe erhalten, der Rest passiert dann automatisch.
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Re: Niedrige Laufleistung - ein Problem beim Kauf?

von hotrodove » 29. Dez 2017, 06:05

Genauso einen habe ich mit 15000 Kilometer als S85 2013 gekauft in 2016

Absolut volle Performance, Akku top. Pflegezustand sensationell

Kaufen!

Ove
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Re: Niedrige Laufleistung - ein Problem beim Kauf?

von sustain » 29. Dez 2017, 12:10

egn hat geschrieben:Hier gibt es mehr Infos zum Balancing.

Der Grund warum es bei 100 % immer noch weiter geht mit dem Laden ist dass einfach noch Strom in die Zellen fließt. Das Laden wird wahrscheinlich erst beendet wenn entweder Der Strom unter eine bestimmte Schwelle sinkt oder eine bestimmte Zeit überschritten wird. Damit rekalibriert sich letztlich auch das BMS. Das Ladeende markiert die 100 %. Von da werden dann die verbrauchten kWh abgezogen.

Auf jeden Fall kann das Balancing maximal nur etwa 50 W verbraten. Da braucht es viel Zeit bis Unterschiede ausgeglichen sind.

Wie wir mittlerweile wissen wird zum Balancing pro Modul ein TI Chip verwendet. Dem gibt man eine Zielspannung vor und der macht dann das Balancing. Denkbar ist also dass wenn sich das Fahrzeug im Ruhezustand befindet oder beim Laden bei beliebigem Ladestand oder bestimmte Ladestandsbereich alle Module die niedrigste Zellspannung als Vorgabe erhalten, der Rest passiert dann automatisch.


Danke für die infos, ein permanentes Balancing ist ja auch Benutzerfreundlicher. Für den technisch nicht versierten Nutzer bleibt die Info das "nachladen" ab SoC 100% trotzdem weiter laufen zu lassen, die Meldung dass das Laden beendet ist kommt ja auch erst nach Abschluss der Nachladezeit.
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