TESLA blockiert Verbreitung der eMobility ?

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: TESLA blockiert Verbreitung der eMobility ?

von Leto » 25. Mai 2017, 16:53

Leute, Tesla befördert sogar die Verbreitung von EVs durch Reduktion auf 11kW (Upgrade Optional). Um über Nacht zu laden reicht das alle Male. Vorher gab es Menschen die weil sie keine 22kW Ladestation aufbauen konnten bezweifelt haben das ohne solche Tesla fahren Sinn macht. Jetzt ist jedem klar das man eigentlich nur 11kW braucht und wer Lust hat darf Luxusaufschlag zahlen für 16,5 kW. Für Destination Charger reicht 11kW, die sind bei jeder Wohnung abzweigbar. Oft reicht für 100 km pro Tag sogar Schoko. Für Langstrecke sind 22kW genauso inakzeptabel langsam wie 11. Das haben sich die Pioniere angetan, aber das ist vorbei. Dafür gibt es SuCs. Die Anzahl der Menschen für die ein Tesla nur durch 22kW AC Ladung praktikabel wird dürfte zu vernachlässigen sein.
2. Model S 90D, seit 9/16, Midnight Silver/Grau/Carbon, Lenkassistent aka AP1, alles außer Tiernahrung und Pano, E.ON Basisbox Kombi und wallb-e eco, je 22kW und BEW "ein Preis" Roaming Vertrag für RWE Säulen sowie TNM Ladekarte und Plugsurfing
Benutzeravatar
 
Beiträge: 7134
Registriert: 23. Nov 2013, 19:30

Re: TESLA blockiert Verbreitung der eMobility ?

von ensor » 25. Mai 2017, 17:19

In Deutschland haben fast alle öffentlichen AC Ladepunkte 22kW. Schaut man sich aber mal das europäische Ausland an, fällt auf dass dies nicht immer so ist. In Holland, dem Land mit den wahrscheinlich meisten Ladepunkten aller Nachbarländer, gibt es fast ausschließlich 11kW. Großbritannien lädt ebenfalls vorwiegend mit weniger als 22kW da oft einphasig (7,4kW).

Tesla-Fahrer nutzen aus meiner Sicht öffentlich Ladepunkte immer seltener. Man lädt im Grunde immer bequem zuhause über Nacht, wo sogar oft auch 3,6kW reichen würden. Und unterwegs eben am Supercharger. Die meisten Teslafahrer haben doch noch nicht mal eine Ladekarte würde ich so vermuten. Man hat keine Lust, sich mit den verschiedenen Verbünden, Roamingabkommen und Ladekarten/-Apps rumzuschlagen. Einfach Superchargen nach Navi und vllt mal am Hotel am Ankuftsort nach Strom fragen. Mehr brauchen die Leute nicht.

Daher glaube ich, dass die 11kW Beschränkung zwar aus Enthusiastensicht ärgerlich ist, auf den Alltag des Durchschnittsfahrers kaum einen Einfluss hat.
Tesla Model S 85D seit Mai 2015, > 73.000 km
BMW i3 94Ah seit November 2016, > 10.500 km
Benutzeravatar
 
Beiträge: 3473
Registriert: 14. Dez 2014, 14:51

Re: TESLA blockiert Verbreitung der eMobility ?

von redvienna » 25. Mai 2017, 17:25

Genau wer es eilig hat und der Akku ist leer wird kaum länger als 30 min. warten wollen um ca. 80% aufzuladen.

Darum wird es immer mehr Schnelllader geben.
Tesla S70D blue metallic 3/2016 - 7/2018 + Tesla S 100 D 7/18 + 2x Tesla M3 + Tesla Roadster 2020 reserviert
ELECTRIC CARS WORLD NEWS:
https://www.facebook.com/ELECTRIC-CARS- ... page_panel
Benutzeravatar
 
Beiträge: 6012
Registriert: 16. Nov 2014, 09:16
Wohnort: Vienna

Re: TESLA blockiert Verbreitung der eMobility ?

von sdt15749 » 25. Mai 2017, 17:43

Ohne Tesla hätte ich heute kein Elektroauto. Genau genommen ohne SuC hätte ich heute kein Elektroauto.
Ich fahre viel Langstrecke und selbst mit 22 KW ist Laden auf Langstrecke für mich keine Option.

Ich habe jetzt 35000 KM hinter mir und weniger als 10 mal eine 11/22 KW Ladestation genutzt.
Ich nutze SuC auf Langstrecke, zuhause meine CEE16 Dose und auf Reisen Hotels mit Lademöglichkeit/DeC.

Wo also bitte blockiere ich (und nicht Tesla) "langsame" Ladestationen???

Blockiert wird die eMobility durch die viel zu komplizierten Regelungen zum Aufbau von Ladestationen.
Anstatt den Autokäufern bzw. Herstellern Geld zu schenken sollte man ganz einfach die Regeln für Ladestationen vereinfachen und deren Einrichtung durch Bereitstellung von Flächen fördern.

Einen Hersteller von Elektroautos vorzuwerfen das er etwas gegen eMobility hat finde ich sehr befremdlich.
Gruß - Stefan - Model S90D seit August 2016 (AP1) - http://ts.la/stefan3554
 
Beiträge: 841
Registriert: 29. Dez 2015, 18:55

Re: TESLA blockiert Verbreitung der eMobility ?

von cko » 25. Mai 2017, 18:49

Leto hat geschrieben:Leute, Tesla befördert sogar die Verbreitung von EVs durch Reduktion auf 11kW (Upgrade Optional). Um über Nacht zu laden reicht das alle Male. Vorher gab es Menschen die weil sie keine 22kW Ladestation aufbauen konnten bezweifelt haben das ohne solche Tesla fahren Sinn macht. Jetzt ist jedem klar das man eigentlich nur 11kW braucht und wer Lust hat darf Luxusaufschlag zahlen für 16,5 kW. Für Destination Charger reicht 11kW, die sind bei jeder Wohnung abzweigbar. Oft reicht für 100 km pro Tag sogar Schoko. Für Langstrecke sind 22kW genauso inakzeptabel langsam wie 11. Das haben sich die Pioniere angetan, aber das ist vorbei. Dafür gibt es SuCs. Die Anzahl der Menschen für die ein Tesla nur durch 22kW AC Ladung praktikabel wird dürfte zu vernachlässigen sein.

Genau all das wollte ich gerade schreiben.
Sehe ich exakt genauso.
Danke, Leto!
Tesla fahren ist wie schweben auf einem Sonnenstrahl.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1672
Registriert: 10. Nov 2015, 16:34
Wohnort: zwischen HH und HB

Re: TESLA blockiert Verbreitung der eMobility ?

von elrond » 25. Mai 2017, 20:04

sdt15749 hat geschrieben:Ohne Tesla hätte ich heute kein Elektroauto. Genau genommen ohne SuC hätte ich heute kein Elektroauto.
Ich fahre viel Langstrecke und selbst mit 22 KW ist Laden auf Langstrecke für mich keine Option.

Ich habe jetzt 35000 KM hinter mir und weniger als 10 mal eine 11/22 KW Ladestation genutzt.
Ich nutze SuC auf Langstrecke, zuhause meine CEE16 Dose und auf Reisen Hotels mit Lademöglichkeit/DeC.

Wo also bitte blockiere ich (und nicht Tesla) "langsame" Ladestationen???

Blockiert wird die eMobility durch die viel zu komplizierten Regelungen zum Aufbau von Ladestationen.
Anstatt den Autokäufern bzw. Herstellern Geld zu schenken sollte man ganz einfach die Regeln für Ladestationen vereinfachen und deren Einrichtung durch Bereitstellung von Flächen fördern.

Einen Hersteller von Elektroautos vorzuwerfen das er etwas gegen eMobility hat finde ich sehr befremdlich.


Ich kann fast Satz für Satz unterschreiben. Außer dass ich nicht viel Langstrecke fahre. Wenn doch, dann sind die SuC dran. Wenn ich langsame externe Ladestationen genutzt habe, dann meist aus Neugier (klappt das denn auch?). Vielleicht 5x war es wirklich so eingeplant.

Ausgerechnet Tesla diesen Vorwurf zu machen, ist fast schon wieder lustig.
Model S 85 D
 
Beiträge: 767
Registriert: 28. Feb 2015, 02:26
Wohnort: Timmendorfer Strand

Re: TESLA blockiert Verbreitung der eMobility ?

von founder » 25. Mai 2017, 20:12

Volker.Berlin hat geschrieben:
Andre_G hat geschrieben:Ich bin einfach der Meinung, dass TESLA hier ein falschen Zeichen setzt und bezüglich der Ladegeschwindigkeit (Ausserhalb der TESLA SuC) ins Hintertreffen gerät und seien Vorreiter-Rolle wegen "peanuts" vergeigt.

Gut, dann bin ich anderer Meinung. Ich halte diese Diskussion für irrelevant.

Der Trend geht meiner Meinung nach Richtung 11 kW für öffentliches AC-Laden. Daneben gibt es noch das Laden zu Hause, wo das Auto meistens sowieso lange genug steht, und das DC-Laden, wo Tesla nun wirklich Vorreiter ist und was auch außerhalb des Tesla-Kosmos zurzeit erstaunlich zügig ausgebaut wird. AC-Laden mit mehr als 11 kW verliert meiner Meinung nach an Bedeutung. Das ist ein schöner Luxus, den man sich leisten kann oder auch nicht. Aber das ist auch nur meine Meinung. Let's agree to disagree! :mrgreen:


32 A 22 kW Drehstromladen ist das wesentlichste Argument, wenn ich Renault Zoe empfehle.
Wenn ich mit Wattfinder nach vollziehe, wie wäre es, wenn ich elektrisch unterwegs wäre, sehe ich meist 32 A Drehstrom an den Säulen.

In Landshut bei der Sternfahrt war ich sauer, weil einer der 4 32 A Drehstromplätze hat doch glatt ein Smart belegt, um mit lächerlichen 2 kW zu laden.

32 A Drehstomladen gehört einfach zur Grundausstattung eines Elektroautos. 16,5 kW gerade noch akzeptabel, aber nur gegen Aufpreis von 2000 EUR ist ein Witz.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1293
Registriert: 29. Aug 2013, 16:25
Wohnort: St. Leonhard

Re: TESLA blockiert Verbreitung der eMobility ?

von einstern » 25. Mai 2017, 20:26

Ich stelle mir vor, dass Tesla durchgängig 22kW Lader per default einbaut. Dann würde sich trotzdem jemand finden, der weiterhin behauptet, Tesla blockiert eMobilty, denn man kann keine 43kW Typ2 Option bestellen und blockiere unnötig die neuen TrippleCharger.

Die Kette lässt sich beliebig fortsetzen ...
Die ganze Diskussion bringt nicht viel.

Was sinn macht, ist, dass alle, die es für wichtig erachten, regelmäßig von Allen ein Email an EM/Tesla senden und betonen, dass ein Premiumfahrzeug Top End Fähigkeiten auch beim Laden serienmäßig haben sollte. AC sollte per Standard 43kW sein. Die Kosten sind Pillepalle. Der Imagegewinn aber sinnvoll. Und die Distanz zum M3 muss ja nachvollziehbar sein.
2014 : PV 50 kWp -- 2015 : S85D -- 2016 : WB 22kW Typ2 -- 2016 : Bankirai PV
-- Elektrisch - So läuft das hier !
Benutzeravatar
 
Beiträge: 4520
Registriert: 16. Okt 2014, 17:54
Wohnort: Korbach

Re: TESLA blockiert Verbreitung der eMobility ?

von Alfred » 25. Mai 2017, 20:27

Andre_G hat geschrieben:Da inzwischen fast alle Type2 – Ladestationen mit 22kw arbeiten, blockieren 11kw ladende TESLAs, diese Stationen um 50% mehr an Zeit beim Laden, als nötig.

[Klugscheiß]
Es sind 100% mehr an Zeit beim Laden als nötig:
44kWh mit 22kW-Ladegerät dauert 2 Stunden,
44kWh mit 11kW-Ladegerät dauert 4 Stunden.
4 Stunden sind 2 Stunden mehr als 2 Stunden und daher 100% mehr an Zeit
[/Klugscheiß]
Dies die theoretische Berechnung.
Zur praktischen Seite haben sich ja die Teslafahrer schon geäußert.
 
Beiträge: 392
Registriert: 30. Jul 2015, 20:18

Re: TESLA blockiert Verbreitung der eMobility ?

von Volker.Berlin » 25. Mai 2017, 20:59

founder hat geschrieben:32 A 22 kW Drehstromladen ist das wesentlichste Argument, wenn ich Renault Zoe empfehle. [...] 32 A Drehstomladen gehört einfach zur Grundausstattung eines Elektroautos.

Das war so, so lange es de facto keine Gleichstromlader gab und man auch auf der Langstrecke auf AC angewiesen war. Wie gesagt, das ändert sich gerade. Ich habe die Zoe auch immer gern empfohlen, meine eigenen Eltern fahren Zoe. Jenseits von Tesla war die Zoe praktisch alternativlos. Dennoch muss man, wenn man ehrlich ist, zugeben, dass Elektroautos ohne DC-Lademöglichkeit spätestens morgen "von gestern" sein werden. Der Tag ist nicht mehr fern, an dem ich dazu raten werde, auf das Nachfolgemodell der Zoe zu warten, welches nach Aussage von Renault DC-fähig sein wird. Das ist der Trend.

Der Hyundai IONIQ ist da schon moderner, aber er ist ja auch erst vier Jahre später auf den Markt gekommen. Der kann zwar nur einphasig AC-Laden, hat dafür aber einen DC-Anschluss serienmäßig. Welches von beiden Konzepten in der Praxis nützlicher ist, hängt zurzeit noch stark vom Fahrprofil ab. In naher Zukunft wird der Hyundai mit mickriger AC-Lademöglichkeit und ordentlicher DC-Lademöglichkeit der Zoe in Sachen Praxisnutzen klar überlegen sein.

founder hat geschrieben:In Landshut bei der Sternfahrt war ich sauer, weil einer der 4 32 A Drehstromplätze hat doch glatt ein Smart belegt, um mit lächerlichen 2 kW zu laden.

Das ist witzig. Der E-Smart ist eines der wenigen Elektro-Autos (das einzige Serienauto neben Zoe und den alten Teslas), das mit 22 kW AC laden kann (wenn auch nur optional gegen Aufpreis).
Benutzeravatar
Moderator
 
Beiträge: 13567
Registriert: 31. Okt 2012, 19:09
Wohnort: Berlin

VorherigeNächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste