Will unbedingt Model S mit Überschuss von PV laden, nur wie?

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Will unbedingt Model S mit Überschuss von PV laden, nur

von partfinder » 18. Jan 2018, 08:21

Ich habe mir eure Berichte nun alle durchgelesen und verstehe aber nur Bahnhof :roll:

Problem erkannt und ich möchte auch wenn ich zu Hause bin meinen Tesla mit dem PV Überschuss laden.

Soll nicht abwertend klingen, aber solche Bastellösungen kommen mangels Zeit und Verständnis bei mir nicht in Frage.

Gibt es so was nicht von der Stange zu kaufen oder ist dies dann auf Grund des Preises unwirtschaftlich?

Ich habe einen SMA Wechselrichter und wollte mir eine neue Mennekes Wallbox Amtron Xtra 22 C2 anschaffen, die soll angeblich mit dem SMA Sunny Home Manager kommunizieren und so auch den PV Überschuss ins Auto bringen. Kostet natürlich gute 2000 Euro die Wallbox. Da ich aber aktuell noch mit Kraftstromadapter lade, wollte ich das eh ändern.
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Re: Will unbedingt Model S mit Überschuss von PV laden, nur

von OS Electric Drive » 18. Jan 2018, 08:43

Rolando hat geschrieben:Wenn man nun aber ein Haus hat mit Wärmepumpe lohnt er sich schon eher, da ich hier auch nachts einen großen Verbraucher habe. Da gilt es dann abzuwägen: lasse ich die Wärmepumpe tagsüber (z.B. per Smart Grid) länger und uneffektiver laufen, so dass ich möglichst viel Solarstrom verbrauchen kann? Oder möchte ich meine Wärmepumpe effektiver betreiben (das heißt im niedrigeren Temperaturbereich) und speichere tagsüber keine zusätzliche Wärme im Puffer?
Und genau hier würde sich ein Batteriespeicher eher lohnen. Ich kann meine Wärmepumpe auch nachts mit eigenem Strom betreiben und dass sehr effektiv. Der einzigste Nachteil ist, dass ich im Winter eher weniger Strom vom Dach bekomme und dafür aber mehr Strom für die Wärmepumpe brauche. Im Sommer brauche ich die Wärmepumpe nur für das Warmwasser, bekomme aber viel Strom vom Dach.

Wenn ich mal ganz grob rechnen darf: Bei Heizkosten von ca. 1.000 € pro Jahr (Strom für Wärmepumpe) kann ich mit dem Batteriespeicher vielleicht auf 50 oder 60 vielleicht auch auf 70 % Eigenstromanteil zum Heizen kommen. Das sind dann zw. 500 und 700 Euro pro Jahr. Wenn ich für den Batteriespeicher etwa 10.000 € rechne, dann hat sich der Speicher nach 14 bis 20 Jahren bezahlt. Ich denke, dass 14 Jahre für einen Speicher machbar sind (klar dann hat er nicht mehr die volle Kapazität, aber trotzdem). Darum ist in diesem Fall ganz grob gerechnet eine gewisse Kostenneutralität machbar.


Grobe rechnen... also für 1000€ Heizkosten hast Du ca. 4000kWh Strom. Ein speicher der fast 3000kWh liefern kann im Jahr muss ca. 14kWh groß sein. Diese Speicher liegen bei rund 9000-12.000€ Vergessen darfst Du aber auch nicht, dass man für die 3000kWh mit Verlusten rund 3.600kWh Vergütung bekommen hätte also ca. 430€ und somit ist der Vorteil vielleicht 250-300€ im Jahr unter diesen optimalen Bedingungen das bedeutet dass der Speicher ohne Verluste, Reparaturen Finanzierung und Co vielleicht in 26 Jahren bezahlt ist.

Der einzige Speicher der sich lohnt ist der mit vier Rädern, alles andere macht wirtschaftlich keinen Sinn!

Man sollte die Sache nicht zu sehr verkrampft angehen, denn das Delta zwischen Vergütung und Bezugspreis liegt bei derzeit 9-11Ct und so günstig kann man sich zuhause keinen Speicher bauen und wenn keine Sonne scheint auch kein Auto laden.

Was macht man an einem Tag wie heute? Soll er dann gar nicht laden? Da muss eine richtige Logik dahinter.
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Re: Will unbedingt Model S mit Überschuss von PV laden, nur

von M3-75 » 18. Jan 2018, 09:14

Das Differenz zwischen Einspeisevergütung und Bezugspreis wird aber in den nächsten 10-20 Jahren kontinuierlich steigen.

Andere Gedanken dazu:
Wärmepumpenstrom im Akku puffern lohnt sich wg obiger Überlegungen kaum und thermisches puffern braucht einen riesigen Speicher. Warmwasser lasse ich sowieso grundsätzlich nur einmal täglich Aufheizen (per Zeitfenster tagsüber).

Spezielle Haushaltsgeräte die sich nach der aktuellen PV Strom Verfügbarkeit richten sind sicher zu teuer und basteln zeitaufwändig.

Die Geräte einfach selbst einschalten wenn die Sonne scheint (z.b. morgens nach dem Nebel erst Spülmaschine/Waschmaschine) und nicht gleichzeitig zu Herdplatten kostet nur Eingewöhnung.

Auto kommt bei mir dann nachmittags dran (Westseite des Daches mit PV ?) und Wochenende kann ich noch ein paar kWh für die Woche puffern.

Eine kleine App um die Ehefrau entsprechend zu "programmieren" wäre sicher hilfreich.

In der PV Saison könnte ich die 2-3kwh die ich dann noch nachts für Kühlschränke und Elektronik brauche theoretisch mit einer kleinen USV realisieren die dann einen höheren Wechselrichter Wirkungsgrad haben dürfte und günstiger ist (falls es da was brauchbares am Markt gibt) und sich damit auch deutlich schneller amortisieren dürfte.

Wie immer kann man wahrscheinlich 80% des Ziels mit 20% der Kosten/Aufwand erreichen, Brainstorming hier gehört dazu ;-)
 
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Re: Will unbedingt Model S mit Überschuss von PV laden, nur

von Dentec » 18. Jan 2018, 09:34

M3-75 hat geschrieben:
Eine kleine App um die Ehefrau entsprechend zu "programmieren" wäre sicher hilfreich.



Dazu habe ich mir einen RaspberryPI mit 3 grünen, einer gelben und 3 roten LEDs in die Küche gestellt.
Da sieht man in verschiedenen Abstufungen (500W, 1kW, 2.5kW, 4kW) wieviel Einspeisung bzw. Bezug gerade vorhanden ist.
Das hat unseren Eigenverbrauch schon deutlich erhöht. Ab Februar kommt dann das E-Auto dazu, welches den Eigenverbrauch noch einige Prozent erhöhen dürfte.
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Re: Will unbedingt Model S mit Überschuss von PV laden, nur

von OS Electric Drive » 18. Jan 2018, 09:37

M3-75 hat geschrieben:Das Differenz zwischen Einspeisevergütung und Bezugspreis wird aber in den nächsten 10-20 Jahren kontinuierlich steigen.



Das sagt Deine Glaskugel oder woher weißt Du das? Warum soll denn Strom bitte in den nächsten Jahren kontinuierlich teurer werden? Dazu gibt es eigentlich kaum Indikatoren.

Das hat man vom Öl auch mal behauptet und jetzt? Niemand hätte sich vorstellen können dass Offshore 0Ct Gebote macht und PV bis zu 4,2Ct bei Großflächen.
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Re: Will unbedingt Model S mit Überschuss von PV laden, nur

von M3-75 » 18. Jan 2018, 09:53

Die letzten 20 Jahre ist der Strom teurer geworden, in Deutschland.
Ich würde jedenfalls keine Wetten drauf abschließen das er sinkt.

Ein weiterer Glaskugel Indikator: je näher man an die 100% EE kommt, desto teurer wird das (das EEG Mal ganz außen vor).

Klar, es kann auch anders kommen aber das Risiko ist in dieser Richtung durch die Investitionskosten in die eigene Technik begrenzt in der anderen Richtung nicht.

Ja, einen raspi würde ich dafür auch nehmen (ich würde dann aber eher Geräte auflisten, meine Frau hats nicht so mit kW(h), dafür aber mit Ct/€ ;-)
Der Raspi kann bei mir auch knxip sprechen und WhatsApp Nachrichten an meine Frau schicken und könnte evtl. auch ein paar schütze im Schaltschrank ansteuern...
 
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Re: Will unbedingt Model S mit Überschuss von PV laden, nur

von OS Electric Drive » 18. Jan 2018, 10:34

5km eine Gerade, da kann auf jeden Fall keine Kurve kommen. Und 100% EE echt jetzt? Wir werden vielleicht in 2030 30%, und beim Strom vielleicht bei 50-60%, dazu muss es aber richtig abgehen.

Sollte der Strompreis an der Börse wieder steigen so sinkt automatisch die EEG Umlage deutlich.
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Re: Will unbedingt Model S mit Überschuss von PV laden, nur

von Mikele416 » 18. Jan 2018, 10:44

[quote="partfinder"]

Ich habe einen SMA Wechselrichter und wollte mir eine neue Mennekes Wallbox Amtron Xtra 22 C2 anschaffen, die soll angeblich mit dem SMA Sunny Home Manager kommunizieren und so auch den PV Überschuss ins Auto bringen./quote]
Genau diese Kombination habe ich, und mein Home Manager kommuniziert ganz ausgezeichnet mit der Wallbox. Es lässt sich sogar ganz einfach einstellen, ab welcher Eigenversorgungsquote das Laden beginnen soll. Viele Grüße, Michael
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Re: Will unbedingt Model S mit Überschuss von PV laden, nur

von ChristianSt » 18. Jan 2018, 11:25

Hey sorry meine Frage... was hat des jetzt noch alles mit dem eigentliche Thema zutun?!...
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Re: Will unbedingt Model S mit Überschuss von PV laden, nur

von OS Electric Drive » 18. Jan 2018, 11:29

In erster Linie geht es darum, wie viel Geld man in die Hand nimmt und was man damit erreichen kann.
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