Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von segwayi2 » 7. Mai 2017, 22:11

fabbec hat geschrieben:Ich glaub eher das Tesla schon diese Stellschrauben benutzt! Denn die Update Verweigerer haben nicht diese Reduktionen!


und ich dachte Tesla sind die Guten 8-)
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von tornado7 » 7. Mai 2017, 22:31

Das ist doch nur solange ein Thema, wie die Fahrzeuge von der 8 Jahresgarantie gedeckt sind. Darüber hat Tesla zwar noch einen Ruf zu verlieren, aber keine Ansprüche mehr zu decken.

Die Sache mit zurückgehender Ladeleistung bei Kapazitätsverlust ist nett, steht aber in keinem Verhältnis, denn 90kW ist 20% weniger, Degradation liegt aber eher bei 5-10%.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von Shirley » 7. Mai 2017, 22:44

Das Beispiel macht mir sehr schön deutlich, dass E-Autos grundsätzlich dieselben Problemen haben wie Verbrenner: ;)
Der Neuwagenkäfer hat viel Geld auf den Tisch gelegt und fühlt sich im Recht, die Maximalbelastung aus dem Auto herauszuholen, die technisch möglich ist, also hier starke Beschleunigungen, schnelle Autobahnfahrten und Kurvenralleys (bis zur Leistungsbegrenzung, dennoch teilweise durchschnittlich über 250 Wh/100 km) sowie regelmäßiges Superchargen bei Langstreckennutzungsprofilen (hier die Ladebegrenzung zur Schonung der Batteriechemie). Haltedauer 3-4 Jahre, selten länger. So lange hat das Auto der Belastung auszuhalten, schließlich hat man die Performance ja bezahlt. :!:

Nun stellt sich immer mehr raus, dass Tesla die Autos wohl doch nicht für die ständige Beanspruchung an der Leistungsgrenze entworfen hat und, solange sie in der Gewährleistung sind, eingreifen, um Garantiefälle wegen starker Beanspruchung und Verschleiß zu verhindern - nach Ablauf der Garantie dürfte es Tesla ebenso egal sein wie den Erstbesitzern nach Verkauf.
Also dieselbe Problematik wie beim Gebrauchtwagenkauf von Verbrennern.
Von wegen E-Autos dürften wertstabiler da weniger reparaturanfällig und langlebiger als Verbrenner - nein, Tesla kann mit Hilfe der Datenverbindung zum Auto in gewissem Rahmen die Haltbarkeit steuern. Das trägt meines Erachtens nicht zum Vertrauen in den Gebrauchtwagenmarkt bei. :cry: Tesla hätte zwar die Daten, um quasi den Verschleißgrad auszulesen, wird dies aber wahrscheinlich ebenso wenig tun wie z.B. BMW dies mit der Werktstatthistorie und Steuergerätedaten Ihrer Fahrzeuge aus "Datenschutzgründen" verweigert. :roll:
Der Dumme ist der normale Gebrauchtwagenkäufer, bei ICE war das ja schon immer so, aber offensichtlich ebenso bei E-Autos.
Fazit: Wie beim Verbrenner nur Neuwagen, junge Gebrauchte mit wenig km oder "Rentnerfahrzeuge" kaufen, wenn man lange was von haben will - ach ja, und im Zweifelsfall am besten vor Ablauf der 8 Jahre verkaufen :!: :!: :!:
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von trimaransegler » 8. Mai 2017, 00:01

Was für ein Quatsch :cry:
Viele Grüße aus dem Westerwald

Frieddhelm

Wer meinen Empfehlungslink nutzen möchte, hier ist er: http://ts.la/drfriedhelm6242
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von r.wagner » 8. Mai 2017, 00:17

Bei meinem 2015er P85D ist alles im Lot.
Gefühlt und auch lt. Anzeige. Heute erst wieder 118kW bekommen.

IMG_0368.JPG
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von tornado7 » 8. Mai 2017, 00:33

Die 85er scheinen auch keine Probleme zu machen. Die Vermutung von CheapAndClean hat schon was.

Und wie hoch schätzt du deinen SuC- bzw. DC-Anteil?
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von r.wagner » 8. Mai 2017, 01:01

Eher gemäßigt. Auf Langstrecke eben. Wahrscheinlich nur so um die 50%.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von FrankfurterBub » 8. Mai 2017, 05:21

trimaransegler hat geschrieben:Was für ein Quatsch :cry:

Uh, eloquent und detailliert - so führt man eine Diskussion! (SCNR) ;)

Im Ernst: Das, was Shirley schrieb, sollte man im Kopf behalten und nicht einfach abtun. Denn es hat sich ja nun zweimal gezeigt, dass Tesla zunächst heimlich, später dann auch öffentlich bestimmte Parameter verändert (Zu häufige Start-Sprints, jetzt Ladeleistung). Es mag legitim sein, dies im Rahmen der Produktsicherheit bzw. - langlebigkeit zu tun, dann muss das aber vorab (!) klar kommuniziert werden. Und Herr Musk soll aufhören, von immer neuen Sprintrekorden zu schwärmen, oder Dinge zu versprechen, die letztlich die Leute überhaupt erst auf die Idee bringen, dass ein Tesla sowas kann..

Mein Problem ist vielmehr: Was, wenn man sich nicht mehr auf das verlassen kann, was einem zunächst versprochen wurde? Und damit meine ich nicht nur Tesla. In Zukunft wird man wirklich alles, aber auch alles vertraglich festhalten müssen, um danach einen Anspruch zu haben. Webseiten und Erklärungen müssen ausgedruckt werden, damit der Nachweis erbracht werden kann, was zum Zeitpunkt x versprochen war.

Klar, in 99% der Fälle wird es Veränderungen geben, die sich positiv auswirken. Aber die 1% sollte man nicht einfach als 'Quatsch' abtun.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von teebauer » 8. Mai 2017, 06:34

Mit meinem MS 90D (Auslieferung 02/2017) werde ich wahrscheinlich auch zu dem betroffenen 1% gehören: da ich fast ausschließlich Langstrecke fahre und einen SuC um die Ecke habe, habe ich auf den gut 12000 km bisher fast ausschließlich per SuC geladen. (Muss ich eigentlich nicht rechtfertigen, wird von Tesla ja auch so beworben.)
Beim Kauf war für mich das SuC- Netz und das schnelle Laden ("200 km in 20 Minuten") ausschlaggebend. Wenn zukünftig die Ladeleistung bei meinem Tesla runtergeregelt wird, werde ich entsprechend länger stehen: "200 km in einer halben Stunde" klingen schon anders...
Über viele Mängel (Ap2, Verarbeitungsqaulität) habe ich bisher großzügig hinweggesehen - war für mich von vorneherein auch absehbar. Und ob der Ap2 nach 3 oder 6 (?) Monaten funktionieren wird, ist m.E. nicht so wichtig.
Aber die zukünftige Reduzierung der Ladeleistung lässt meine Tesla- Euphorie doch deutlich sinken.
Genau genommen fühle ich mich durch Tesla getäuscht, ganz genau genommen arglistig getäuscht!

Wenn die Dauerhaftigkeit des aktuellen Akkutyps durch das Schnellladen leidet, verstehe ich, dass Tesla hier einschreitet - aber ohne dies den Kunden mitzuteilen?
Und zwar vor dem Kauf?

Nee, ich möchte jetzt keine Parallelen zum Dieselskandal ziehen, aber die Denke bei Tesla ist wohl doch in Bezug auf den Kunden ähnlich!

Mein Vertrauen in Tesla hat schwer gelitten!
Was kommt wohl als nächstes?
 
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von AquaAndreas » 8. Mai 2017, 06:37

Uff, manchmal ist dieses Forum hier echt mühsam. Weil glaube ich hier ganz unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen. :shock:

Erstmal: ich FAHRE TÄGLICH einen S90D (so in der Realität), und mich nervt die Ladebegrenzung konkret weil ich knapp 50TKM im Jahr fahre und entsprechend viel auf Langstrecke und am SuC und damit betroffen von der Absenkung der Ladegeschwindigkeit bin. Außerdem unterstütze ich Tesla durch Werbung IRL, laufe mit einer Tesla-Jacke herum und beantworte gerne Fragen und überzeuge Leute von Tesla und E-Mobilität.

Daher nervt mich die Mehrzeit am SuC, und insbesondere ein Verhalten von Seitens Tesla, dass es mir schwer macht, für das was ich an sich gut finde, einzustehen. Ich würde mir wünschen, Tesla würde es mit der Ethik an manchen Stellen genauer nehmen.

Andererseits kann ich das aber auch einordnen. Wie jemand hier schrieb, andere Hersteller haben so viel mehr Dreck am Stecken oder Leichen im Keller oder kennen das Wort Ethik nur von Plakaten, die Greenpeace auf Bannern auf Ihre Gebäude spannt.

Die Leute hier, die keinen Tesla fahren, aber sich hier ständig über Tesla empören... was fährt ihr denn? Einen VW? Diesel? Go get a life please.

Auch das "Quatsch" von trimaransegler kann ich verstehen... er hat gerade einen Tesla mit 220TKM verkauft, und kennt den Zustand des Wagens in der Praxis. Das ist wie bei mir wenn mich Leute ansprechen und mir erzählen wollen, Elektroautos taugen nichts weil "man ja mit der Batterie nicht weit kommt". :roll:

Aber seit Trump wissen wir ja, jeder kann problemfrei in seiner eigenen Realität leben, die muss auch überhaupt nicht von lästigen Dingen wie der echten TM Realität eingeschränkt werden.

Tesla wird sich harte Fragen von mir gefallen lassen müssen. Warum ist die Einschränkung bei den älteren 85er Modellen nicht drin? Warum der teurer und mit mehr Reichweite verkaufte 90er? Das sind harte Fragen, auf die es ehrliche Antworten geben muss, sonst steht Tesla für mich in der Bringschuld. Denn ich habe mehrere Tausend Euro Aufpreis bezahlt für einen 85er mit "5% Reichweitenupgrade".

WEIL ICH IM ALLTAG GEWISSE LANGSTRECKEN MÖGLICHST SCHNELL ZURÜCKLEGEN WILL. Aus dem Grund habe ich auch einen Tesla gekauft und keinen Leaf (war etwas Mehrpreis).

Auch ich kann entspannt unterwegs sein, und manchmal ist mir die Zeit egal. Aber manchmal auch nicht.
Model S90D aus Juni 2016, weiß, 19 Zöller, AP1, ...
 
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